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Gasflasche fürs Camping: Alle Infos, Kosten & Produkttipps

Markus Henrichs Produkttest-Redakteur

Wer mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen zum Camping-Urlaub aufbricht, kommt an Gasflaschen nicht vorbei. Propangas hilft beim Heizen, Kochen und Kühlen. Es gibt die verschiedensten Typen von Gasflaschen. Wir erklären die Unterschiede, nennen Tipps zu Kauf und Austausch sowie Kosten!

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Inhalt
  1. Wie sollte man Gasflaschen im Wohnmobil oder Wohnwagen verstauen?
  2. Welche Arten von Gasflaschen gibt es und welchen sind fürs Camping empfehlenswert?
  3. Empfehlenswerte Gasflaschen im Vergleich
  4. Was ist der Unterschied zwischen roten und grauen 11-kg-Gasflaschen?
  5. Wie lange hält eine Gasflasche beim Campen?
  6. Was kostet das Nachfüllen einer 5-kg-Gasflasche?
  7. Was kostet das Nachfüllen einer 11-kg-Gasflasche?
  8. Wie funktioniert eine Füllstandsanzeige für Gasflaschen?

Ohne Gasflaschen ginge beim Camping fast nichts – egal, ob im Wohnmobil, Wohnwagen oder Campervan (hier die Unterschiede zwischen den Wohnmobil-Bauarten erklärt). Sowohl der in der Küchenzeile fest eingebaute Herd als auch die Heizung und manchmal auch der Kühlschrank werden in der Regel mit Gas betrieben. Reicht beim Reisen mit Rucksack und Zelt eine handliche Gaskartusche von 100 bis 450 g und unter einem Liter Volumen, um einfache Gerichte auf dem Campingkocher zuzubereiten (die besten Camping-Gaskocher in unserem Test), müssen im Wohnmobil oder im Wohnwagen (die wichtigisten Unterscheider der Camperkonzepte im Überblick) schon Gasflaschen von ganz anderem Kaliber her. Gefüllt sind sie meist mit Propangas.

 

Wie sollte man Gasflaschen im Wohnmobil oder Wohnwagen verstauen?

In einem Wohnmobil oder Wohnwagen dürfen Gasflaschen ausschließlich im sogenannten Gaskasten mitgeführt werden. Dieses spezielle Staufach befindet sich meistens im hinteren Teil des Wohnmobils. Beim Wohnwagen ist der Gaskasten dagegen meisten vorne unterbracht, abgeschottet vom Innenraum und mit speziellen Lüftungsschlitzen am Boden versehen.

Ganz wichtig: Während der Fahrt müssen die im Wohnmobil oder im Wohnwagen mitgeführten Propangasflaschen stets geschlossen sein. Es sei denn, die Flüssiggasanlage der Camper verfügt über zwei spezielle Sicherheitseinrichtungen: einen Crash-Sensor wie den von GOK, der im Falle eines Unfalls die Gaszufuhr direkt an der Flasche unterbricht, und eine Schlauchbruchsicherung. Diese werden im Zuge der Gasprüfung regelmäßig kontroliert. Hier alles zur Gasprüfung fürs Wohnmobil, die seit 2025 Pflicht ist, nachlesen.


 

Welche Arten von Gasflaschen gibt es und welchen sind fürs Camping empfehlenswert?

Zu kaufen gibt es im Internet aus Sicherheitsgründen meisten nur leere Gasflaschen. Sie unterscheiden sich in Größe und Bauart stärker, als man zunächst denkt. Zudem differenziert man je nach Verwendungsart und Rückgabesystem zwischen Pfand-, Nutzungs- und Eigentumsflaschen (dazu weiter unten mehr). Die Stahl-Gasflasche mit elf Kilogramm Propangas-Füllung ist wohl das in Deutschland am meisten verbreitete Modell. Eine Befüllung hält – auch im Winter, wenn im Wohnmobil oder Wohnwagen viel mit Gas geheizt wird (so wird es auch im Winter kuschelig warm im Wohnwagen oder Wohnmobil) – für längere Zeit, in der Regel mehrere Tage oder gar Wochen. Gleichzeitig sind Stahl-Gasflaschen noch halbwegs gut mit einer Hand zu tragen sowie vergleichsweise leicht zu lagern und zu tauschen.

