Mercedes A-Klasse/Audi A3/BMW 1er: Vergleich

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mercedes a-klasse facelift audi a3 sportback bmw 1er
Mercedes A-Klasse Facelift vs. BMW 1er und Audi A3 Sportback

Drei Premium-Kompakte im Vergleich: Die dynamisch flache Form, der Verzicht auf die Sandwichbauweise und die betont sportliche Auslegung bescherten Mercedes vor allem jüngere Neukunden, die vorher Konkurrenzmodelle von BMW und Audi fuhren. Und die A-Klasse ist nach wie vor so gefragt, dass die Produktion in Rastatt sogar auf den finnischen Spezialisten Valmet Automotive ausgeweitet wurde.

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Mercedes A-Klasse Facelift vs. BMW 1er und Audi A3 Sportback

Mit dem Facelift soll nun nicht nur die Motorenpalette erweitert (neues Basismodell ist der A 160 mit 102 PS), sondern auch der Fahrkomfort durch optionale adaptive Dämpfer gesteigert werden.

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Mercedes A-Klasse Facelift vs. BMW 1er und Audi A3 Sportback

Ein Vergleichstest des beliebten A 180 mit 122 PS gegen den Audi A3 1.4 TFSI und den BMW 118i zeigt, wer das beste deutsche Premiumauto in der Kompaktklasse baut.

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Mercedes A-Klasse Facelift vs. BMW 1er und Audi A3 Sportback

Der Blick auf die Ausstattungsliste (nächste Seite) zeigt es recht eindeutig – kaum eine der attraktiven Ausstattungen ist serienmäßig. Jedes kleinste Extra lassen sich die süddeutschen Hersteller auf ähnlich teurem Niveau bezahlen.

Mercedes A-Klasse Facelift 2015 A 180
Mercedes A-Klasse A 180

Die Gestalt der A-Klasse bleibt auch nach der Modellpflege erhalten. So muss man wegen der langen Motorhaube und der mit knapp 4,30 Metern kürzesten Außenmaße im Vergleich auch mit dem engsten Innenraum leben.

Mercedes A-Klasse Facelift 2015 A 180
Mercedes A-Klasse A 180

Vorne sitzt man dennoch nach wie vor bequem und hat ausreichend Platz. Auf den hinteren Plätzen müssen sich große Erwachsene allerdings klein machen, denn die engen Türausschnitte und das flach abfallende Dach sind eher etwas für Kleinwüchsige.

Mercedes A-Klasse Facelift 2015 A 180
Mercedes A-Klasse A 180

Die A-Klasse (341 bis 1157 Liter) verträgt mit 520 Kilogramm immerhin eine höhere Zuladung. Indes darf sie auch mit Doppelkupplungsgetriebe nach wie vor nur 1,2 Tonnen schwere Anhänger ziehen (Audi: 1500 kg; BMW: 1300 kg).

BMW 1er 118i
BMW 118i

Ein bisschen mehr Luft zum Atmen hat man im Fond des Einser BMW.Vorbildlich geräumig und alltagstauglich für vier Erwachsene ist nur der Audi A3.

BMW 118i
BMW 118i

Auch wenn BMW beim jüngsten Facelift des Einsers großen Wert auf eine erweiterte Sicherheitsausstattung gelegt hat – die aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-Go- und Notbrems-Funktion gibt es nur für die stärkeren Motoren, nicht aber für den 118i.

BMW 118i
BMW 118i

Immerhin sammelt der Münchener mit seiner dreiteilig umlegbaren Rückbank (200 Euro) Punkte bei der Variabilität.

Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI

Der Audi A3 Sportback liegt nach wie vor beim Qualitätseindruck vorn. Karosserie und Innenraum sind bis ins Detail liebevoll verarbeitet. Der fein ausgeschlagene und aufgeräumte Kofferraum bietet obendrein noch am meisten Platz für Gepäck (380 bis 1220 Liter).

Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI

In Sachen einfacher Bedienbarkeit besticht der BMW mit seinem serienmäßigen iDrive-Controller sogar gegen das ansonsten tadellose MMI-System von Audi.

Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI

Gut verarbeitet sind zweifellos alle drei süddeutschen Kandidaten. Bei einigen Details ist das beim Audi aber einen Tick liebevoller gelungen. Das merkt man spätestens bei der Geräuschdämmung.

