Mazda3 gebraucht kaufen: Die besten Tipps im Ratgeber

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Der Mazda3 (2019) fährt auf einer Straße, von vorne rechts fotografiert.
Mazda3 (2019) Foto: Niklas Gotta

Mit einer frechen Optik gewinnt man in der Kompaktklasse zwar keine Punkte, doch dafür dürfte man auch nach langer Zeit kaum vom robusten Japaner enttäuscht werden.

Der Mazda3 (2019) fährt auf einer Straße, von hinten links fotografiert.
Mazda3 (2019) Foto: Niklas Gotta

Das schnittige Mazda-Heck ist schick, wegen der massiven C-Säule aber unübersichtlich.

Das Cockpit des Mazda3 (2019).
Mazda3 (2019) Foto: Niklas Gotta

Große, analoge Rundinstrumente, klare Anzeigen und ein zurückgesetzter Zentral-Screen sind leicht zu bedienen und typisch Mazda.

Die vorderen Sitze des Mazda3 (2019), durch die offene Fahrertür fotografiert.
Mazda3 (2019) Foto: Niklas Gotta

Die Verarbeitung ist gut, die Sitze recht bequem. Nur an Luftigkeit mangelt es auf den vorderen Sitzplätzen etwas.

Eine Person sitzt im Fond des Mazda3 (2019).
Mazda3 (2019) Foto: Niklas Gotta

Auf der Rückbank sitzen vor allem Großgewachsene beengt. Die coupéhafte Dachform des Mazda3 fordert ihren Tribut, genauso wie die schmalen Fensterflächen

Der Kofferraum des Mazda3 (2019) mit teilweise umgeklappter Rücksitzbank.
Mazda3 (2019) Foto: Niklas Gotta

Der Kofferraum des Fünftürers leidet ebenfalls der extravaganten Formgebung des Kompakten. Er fasst nur 351 bis 1026 l Gepäck.

Der Motor des Mazda3 (2019).
Mazda3 (2019) Foto: Niklas Gotta

Unter der Haube des Mazda arbeitet zumeist ein Vierzylinder-Skyactiv-Benziner. Den Diesel gab es nur zwischen 2019 und 2021, Plug-in- oder Vollhybride wurden nicht angeboten.

Der Mazda3 (2019), statisch von vorne fotografiert.
Mazda3 (2019) Foto: Niklas Gotta

Anders als beim Klassen-Primus Golf kann man bei Mazda keine Fahrwerksoptionen hinzubuchen. Im Alltag kommt man damit trotzdem prima zurecht.

Der Mazda3 (2019), mit geöffneter Heckklappe von der linken Seite fotografiert.
Mazda3 (2019) Foto: Niklas Gotta

Neben dem schnittigen Fünftürer (im Bild) gibt es den Mazda3 auch als Stufenhecklimousine "Fastback". Die Limousine wirkt stimmig und weniger extravagant als der Fünftürer, ist aber in Deutschland noch seltener auf dem Gebrauchtwagenmarkt vertreten.

Eine Tabelle mit GTÜ-Mängelstatistik des Mazda3.
Mazda3 Foto: AUTO ZEITUNG

Ausgeschlagene Führungs- und Traggelenke sowie defekte Kennzeichenbeleuchtung werden häufig von den Prüfer:innen bemängelt, verschlissene Bremsscheiben und -beläge zeugen oft von allzu sportlicher Fahrweise.

In kaum einer Klasse ist die Auswahl an spannenden Modellen so groß wie im Kompakt-Segment. Aus Japan mischt der Mazda3 kräftig mit. Gebrauchtwagen-Angebote gibt es reichlich – und zuverlässig ist er obendrein.

PositivKnackiges Getriebe, klar ablesbare, analoge Instrumente, gute Verarbeitung, drehfreudige Motoren
NegativEingeschränkte Sicht nach hinten, etwas enger auf der Rückbank und kleinerer Kofferraum

Jahrzehntelang dominierte die Klasse der Kompaktwagen der VW Golf – auch weil es an ebenso ausgewogenen und vollendeten Alternativen mangelte. Mittlerweile gibt es genug Konkurrenten auf Augenhöhe, vor allem auch aus Asien. Neben den koreanischen Marken konnte sich auch der Mazda3 in der Klasse beweisen. Der Japaner weiß auf ganzer Linie zu überzeugen – einerseits mit seiner soliden Ehrlichkeit, andererseits durch sein extravagantes Design.
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Der Mazda MX-5 (2024) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Mazda3 gebraucht kaufen: Die besten Tipps im Ratgeber

Vor der Jahrtausendwende hieß die japanische Kompaktklasse sechs Generationen lang 323 – seit 2003 gibt es den Mazda3. Dessen eigenwillig designte vierte Generation auf Skyactiv-Plattform stammt aus dem Jahr 2019. Bei der Ausstattung kann der Mazda schon im Basiskleid überzeugen. Gerade hier zeigt sich der Autobauer spendabel: Er packt einen großen 8,8-Zoll-Standard-Bildschirm und sogar noch LED-Scheinwerfer (so nachrüsten), einen Spurwechselassistenten und die Verkehrszeichenerkennung in die Serienausstattung.

