Vorstellung

Hyundai Ioniq 6 N: Alles zur spaßigen Elektro-Limousine

Die N-Sportabteilung zog 2025 das Tuch vom Hyundai Ioniq 6 N. Die Mittelklasse-Limousine teilt sich die Technik mit seinem SUV-Bruder 5 N und verspricht mindestens genauso viel Spaß. Wir haben alle Infos und den Preis!

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Der Hyundai Ioniq 6 N (2025) fährt durch eine Parkgarage, von vorne rechts fotografiert.
Der Ioniq 6 N teilt sich den Antrieb mit seinem SUV-Bruder Ioniq 5 N. Foto: Hyundai
Der Hyundai Ioniq 6 N (2025) steht in Studioumgebung, von links fotografiert.
Unter anderem der Heckspoiler steigert den cW-Wert auf 0,27. Foto: Hyundai
Der Hyundai Ioniq 6 N (2025) steht nachts in einer Stadt auf der Straße, von hinten links fotografiert.
Während der "Ioniq 6"-Schriftzug beim Standardmodell über der durchgehenden Leuchtleiste thront, unterbricht er diese hier. Foto: Hyundai
Das Cockpit des Hyundai Ioniq 6 N (2025).
Das Cockpit arbeitet allem Anschein nach ebenfalls mit zwei 12,25 Zoll großen Bildschirmen. Foto: Hyundai
Das Hyundai RN22e Concept (2022) stehend von schräg vorne fotografiert.
Das Hyundai RN22e Concept gab bereits einen konkreten Ausblick auf den Ioniq 6 N. Foto: Hyundai
Das Hyundai RN22e Concept (2022) mit durchdrehenden Rädern.
Die Studie zeigt sich mit mehr Rennsport-Anleihen und noch üppigerem Flügelwerk. Foto: Hyundai

Preis: Hyundai Ioniq 6 N ab 75.900 Euro

Lange war unklar, ob sich Hyundai tatsächlich dazu entscheidet, eine N-Variante der exzentrischen Elektro-Limousine Ioniq 6 zu bringen. Bereits 2022 hatte Hyundai mit dem RN22e eine mehr als konkrete Studie vorgestellt, die zwar sehr auf Rennwagen getrimmt schien, aber doch einen Ioniq 6 N geradezu heraufbeschwor. Mit der Vorstellung des Ioniq 6 Facelift kündigte Hyundai den Elektro-Sportler offiziell an – und im Juli 2025 zog die N-Sportabteilung schließlich das Tuch von der Limousine.

Seit März 2026 ist der 6 N im deutschen Konfigurator ab 75.900 Euro bestellbar und damit zum selben Preis wie der 5 N. Für diese Summe kommt der Sportler beinahe mit Vollausstattung – zum Marktstart sind die einzigen Optionen ein Glas-Schiebedach, digitale Außenspiegel, ein Sitz-Paket und verschiedene Exterieurlackierungen (Stand: März 2026).

Antriebe: Ioniq 5 N-Power mit bis zu 478 kW (650 PS)

Wie vorab erwartet, bedient sich der Hyundai Ioniq 6 N eins zu eins an der Technik des SUV-Bruders 5 N. Demnach fallen 448 kW (609 PS) und 770 Nm über alle vier Räder der windschlüpfigen Mittelklasselimo her, im Overboost gar bis zu 478 kW (650 PS). Dank der hervorragenden Aerodynamik unterbietet der N beim Prestige-Sprint von Null auf 100 km/h sogar die 3,5 s des 5 N um 0,3 s. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 257 km/h.

Stichwort Aerodynamik: Unter anderem durch einen üppigen Heckspoiler stellt sich die Sport-Variante mit einem cW-Wert von 0,27 wesentlich stärker gegen den Fahrtwind als die Effizienz-fokussierte Standardmodell. Die Batterie fasst 84 kWh und soll dank 350 kW maximaler Gleichstrom-Ladeleistung in 18 min von zehn auf 80 Prozent laden.

Neben dem Anpressdruck gehts auch dem Chassis an den Kragen. So zeigt sich die Fahrwerksgeometrie laut Hyundai stark verändert und andere, elektronisch gesteuerte Dämpfer sollen dem eher behäbigen Ioniq 6 zu mehr Dynamik verhelfen. Zusätzliche Emotionen steuert "N Active Sound +" bei, das auf eine sportliche Beschallung über Lautsprecher setzt. Als i-Tüpfelchen simuliert der 6 N wie auch sein SUV-Bruder Schaltvorgänge und verfügt über einen individualisierbaren Driftmodus.

Exterieur: Windschlüpfige Karosserie plus Flügelwerk

Das optisch wohl markanteste am Hyundai Ioniq 6 N: der amtliche Heckflügel. Ansonsten orientiert sich der Elektro-Sportler recht nah am Facelift des Standardmodells und greift nicht etwa den spektakulären Diffusor der Studie RN22e Concept (ab Bild 5) auf. Zudem weist er eine klar strukturierte Front und kleine, dezente Schweller auf. Interessanterweise unterbricht der "Ioniq 6"-Schriftzug beim N die durchgehende Leuchtleiste am Heck, anstatt wie beim "normalen" 6 darüber zu thronen.

Als Außenlackierung ist selbstverständlich das N-typische "Performance Blue" verfügbar, das jedoch mit einem neuen Perlmutt-Finish ausgeliefert wird. Die einzige nicht aufpreispflichtige Lackierung ist ein Metallic-Grau. In der Basis arbeitet der Sportler mit herkömmlichen Außenspiegeln, optional lässt er sich jedoch mit kamerabasierten Digital-Spiegeln aufrüsten. Die Maße: 4935 mm in der Länge, 1940 mm in der Breite und 1495 mm in der Höhe.

Interieur: Digitale Racing-Spielereien

Das Cockpit des Hyundai Ioniq 6 N (2025).
Foto: Hyundai

Augenscheinlich setzt der Hyundai Ioniq 6 N wie das Standardmodell auf zwei 12,25 Zoll große Bildschirme. Dazu kommt das N-spezifische Lenkrad, das unter anderem mit den zwei runden Tasten zum Aktivieren des "N Grin Boost" aufwartet. Außerdem gibt es laut Hersteller eine neue Ambientebeleuchtung, die visuell den optimalen Zeitpunkt für den nächsten simulierten Schaltvorgang hervorhebt.

Interessant ist auch der "N Track Manager", bei dem sich benutzerdefinierte Strecken erstellen und nach der Fahrt Geschwindigkeiten und Rundenzeiten analysieren lassen. Inspiriert von Rennspielen für Computer und Konsole kann man sich sogar eine Echtzeit-Ghost-Car-Visualisierung anzeigen lassen.

Fahreindruck: Vielseitig, agil & spritzig

Was der Ioniq 6 N besser kann als die meisten anderen? Er ist vielseitig – agil und spritzig, ohne dabei aufdringlich zu wirken, verfügt über die nötige Leistung, wenn es darauf ankommt, ohne unkomfortabel oder unruhig zu werden. Zusätzlich ist er vollgepackt mit praktischen Details. Von Piers Ward

Fazit

Der Ioniq 6 N verspricht viel Spaß und die bei E-Autos häufig vermisste Emotion – den Eindruck vermittelte auch unsere erste Testfahrt (siehe oben). Dass er dabei auf dieselbe Technik setzt, die bereits seit 2023 im 5 N zum Einsatz kommt, spricht nicht unbedingt für einen großen Entwicklungsdrang. Allerdings braucht er sich mit seinen Eckdaten auch 2025 nicht zu verstecken.