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Mercedes A-Klasse Facelift vs. BMW 1er und Audi A3 Sportback

Auch wenn die überarbeitete Mercedes A 180 in vielen Details verbessert wurde und die nun adaptiven Dämpfer mehr Komfort bringen – einem Sieg im Vergleichstest stehen nach wie vor das enge Platzangebot und die hohen Kosten im Weg.

Mercedes A-Klasse Facelift 2015 A 180
Mercedes A-Klasse A 180

Dafür hat Mercedes bei der Sicherheitsausstattung nachgelegt. Im Abstandsregeltempomaten ist jetzt auch ein Notbremsassistent enthalten (1023 Euro), und neue LED-Scheinwerfer (1041 Euro) ersetzen das bisherige Intelligent Light System mit Xenon, Nebel- und Kurvenlicht.

Mercedes A-Klasse Facelift 2015 A 180
Mercedes A-Klasse A 180

Mercedes setzt nach wie vor auf die etwas kryptische Steuerung des Zentraldisplays und das Extra-Menü im Bordcomputer. Das lässt sich nur über die linken Lenkradtasten bedienen, die nach der Modellpflege mit einer etwas unlogischen Anordnung verwirren.

Mercedes A-Klasse Facelift 2015 A 180
Mercedes A-Klasse A 180

Die straffe Grundabstimmung lässt Fahrbahnkanten oder Gullideckel aber immer noch deutlich vernehmbar über die Hinterachse zu den Insassen poltern. Zudem dringen bei bestimmten Motordrehzahlen auch Dröhnfrequenzen in den Innenraum, die aber bei gleichmäßiger Fahrt kaum den Langstreckenkomfort auf den bequemen Sitzen mildern.

Mercedes A-Klasse Facelift 2015 A 180
Mercedes A-Klasse A 180

Die neuen adaptiven Dämpfer (1238 Euro) machen die A-Klasse zwar immer noch nicht zur Sänfte, können aber in ihrem Charakter über den neuen Dynamic-Select-Schalter zwischen sportlich und komfortabel variiert werden.

BMW 118i
BMW 118i

Bei der Motorisierung hebt sich der Münchener von seinen Konkurrenten ab. Sind der Audi A3 1.4 TFSI (150 PS, mit Zylinderabschaltung) und der Mercedes A 180 (1,6 Liter Hubraum) mit aufgeladenen Vierzylindern unterwegs, versteckt sich weit hinter den BMW-Nieren im 118i ein kleiner Dreizylinder-Motor mit immerhin 1,5 Liter Hubraum.

BMW 118i
BMW 118i

Angesichts der recht kräftigen Motoren darf man auch von der Fahrdynamik der Kompakten einiges erwarten. Hier enttäuscht der heckgetriebene BMW subjektiv zunächst nicht. Mit toller Lenkung, viel Rückmeldung und Heckantrieb steht bei ihm der Fahrspaß im Vordergrund.

BMW 118i
BMW 118i

Die Sitzkomfortwertung gewinnt der BMW mit seinem vorbildlich einstellbaren Sportgestühl. Zudem ist der Einser als einziger serienmäßig mit einer Klimaautomatik bestückt.

BMW 118i
BMW 118i

Der Langhuber – der auch im 116i verbaut ist und dort 109 PS leistet – wird ebenfalls von einem Turbolader, aber darüber hinaus noch von einer variablen Nockenwellensteuerung (Doppel-Vanos) sowie der variablen Ventilsteuerung (Valvetronic) unterstützt und kann zumindest auf dem Papier mit den Vierzylindern mithalten (136 PS, 220 Nm).

Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI

Audi und Mercedes – beide mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Eco-Fahrprogrammen bestückt – benötigen im Schnitt etwas mehr Kraftstoff. Dass das automatisierte Getriebe im Audi etwas zackiger auf plötzliche Gasbefehle reagiert als das Mercedes-Pendant, sei nur am Rande erwähnt.

Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI

Vom Abrollen der Reifen, dem Motor oder dem Fahrtwind hört man im Audi am wenigsten. Die A3-Sitze sind zwar sehr bequem, könnten bei sportlicher Fahrweise aber durchaus mehr Seitenhalt bieten.

Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI

Viel mehr gibt es im Ingolstädter kaum zu meckern – zumal er auch beim Federungskomfort eine satte und sehr homogene Vorstellung abliefert.

Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI

Dass der Audi am Ende im Kostenkapitel punktet, liegt zum einen am niedrig kalkulierten Wertverlust, zum anderen an den umfangreichsten Garantiebedingungen.

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Mercedes A-Klasse Facelift vs. BMW 1er und Audi A3 Sportback

Der BMW 118i liefert nicht nur die besseren Kosten-Argumente, er besticht auch mit seinen Bremsen und Fahrspaß. Obendrein verbraucht der 118i mit dem einzigen Dreizylinder im Trio auch den wenigsten Kraftstoff. Er fährt in diesem Test auf den zweiten Rang. Erster wird der Audi A3 1.4 TFSI ultra, der mal wieder durch die beste Raumausnutzung und perfekte Verarbeitungsqualität überzeugt.

Mercedes A-Klasse Facelift 2015 A 180
Mercedes A-Klasse A 180

Die Einstiegspreise der kleinen Benziner liegen schon bei etwa 25.000 Euro – wohlgemerkt ohne Leichtmetallräder, Bluetooth- Freisprecheinrichtungen oder Einparkhilfen.

Mercedes A-Klasse Facelift 2015 A 180
Mercedes A-Klasse A 180

Mit teuren Navigationssystemen, großen Alu-Rädern, Soundanlagen und jeder Menge Sicherheitsassistenten übersteigen die üppig bestückten Testwagen so schnell di40.000-Euro-Grenze.

Mercedes A-Klasse Facelift 2015 A 180
Mercedes A-Klasse A 180

Immerhin sind auch die neuen LED-Scheinwerfer durchweg an Bord, die es bei BMW schon für 790 Euro gibt. Das System lässt sich aber auch hier für etwa den doppelten Preis zum volladaptiven LED-Scheinwerfer mit Schlechtwetterlicht aufwerten.

Mercedes A-Klasse Facelift 2015 A 180
Mercedes A-Klasse A 180

Ebenfalls einkalkulieren sollte man die ökonomischen automatisierte Getriebe und die adaptiven Fahrwerke. Ist der BMW in Testrelevanter Ausstattung auch der günstigste – seine nur fünf Jahre andauernde Mobilitätsgarantie kostet ihn wichtige Zähler.

BMW 118i
BMW 118i

Bei den Beschleunigungsmessungen von null auf Tempo 100 verliert der 118i etwa eine Sekunde auf die ähnlich starken Mitstreiter, die mit rund acht Sekunden sehr zügig unterwegs sind.

BMW 118i
BMW 118i

Dafür führt der etwas rau laufende Dreizylinder die Verbrauchswertung mit durchschnittlich 6,6 Litern auf 100 km an, obwohl der Testwagen auf die erfahrungsgemäß effizientere Achtstufen-Automatik verzichtet und per Hand geschaltet werden muss.

BMW 118i
BMW 118i

Die weit gespreizte Getriebeauslegung, vor allem der weite Sprung vom zweiten zum langen dritten Gang des Sechsgang-Getriebes, verhindern schnellere Rundenzeiten.

BMW 118i
BMW 118i

So muss sich der ansonsten agile Einser dem Mercedes auf dem Rundkurs geschlagen geben.

Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI

Der A3 wirkt wegen des hohen Gripniveaus wie auf den Asphalt genagelt und wieselt dank direkter Lenkung auch flink um engste Kurven. Und mit komplett deaktiviertem ESP lässt sich sogar das Heck vorbildlich sauber zum Mitlenken überreden.

Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI

Bei den Bremsmessungen mit kalten Bremsscheiben und -belägen enttäuscht der Audi allerdings. Schließlich sind 36 Meter in dieser Klasse kein Fabelwert. Erst nach etwas Beanspruchung laufen die Stopper zur temperierten Höchstform auf und verzögern die Fuhre in nur 33,6 Metern aus Tempo 100.

Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI

Da ist das Bild beim BMW und beim Mercedes kalt und warm homogener, wobei die A-Klasse mit ihren Energiesparreifen mit knapp 36 Metern etwas länger bis zum Stillstand benötigt.

Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI
Mercedes A-Klasse Facelift A 180
Mercedes A-Klasse Facelift
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BMW 118i
BMW 118i
BMW 118i
BMW 118i
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI COD ULTRA
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI

Beim Facelift der A-Klasse hat Mercedes Komfort und Sicherheit weiter verfeinert, deswegen haben wir sie direkt nach ihrem Marktstart im Jahr 2015 gegen den BMW 1er und Audi A3 im Vergleich antreten lassen.

Mögen die traditionellen A-Klasse-Käufer beim Erscheinen der aktuellen Baureihe W176 auch geschimpft haben – Mercedes hat sein Ziel mit der Konzeptänderung beim kleinsten Stern erreicht. Die dynamisch flache Form, der Verzicht auf die Sandwichbauweise und die betont sportliche Auslegung bescherten den Schwaben nämlich vor allem jüngere Neukunden, die vorher Konkurrenz- modelle anderer Premiumhersteller fuhren. Und die A-Klasse ist nach wie vor so gefragt, dass die Produktion in Rastatt sogar auf den finnischen Spezialisten Valmet Automotive ausgeweitet wurde. Mit dem Facelift soll nun nicht nur die Motorenpalette erweitert (neues Basismodell ist der A 160 mit 102 PS), sondern auch der Fahrkomfort durch optionale adaptive Dämpfer gesteigert werden. Ein Vergleichstest des beliebten A 180 mit 122 PS gegen den Audi A3 8V 1.4 TFSI und den BMW 118i zeigt, wer das beste deutsche Premiumauto in der Kompaktklasse baut.

Fakten zur Mercedes A-Klasse im Video:

Video Platzhalter

Mercedes A-Klasse (2015) gegen A3 und 1er

Gut verarbeitet sind zweifellos alle drei süddeutschen Kandidaten. Bei einigen Details ist das beim Audi aber einen Tick liebevoller gelungen. Das merkt man spätestens bei der Geräuschdämmung. Vom Abrollen der Reifen, dem Motor oder dem Fahrtwind hört man hier am wenigsten. Die A3-Sitze sind zwar sehr bequem, könnten bei sportlicher Fahrweise aber durchaus mehr Seitenhalt bieten. Viel mehr gibt es im Ingolstädter kaum zu meckern – zumal er auch beim Federungskomfort eine satte und sehr homogene Vorstellung abliefert. Etwas feiner und insgesamt gedämmter wirkt der BMW, dessen Hinterachse auf schlechten Straßen allerdings mit Beladung schnell überfordert ist. Die neuen adaptiven Dämpfer (1238 Euro) machen die A-Klasse zwar immer noch nicht zur Sänfte, können aber in ihrem Charakter über den neuen Dynamic-Select-Schalter zwischen sportlich und komfortabel variiert werden. Die straffe Grundabstimmung lässt Fahrbahnkanten oder Gullideckel aber immer noch deutlich vernehmbar über die Hinterachse zu den Insassen poltern. Zudem dringen bei bestimmten Motordrehzahlen auch Dröhnfrequenzen in den Innenraum, die aber bei gleichmäßiger Fahrt kaum den Langstreckenkomfort auf den bequemen Sitzen mildern. Die Sitzkomfortwertung gewinnt jedoch der BMW mit seinem vorbildlich einstellbaren Sportgestühl. Zudem ist der Einser als einziger serienmäßig mit einer Klimaautomatik bestückt.

