Oldtimer mit größtem Wertzuwachs: Das ist die Top-10!

Jährlich veröffentlicht der Verband der Automobilindustrie (VDA) den deutschen Oldtimer-Index, der Klassiker-Preise in Deutschland beobachtet. Die zehn modelle genossen zuletzt den größten Wertzuwachs!

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Ein roter Mercedes Benz 280 SL stehend auf einer Messe.
Platz 10: Mercedes Benz 280 SL Foto: Imago

Platz zehn im deutschen Oldtimer-Index belegt der Mercedes Benz 280 SL (Baureihe R107). Der Wertzuwachs bei diesem Oldtimer beträgt 13 Prozent. Das hier abgelichtete Modell stand 2019 auf der Techno Classica in Essen.

Ein Toyota MR2fahrend auf der Straße mit einem Fahrer sowie einer Beifahrerin.
Platz 9: Toyota MR2 Foto: Toyota

Viele Witze wurden über den Namen des Toyota MR2 gemacht, da "MR2" ausgesprochen wie "merde" (französisch für "Mist" oder "Kot" – ein Schimpfwort) klang. Wer diesen leichten Sportwagen mit Mittelmotor besitzt, darf sich jedoch freuen – der Wertzuwachs beträgt 14 Prozent.

Der Porsche 924 in der Frontalansicht.
Platz 8: Porsche 924 Foto: Porsche

Mit einer Wertsteigerung von 15 Prozent hat es der Porsche 924 auf Platz acht geschafft. Der Sportler gewinnt wieder an Beliebtheit, weil er einen erschwinglichen Einstieg in die Porsche-Welt bietet und ein leichtes, gut ausbalanciertes Fahrverhalten besitzt. Sein Transaxle-Layout sorgt für eine hervorragende Gewichtsverteilung.

Der Mazda MX-5 fahrend auf einer Straße mit offenem Verdeck.
Platz 7: Mazda MX-5 Foto: AUTO ZEITUNG

Ob neu oder alt: Der Mazda MX-5 erfreut sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Der kleine Sportler kann sich über einen Wertzuwachs von 19 Prozent freuen. Ältere Generationen genießen Kultstatus, da sie das Konzept des klassischen, leichten Roadsters modern interpretiert haben. Dank seines agilen Fahrverhaltens, der einfachen Technik und der guten Ersatzteillage ist der MX-5 ein gefragter Young- und Oldtimer.

Ein Lloyd Alexander TS stehend auf einer Straße.
Platz 6: Lloyd Alexander TS Foto: Imago

Wer bist du denn? Der Lloyd Alexander TS war ein kompakter Kleinwagen der 1950er Jahre, der mit seinem sparsamen 600-ccm-Zweizylindermotor und seinem geringen Gewicht überzeugte. Trotz seiner einfachen Bauweise bot er mit Türen aus Stahl statt Sperrholz und einer besseren Ausstattung mehr Komfort als frühere Lloyd-Modelle. Heute ist er ein seltener, aber geschätzter Oldtimer, besonders bei Fans deutscher Kleinwagenhistorie. Wertzuwachs: 20 Prozent.

Ein BMW 7er der Baureihe E23 stehend im BMW-Museum.
Platz 5: BMW 7er (E23) Foto: BMW

Mit einer Wertsteigerung von 22 Prozent findet sich der BMW 7er der Baureihe E23 auf dem fünften Platz. Gebaut von 1977 bis 1986, bildet er die erste Generation der 7er-Reihe und setzte neue Maßstäbe in der Oberklasse. Besonders fortschrittlich war die Einführung von ABS (erstmals bei BMW), Bordcomputer und weiteren Komfort-Extras. Heute gilt der E23 als stilvoller Klassiker mit einem zeitlosen Auftritt.

Der Ford Escort 1100 in einer schwarz-weiß-Aufnahme.
Platz 4: Ford Escort 1100 Foto: Ford Archiv

Das von den britischen Ford-Werken entwickelte, erste eigenständige Modell mit dem Namen Escort wurde ab dem 17. November 1967 im britischen Halewood produziert. Aufgrund seines charakteristischen Kühlergrill wurde er auch "Hundeknochen" genannt. Das Siegertreppchen knapp verpasst hat der Ford Escort 1100 mit einer Wertsteigerung von 43 Prozent.

