Vorstellung

Mercedes GLB: Preis & alle Infos zur zweiten Generation

Stuttgart zieht das Tuch von der zweiten Generation des Mercedes GLB. Als Elektro-Variante EQ ist er bereits bestellbar, im Frühjahr 2026 sollen die Auslieferungen starten. Auch ein Verbrenner ist auf dem Weg.

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Preis: Mercedes GLB EQ ab 59.048 Euro

Der Mercedes CLA hat im Sommer 2025 ein neues elektrisches Zeitalter für die Marke mit dem Stern eingeläutet, das mit vielseitigen Antriebsoptionen und alltagstauglichen Ladevorgängen bis runter in die Kompaktklasse glänzen soll. Während der CLA nun schon im Schauraum der Händler steht, zieht Stuttgart im Dezember 2025 auch das Tuch vom kastigen Plattformbruder: der Mercedes GLB der zweiten Generation, abermals als Fünf- und Siebensitzer ausgelegt.

Da die brandneue MMA-Basis sowohl für Verbrenner als auch für Elektroautos ausgelegt ist, schluckt der kommende GLB die EQB-Baureihe – diese firmiert künftig unter dem Namenszusatz EQ. Eben diese Elektro-Variante macht den Anfang und steht seit dem 8. Dezember ab 59.048 Euro im Konfigurator, erste Auslieferungen sind für Frühjahr 2026 angesetzt. Damit übersteigt der Neue die 47.628 Euro Einstiegspreis des Vorgängers EQB deutlich – allerdings kündigt Mercedes bereits ohne konkreten Preis ein günstigeres Einstiegsmodell für den GLB EQ an (alle Preise: Stand Dezember 2025). Auch interessant: Unsere Produkttipps bei Amazon

(1/9)
Der Mercedes GLB EQ steht im Schnee, von vorne links fotografiert.
Mercedes GLB EQ Foto: Mercedes

Die zweite Generation des GLB startet mit den beiden Elektro-Varianten 250+ und 350 4Matic, später folgen Verbrenner-Ableger.

Der Mercedes GLB EQ steht im Schnee, von hinten rechts fotografiert.
Mercedes GLB EQ Foto: Mercedes

Der GLB bleibt seinen Grundwerten treu: pragmatisch-kastige Linie und bis zu sieben Sitzplätze.

Das Cockpit des Mercedes GLB EQ.
Mercedes GLB EQ Foto: Mercedes

Der optionale "MBUX Superscreen" erstreckt sich über die gesamte Breite.

Die vorderen Sitze des Mercedes GLB EQ.
Mercedes GLB EQ Foto: Mercedes

Die Wärmepumpe nutzt die Energie aus der Umgebungsluft sowie die Abwärme von E-Antrieb und Batterie, um den Innenraum zu heizen.

Der Fond des Mercedes GLB EQ.
Mercedes GLB EQ Foto: Mercedes

Optional gibt es den GLB weiterhin mit dritter Sitzreihe und sieben Plätzen.

Der Kofferraum des Mercedes GLB EQ.
Mercedes GLB EQ Foto: Mercedes

Der Kofferraum fasst 540 l beim Fünfsitzer und 480 l beim Siebensitzer und lässt sich auf 1715 beziehungsweise 1605 l erweitern.

Der Frunk des Mercedes GLB EQ.
Mercedes GLB EQ Foto: Mercedes

Der Frunk fasst 127 weitere Liter.

Der Mercedes GLB steht im Schnee, von vorne links fotografiert.
Mercedes GLB Foto: Mercedes

Die optisch beinahe identische Verbrennervariante wurde ebenfalls enthüllt.

Der Mercedes GLB steht im Schnee, von hinten links fotografiert.
Mercedes GLB Foto: Mercedes

Diese setzt wie der CLA auf den 1,5-l-Vierzylindermotor mit 48-V-Unterstützung.

Antriebe: Wahl zwischen Mildhybrid und E-Antrieb

Zum Start zwei EQ-Varianten

Der neue Mercedes GLB basiert wie der CLA auf der brandneuen MMA-Plattform, die sowohl verbrennende als auch rein elektrische Antriebe ermöglicht. Die 800-V-Architektur hält Ladeleistungen von bis zu 320 kW vor, womit unter idealen Bedingungen in zehn Minuten genug Energie für 260 km Reichweite geladen werden soll – interessanterweise erheblich weniger als Mercedes bei gleicher maximaler Ladeleistung für den CLA angibt. Die Spitzenbatterie verfügt wie beim CLA über eine Nettokapazität von 85 kWh, das Einstiegsmodell könnte ebenfalls eine 58-kWh-Batterie (netto) erhalten.

Bei der Entwicklung der MMA-Plattform hat Mercedes einen hohen Wert auf Effizienz gelegt. Dazu soll neben einem Zweigang-Getriebe auch ein Antriebskonzept beitragen, das bei der Allradvariante den Motor an der Vorderachse nur bei hohem Leistungs- oder Traktionsbedarf zuschaltet – ähnlich dem automatisch zuschaltenden Allradantrieb beim Verbrenner. Auch die Wärmepumpe soll die Reichweite schonen, indem sie Außenluft, Antriebseinheit und Batterie gleichermaßen Wärme entzieht, um auf diese Weise den Innenraum zu heizen.

