Auto im Winter waschen: Tipps für Handwäsche & Minusgrade
Beim Autowaschen im Winter scheiden sich die Geister: Lohnt es sich überhaupt und wie wird das Auto bei Minusgraden richtig gewaschen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen und geben Tipps, damit die Wäsche im Winter garantiert gelingt!
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- Autowäsche im Winter: Wie oft?
- Auto im Winter waschen: Lohnt es sich überhaupt?
- Sechs Tipps für die Autowäsche im Winter: Das beachten
- Scheinwerfer und Scheiben: Darum im Winter immer sauber halten
- Handwäsche im Winter: Darf man das Auto zu Hause waschen?
- Das tun bei Minusgraden: Wann ist es zu kalt für die Autowäsche im Winter?
Autowäsche im Winter: Wie oft?
Im Winter sollte das Auto etwa alle drei bis vier Wochen gewaschen werden – bei viel Salz auf den Straßen auch häufiger. Streusalz, Schmutz und Feuchtigkeit greifen Lack, Felgen und Unterboden an und fördern Korrosion. Wodurch Rost verursacht wird und welche Mittel dagegen helfen, verraten wir hier im Detail.
Tipps gegen Feuchtigkeit im Auto im Video

Auto im Winter waschen: Lohnt es sich überhaupt?
Auch wenn viele Autofahrer:innen denken: „Waschen im Winter bringt nichts, weil der Wagen eh gleich wieder dreckig wird“, lohnt es sich aus Werterhalt-Aspekten absolut, das Auto im Winter regelmäßig von außen zu waschen. Der Mix aus Feuchtigkeit und Salz greift die Substanz an. Zwar sind moderne Autos mittlerweile durch Hohlraumversiegelung – wie Hohlraumversiegelung funktioniert und welche Produkte sich dafür anbieten, erklären wir hier –, Unterbodenschutz und Teilverzinkung besser vor Rost geschützt. Streusalz ist jedoch auch heute noch Gift fürs Blech. Gerade Lack mit Kratzern und bereits vorhandenen Steinschlagschäden ist gefährdet.
Zudem wird die Funktion von Sensoren und Kameras der Fahrassistenzsysteme von auf ihnen lastendem Schmutz beeinträchtigt. Auch Scheinwerfer und Rücklichter verlieren durch eine Dreckkruste stark an Strahlkraft.
Sechs Tipps für die Autowäsche im Winter: Das beachten
Wenn man sich nicht gerade in solchen extremen Temperaturunterschieden befindet, helfen ein paar einfache Tipps dabei, dass die Autowäsche garantiert gelingt. Hier unsere „Sechs Gebote“ für die Fahrzeugreinigung im Winter.
Tipp 1: Sensoren deaktivieren
Wie das Auto vorzubereiten ist, steht meist in großen Lettern und mit Bildern erklärt an der Einfahrt zur Waschstraße. Besitzt das Fahrzeug einen Regensensor, sollte man diesen deaktivieren.
Tipp 2: Schnee und Eis entfernen
Ganz wichtig: Unbedingt vor der Einfahrt in die Waschanlage alle Reste von Schnee und Eis vom Auto entfernen. Da dieser Schritt im Sinne der Verkehrssicherheit ohnehin vor Fahrtantritt zu Hause geschehen sollte, sind Schneebesen, Eiskratzer und Scheibenenteiser-Sprays die geeigneten Werkzeuge. Sollte vor der Wäsche noch etwas Frost am Auto haften, lässt sich dieser mit dem Hochdruckreiniger, der an fast jeder Waschanlage angeboten wird, schonend entfernen. Denn die Bürsten der Anlage ziehen solche Eisbrocken sowie gefrorene und verdichtete Schneeklumpen wie Schmirgelpapier über den Lack.
Tipp 3: Schlösser abkleben
Zwar ist eine Autowaschanlage keine Lackierstraße, aber auch hier ist das Abkleben von Türschlössern mit wasserfestem Klebeband ein unverzichtbarer Schritt zur Vorbereitung des Autos für die Wäsche. Nur so lässt sich bei Minusgraden sicherstellen, dass die Schlösser nicht durch gefrierendes Waschwasser vereisen.
Tipp 4: Dichtungen einfetten
Türdichtungen sollten vor der Wäsche im Winter am besten mit Silikon oder Melkfett oder einem anderen geeigneten Mittel behandelt werden. Das sorgt dafür, dass die Türen nicht festfrieren und sich weiter entspannt, gewaltfrei und ohne übertriebenen Krafteinsatz öffnen lassen. Warum Gummipflege am Auto wichtig ist, erklären wir hier.
