Skoda Octavia RS kaufen: Darauf beim Sport-Tschechen achten

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Der Skoda Octavia RS stehend von schräg vorne.
Skoda Octavia RS Foto: Skoda

Den Octavia I gab es wie hier als Limousine oder als Kombi.

Der Skoda Octavia RS stehend von schräg hinten.
Skoda Octavia RS Foto: Skoda

Rost kommt beim RS zwar vor, gilt aber nicht als großes Problem.

Das Cockpit des Skoda Octavia RS.
Skoda Octavia RS Foto: Jürgen Zerha

Mit dem Facelift gewann auch das Interieur – der RS hebt sich durch silberne Details von den übrigen Octavia-Varianten ab.

Der Motor des Skoda Octavia RS.
Skoda Octavia RS Foto: Jürgen Zerha

Der 1,8-l-Turbomotor wurde großzügig im gesamten Konzern verteilt. Ordentlichen Umgang dankt die Technik mit ihrer Langlebigkeit.

Die ersten Skoda Octavia RS fallen bereits in die Kategorie der Youngtimer. Unser Ratgeber verrät, auf welche Schwächen man achten sollte, wenn man den sportlichen Mittelklasse-Wagen aus dem VW-Konzern kaufen möchte.

Kaum zu glauben: Der tschechische Hersteller konnte bereits lange vor dem Skoda Octavia RS aus diesem Ratgeber auf eine durchaus große Motorsport-Historie zurückblicken. Die Markengründer Václav Laurin und Václav Klement setzten schon 1901 Motorräder bei Langstreckenrennen ein, 1936 feierte ihr Popular einen Klassensieg bei der Rallye Monte Carlo. In den 70er-Jahren tauchte zum ersten Mal das Kürzel RS bei Skoda auf: 1974 entstanden die Rallye-Prototypen 180 RS und 200 RS. Sie wurden 1975 vom 130 RS abgelöst, der bei der 1977er Rallye Monte Carlo als "Porsche des Ostens" einen Doppelsieg in seiner Klasse erzielte. Auch auf der Rundstrecke war das Auto erfolgreich.
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Das Skoda Octavia Facelift (2024) im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Ratgeber: So einen Skoda Octavia RS kaufen

Ab 1990 übernahm der VW-Konzern das ehemals staatliche Unternehmen, seit 2000 ist Skoda eine hundertprozentige VW-Tochter. 1996 stellte die Marke den Octavia vor, der wie der Golf 4 auf der PQ34-Plattform des Konzerns basierte. Das ermöglichte unterschiedlichste Varianten: 2001 erschien der Skoda Octavia RS. Sportliche Agilität bei voller Alltagstauglichkeit sollte der als Limousine oder Kombi verfügbare Sportler bieten. Dazu erhielt er den 1,8-l-Vierzylinder-Turbobenziner (So funktioniert ein Turbolader) des Konzerns. Da der RS nach dem Octavia Facelift 2000 kam, blieb er von den Kinderkrankheiten verschont. Die betrafen in erster Linie nervige Klappergeräusche.

Passendes Zubehör für den Klassiker:

Was der Skoda Octavia RS mit dem Golf gemeinsam hat, sind hin und wieder ausfallende elektrische Fensterheber und Spiegeleinstellungen oder rissige Manschetten der Antriebswellen. Rost (So Rostschäden restaurieren) ist kein großes Problem und taucht in erster Linie an den Blechkanten auf: Radläufe, Motorhaube, Heckklappe oder Schlossträger sind gefährdet. Auch an den Blechkanten bis hin zum Heckklappengriff kann die braune Pest auftauchen. Verstopfte Wasserabläufe begünstigen zudem die Korrosion zwischen Kotflügeln und Schwellern (A-Säule). Die Turbo-Technik unter der Haube gilt als haltbar, wenn man vernünftig mit ihr umgeht: Warm- und Kaltfahren ist ebenso Pflicht wie eine regelmäßige Wartung. Anfangs tauchten hin und wieder defekte Zündspulen auf, die aber längst (auf Kulanz) getauscht sein dürften.

Schwächen des Skoda Octavia RS

Risse in der für den Skoda Octavia RS spezifischen Frontschürze sind nicht ungewöhnlich, Lackschäden an der Ladekante kommen vor allem beim Kombi vor. Poltergeräusche deuten auf ausgeschlagene Traggelenke oder Fahrwerksbuchsen hin. Die Bremsanlage weist erhöhten Verschleiß auf, oft wurden andere (Zubehör-)Scheiben oder gar eine größere Bremse montiert. Die zusätzliche Ausstattung der RS-Modelle birgt potenzielle Fehlerquellen: Sitzheizung, Regensensor, Tempomat & Co. fallen nicht übermäßig oft auf, sollten aber funktionieren. Der Turbo-Motor braucht regelmäßige Wartung  - samt Zahnriemenwechsel. In Sachen Ersatzteile sorgen die Großserientechnik und eine hohe Stückzahl für eine komfortable Ausgangslage. Schwieriger wird es bei RS-spezifischen Komponenten innen wie außen.

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Technische Daten des Skoda Octavia RS

AUTO ZEITUNG 20/2001Skoda Octavia RS
Zylinder/Ventile pro Zylin.R4/5; Turbo
Hubraum1781 cm³
Leistung180 PS/132 kW bei 5500 /min
Max. Gesamtdrehmoment235 Nm bei 1950 /min
Getriebe5-Gang-Schaltgetriebe
AntriebVorderrad
L/B/H4507/1731/1413 mm
Leergewicht1375 kg
Bauzeit2001-2006
Stückzahl1,4 Mio. (Octavia I gesamt)
Beschleunigung0 auf 100 km/h in 8,4 s
Höchstgeschwindigkeit235 km/h
Verbrauch10,1 l S/100 km
Grundpreis (Jahr)47.585 Mark (2001)