Ein Mercedes W123 stehend in einer Halle.
Platz 3: Mercedes W123 Foto: Imago

Der untere Platz auf dem Treppchen gehört dem Mercedes W123, der ein beliebtes Alltagsfahrzeug war. Die Baureihe 123 ist das bisher meistgebaute Modell von Mercedes-Benz. Sein Wertzuwachs betrug 2023 ganze 44 Prozent.

Der Mercedes W198 stehend vor hellem Hintergrund.
Platz 2: Mercedes W198 Foto: Mercedes

Eine Wertsteigerung um 50 Prozent im Betrachtungszeitraum hat der Mercedes W198, besser bekannt als 300 SL Flügeltürer durchgemacht. Er ist wegen seiner ikonischen Flügeltüren, dem zeitlosen Design, seiner Rennsport-DNA und seiner innovativen Technik beliebt. Seine Seltenheit und die enge Verbindung zu Mercedes‘ Rennsporterfolgen machen ihn zu einem der wertvollsten Sammlerfahrzeuge der Welt.

Der VW 412 stehend von hinten.
Platz 1: VW 412 Foto: VW Archiv

Der klare Sieger in Sachen Wertzuwachs heißt VW 412 und darf sich über eine satte Wertsteigerung von 76 Prozent freuen. Der VW 412 L, als letztes Modell der VW Typ-4-Reihe, bot ungewöhnlich viel Platz sowie Komfort für seine Zeit. Heute ist er bei Oldtimer-Fans begehrt, weil er selten ist, eine interessante Technik mitbringt und als eine der letzten Entwicklungsstufen der klassischen VW-Heckmotorära gilt.

Oldtimer als Anlageobjekt – das funktioniert bekanntlich nur in seltenen und vor allem hochpreisigen Fällen. Auf eine beständige Preisstabilität können Klassikerfans dennoch setzen, wie auch der VDA mit dem deutschen Oldtimer-Index (DOX) beweist. Seit 1999 untersucht der Verband der Automobilindustrie jährlich den Wert von 88 repräsentativen Modellen und stellt fest: 2023 stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent.

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Seit der ersten Messung im Jahr 1999 liegt der Zuwachs sogar bei 193 Prozent. Dennoch zeigt der Oldtimer-Index eine verlangsamte Entwicklung. So haben sich die ungünstigen Rahmenbedingungen – vor allem die hohe Inflationsrate im Jahr 2023 und das ausgebliebene Wirtschaftswachstum – zum Stichtag 1. Januar 2024 unterdurchschnittlich auf den Oldtimermarkt ausgewirkt. Der Wertzuwachs der Oldtimer lag erneut unterhalb der Inflationsrate (Hier geht es zu den Tipps für den Oldtimerkauf).
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Das Mercedes 300 SLR Uhlenhaut Coupé im Video:

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Video: Mercedes

Top-10 der Oldtimer mit dem größten Wertzuwachs

Allerdings konnte der VDA zehn Oldtimer herausfiltern, die bei einem Vergleich der Jahre 2023 und 2022 (der Betrachtungszeitraum wurde auf ein Jahr verkürzt, um mögliche Pandemiewirkungen auszuschließen) an Wert zugelegt haben und weit über der Inflationsrate liegen. Dabei handelt es sich bei den meisten Modellen um Alltagsfahrzeuge. Und ebenfalls interessant: In der Top-10 der Wertzuwächse finden sich gleich acht Fahrzeuge deutscher Hersteller.

Produkte für den Klassiker: 

Doch wo Gewinner sind, gibt es auch Verlierer: So verzeichnet der VDA keine Steigerungen beim Renault R4 (1972-74), dem BMW 635 CSI, dem Jaguar E-Type V12 S3 Cabrio und dem Ferrari 328 GTS. Der Mercedes-Benz 220 4TL (1951-1955) und der Alfa Romeo 2000GTV (1971-1977) fielen um ein Prozent, der Fiat 124 Sport Spider fiel um zwei Prozent. Und es geht noch weiter: Das Porsche 356 C 1600 Coupé fiel um drei Prozent, der Jaguar XJ6 4,2 um sechs Prozent und das Buick Rivera Coupé um acht Prozent.
In der Bildergalerie zeigen wir die Gewinner des Oldtimer-Index!