VW Polo gebraucht kaufen: Unsere Tipps im Ratgeber

Ab den 70er-Jahren schrieben Kleinwagen wie der VW Polo Autoge­schichte. Heute ist die kleine Klasse weniger gefragt – aber gebraucht definitiv eine Empfehlung wert. Unser Ratgeber zum Polo-Kauf.

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Der VW Polo (2017) fährt über eine Straße, im Hintergrund ist eine Wiese zu sehen. Von vorne rechts fotografiert.
VW Polo (2017) Foto: Zbigniew Mazar

Klassische Kleinwagen wie der VW Polo kommen aus der Mode – dabei haben sie einiges zu bieten.

Der VW Polo (2017) fährt über eine Straße, im Hintergrund ist eine Wiese zu sehen. Von hinten links fotografiert.
VW Polo (2017) Foto: Zbigniew Mazar

Wer auf Fahrspaß nicht verzichten möchte, darf beim An­trieb nicht sparen und sollte mindestens auf den 1.0 TSI oder 1.6 TDI mit jeweils 95 PS (70 kW) zurückgreifen. Oder noch besser auf den 1.5 TSI mit 150 PS (110 kW).

Das Cockpit des VW Polo (2017).
VW Polo (2017) Foto: Zbigniew Mazar

In der besten Ausstattung Highline wirkt der Polo sehr hochwertig, seine Bedienung geht leicht von der Hand.

Die vorderen Sitze des VW Polo (2017).
VW Polo (2017) Foto: Zbigniew Mazar

In der Basisversion ist die Ausstattung des Polos eher karg. Immerhin ist ein Notbremsassistent Serie.

Eine Person sitzt im Fond des VW Polo (2017).
VW Polo (2017) Foto: Zbigniew Mazar

Im Fond offeriert der Polo ein vergleichsweise gutes Raumangebot.

Der Kofferraum des VW Polo (2017) mit teilweise umgeklappter Rücksitzbank.
VW Polo (2017) Foto: Zbigniew Mazar

In das Frachtabteil passen 351 bis 1125 l Gepäck.

Der Motor des VW Polo (2017) in der Detailaufnahme.
VW Polo (2017) Foto: Zbigniew Mazar

Mit Drei- und Vierzylindern ist die Antriebsauswahl recht groß. Turbodiesel gab es jedoch nur bis 2020.

Der VW Polo (2017), mit geöffneter Heckklappe von links fotografiert.
VW Polo (2017) Foto: Zbigniew Mazar

Mit 4,05 m Außenlänge ist der VW Polo der sechsten Generation (ab 2017) ein ausgewachsenes Auto.

Die GTÜ-Mängelstatistik des VW Polo tabellarisch dargestellt.
VW Polo Foto: AUTO ZEITUNG

Der Polo ist bei der HU ein zuverlässiger Kandidat. Fehler an der Beleuchtung sind aber auch bei jüngeren Fahrzeugen nicht selten. Die häufigsten Mängel: ölfeuchte Motoren und Getriebe, defekte Kennzei­chenbeleuchtung, eingeris­sene Staubmanschette der Antriebswelle, verschlissene Bremsen, Rost am Schweller, defekte Auspuffanlage

PositivViel Platz im Innenraum, vergleichsweise großer Laderaum, solide Verarbeitung, wenig Mängel
NegativRecht hohe Gebrauchtpreise, sehr magere Basisausstattung

Bereits seit 1975 ist der Kleinwagen VW Polo im Handel. Die inzwischen sechste Polo-Generation kam 2017 auf den Markt und erhielt im Som­mer 2021 ein Facelift (Hier alle Infos zum aktuellen VW Polo), wobei die Gebrauchtwagenpreise nicht unbedingt niedrig ausfallen (siehe Tabelle unten). 