Die rote 1-kg-Stahl-Pfandflasche ist überall im Land erhältlich. Sie eignet sich eher für den stationären Einsatz, etwa an einem festen Stellplatz. Die grauen Allround-11-kg-Stahlflaschen zum Wechseln (sogenannten "Nutzungsflaschen", meist mit einer roten Abdeckkappe) können fast überall unterwegs getauscht werden. Daher haben sie vor allem unter Campingfans viele Fans.

 

Empfehlenswerte Gasflaschen im Vergleich

Hier die verschiedenen Flaschentypen mit ihren Vor- und Nachteilen in unserem Vergleich:

Stahl-Gasflasche 5 kg (leer)

Für die 5-kg-Variante der grauen Gasflasche spricht vor allem ihre handliche Größe. Deswegen findet man sie oft in kleineren Campervans oder bei Minicampern und in Eigenausbauten. Allerdings hält sie naturgemäß nicht einmal halb so lang wie das große Schwestermodell mit elf Kilogramm, das sich vor allem in Wohnmobilen als Standard etabliert hat und in fast jeden Gaskasten passt.

Stahl-Gasflasche 11 kg (leer)

Die graue 11-kg-Gasflasche ist so etwas wie der Allrounder unter den Propangasflaschen. Der Flaschenbehälter ist genormt. Sein Durchmesser beträgt 30 cm, die Höhe der Gasflasche (inklusive Kappe) 65 cm. Eine leere Flasche wiegt 10,1 kg. Das Gewicht der vollen Propangasflasche liegt bei rund 21,1 kg. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit und des leichten Handlings ist sie hierzulande bei Campingfans das wohl am weitverbreiteste Modell.

Bluecraft 11-kg-Gasflasche (gefüllt) mit Sicherheitsventil

Diese 11-kg-Gasflasche von Bluecraft ist so etwas wie das Rundum-Sorglos-Paket unter den im Internet angebotenen Propangasflaschen: Denn auch beim Onlinekauf kommt sie gefüllt nach Hause und ist direkt startklar zum Campen. Eine weitere Besonderheit. Ihr Deckel ist abschließbar.

Leichte Alu-Gasflasche von Alugas

Alu-Gasflaschen von Alugas, die vor allem in spezialisierten Campingshops wie dem von Fritz Berger erhält sind, sind speziellerer Natur. Sie sind deutlich teurer als Propangasflaschen aus Stahl, haben im direkten Vergleich jedoch klare Vorteile. Ihr größter Pluspunkt liegt daran, dass sie im Vergleich zu herkömmlichen Stahlflaschen viel leichter sind. Die Gewichtseinsparung von Alu zu Stahl beträgt bei einer Standardflasche bis zu sechs Kilogramm. Das mach sie in der Praxis besonders körper- und rückenschonend handhabbar. Die Alu-Gasflaschen-Modelle von Alugas sind sicherheitszertifiziert. Alugas-Flaschen sind sogenannte Eigentumsflaschen (siehe unten). Das heißt: Sie können bei den meisten Propangas -Verkaufsstellen und vielen Fritz-Berger-Filialen gegen volle Flaschen getauscht werden. Dort ist dann lediglich der Preis für die Füllung zu bezahlen.

 

Was ist der Unterschied zwischen roten und grauen 11-kg-Gasflaschen?

Rote 11-kg-Gasflasche (Pfandflasche)

Mit der roten 11-kg-Gasflasche sind alle Gelegenheitsnutzer:innen gut beraten. Es handelt sich dabei um eine klassische Pfandflasche, wie man es von Mehrweg-Getränkekisten kennen: Beim erstmaligen Kauf zahlt man beim Händler zusätzlich zur Füllung einen Pfand. Tauscht man danach nach dem Prinzip "leer gegen voll", ist jeweils immer nur die Füllung zu bezahlen (Preise: siehe unten). Wird die Flasche nicht mehr benötigt, erhält man das Pfand zurück. Dabei ist man allerdings in der Regel an den Anbieter gebunden, dem die Gasflasche gehört. Ein Vorteil: Um die Sicherheitsprüfung der Flasche muss man sich nicht kümmern – das übernimmt nach Rückgabe der Flasche der Gashändler.

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Zur fachgerechten längeren Außenlagerung von Pfand-Gasflaschen empfiehlt sich ein spezieller, weil rostbeständiger und abschließbarer Aufbewahrungsschrank wie der von Steinbock.

