Ausblick

Audi Q9 teilweise enthüllt: Das erwartet uns beim Flaggschiff

Was fehlt Audi, um im Wettbewerb mit BMW und Mercedes zu bestehen? Ein großes SUV vom Schlage eines X7 oder eines GLS. Mit dem Audi Q9 wird die Marke der vier Ringe 2026 diese Lücke schließen. Das wissen wir schon jetzt!

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Eine Collage zeigt den Audi Q9 (2026) als Computer-Illustration und Erlkönig.
Der Q9 kommt noch 2026! Hier gibt es einen Ausblick in Form eines exklusiven Renderings und eines erwischten Erlkönigs (kleines Foto). Foto: Arvavarii, SH Proshots / Collage: AUTO ZEITUNG
Eine Computer-Illustration zeigt den Audi Q9 (2026), der über eine Teststrecke fährt.
Die nach unten gezogenen Rückleuchten leiten sich von den gesichteten Erlkönigen ab. Foto: Arvavarii
Das Armaturenbrett des Audi Q9.
Im Mai 2026 enthüllt Audi noch Monate vor der Weltpremiere das Interieur des Q9. Dieses soll das verloren gegangene Premium-Gefühl zurückbringen. Foto: Audi
Die zweite Sitzreihe des Audi Q9 verfügt über zwei Sitzplätze.
Den Q9 wird es wahlweise mit einer 2-3-2- oder einer 2-2-2-Sitzkonfiguration (siehe Foto) geben. Foto: Audi
Der Audi Q9 steht als Erlkönig mit geöffneter Fondtür in Studioumgebung.
Erstmals bei Audi lassen sich alle Türen automatisch öffnen. Foto: Audi
Der Audi Q9 (2026) als Erlkönig fahrend von schräg vorne fotografiert.
Das große SUV zeigt die neue Designsprache, die Audi seit 2024 nach und nach etabliert (hat). Foto: SH Proshots
Der Audi Q9 (2026) als Erlkönig fahrend von der Seite fotografiert.
Im Profil des noch stark getarnten Erlkönigs fällt neben der Dachreling besonders die Dimension auf. Allein der Radstand dürfte geschätzte zehn bis 15 cm länger ausfallen als beim noch aktuellen Audi Q7.  Foto: SH Proshots
Der Audi Q9 (2026) als Erlkönig fahrend von schräg hinten fotografiert.
Dieser Prototyp offenbart markante, nach unten gezogene Bremsleuchten. Foto: SH Proshots
Blick von schräg vorne auf den fahrenden Erlkönig des Audi SQ9 (2026).
Neben dem Q9-Serienmodell hat unser Erlkönigjäger bereits einen Prototyp erwischt, der wie ein SQ9 wirkt. Foto: SH Proshots
Blick von schräg hinten auf den fahrenden Erlkönig des Audi SQ9 (2026).
Die vier Endrohre deuten auf das S-Modell hin. Foto: SH Proshots
Blick von der Seite auf das fahrende Mule des Audi Q9 (2026).
Dieses Mule zeigt einen Audi Q7 der noch aktuellen Generation, der aber auf Höhe der B-Säule sichtbar gestreckt wurde.  Foto: SH Proshots

Preis: Audi Q9 ab mindestens 100.000 Euro

Seit 2022 sind bereits Gerüchte über einen großen Audi namens Q9 im Umlauf, im September 2025 bestätigt der Audi-Entwicklungschef erstmals einen Marktstart für 2026. Demnach soll der Q9 gemeinsam mit der neuen Generation des Q7 debütieren. Eine Neueinführung wirkt logisch, patzt die Ingolstädter Premiummarke doch ausgerechnet in der Disziplin der besonders großen SUV – hier haben die Wettbewerber aus Stuttgart und München schon seit 2015 (GLS) respektive 2019 (X7) entsprechende Angebote im Programm.

Mögen solche Fahrzeuge hierzulande völlig überdimensioniert wirken, sind sie etwa im wichtigen Exportmarkt USA stark gefragt. Nach dortigen Maßstäben fallen Q7, X5 und GLE fast schon kompakt aus. Und das bringt uns zurück zum Audi Q9, dessen Entwicklung sich nach und nach in immer weiteren Erlkönigbildern manifestiert. Zudem enthüllt Audi im Mai 2026 vorab das komplette Interieur des kommenden Flaggschiffs und kündigt die Weltpremiere für den Sommer an.

