Tuning

Stärkste Tuningautos: Wenn 1000 PS nur der Einstieg sind

Wer zur Liga der stärksten Tuningautos gehören will, löst die Eintrittskarte mit einer Motorleistung von mindestens 1000 PS. Wir zeigen die stärksten Power-Extremisten von G-Power, 9ff, Mansory, Hennessey und vielen mehr!

(1/32)
Fotomontage aus verschiedenen Tuning-Boliden mit über 1000 PS Leistung.
Um in der Liga der stärksten Tuningautos mitzumischen, muss schon bei über 1000 PS einsteigen. Wir haben die krassesten Boliden zusammengetragen! Foto: DOP Motorsport (Facebook)/Hennessey/Collage: AUTO ZEITUNG
Blick von schräg vorne auf den G-Power G6M V10 Hurricane CS.
1001 PS (736 kW) bietet der G-Power G6M V10 Hurricane CS ultimate. Damit ist er eines der stärksten Autos des BMW-Tuners, doch in diesem Ranking reicht das nur als Einstieg ... Foto: G-Power
Blick von schräg hinten auf den G-Power G6M V10 Hurricane CS.
Als Basis dient ein BMW M6 Coupé der Generation E63, dessen Hochdrehzahl-V10 wurde mit gleich zwei Kompressoren versehen – so steigt die Höchstgeschwindigkeit auf dramatische 372 km/h. Foto: G-Power
Blick von schräg vorne auf den Audi RS 6 von Mansory.
Das Auslaufen des Audi RS6 (C8) nimmt Tuner Mansory als Anlass, nochmal einen draufzulegen: Im Mansory RS 6 leistet der Achtzylinder nun 1100 PS (810 kW) und 1250 Nm Drehmoment fließen in die Achtgang-Automatik. Foto: Mansory
Blick von vorne auf den MTM Pangaea GT.
Auch, wenn es nicht so ausschaut: Der MTM Pangaea GT gilt offiziell als Eigenkonstruktion. MTM hat nahezu jedes einzelne Bauteil erneuert oder überarbeitet. So besteht etwa die Breitbau-Karosserie nahezu vollständig aus Carbon. Damit wächst der Pangaea GT 13 cm in die Länge und 17 cm (!) in die Breite – die genauen Maße lauten 5,13 m Länge und 2,12 m Breite. Den aus dem Audi RS 6 stammenden Achtzylinder-Biturbo hat Motoren Technik Meyer rundum überarbeitet, das Ergebnis sind 1100 PS (809 kW) und 1200 Nm Drehmoment. Den Sprintwert auf 100 km/h gibt MTM mit unter 2,5 s an, die 200 km/h-Schallmauer durchbricht der Über-Kombi in unter acht Sekunden. Foto: MTM
Blick von schräg vorne auf den VW T3 Caravelle von Lindvall & Coolant.
Dass man einen "Bus-Lieferwagen" ebenfalls auf Krawall bürsten kann, beweisen der norwegische Tuner Lindvall und Teilehändler Koolart mit ihrem Umbau eines VW T3 Caravelle Coachs. Foto: Lindvall & Coolant
Blick auf den Motor im Fond des VW T3 Caravelle von Lindvall & Coolant.
Der ursprünglich 111 PS (82 kW) starke Motor flog raus, hinein kam ein Chevy-302-Small-Block-V8, der mit zwei Turboladern auf sagenhafte 1105 PS (813 kW) bei einem maximalen Drehmoment von 1311 Nm hochgezüchtet wurde. Foto: Lindvall & Coolant
Blick von der Seite auf den Opel Kadett E von WKT.