Tipp 5: Das richtige Programm wählen
Entscheiden sollte man sich am besten für eine Wäsche mit Aktivschaum. Denn dieser ist besonders gut darin, hartnäckigen Schmutz vom Auto zu entfernen. Eine Unterbodenwäsche ist im Winter besonders ratsam, um festsitzenden Dreck und Streusalz zu entfernen. Auf spezielle Wachsprogramme wie Nanoversiegelung oder Glanzschutzversiegelung kann man hingegen laut Expert:innen gut und gerne verzichten.
Tipp 6: Den richtigen Ort zum Trocken finden
Ist der Waschgang erledigt, empfiehlt es sich, das Auto an einem Ort abzustellen, wo es gut trocknen kann – idealerweise in einer frostfreien Garage. Ist so ein Ort nicht gegeben, sollte zumindest so viel überschüssiges Wasser wie nur möglich vom Auto entfernt werden. Hierzu eignet sich etwa ein trockenes und sauberes Mikrofasertuch.
Scheinwerfer und Scheiben: Darum im Winter immer sauber halten
Besondere Aufmerksamkeit erfordern durch Wintermatsch verdreckte Scheinwerfer und Fahrzeugscheiben. Sie sollten möglichst frei von Schmutz gehalten werden. Und zwar im Interesse der eigenen Sicherheit und der anderer Verkehrsteilnehmer:innen. Speziell, wenn zuvor die Straßen intensiv gestreut worden sind, „erblinden“ Scheinwerfer durch die an ihnen anhaftende Salzlake nämlich rasch. Daher empfiehlt es sich, Scheiben, Scheinwerfer und Blinker regelmäßig vom Schmutz zu befreien.
Wichtig ist zudem auch, die Scheiben von innen zu reinigen. An sauberen Scheiben haften Wasserpartikel nicht so schnell, die Scheiben beschlagen in der Folge auch nicht so zügig. Tipps und Produkte gegen von innen beschlagene Autoscheiben haben wir hier gesammelt und getestet.
Handwäsche im Winter: Darf man das Auto zu Hause waschen?
Man kann die Reinigung der Scheibenwischer oder des Innenraums auch in Ruhe mit eigenem Putzmaterial in der heimischen Garage erledigen. Allerdings ist dabei zu beachten, dass eine Außenwäsche auf Privatgelände in den meisten Städten und Gemeinden auch im Winter aus Umweltschutzgründen verboten ist. Wer sich über entsprechende Vorschriften hinwegsetzt, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen. Im Zweifel hilft eine Nachfrage im Bürgerbüro oder ein Anruf bei der Stadtverwaltung, um diesbezüglich Klarheit zu bekommen.
Wer auf die Handwäsche nicht verzichten mag, steuert daher lieber eine SB-Waschanlage an. Diese sind auch im Winter geöffnet – mancherorts mit verkürzten Öffnungszeiten. Wichtig zu beachten: Nicht jeder Betreiber lässt die Benutzung von mitgebrachten Reinigungsmitteln und Utensilien zu. Und selbst wo es erlaubt ist, sollte eine ausgiebige Autowäsche aus Respekt vor anderen Kund:innen möglichst außerhalb von Stoßzeiten stattfinden.
Das tun bei Minusgraden: Wann ist es zu kalt für die Autowäsche im Winter?
Wenn die Temperaturen unter -10 °C fallen, sollte man vom Autowaschen Abstand nehmen. Bei diesen niedrigen Temperaturen schadet die Autowäsche meist mehr als sie nützt. Der Grund dafür: Die extremen Temperaturunterschiede zwischen der Karosserie des Fahrzeugs, den daran befindlichen Anbauteilen und dem warmen Waschwasser. Zudem kann das Waschwasser sehr schnell auf dem kalten Auto gefrieren und Schlösser oder Mechaniken beeinträchtigen.
Besonders heikel wird es, wenn das warme Wasser der Waschanlage auf Fahrzeugteile trifft, die kurz vorher noch sehr niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren. Das setzt dem Lack und den Gummi- und Kunststoffteilen des Fahrzeugs extrem zu. Deshalb gilt es, diesen Temperaturschock zu vermeiden. Vor allem vorgeschädigte oder nachlackierte Karosserieflächen und Anbauteile leiden sonst.














