Vorstellung

Mercedes CLA (Shooting Brake): Preis, Antriebe (EQ) & Bilder

Mit dem Mercedes CLA startete 2025 der heiß ersehnte Technologieträger der Marke. Was die EQ- und Hybrid-Varianten der Limousine und der vorerst nur rein elektrisch verfügbare Shooting Brake kosten, sagen wir hier – und nennen darüber hinaus die wichtigsten Fakten zur Baureihe!

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Preis: Mercedes CLA als Verbrenner ab 46.500 und als Elektro ab 49.500 Euro

Im März 2025 feierte der Mercedes CLA seine Weltpremiere – und mit ihm das erste Modell auf der neuen MMA-Plattform, auf der auch AMG-Varianten sowie zwei SUV folgen sollen. Das Besondere: Mit ihr vereint der CLA rein elektrische und hybridisierte Antriebe unter einer Karosserie. Dazu passt, dass Stuttgart der gesonderten EQ-Nomenklatur abgeschworen hat, also alle Antriebsvarianten denselben Modellnamen tragen.

Somit besteht beim CLA sowohl bei der Coupé-ähnlichen Limousine als auch beim Shooting Brake (Kombi) die Wahl zwischen einem Elektroauto und einem Hybrid. War das bis November 2025 lediglich auf dem Papier der Fall, hat Mercedes nun auch die Bestellbücher für den Verbrenner geöffnet – zumindest für die Limousine. Diese startet zum Preis ab 46.243 Euro oder einer monatlichen Leasingrate von 325 Euro, als Elektro ab 49.420 Euro. Der Shooting Brake wiederum ist vorerst nur rein elektrisch zu haben, dann zu einem Preis von 57.096 Euro oder zu einem monatlichen Leasingpreis von 405 Euro (Alle Preise: Stand November 2025). Für den Kombi dürfte der Hybrid zeitlich absehbar folgen. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

(1/12)
Der Mercedes CLA als Shooting Brake (links) und Limousine, fotografiert von schräg vorne, im Hintergrund die Öresundbrücke.
Mercedes CLA (Shooting Brake) Foto: Mercedes

Nachdem im März 2025 die Limousine vorgestellt wurde, folgte im Juli desselben Jahres der kombihafte Shooting Brake.

Der Mercedes CLA EQ (2025) steht in Studioumgebung, von links fotografiert.
Mercedes CLA EQ (2025) Foto: Mercedes

Optisch ist der CLA nur eine moderate Weiterentwicklung des Vorgängers. Seine coupéhafte Linie behält er bei, den Radstand verlängert er um sechs Zentimeter.

Der Mercedes CLA EQ (2025) steht in Studioumgebung, von hinten links fotografiert.
Mercedes CLA EQ (2025) Foto: Mercedes

Dominant: die durchgehenden Leuchtleisten an Front und Heck.

Das Armaturenbrett des Mercedes CLA EQ (2025).
Mercedes CLA EQ (2025) Foto: Mercedes

Der optionale "MBUX-Superscreen" lässt sich zusätzlich mit einem dritten Bildschirm auf der rechten Seite ausstatten. Das System arbeitet mit der neuesten hauseigenen MB.OS-Software.

Die Rücksitzbank des Mercedes CLA EQ (2025).
Mercedes CLA EQ (2025) Foto: Mercedes

Der Fond leidet unter der abfallenden Dachlinie und bietet zudem recht wenig Knieraum.

Der Kofferraum des Mercedes CLA EQ (2025).
Mercedes CLA EQ (2025) Foto: Mercedes

55 l weniger als der Vorgänger: Der Kofferraum des CLA fasst 405 l Ladung.

Der Frunk des Mercedes CLA EQ (2025).
Mercedes CLA EQ (2025) Foto: Mercedes

Erstmals bei einem elektrischen Mercedes: ein Frunk. Im CLA fasst er 101 l.

Der Mercedes CLA EQ (2025) steht in Studioumgebung, von vorne fotografiert.
Mercedes CLA EQ (2025) Foto: Mercedes

Der "Kühlergrill" des CLA ist mit 142 Sternen beleuchtet.