BMW 1 er punktet mit Komfort

Auch bei der Motorisierung hebt sich der Münchener von seinen Konkurrenten ab. Sind der Audi A3 1.4 TFSI (150 PS, mit Zylinderabschaltung) und der Mercedes A 180 (1,6 Liter Hubraum) mit aufgeladenen Vierzylindern unterwegs, versteckt sich weit hinter den BMW-Nieren im 118i ein kleiner Dreizylinder-Motor mit immerhin 1,5 Liter Hubraum. Der Langhuber – der auch im 116i verbaut ist und dort 109 PS leistet – wird ebenfalls von einem Turbolader, aber darüber hinaus noch von einer variablen Nockenwellensteuerung (Doppel-Vanos) sowie der variablen Ventilsteuerung (Valvetronic) unterstützt und kann zumindest auf dem Papier mit den Vierzylindern mithalten (136 PS, 220 Nm). Angesichts der recht kräftigen Motoren darf man auch von der Fahrdynamik der Kompakten einiges erwarten. Hier enttäuscht der heckgetriebene BMW subjektiv zunächst nicht. Mit toller Lenkung, viel Rückmeldung und Heckantrieb steht bei ihm der Fahrspaß im Vordergrund. Dass er dabei keine besseren Zeiten auf den Asphalt legt, überrascht etwas. Doch die weit gespreizte Getriebeauslegung verhindert schnellere Rundenzeiten. So muss sich der ansonsten agile Einser dem Mercedes auf dem Rundkurs geschlagen geben. Dessen Vorderräder beginnen in Kehren zwar früh mit dem Untersteuern, das gute Traktionsvermögen am Kurvenausgang und der stämmige Antritt sorgen am Ende aber für einen recht deutlichen Abstand zum Münchener. Nochmals schneller geht es im Audi zur Sache. Der A3 wirkt wegen des hohen Gripniveaus wie auf den Asphalt genagelt und wieselt dank direkter Lenkung auch flink um engste Kurven.

Audi A3 trumpft mit Dynamik auf

Der Blick auf die Ausstattungsliste (nächste Seite) zeigt es recht eindeutig – kaum eine der attraktiven Ausstattungen ist serienmäßig. Jedes kleinste Extra lassen sich die süddeutschen Hersteller auf ähnlich teurem Niveau bezahlen. Dabei liegen die Einstiegspreise der kleinen Benziner schon bei etwa 25.000 Euro – wohlgemerkt ohne Leichtmetallräder, Bluetooth-Freisprecheinrichtungen oder Einparkhilfen. Mit teuren Navigationssystemen, großen Alu-Rädern, Soundanlagen und jeder Menge Sicherheitsassistenten übersteigen die üppig bestückten Testwagen so schnell die 40.000-Euro-Grenze. Dass der Audi am Ende auch im Kostenkapitel punktet, liegt zum einen am niedrig kalkulierten Wertverlust, zum anderen an den umfangreichsten Garantiebedingungen.

Technische DatenAudi A3 SportbackBMW 1erMercedes A-Klasse
Motor1.4 TFSI COD ULTRA118iA 180
Zylinder/Vent. pro Zylin.4/4; Turbo3/4; Turbo4/4; Turbo
Hubraum1395 cm³1499 cm³1595 cm³
Leistung
bei
110 kW/150 PS
bei
5000 - 6000 /min
100 kW/136 PS
bei
4500 - 6000 /min
200 kW/122 PS
bei
1250 - 4000 /min
 
Max. Drehmoment
bei
250 Nm
bei
1500 - 3500 /min
 
220 Nm
bei
1250 - 4000 /min
 
200 Nm
bei
1250 - 4000 /min
 
Getriebe7-Gang, Doppelkup.6-Gang, manuell7-Gang, Doppelkup.
AntriebVorderradHinterradVorderrad
0 - 100 km/h8,2 s9,1 s8,3 s
Höchstgeschwindigkeit220 km/h210 km/h202 km/h
Bewerteter Preis27.670 Euro27.770 Euro29.477 Euro
Platzierung123

Fazit

Auch wenn die überarbeitete Mercedes A 180 in vielen Details verbessert wurde und die nun adaptiven Dämpfer mehr Komfort bringen – einem Sieg im Vergleichstest stehen nach wie vor das enge Platzangebot und die hohen Kosten im Weg. Der BMW 118i liefert nicht nur die besseren Kosten-Argumente, er besticht auch mit seinen Bremsen und Fahrspaß. Obendrein verbraucht der 118i mit dem einzigen Dreizylinder im Trio auch den wenigsten Kraftstoff. Er fährt in diesem Test auf den zweiten Rang. Erster wird der Audi A3 1.4 TFSI ultra, der mal wieder durch die beste Raumausnutzung und perfekte Verarbeitungsqualität überzeugt. Er ist nicht teurer als die Konkurrenten, liefert eine schonungslose Vorstellung bei der Fahrdynamik ab und gewinnt obendrein mit der vorbildlichen S-Tronic die Motor-Getriebe-Wertung.