Citroën C4: Test

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Citroën C4
Citroën C4 Foto: Citroën

Beim Test des Citroën C4 registrieren wir mit Freude eine fast schon in Vergessenheit geratene urtypisch französische Eigenschaft: den flauschigen Fahrkomfort. >> Mehr zum Thema Test

Citroën C4
Citroën C4 Foto: Citroën

Dafür sorgen einerseits die weichen Sitze, die trotz der sehr soften Polsterung auch auf langer Strecke nicht für Ermüdungserscheinungen sorgen, und andererseits die ausgewogene Federungscharakteristik.

Citroën C4
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Der C4 glättet nonchalant kurze wie lange Wellen und lässt sich auch von tieferen Fahrbahnschäden wie etwa Frostaufbrüchen keineswegs in Bedrängnis bringen.

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Im Gegenzug verzichtet der Franzose auf übermotivierte querdynamische Fähigkeiten.

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Kurven nimmt der C4 zwar stabil und klaglos, aber eben ohne allzu hohes Tempo.

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Citroën C4 Foto: Citroën C4

Der Innenraum bietet ordentlich Platz, ein digitales Kombiinstrument und einen großen, mittigen Touchscreen.

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Weich, aber bequem: Die Vordersitze laden zum langen Verreisen ein.

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Der Kofferraum fasst 380 bis 1250 Liter.

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Mit seiner extrovertierten Optik samt sportlich-schwungvoll verlaufender Dachpartie und der vergleichsweise üppigen Bodenfreiheit unterscheidet er sich gründlich vom gängigen Schema im Kompaktsegment.

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Den Zugang erleichtert die hochbeinige Karosserie jedoch nicht.

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Der C4 startet zum Preis von 23.940 Euro (Stand: März 2021).

Der außergewöhnliche Citroën C4 sagt dem Kompakt-Establishment den Kampf an. Im Test stellt der Franzose seine Qualitäten unter Beweis.

PositivFlauschige Federung, gutes Raumgefühl, günstiger als einige Konkurrenten
NegativWenig kurvenhungrig, etwas träge Automatik

Der Citroën C4, der zum Test bereitsteht, blickt auf eine lange Kompaktwagen-Tradition seiner Marke zurück – genau gesagt 93 Jahre. Eines haben alle bisherigen Modelle gemeinsam: Sie waren stets etwas anders als der zeitgenössische Mainstream-Einheitsbrei. Diesbezüglich stellt auch der C4 keine Ausnahme dar. Im Gegenteil: Mit seiner extrovertierten Optik samt sportlich-schwungvoll verlaufender Dachpartie und der vergleichsweise üppigen Bodenfreiheit unterscheidet er sich gründlich vom gängigen Schema im Kompaktsegment. Den Zugang erleichtert die hochbeinige Karosserie jedoch nicht. Beim Ein- und Aussteigen muss nämlich zuerst der wuchtige Schweller überwunden werden, was gerade betagten Menschen schwerfallen dürfte. Ansonsten gibt es am Interieur wenig zu mäkeln. Vorn freuen sich auch Großgewachsene über reichlich Luft über dem Scheitel und viel seitliche Bewegungsfreiheit. Und hinten finden selbst langbeinige Erwachsene wegen der üppigen Kniefreiheit eine langstreckentaugliche Sitzposition vor. Die zum Heck hin flach verlaufende Dachlinie schränkt allerdings die Innenhöhe im Fond merklich ein. Mitfahrer:innen bis circa 1,80 Meter dürften sich daran aber kaum stören. Die Materialauswahl des Citroën C4 im Test wirkt insgesamt solide, auch wenn die verwendeten Kunststoffe eher pflegeleicht als handschmeichelnd daherkommen.

Der Citroën​ C5 Aircross (2018) im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Der Citroën C4 PureTech 130 im Test

Beim Test des Citroën C4 registrieren wir mit Freude eine fast schon in Vergessenheit geratene urtypisch französische Eigenschaft: den flauschigen Fahrkomfort. Dafür sorgen einerseits die weichen Sitze, die trotz der sehr soften Polsterung auch auf langer Strecke nicht für Ermüdungserscheinungen sorgen, und andererseits die ausgewogene Federungscharakteristik. Der C4 glättet nonchalant kurze wie lange Wellen und lässt sich auch von tieferen Fahrbahnschäden wie etwa Frostaufbrüchen keineswegs in Bedrängnis bringen. Im Gegenzug verzichtet der Franzose auf übermotivierte querdynamische Fähigkeiten. Kurven nimmt der C4 zwar stabil und klaglos, aber eben ohne allzu hohes Tempo. Die Lenkung agiert dabei mit reichlich Servounterstützung, großen Lenkwinkeln und spricht um die Mittellage etwas verzögert an. Längsdynamisch lässt sich der Citroën C4 hingegen nichts vorwerfen. Der 1,2 Liter große Dreizylinder-Turbobenziner produziert 131 PS und beschleunigt den 1,3 Tonnen schweren Kompakten in ordentlichen 9,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Und auch darüber hinaus legt der Franzose durchaus munter an Geschwindigkeit zu. Lediglich die Automatik dürfte im Test gern in manchen Situationen entschlossener die Übersetzungen wechseln.

Connectivity-Check beim Citroën C4

Die wichtigsten Multimedia-Funktionen wie etwa Digitalradio DAB und die Smartphone-Anbindung über die Standards Apple CarPlay und Android Auto bringt der im Test befindliche Citroën C4 bereits in der Basisausstattung mit. Das Gleiche gilt für eine Bluetooth-Schnittstelle mit Freisprecheinrichtung sowie einen USBC-Steckplatz. Ab der mittleren Ausstattungslinie (Feel Pack, 1600 Euro Aufpreis) gehören auch ein Navigationssystem und eine praktische ausfahrbare Tablethalterung für den:die Beifahrer:in zum Lieferumfang. Letztere verschwindet bei Nichtbenutzung einfach wieder im Armaturenträger.

Messwerte & technische Daten des Citroën C4 PureTech 130

AUTO ZEITUNG 07/2021Citroën C4 PureTech 130
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.3/4
Hubraum1199
Leistung96 kW/131 PS bei 5500/min
Max. Drehmoment230 Nm bei 175ß/min
Getriebe/Antrieb8-Stufen-Automatik
Messwerte
Leergewicht (Werk)1306 kg
Beschleunigung 0-100 km/h (Test)9,6 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)200 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
36,2/35,2 m
Verbrauch auf 100 km (Test/WLTP)7/5,8 l Super
CO2-Ausstoß (WLTP)130 g/km
Preise
Grundpreis23.940 Euro

Fazit

Der Citroën C4 ist eine spannende Neuerscheinung. Mit guter Raumökonomie, ordentlicher Effizienz und komfortbetonten Fahreigenschaften setzt er auf typisch französische Tugenden. Ob der Pariser aber gegen die anspruchsvollen Wettbewerber eine Chance hat, wird ein Vergleichstest klären.