Unter "Sleeper" versteht man gemeinhin Autos mit enormer Leistung, denen man ihre Kraft nicht ansieht. Ein solcher "Sleeper" ist definitiv auch der Opel Kadett E des Paderborner Tuners WKT. Der einst bürgerliche Zweiliter-Vierzylinder versteckt sich zwischen dem XEV-Turbo, Abgaskrümmern und XXL-Kühler. Auf dem Dynamometer bringt es der Kompaktsportler auf satte 1257 PS (925 kW) und 1105 Nm Drehmoment – bei einem Leergewicht von nur 1020 kg! Foto: WKT (Facebook)
Blick von schräg vorne auf den Opel Corsa Bimotor von Twin Engine Corsa mit geöffneter Motorhaube.
Was Youtuber Adam Beard mit einem runtergerockten Opel Corsa B GSi für 350 Euro angestellt hat, verschlägt einem schlicht die Sprache: Der Brite bastelte eine Opel Corsa-Bimotor-Rakete mit 1200 PS, noch mehr Understatement und einer Straßenzulassung! Foto: Twin Engine Corsa (Youtube)
Blick auf den Heckmotor des Opel Corsa Bimotor von Twin Engine Corsa.
Der mächtig aufgeladene hintere Motor wird von einer Rohrrahmen-Konstruktion getragen. Foto: Twin Engine Corsa (Youtube)
Blick von schräg vorne auf den Hennessey Venom GT.
Nicht weniger als das schnellste Auto der Welt wollte der Hennessey Venom GT anno 2010 sein. Der extreme Tuning-Bolide nutzt die Karosserie der Lotus Exige, kombiniert diese aber mit einem 7,0 l großen V8-Triebwerk samt Turbo-Aufladung. Foto: Hennessey
Blick von schräg hinten auf den fahrenden Hennessey Venom GT.
Der 1261 PS (928 kW) starke Motor erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von über 435 km/h! Das reichte 2013 für den Weltrekord des schnellsten Straßenfahrzeugs und entthronte den Bugatti Veyron Supersport. 2016 schob der Tuner einen Spyder nach. Leistung? 1472 PS (1082 kW)! Foto: Hennessey
Blick von schräg vorne auf den Mansory Carbonado Apertos.
Zwei Turbolader verpasst Mansory dem Lambo-V12 im Heck und bringt die Leistung so auf 1250 PS (919 kW). Foto: Mansory
Blick von schräg hinten auf den Mansory Torofeo.
Der Mansory Torofeo basiert auf dem Lamborghini Huracán und sieht nicht nur verdammt böse aus, dank einer Leistungssteigerung von 610 auf 1250 PS (883 kW) dringt der Supersportler 2016 in völlig neue Fahrleistungs-Sphären vor. 2,7 s auf 100 und über 340 km/h Topspeed können sich sehen lassen, oder? Foto: Mansory
Blick von der Seite auf den fahrenden Fiat Multipla mit V8.
Wenn dieses 1294-PS-Monster zündet, folgt ein Multipla Ohrgasmus: Eine findige Yotuber-Truppe aus Frankreich beschwor den brutalsten Fiat Multipla der Welt hervor – mit V8 und fast 300 km/h Vmax! Foto: Imago
Blick von schräg hinten auf den fahrenden 9ff F 97 A-Max.
Maximale Beschleunigung ist das oberste Entwicklungsziel des 9ff F 97 A-Max, der den Porsche 911 als Basis nutzt und mit knapp 1400 PS (1030 kW) über die Autobahn jagt. Foto: Peter Meißner
Blick auf den Motor des 9ff F 97 A-Max.