Mit Blick auf die "kleineren" Geschwister Q7 und Q8 sowie die Konkurrenz in Stuttgart und München wird der Preis sicherlich sechsstellig ausfallen und möglicherweise bereits in der Basis die 110.000 Euro überschreiten (Stand: Mai 2026). Übrigens ist die Einführung des neuen SUV-Schiffs insbesondere vor dem Hintergrund des Produktionsendes des Limousinen-Äquivalents A8 Anfang 2026 interessant – ob Ingolstadt im Portfolio nur Platz für ein Modell der Luxusklasse sieht?

Der Audi A6 Avant im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Antriebe: Verbrenner & Plug-in-Hybride sehr wahrscheinlich

Antriebsseitig lässt sich aufgrund der gesichteten Erlkönige nur gesichert sagen, dass der Audi Q9 ab 2026 als (teilelektrifizierter) Verbrenner kommen wird. Das verraten die großen, geöffneten Lufteinlässe an der Front und die Endrohre. Eine Elektrovariante scheint demnach nahezu ausgeschlossen, bauen entsprechende Fahrzeuge von Audi derzeit doch auf völlig verschiedenen Baukästen auf. Apropos Baukasten: Technisch gesehen dürfte der Q9 ein gestreckter Q7 der neuen Generation sein.

Dieser wird auf dem weiterentwickelten Modularen Längsbaukasten namens PPC (Premium Platform Combustion) basieren. Zu erwarten sind demnach mildhybridisierte Sechszylinder sowie Plug-in-Hybride mit etwa 100 km rein elektrischer Reichweite. Vierzylinder schließen wir zumindest für den Audi SQ9 mit Blick auf die im Fokus stehenden Absatzmärkte aus. Ob es prestigeträchtige Achtzylinder-Antriebe geben wird, bleibt unklar. Die aktuelle A6-Generation zeigt aber, dass zumindest ein Sechszylinder als gesetzt gelten darf.

Exterieur: Jenseits von fünf Metern Länge

Der Audi Q9 ist ein echter Koloss – das ergibt sich nicht nur aus dem Anspruch an diese Fahrzeugklasse, sondern das zeigen auch die ersten Fotos. Der Q9 orientiert sich an der neuen Designsprache, die mit dem Audi Q6 e-tron Einzug hielt. Die Front erhält einen massiven Kühlergrill, der von weiteren Kühlöffnungen in der Schürze flankiert wird. Die schmalen Tagfahrlichter sitzen wie beim elektrischen Q-Modell weit oben, die eigentlichen Hauptscheinwerfer und Sensoren separiert weiter unten im Stoßfänger.

Im Profil des noch stark getarnten Erlkönigs fällt neben der Dachreling besonders die Dimension auf. Allein der Radstand dürfte geschätzte zehn bis 15 cm länger ausfallen als beim noch aktuellen Audi Q7. Hier könnten die Außenmaße des konkurrierenden BMW X7 von 5181 mm Länge, 2000 mm Breite und 1835 mm Höhe ein guter Referenzwert sein.

Am vollverklebten Heck lässt sich vermeintlich noch nicht ganz so viel erkennen. Vermeintlich, weil der Audi A6 Avant (Verbrenner) einige Parallelen aufweist (siehe Video-Fahrbericht oben). Da der Prototyp auf einem der Fotos bremst, erkennen wir die wie beim A6 nach unten gezogenen, gerippten Bremsleuchten. Wir gehen davon aus, dass wie beim A6 eine LED-Zierleiste die beiden Leuchteinheiten verbindet.

Interieur: Wahlweise sechs oder sieben Plätze

Das Armaturenbrett des Audi Q9.
Foto: Audi

Audi enthüllt bereits vorab den Innenraum des Q9. Dieser will in Sachen Materialauswahl und Verarbeitungsqualität wieder eher dem Premiumanspruch der Marke gerecht werden als einige der zuletzt eingeführten Modelle. Dazu kommen zahlreiche mattierte Oberflächen sowie Esche oder Linde als Dekor und unter anderem Alpakawolle als Bezugstoff zum Einsatz.

Als Sitzkonfigurationen stehen 2-2-2 oder 2-3-2 zur Auswahl, wobei die zweite Reihe entweder mit zwei Luxus-Sitzen oder der Option auf drei Kindersitze nebeneinander aufwartet. Des Weiteren wird der Q9 der erste Audi sein, bei dem sich alle Türen automatisch öffnen lassen. Das Panorama-Glasdach bringt es auf eine beachtliche Fläche von 1,5 m² und lässt sich bei Bedarf öffnen oder abdunkeln. Da der Blendschutz mehr als 99,5 Prozent der UV-Strahlung abwehren soll, verzichtet Audi auf ein physisches Rollo.