Graue 11-kg-Gasflasche (Nutzungsflasche)

Die graue Gasflasche (auch "Nutzungsflasche" oder "Eigentumsflasche" genannt) ist ideal für alle, die häufig Gas brauchen oder viel unterwegs sind. Wie der Name schon sagt: Einmal gekauft, verbleibt die Gasflasche dauerhaft im Besitz – zumindest in der Theorie. Denn praktsich lässt sie sich bei fast allen Gashändlern gegen eine volle Flasche derselben Art eintauschen. Die Praxis, sie wiederbefüllen zu lassen, wird kaum noch gepflegt. Letzteres funktioniert aber sogar oft auch im Ausland. Daher ist sie unter Campingfans überaus beliebt.

Allerdings ist die graue (Nutzungs-)Gasflasche im direkten Vergleich zu roten Pfand-Gasflasche etwas teurer: Im Preis inbegriffen ist neben der Gasfüllung nämlich, wie der Name schon sagt, auch eine Pauschale für die Nutzung der Flasche – und darin stecken auch Kosten für die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung. Bei der Rückgabe einer grauen Flasche gibt es kein Geld zurück, da es sich nicht um eine Pfandflasche handelt.

Wie und wo lassen sich Gasflaschen tauschen oder auffüllen?

Ist die Erstbefüllung aufgebraucht, können Flaschen beispielsweise im Baumarkt, an der Tankstelle, im Getränkemarkt oder natürlich auch im Campingfachhandel oder im Shop auf den Campingplatz getauscht werden (hier unsere Top-10 der Campingplätze in Deutschland). Wichtig dabei ist, dass das entsprechende System dort auch vertrieben wird (im Zweifel vorher informieren). Noch wichtiger ist es, die passende Verschlusskappe (meistens rot) dabei zu haben. Sie dient quasi als Eigentumsnachweis.

 

Wie lange hält eine Gasflasche beim Campen?

Sind zwei 11-kg-Gasflaschen im Gaskasten des Wohnmobils und werden fürs Kochen, Heizen und Kühlen eingesetzt werden, hat man bereits eine gute Energiegrundlage. Im Sommer reicht der Gasvorrat in der Regel für etwa sechs bis acht Wochen, je nachdem wie die Dusch- und Badegewohnheiten sind und ob der Kühlschrank einen Landstromanschluss hat. Im Winter hingegen ist nach spätestens zwei Wochen Nachschub nötig.

 

Was kostet das Nachfüllen einer 5-kg-Gasflasche?

Die Füllung einer 5-kg-Gasflasche kostet je nach Anbieter ab etwa zwölf Euro. Hinzu kommt ein Pfand von rund 25 Euro, wenn erstmals eine Pfandflasche gekauft wird.

 

Was kostet das Nachfüllen einer 11-kg-Gasflasche?

Die Kosten für die Füllung einer 11-kg-Gasflasche variieren je nach Anbieter. Mindestens 25 Euro muss man dafür rechnen. Hinzu kommt ein Pfand von etwa 32 Euro, wenn erstmals eine Pfandflasche erworben wird. Beim erstmaligen Kauf einer Nutzungsflasche kommt der Flaschenpreis hinzu. Er schlägt einmalig mit rund 40 Euro zu Buche.

 

Wie funktioniert eine Füllstandsanzeige für Gasflaschen?

Die Frage "Wie lange reicht unser Gasvorrat noch aus?" ist wahrscheinlich eine der am häufigsten gestellten auf jedem Campingplatz. Eine überzeugende Antwort auf diese Frage gibt Gaslock, ein Unternehmen aus dem Sauerland. Sie haben eine praktische, präzise und dazu noch relativ preiswerte Gasflaschen-Füllstandsanzeige entwickelt: den Gaslevel.

Das Produktbild zeigt  Gaslevel von Gaslock.
Foto: Gaslock

Das Gerät funktioniert mit farbigen LED-Anzeigen. Sobald der Füllstand unter die Markierung am Sensor sinkt, leuchtet die Anzeige rot auf. Das mit Abmessungen von 60 x 30 x 15 mm sehr handliche Gerät arbeitet auf Basis von Ultraschall. Es wird per Magnet an der Gasflasche befestigt und zeigt in wenigen Sekunden den aktuellen Füllstand einer Propangasflasche in den handelsüblichen Größen zu fünf, elf und 33 kg an.

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