Der Mercedes CLA EQ (2025) steht in Studioumgebung, von hinten fotografiert.
Mercedes CLA EQ (2025) Foto: Mercedes

Durch die 800-V-Technik werden ordentliche Ladeleistungen von bis zu 320 kW möglich.

Der Mercedes CLA Shooting Brake EQ (2025) steht in Studioumgebung, von vorne und aus leichter Höhe fotografiert.
Mercedes CLA Shooting Brake EQ (2025) Foto: Mercedes

Der Shooting Brake ist bis zur B-Säule identisch gezeichnet.

Der Mercedes CLA Shooting Brake EQ (2025) steht in Studioumgebung, von hinten links fotografiert.
Mercedes CLA Shooting Brake EQ (2025) Foto: Mercedes

Auch der Shooting Brake übernimmt die durchgehende Leuchtleiste am Heck.

Der Kofferraum des Mercedes CLA Shooting Brake EQ (2025) mit umgeklappter Rücksitzbank.
Mercedes CLA Shooting Brake EQ (2025) Foto: Mercedes

Im Vergleich zur Limousine steigert er das Ladevolumen um 50 l auf 455 l.

Antrieb: 800-V-Elektro-Plattform & neuer 1,5-l-Vierzylinder

Die Mercedes-Benz Modular Architecture (MMA) wird vom Hersteller zwar als dezidierte Elektro-Plattform bezeichnet, ist jedoch auch für Verbrenner ausgelegt.

Alle Daten und Reichweiten des Elektro-CLA

Die 800-V-Architektur des neuen Mercedes CLA EQ ermöglicht auch in der Kompaktklasse Ladeleistungen von bis zu 320 kW, womit in zehn Minuten genug Energie für 325 km Reichweite geladen werden soll – ideale Bedingungen vorausgesetzt. Die Spitzenbatterie verfügt über eine Nettokapazität von 85 kWh, wobei dem Graphit der Anoden nun Siliziumoxid beigemischt wird. Die Einstiegsbatterie bietet eine nutzbare Kapazität von 58 kWh. Die WLTP-Reichweiten betragen je nach Variante bis zu 792 km.

Zum Marktstart stehen zunächst zwei Varianten zur Auswahl: Der CLA 250+ mit EQ Technologie leistet 200 kW (272 PS), das maximale Drehmoment liegt bei 335 Nm, das Allradmodell CLA 350 4Matic mit EQ Technologie verfügt über 260 kW (354 PS) Systemleistung sowie 515 Nm maximales Drehmoment. Der bereits gesichtete AMG-Erlkönig dürfte leistungstechnisch noch eine Schippe drauflegen – hier gibts Fotos und alles, was wir zum AMG CLA EQ wissen.

Neben Power und hoher Ladeleistung legte Mercedes bei der Entwicklung auch hohen Wert auf Effizienz. Dazu soll neben einem Zweigang-Getriebe auch ein Antriebskonzept beitragen, das bei der Allradvariante den Motor an der Vorderachse nur bei hohem Leistungs- oder Traktionsbedarf zuschaltet – ähnlich dem automatisch zuschaltenden Allradantrieb beim Verbrenner. Auch die weiterentwickelte Wärmepumpe soll die Reichweite schonen, indem sie Außenluft und Antriebseinheit Wärme entzieht, um auf diese Weise den Innenraum zu heizen.

Als WLTP-Verbrauch pro 100 km gibt Mercedes 12,2 bis 14,1 kWh für den Hecktriebler und 12,5 bis 14,7 kWh für den Allradler an. Der weniger aerodynamische Shooting Brake ist identisch motorisiert, büßt jedoch durch einen höheren Verbrauch 30 bis 40 km Reichweite ein.