Zusätzliche Luxus-Extras verschnürt Mazda traditionell in Paketen. Anders als beim Klassen-Primus Golf kann man aber bei Mazda keine Fahrwerksoptionen hinzubuchen. Im Alltag kommt man damit trotzdem prima zurecht. Der Mazda3 verdaut starke Fahrbahnverwerfungen etwas schlechter als die Konkurrenz. Im kurvigen Grenzbereich neigt der Mazda zudem früher zum Schieben über die Vorderräder – erst recht, wenn diese dazu noch den Vorwärtsdrang des Motors umsetzen sollen. Das wirkt allerdings fahrdynamisch. 

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Platzangebot & Problemzonen des Mazda3

Mit einer frechen Optik gewinnt man in dieser Klasse zwar keine Punkte, doch wer mit dem etwas weniger luftigen, dafür aber gut zugeschnittenen Cockpit des Mazda3 zurechtkommt, dürfte auch nach langer Zeit kaum vom Japaner enttäuscht werden. Großgewachsene müssen allerdings auf der Rückbank mit wenig Bewegungsfreiheit zurechtkommen: Die coupéhafte Dachform des Mazda3 fordert ihren Tribut, genauso wie die schmalen Fensterflächen. In puncto Rundumsicht und Luftigkeit gibt es in der Klasse eindeutig bessere Wahlen.

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Anderes Bild beim Thema Zuverlässigkeit: Der Japaner liegt nach den Hauptuntersuchungen der GTÜ-Ingenieur:innen fast überall besser als der Durchschnitt. Ausgeschlagene Führungs- und Traggelenke sowie defekte Kennzeichenbeleuchtung werden häufig bemängelt, verschlissene Bremsscheiben und -beläge zeugen oft von allzu sportlicher Fahrweise. Dafür punktet der Mazda mit öldichten Antrieben, unauffälligen Abgasanlagen und einer robusten Karosserie. Die Zeiten von frühzeitiger Korrosion scheinen nun also auch in Hiroshima endgültig vorbei zu sein.

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Kleine Motorenauswahl

Wer mit dem Mazda3 als Gebrauchtwagen liebäugelt, darf bei den Motoren nicht wählerisch sein. Einen 1,8-l-Diesel mit 116 PS (85 kW) bot Mazda nur bis 2021 an, Plug-in-Hybride oder einen Vollhybrid wie der ähnlich schnittig gezeichnete Toyota Corolla dagegen gar nicht. Bekanntheit erlangte der Mazda3 besonders durch den Einsatz des Skyactiv-X-Motors – ein Benziner mit 186 PS (137 kW), der in bestimmten Lastbereichen für mehr Effizienz wie ein Diesel selbst über die Kompression zünden kann.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der "normale" Skyactive-G mit 122 PS (90 kW) deutlich häufiger anzutreffen. Der mildhybridisierte Skyactiv-Benziner des Mazda3 setzt nicht auf Turbo-Zwangsbeatmung, sondern auf freie Ansaugung. Dadurch sind die Vierzylinder zwar drehfreudiger, aber träger bei niedrigen Drehzahlen. Zusammen mit dem knackigen Schaltgetriebe kommt dafür viel Fahrspaß auf. Optional gibt es für den Mazda3 eine Sechsstufen-Automatik. Mit dem Vierzylinder sind realistische Alltagsverbräuche von weniger als sechs Litern möglich.

Der Mazda ist im Allgemeinen auf dem Gebrauchtwagenmarkt nicht ganz so häufig zu finden wie etwa Ford Focus, Kia Ceed, Opel Astra & Co. Das und die bessere Ausstattung machen ihn im Vergleich somit etwas teurer. Hinzu kommt die kleine Auswahl an Karosserieformen. Neben dem schnittigen Fünftürer gibt es den Mazda3 auch als Stufenhecklimousine "Fastback". Die Limousine wirkt stimmig und weniger extravagant als der Fünftürer, ist aber in Deutschland noch seltener auf dem Gebrauchtwagenmarkt vertreten.