Von null auf 300 km/h geht es in weniger als 13 s, damit lässt der 9ff A-Max so ziemlich alles auf vier Rädern hinter sich. Foto: Peter Meißner
Blick von schräg vorne auf den fahrenden Porsche 9ff GT9 V-Max.
Auf der Suche nach extremer Höchstgeschwindigkeit hat 9ff dem 911 ein neues Aerodynamik-Paket verpasst und so den 9ff GT9 V-Max auf die Räder gestellt. Auch hier arbeiten 1400 PS (1030 kW) im Heck und ermöglichen eine Höchstgeschwindigkeit von extrem krassen 437 km/h! Foto: Peter Meißner
Blick von schräg hinten auf den BMW M2 von R44 Performance.
Der britische Tuner R44 Performance hat ein Ziel: den schnellsten BMW der Welt zu bauen. Als Basis dient ein BMW M2 (G87), dessen Motor mühevoll auf 1500 PS (1103 kW) hochgezüchtet wurde. Für die Viertelmeile braucht der BMW M2 von R44 Performance lediglich 8,248 s – das ist auf Rimac-Nevera-Niveau und immerhin 1,2 s schneller als ein Bugatti Chiron. Der schnellste M2 aller Zeiten ist er damit sowieso. Auch die Zeit für den Sprint von 0 auf 96 km/h ist nicht von dieser Welt: 1,67 s!  Foto: R44 Performance (YouTube)
Blick von schräg vorne auf die Audi RS 4 Limo 2.0 von Philipp Kaess.
Dieses Auto stieg wie ein Phönix aus der Kohlefaser-Asche empor: Nach einem Brand im Jahre 2019 hat Philipp Kaess die Audi RS 4 Limo 2.0 mit 1500 PS stärker denn je wiederaufgebaut. Eine radikale Gewichtsreduktion drückt das Gewicht auf rund 1200 kg – 400 kg weniger als die Serie! Damit – und natürlich mit dem Allradantrieb an Bord – geht es in unter drei Sekunden auf 100 km/h. Foto: Philipp Kaess (YouTube)
Blick von schräg vorne auf den Underground Racing Audi R8 V10 TT.
Bei Underground Racing hat man sich auf Biturbo-Umbauten für Supersportler mit V10-Triebwerk spezialisiert und sich daher auch den Audi R8 V10 zur Brust genommen. Foto: Underground Racing
Blick von schräg hinten auf den Underground Racing Audi R8 V10 TT mit geöffneter Motorhaube.
Der Zehnzylinder im Heck leistet nach dem Umbau bis zu 1500 PS (1103 kW). Foto: Underground Racing
Blick von schräg vorne auf den Underground Racing Lamborghini Aventador TT.
Auch den aktuellen Lamborghini Aventador rüstet Underground Racing kräftig auf und generiert mithilfe von zwei Turboladern satte 1550 PS (1140 kW) in der stärksten Ausbaustufe. Foto: Underground Racing
Blick von schräg hinten auf den Mansory Carbonado GT.
Noch eine ganze Ecke stärker ist der geschlossene Carbonado GT, für den Mansory sogar eine Motorleistung von 1600 PS (1176 kW) angibt – mehr als das Doppelte eines Serien-Aventador! Foto: Mansory
Blick von hinten auf den Underground Racing Lamborghini Gallardo TT mit geöffneter Motorhaube.
In der Garage steht ein etwas angejahrter Lamborghini Gallardo? Kein Problem, Underground Racing quetscht auch diesem Kampfstier zwei Turbolader ins Heck und steigert die Leistung auf bis zu 1750 PS (1287 kW). Foto: Underground Racing