Das sind die Fakten zum CLA mit Verbrenner

Im verbrennenden Mercedes CLA, der im November 2025 Verkaufsstart feierte, kommt ein von Mercedes neu entwickelter 1,5-l-Vierzylinder-Benziner aus chinesischer Produktion zum Einsatz, der in ein 48-V-Mildhybrid-System eingebettet wird. Mit 20 kW (27 PS) elektrischer Leistung, bei innerstädtischen Geschwindigkeiten und wenn weniger als 22 kW Leistung benötigt werden, kann das Hybridmodell rein elektrisch fahren. Das Segeln ist bis zu einem Tempo von rund 100 km/h möglich. Dabei kann der Motor in allen acht Gängen rekuperieren und bis zu 25 kW Energie zurückgewinnen.

Die Leistung der drei angekündigten Motorvarianten beläuft sich auf 136 PS (100 kW) beim CLA 180, 163 PS (120 kW) beim CLA 200 und 190 PS (140 kW) beim CLA 220, zuzüglich der Leistung des E-Motors. Für die richtige Übersetzung sorgt ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe, das wahlweise die Vorderachse oder alle vier Räder antreibt. 

Die Konkurrenten:

Exterieur: Typische Weiterentwicklung des Vorgängers

CLA Limousine

Entsprechend der Markenpolitik, nach der die Elektrovariante in die vorhandene Verbrenner-Palette eingegliedert wird, kommt der neue Mercedes CLA optisch nicht revolutionär daher – und das im positiven Sinne. Die neue Generation ist optisch als typische Weiterentwicklung des Vorgängers zu verstehen und rollt nicht in rundgelutschtem EQ-Auftritt oder mit allzu großen Experimenten an die Startlinie.

Die MMA-Plattform ermöglicht mit 2790 mm einen langen Radstand, der mit vergleichsweise kurzen Überhängen in einer stattlichen Außenlänge von 4723 mm mündet – ob man hier wirklich noch von einem Kompakten sprechen will, sei dahingestellt. Durch die gewachsene Außenlänge und den 60 mm längeren Radstand lässt sich eine optische Annäherung an den großen Bruder CLE kaum leugnen. In der Breite misst die CLA-Limousine 1855 mm (ohne Außenspiegel) und in der Höhe 1468 mm. 

Der Mercedes CLA behält auch seine coupéhafte Linie bei. Die wohl größten Neuerungen sind die durchgehenden Leuchtleisten vorne und hinten, wobei die Lichtsignaturen an den Mercedes-Stern erinnern. Der (vermeintliche) Kühlergrill ist mit 142 Sternen beleuchtet und auch Teile des Markenlogos werden illuminiert. Auf anderen Märkten leuchtet der komplette Stern, was hierzulande aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist. Versenkbare Türgriffe sollen nicht nur der Aerodynamik zugutekommen, sondern lassen den CLA zusätzlich luxuriöser dastehen. Apropos Aerodynamik: Mit einem cW-Wert ab 0,21 spielt der CLA hier mit Flundern wie Tesla Model S oder Hyundai Ioniq 6 in der absoluten Oberliga.

Mercedes CLA Shooting Brake

Der nachträglich vorgestellte Mercedes CLA Shooting Brake kommt in Radstand und Länge zwar unverändert, bringt aber ein kombihaftes Heck mit. Als erstes vollelektrisches Kombi-Modell der Marke gleicht er bis zur B-Säule dem CLA Coupé, ab hier verläuft die Dach­linie in der typischen, vom Vorgänger bekannten Proportion.

Ein durchgehendes, fest eingebautes Panoramaglasdach erstreckt sich hier zwischen Windschutzscheibe und Heck und soll den an­gewachsenen Innenraum zusätzlich großzügiger wirken lassen. Eine Infrarot-reflektierende Be­schichtung auf dem wärmeisolierenden Ver­bundglas sowie eine nur 200 nm (Nanometer) dünne Innenschicht reduzieren die Aufheizung des In­nenraums wirkungsvoll. Optional gibt es eine sogenannte "Sky Control"-Technologie, bei der sich die Transparenz des Dachs segmentweise in nur zehn bis 20 ms verändern lässt – von durchsichtig bis blickdicht. Neu ist auch die Ver­bindung mit der Ambientebeleuchtung: 158 leuchtende Objekte im Glas des Panoramadachs erzeugen einen stimmungsvollen Sternenhimmel in der gewählten Lichtfarbe.

