Ambientebeleuchtung nachrüsten: So gehts & Produkttipps
Was Mercedes 2005 in der S-Klasse (W221) einführte, gehört heute bei vielen Fahrzeugen zur Serienausstattung: die Ambientebeleuchtung. Hat das Auto keine Ambientebeleuchtung an Bord, kann man sie auch nachrüsten. Die AUTO ZEITUNG zeigt, welche Produkte sich dafür am besten eignen.
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in einem der verlinkten Shops (Affiliate Link bzw. mit Symbol) erhalten wir eine geringfügige Provision, die redaktionelle Selektion und Beschreibung der Produkte wird dadurch nicht beeinflusst.
Ambientebeleuchtung nachrüsten: Geht das überhaupt?
Wer mit dem Gedanken spielt, eine Ambientebeleuchtung im eigenen Auto nachzurüsten, fragt sich schnell, ob das überhaupt geht. Die Antwort lautet: Ja, richtet sich aber stark nach handwerklichem Geschick und dem Interieur des Autos. Das Nachrüsten der Ambientebeleuchtung kann eine Herausforderung darstellen. Schließlich soll die Beleuchtung bestenfalls den Eindruck erwecken, sie sei bereits ab Werk an Bord.
Somit sollten die LED-Lichtleisten, die Steuerungsmodule und die Stromversorgung samt aller Kabel im Verborgenen liegen. Möglicherweise müssen dafür Verkleidungen abgebaut oder sogar Löcher gebohrt werden. Die Stromversorgung kann über die 12-V-Steckdose oder USB-Anschlüsse realisiert werden, eleganter ist aber eine direkte Verkabelung mit der Bordelektronik.
Welche Arten von Ambientebeleuchtung gibt es?
Es kann zwischen zwei Arten der Ambientebeleuchtung unterschieden werden:
Direkt: Wie der Name es vermuten lässt, ist die direkte Beleuchtung sichtbar. Entlang des Armaturenbretts, Dachhimmels oder der Türen lassen sich beispielsweise Lichtleiter verlegen, die den Innenraum in angenehmes Licht hüllen
Indirekt: Eine indirekte Ambientebeleuchtung nutzt Aussparungen und Mulden (Türgriffe, Ablagen, usw.), um diese auszuleuchten. Auch die Fußräume können mit indirekter LED-Beleuchtung versehen werden.
Ambientebeleuchtung-Sets im Vergleich
Indirekte Ambientebeleuchtung nachrüsten:
Osram LEDambient Tuning Lights Base Kit
Die Firma Osram ist eine feste Größe im Bereich der automobilen Lichttechnik. Das LEDambient Tuning Lights Base Kit beinhaltet zwei LED-Streifen mit einer Länge von je 30,5 cm. Die Stromversorgung erfolgt über die 12-V-Steckdose. Über eine Fernbedienung oder App lassen sich 16 Farben sowie 16 Helligkeitsstufen und fünf verschiedenen Modi auswählen.
Osram LEDambient Tuning Lights Connect Extension Kit
Das Osram LEDambient Tuning Light Connect Extension Kit ermöglicht eine Erweiterung der nachgerüsteten Beleuchtung. Im Set enthalten sind zwei RGB-LED-Streifen (30,5 cm lang), drei Kabel mit einer Länge von 12,7 cm und ein dreiseitig verwendbares Verteilerkabel.
Winzwon LED Ambientebeleuchtung
Vier LED-Streifen samt Steuerbox und App-Steuerung bietet die Winzwon LED Ambientebeleuchtung. Der Amazon-Bestseller wird per USB-Anschluss mit Strom versorgt. Über Klebeflächen werden die Streifen an der gewünschten Position im Innenraum angebracht.
Govee LED RGB Ambientebeleuchtung
Wer zu Hause auf smarte Lampen mit App-Steuerung setzt, ist sicherlich schon einmal über die Marke Govee gestolpert. Per Smartphone lässt sich auch das RGB-Ambientelicht-Nachrüstset fürs Auto der chinesischen Marke steuern. Zum Lieferumfang zählen vier LED-Streifen, ein Steuergerät samt Bedienknöpfen sowie ein Anschluss für die 12-V-Buchse inklusive USB-Ladeport.
Direkte Ambientebeleuchtung nachrüsten:
ambitrim Ambientebeleuchtung
Das Set von ambitrim soll laut Hersteller für eine Nachrüstung von Ambientebeleuchtung passend für vier Türen und das Armaturenbrett abgestimmt sein. Im Gegensatz zu anderen Sets kommen hier keine Lichtleiter zum Einsatz, sondern LED-Streifen, die für eine gleichmäßigere Lichtausbeute und bessere -effekte sorgen sollen. Die Lichtleisten sind individuell steuer- und dimmbar.
Letronix RGBIC LED Ambientebeleuchtung
Das RGBIC-Ambientebeleuchtungs-Set für Armaturenbrett und vier Türen von Letronix kommt als „Black Edition“ mit dunkel getönten LED-Streifen. So soll die Nachrüstung bei Tag nicht so sehr auffallen. In der Dunkelheit zeigt das Set dann aber, was es kann: Die LED-Streifen sind einzeln ansteuerbar, lassen sich in der App in – so zumindest die Herstellerversprechung – 16,7 Mio Farbtönen einstellen. Die Spanne reicht von 4,8 bis 15,8 V, damit ist die Nachrüstung für die meisten Fahrzeuge geeignet.
Ist das Nachrüsten von Ambientebeleuchtung erlaubt?
Grundsätzlich ist das Nachrüsten von Ambientebeleuchtung gestattet. Beim Tuning mit der Innenraumbeleuchtung darf allerdings nicht übertrieben werden. Sich selbst sowie andere Verkehrsteilnehmer:innen darf man durch die Beleuchtung nicht gefährden. Das bedeutet, dass Fahrer:innen nicht von der Lichtinstallation geblendet werden dürfen.
Anders ist es, wenn die Beleuchtung auch von Außen zu sehen ist. Weder im Bereich der Schweller als „Underglow“ noch an Front-, Seiten- oder Heckscheibe darf eine Ambientebeleuchtung nachgerüstet werden. Auch beim Öffnen der Türen darf das Licht nicht nach außen scheinen.
Wie viel kostet das Nachrüsten einer Ambientebeleuchtung?
Wer den Einbau in Eigenregie durchführt, trägt selbstverständlich nur die Kosten für das Nachrüst-Set. Traut man sich den Einbau selbst nicht zu, können einige Fachbetriebe auch eine professionelle Nachrüstung vornehmen. Oft lassen sich hierbei individuelle Wünsche realisieren und fachgerecht umsetzen. Je nach Fahrzeugmodell und Umfang der Nachrüstung können die Einbaupreise zwischen höheren drei- und niedrigeren vierstelligen Beträgen liegen.
