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Mit rund 4,05 m Länge ist der Wolfsburger ein richtig ausge­wachsenes Auto und wäre vor wenigen Jahrzehnten noch als Kompaktwagen durchgegangen. Beim Öffnen der Heckklappe überrascht er zudem mit üppigen 351 bis 1125 l Ladevolumen. Auch in der ersten Reihe fühlt sich der Kleine tatsächlich groß an: Selbst zwei Meter große Personen ecken nirgendwo an. Im Fond profitiert der VW Polo von seiner Innenbreite, die den Fahrgästen mehr Schul­terfreiheit erlaubt als in manchem Konkurrenten.
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Video: AUTO ZEITUNG

VW Polo gebraucht kaufen: Kein Tipp ist die Trendline-Ausstattung

Bei der Verarbeitung des Innen­raums gilt der VW Polo als Maß der Dinge in der kleinen Klasse. Auch die Bedienung blieb von Spielereien verschont und gelingt intuitiv. In der Basisversion ist der Polo allerdings sehr karg ausgestattet und verfügt ab Werk nicht einmal über ein Radio. Dafür bietet er serienmäßig den wichti­gen Notbremsassistenten, während Features wie LED-Hauptscheinwerfer oder die Automatik zum seitlichen Einparken Aufpreis kosteten. Generell sollte man beim Gebrauchtwagenkauf einen Bogen um die magere Basisvariante Trendline machen – auch weil entsprechende Exemplare eine zermürbende Vergangenheit als Mietwagen oder im Kurzstrecken-Einsatz bei Pflegediensten hinter sich haben könnten. Ab der Ausstattung Comfortline ist der Niedersachse empfehlenswert.

Unsere Gebrauchtwagen-Ratgeber zu Konkurrenten:

Fahrdynamisch ist der VW Polo gut unterwegs, ohne den Fahrkomfort zu vernachlässigen. Wer auf einen entsprechenden Fahrspaß nicht verzichten möchte, darf beim Gebrauchtwagenkauf nicht sparen: Die 65 PS (48 kW) oder 75 PS (55 kW) der 1,0-l-Basistriebwerke genügen solchen Ansprüchen nicht. In diesem Fall soll­ten die 1,0-l-Maschinen mit 95, 110 oder 116 PS (70, 81 oder 85 kW) unter der Haube sein, noch besser der 1,5-l-Motor mit 150 PS (110 kW). Letzterer verfügt zudem über vier statt nur drei Zylinder. Für Lang­streckenfahrer empfehlen sich die bis 2020 gebauten 1,6-l-Turbodiesel mit 80 oder 95 PS (59 oder 70 kW). Bei den Hauptuntersuchungen (HU) der GTÜ schneidet der gebrauchte VW Polo übrigens gut ab, was für die solide Verarbeitung spricht (siehe Mängelstatistik in Bild 9, Das sind die Kosten der HU).

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Empfehlenswerte Antriebe für den VW Polo (2017)

Modell1.0 TSI1.5 TSI1.6 TDI
Zylinder/Ventile pro Z.3/4; Turbo4/4; Turbo4/4; Turbodiesel
Hubraum999 cm³999 cm³1698 cm³
Leistung70 kW/95 PS110 kW/150 PS70 kW/95 PS
Drehmoment175 Nm250 Nm250 Nm
Verbrauch/100 km (WLTP)5,2 l S6,1 l S3,7 l D
Höchstgeschw.187 km/h216 km/h185 km/h
Alle Daten Werksangaben   

Gebrauchtpreise für den VW Polo (2017)

Modell1.0 TSI1.5 TSI1.6 TDI
201913.750 € / 54.000 km16.700 € / 54.000 km11.250 € / 81.000 km
202014.500 € / 43.000 km18.300 € / 43.000 km12.400 € / 65.000 km
202115.450 € / 32.000 km20.100 € / 32.000 km
Durchschnittliche Verkaufspreise für das jeweilige Basismodell und die durchschnittliche Laufleistung für die verkaufen Fahrzeuge; beide Werte ermittelt von der Deutschen Automobil Treuhand (DAT); Stand: Februar 2024