Auf der serienmäßigen Dach­reling darf Sportgerät mit bis zu 75 kg Traglast transportiert werden, eine Anhängerkupplung mit bis zu 1800 kg Anhängelast (gebremst) ist optional verfügbar.

Interieur: Neue Software-Funktionen

Das Armaturenbrett des Mercedes CLA EQ (2025).
Foto: Mercedes

Mit dem Mercedes CLA debütierte auch die neueste Ausbaustufe des MB.OS-Betriebssystems. Dieses gliedert sich in vier Bereiche: "Infotainment", "automatisiertes Fahren", "Body & Komfort" sowie "Fahren & Laden". Zudem setzt die Software auf eine Cloudanbindung und vermehrte KI-Assistenz, die per Sprachbedienung eingeschaltet werden kann. Bedient wird das System optional über den "MBUX-Superscreen", der zumindest mit einer 10,25-Zoll-Instrumententafel sowie einem zentralen 14-Zoll-Touchscreen versehen ist – auf Wunsch wird die Person auf dem Beifahrersitz durch einen zweiten 14-Zoll-Bildschirm unterhalten.

Das Zentraldisplay arbeitet nach der "Zero Layer"-Logik, die alle wichtigen Funktionen und Infos bereits in einer Oberfläche bereithalten soll, auf die jederzeit wieder intuitiv zurückgekehrt werden kann. Eine erste Sitzprobe offenbarte eine angenehme Atmosphäre in der ersten Reihe, aber wenig Knie- und Kopffreiheit im Fond. Letzteres fällt im Shooting Brake jedoch spürbar luftiger aus, auch zu den 405 l Ladevolumen der Limousine addiert er 50 zusätzliche Liter. Beide fassen im Frunk 101 l Ladung. Ein neues Interieur-Feature des Shooting Brake ist das in seiner Transparenz variable Panoramadach, das mit 158 sternenartigen Leuchtelementen illuminiert wird. Ein herkömmliches Panoramadach gehört auch in der Limousine zur Serienausstattung.

Fahreindruck: Angenehmes Fahrverhalten, frisches Bedienkonzept und modernste Technik

Der Mercedes CLA EQ (2025) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Der neue Mercedes CLA EQ in einem Wort: vielversprechend! Neben dem generell einleuchtenden Modell- und Plattformkonzept kann die Limousine mit einem angenehmen Fahrverhalten und frischem Bedienkonzept punkten. Kleinere Unzulänglichkeiten in Sachen Platzangebot und Verarbeitung geben maximal Abzüge in der B-Note. So könnte der Elektro-Neustart tatsächlich gelingen. Von Max Grigo

Man kann Mercedes keinesfalls vorwerfen, den CLA Hybrid nur als Verlegenheitslösung für jene Menschen, die E-Autos verweigern, aufgelegt zu haben: Die aufwendig gemachte Verbrenner-Version gibt sich alle Mühe. Und beweist trotzdem, dass der Staffelstab längst übergeben wurde: Der CLA Hybrid ist seinem Elektro-Bruder in nur wenigen Punkten ebenbürtig. Überzeugen kann das erwachsen abgestimmte Fahrwerk, das volldigitale Bedienkonzept dagegen eher weniger. Von Johannes Riegsinger

Fazit

Die dezidierte E-Auto-Plattform MMA ermöglicht für die Kompaktklasse beachtliche Eckdaten – ob sie Mercedes aus der Elektro-Misere befreit, hängt jedoch von der Bereitschaft des Marktes ab, die nicht allzu niedrigen Preise zu  zahlen. Der Ansatz, weiterhin Mildhybride anzubieten sowie Elektroautos und Verbrenner nicht in zwei Modellfamilien zu separieren, wirkt aus wirtschaftlicher Sicht allerdings vielversprechend. Auch das nur moderat weiterentwickelte Design ohne zu große Experimente könnte zum Erfolg des CLA beitragen.