VW e-Golf: Test

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VW e-Golf
VW e-Golf Foto: VW

Mit dem Facelift steigert VW beim e-Golf die Reichweite auf 300 Kilometer.

VW e-Golf
VW e-Golf Foto: VW

Typbezeichnung und Nummernschild weisen die E-Version des Golf aus.

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Übersichtliches und hochwertiges Cockpit mit hochauflösenden Displays und blauen Akzenten.

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Die E-Maschine beschleunigt den Golf gerade bei Ampelstarts fulminant.
 

VW e-Golf
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Geladen wird an herkömmlichen Steckdosen oder Schnellladestationen.

Ein neuer 36-kWh-Akku beschert dem aufgefrischten e-Golf eine Normreichweite von 300 Kilometern. Test: Wir haben ausprobiert, wie weit man in der Praxis kommt.

Der VW Golf ist in der Kompaktklasse seit Jahrzehnten der Maßstab: Raumangebot, Fahrkomfort und -dynamik sowie Verarbeitungsqualität liegen auf einem hohen Niveau. Mit dem frisch überarbeiteten e-Golf wollen die Wolfsburger nun zeigen, dass ihr Bestseller auch als Elektroversion überzeugt. Wichtigstes Kaufkriterium bei einem E-Auto ist die Reichweite – und da hat Volkswagen jetzt entscheidend nachgelegt. 300 Kilometer und damit 110 mehr als bislang soll der facegeliftete e-Golf laut EU-Norm schaffen. Möglich macht dies eine Batterie mit einem auf 35,8 kWh gesteigerten Energiegehalt (bislang 24,2 kWh). Bei vorausschauender Fahrweise und etwas Gefühl im rechten Fuß kommt der Golf bei Testfahrten im Stadt- und Überlandbetrieb exakt 255 Kilometer weit. Auch die standardisierte Verbrauchsrunde samt Volllastanteil auf der Autobahn muss der Stromer absolvieren. Der Testverbrauch liegt mit 15,8 kWh auf 100 km zwar deutlich über dem EU-Normwert von 12,7 kWh, die aus dem Testverbrauch resultierende Reichweite von 227 km kann sich aber dennoch sehen lassen.

Der VW e-Golf im Video:

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Test: e-Golf mit ausgewogenem Fahrverhalten

Drei unterschiedliche Modi kann der Fahrer im elektrischen Golf wählen: Im Normalmodus stehen die gesamte Motorleistung (136 PS) und das volle Drehmoment von 290 Newtonmetern zur Verfügung. Ansatzlos sprintet der e-Golf im Test beim Ampelstart los, erreicht nach gut drei Sekunden Tempo 50, und schon nach 8,8 Sekunden zeigen die Digitalinstrumente 100 km/h an. Überholvorgänge auf der Autobahn im Richtgeschwindigkeitsbereich erfordern allerdings Geduld, und der Vortrieb endet schon bei 150 km/h. Auf regennasser Fahrbahn hat der 1594 kg schwere Fronttriebler zudem mit Traktionsproblemen zu kämpfen. Verantwortlich dafür sind auch die rollwiderstandsoptimierten Bridgestone-Reifen, die offenbar bei Nässe zu wenig Grip aufbauen. Weil die 318 kg schwere Batterie im Unterboden sitzt, hat der e-Golf aber einen niedrigen Schwerpunkt und meistert schnell gefahrene Kurven souverän. Die Modi Eco und Eco Plus unterstützen dagegen eine effiziente Fahrweise, indem sie die Systemleistung drosseln. Um im Stadtverkehr mitzuschwimmen, reichen sie völlig aus. Während der Fahrt lädt die Batterie per Bremsenergie- Rückgewinnung nach. Dazu lassen sich über den Getriebewählhebel drei Rekuperationsstärken einstellen. Unverständlich: Nach jedem Motorenstart muss der Wählhebel neu in Position gebracht werden. Mit 35.900 Euro ist der überarbeitete e-Golf teuer und spricht eine vergleichsweise kleine Zielgruppe an. Käufer können sich allerdings über die gestiegene Reichweite sowie eine umfangreiche Serienausstattung freuen.

VW e-Golf
PositivPraxisgerechte Reichweite, gute Fahrleistungenbis Tempo 100, umfassende Multimediaausstattung
NegativHoher Grundpreis, Traktionsprobleme bei Nässe
Technische DatenVW e-Golf
Motorpermanenterregte Synchron-Maschine
Leistung136 PS
Maximales Drehmoment290 Nm
GetriebeKonstantübersetzung
AntriebVorderrad
0-100 km/h8,8 s
Höchstgeschwindigkeit150 km/h
Leergewicht1594 kg
Kofferraum343-1233 l
L/B/H in mm4258/1799/1492
Testverbrauch15,8 kWh/100 km
Grundpreis35.900 Euro

Fazit

Das Facelift beschert dem VW e-Golf einen gewachsenen und alltagstauglichen Aktionsradius. Zudem punktet der Wolfsburger im Test mit seinem agilen Fahrverhalten und dem großzügigen Raumangebot. Der hohe Grundpreis macht ihn aber nicht massentauglich.