Auch die vom CLA bekannten Antriebe übernimmt der GLB. Der 250+ mit EQ Technologie leistet 200 kW (272 PS), das maximale Drehmoment liegt bei 335 Nm. Das Allradmodell 350 4Matic mit EQ Technologie verfügt über 260 kW (354 PS) Systemleistung sowie 515 Nm maximales Drehmoment. Die WLTP-Reichweiten des viertürigen Coupés betragen bis zu 792 km, da kommt der kastige GLB nicht heran: bis zu 631 km beim 250+ beziehungsweise 614 km beim 350 4Matic.

Der GLB ist mit einer Anhängelast von bis zu 2000 kg (350 4Matic) beziehungsweise 1500 kg (250+) angegeben.

1,5-l-Vierzylinder aus dem CLA

Wie Mercedes verrät, wird der Verbrenner-GLB wie auch der CLA den neu entwickelten 1,5-l-Vierzylinder-Benziner M252 aus chinesischer Produktion nutzen. Dieser soll ebenfalls mit 48-V-Mildhybridtechnik, 1,3 kWh Batteriekapazität und Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe kommen. Über konkrete Leistungsdaten spricht Mercedes noch nicht, doch es liegt nahe, dass sich auch diese am viertürigen Coupé orientieren. Mit 20 kW (27 PS) elektrischer Leistung soll beim CLA innerstädtisch auch vollelektrisches Fahren möglich sein. Die Leistung der drei angekündigten Motorvarianten beläuft sich auf 136 PS (100 kW), 163 PS (120 kW) und 190 PS (140 kW) zuzüglich der Leistung des E-Motors.

Die Konkurrenten:

Exterieur: Keine Revolution, aber mehr Licht

Aus optischer Sicht bestätigte die Enthüllung der zweiten Generation, was Erlkönig- und Teaserfotos bereits vermuten ließen: Der Mercedes GLB tritt nicht grundsätzlich neu auf. Die Silhouette wirkt kaum verändert, das kastige Auftreten des Vorgängers bleibt erhalten.

Die GLB-Front wirkt wie eine Mischung aus CLA und GLC: Die dicke Umrandung und die horizontalen Designelemente erinnern an das Mittelklasse-SUV, die 94 Leuchtsterne eher an die Limousine. Dazu gesellen sich entsprechend dem aktuellen, Mercedes-übergreifenden Trend durchgehende Leuchtleisten an Front und Heck. Die D-Säule ist breiter gestaltet als beim Vorgänger, was dem Kompakt-SUV einen stämmigeren Auftritt verleiht.

Mit 4,73 m in der Länge legt der neue Mercedes GLB 4,8 cm gegenüber dem bisherigen EQB und 9,8 cm gegenüber dem GLB-Vorgänger zu. Der Radstand beträgt 2,89 m.

Interieur: Neues Infotainment, mehr Raum

Das Cockpit des Mercedes GLB EQ.
Foto: Mercedes

Wenig überraschend profitiert auch der neue Mercedes GLB vom optionalen "MBUX Superscreen", der sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht und über drei Bildschirme (digitales Cockpit, Touchscreen und Beifahrer-Display) verfügt. Rechts wie links schließen rundliche Luftausströmer die Bildschirmlandschaft ab.

Die ebenfalls neue MB.OS-Software ist in der Bedienung vom Smartphone inspiriert und arbeitet nach der "Zero Layer"-Logik, die auf dem Zentraldisplay stets die wichtigsten Funktionen verfügbar machen soll. Zudem setzt die Software auf vermehrte KI-Assistenz, die per Sprachbedienung eingeschaltet werden kann. Eine "schwebende" Mittelkonsole wartet mit einer Smartphone-Ladefläche und Cupholdern auf. Das neue Lenkrad verfügt wieder über eine Wippe und eine Walze – hier hat Mercedes nach eigenen Angaben auf Kundenrückmeldungen reagiert.

Die Marke mit dem Stern verspricht in den ersten beiden Sitzreihen mehr Kopffreiheit sowie mehr Beinfreiheit im Fond und eine verlängerte Oberschenkelauflage in Reihe zwei. Die beim Fünfsitzer optionale und beim Siebensitzer serienmäßig längsverschiebbare Rückbank bietet längere Verstellwege der Easy-Entry-Funktion, sodass der Einstieg in Reihe drei nun leichter vonstattengehen soll. Über den Köpfen macht sich ein riesiges Panoramadach breit, das auf Knopfdruck durchsichtig oder milchig ist und optional als Sternenhimmel erleuchtet. Das Kofferraumvolumen gibt Mercedes mit 540 l für den Fünfsitzer und 480 l für den Siebensitzer an, die sich auf 1715 l beziehungsweise 1605 l erweitern lassen. Dazu kommt ein Frunk, der 127 l fasst.

Fahreindruck: Spürbarer Schritt nach vorn

Größer, komfortabler, dynamischer – die neue Generation des Mercedes GLB ist ein spürbarer Schritt nach vorn. Das volldigitale Cockpit ist funktional zwar nicht der Weisheit letzter Schluss, gefällt aber trotzdem: bunt leuchtend, funktionssatt. Und die bärenstarken Elektroantriebe überzeugen auf ganzer Linie. Von Johannes Riegsinger