... quetscht auch diesem Kampfstier zwei Turbolader ins Heck und steigert die Leistung auf bis zu 1.750 PS.

Blick von schräg hinten auf den Lamborghini Gallardo von Dallas Performance.
Was? Die 1750 PS von Underground Racing reichen nicht? Gut, dann schleppen wir den Gallardo zu Dallas Performance nach Texas, wo man dem V10-Stier auf wahnwitzige 2000 PS hochzüchtet. Aber nur, wenn auch Race-Fuel, also 120-Oktan-haltiges Benzin, getankt wird! Dann pumpt sich der Lamborghini Gallardo von Dallas Performance nicht mehr in 3,7, sondern in unter drei Sekunden auf Tempo 100. Keine Angaben über das Höchsttempo zeigt: Der Umbau bewegt sich am absoluten Limit. Foto: Dallas Performance
Blick von der Seite auf den Nissan Qashqai-R von SVM.
Der britische Tuner SVM hat mit dem Nissan Qashqai-R ein wahres Biest auf vier Rädern gebaut. Der auf über 2000 PS (1471 kW) getunte GT-R-Motor feuert den Crossover nämlich auf eine Topspeed von 382,7 km/h – Weltrekord! Foto: SVM
Blick von schräg vorne auf den Bruce Morehouse VR12 Golf III.
Der ultimative Golf heißt "VR12" und gehört dem US-Amerikaner Bruce Morehouse. Ihm gelang das Kunststück, gleich zwei VR6-Motoren in sein giftgrünes Biest zu pflanzen, einer vorne und einer hinten. Das Ergebnis: 2100 PS (1545 kW). Der Golf III ist mit Fiberglas-Bodykit und Fallschirmen ein waschechter Dragster, der die Acht-Sekunden-Marke beim Viertelmeilen-Sprint knacken soll. Noch verrückter als die PS-Leistung ist aber der Fakt, dass Besitzer Morehouse mit seinem Boliden auch Einkaufen fahren könnte. Der VR12 besitzt nämlich eine Straßenzulassung!
Blick von schräg hinten auf den VW Lupo Bimotor von DOP Motorsport.
Ja, das war mal ein VW Lupo! Mit zwei VR6-Motoren bewaffnet und über 3000 PS "Systemleistung" verbläst der Bimotor auf dem Dragstrip alles, was sich ihm in den Weg stellt. Nahezu die gesamte Karosserie – mit Ausnahme von Dach und Türen – glänzt durch Abwesenheit, sodass sich direkt und ungefiltert auf die Innereien schauen lässt. Zwei VR6-Aggregate verpflanzte das Team von DOP Motorsport in den Lupo. Jedes von ihnen soll imstande sein, über 1600 PS (1177 kW) zu generieren, kombiniert sind also mehr als 3600 PS (2645 kW) machbar. Die Viertelmeile fällt mit dem VW Lupo Bimotor von DOP Motorsport in deutlich weniger als zehn Sekunden. Foto: DOP Motorsport (Facebook)
Der Nissan GT-R von AMS Performance in der Frontalansicht.
Der Nissan GT-R von AMS Performance hat mit dem Serienauto in etwa so viel zu tun wie ein Formel-1-Bolide mit einem Bobbycar: vier Räder, die Form und ein Lenkrad, das war's! Ein Vierliter-V6 pumpt mit der Hilfe zweier Garrett-GTX-Turbolader über 3000 PS (2206 kW) auf die Straße. Die Gerüchteküche munkelt, es seien sogar 3300 Pferdchen (2427 kW). Und wer steckt hinter diesem Biest, das in unglaublichen 1,19 Sekunden auf 60 Meilen (ca. 96 km/h) beschleunigt? AMS Performance, das hartgesottenen GT-R- oder Dragster-Fans bereits ein Begriff sein dürfte.
Blick von schräg vorne auf den Lamborghini Huracán von Underground Racing.
Der gelbe Lamborghini Huracán von Underground Racing erstarkt auf knapp 3500 PS (2574 kW) und rennt so schnell wie sonst keiner auf der halben Meile! Dafür flößen – UGR-typisch – gleich zwei Turbolader ... Foto: Underground Racing (Instagram)
Blick von schräg hinten auf den Lamborghini Huracán von Underground Racing.
... dem V10-Saugmotor-Sportler die sauerstoffreiche Luft zwangsweise ein. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass man dem gelben Biest die Mehr-Leistung äußerlich kaum ansieht. Foto: Underground Racing (Instagram)

Der durchschnittliche Neuwagen in Deutschland leistete 2024 rund 212 PS (156 kW) – natürlich ist ein Auto damit nüchtern betrachtet völlig ausreichend motorisiert. Doch Begriffe wie "Durchschnitt" und "ausreichend" haben auf viele Tuner eine geradezu abschreckende Wirkung. Beim Streben nach neuen Superlativen ist der Durchschnitt selbst als Ausgangsbasis völlig ungeeignet. In unserer Galerie mit der stärksten Tuningautos der letzten Jahre hat jedes Auto mindestens 1000 PS.

Der Ferrari 849 Testarossa (2026) im Fahrbericht (Video)

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Extrem-Tuning: Die stärksten Tuningautos

Dabei spielt die jeweilige Basis fast keine Rolle. Egal, ob ein VW Lupo oder ein Lamborghini Aventador: Erlaubt ist, was gefällt. In der Liga der stärksten Tuningautos neigt der Trend eh hin zum Zweitmotor, was Sphären von über 2000 PS ermöglicht. Dabei müssen die Umbauten noch nicht einmal von renommierten Herstellern wie G-Power, Mansory, Hennessey, 9ff oder Underground Racing kommen.

In unserer Bildergalerie zeigen wir die krassesten der Krassen, die stärksten und zum Teil auch die schnellsten Tuningautos der Welt. Wir wünschen viel Spaß beim stöbern, schmökern und träumen!