Felgenreiniger: Diese Marken zeigen im Test eine saubere Leistung
- Alle Felgenreiniger im Überblick
- Testsieger: Alu-Teufel-Spezial-Felgenreiniger von Tuga Chemie
- Sehr empfehlenswert: Dr. Wack PS 210 Felgenreiniger
- Sehr empfehlenswert: Sonax Felgen Beast
- Sehr empfehlenswert: TOBG Rim King Felgenreiniger
- Preis-Leistungs-Sieger: Liqui Moly Felgenreiniger Spezial
- Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus
- Nigrin Felgen-Reiniger EvoTec
- RS 1000 Felgenreiniger
- Meguiar's G9524EU Hot Rims Wheel & Tyre Felgenreiniger
- Urban Forest Premium Felgenreiniger
- EOSOL Felgenreiniger von Emil Otto
- So haben wir getestet
- Worauf muss ich bei der Lagerung und Verwendung von Felgenreiniger achten?
- So werden Felgen am schnellsten sauber
- Was sollte ich mit Felgenreiniger auf gar keinen Fall tun?
Die gute Nachricht vorweg: Mit handelsüblichem Straßenschmutz hatte keiner der elf Felgenreiniger in unserem Test ein echtes Problem. Schwieriger wird es da schon bei langzeitverschmutzten Alufelgen und ins Leichtmetall eingebranntem Bremsstaub. Wie das in der Praxis klappt? Die AUTO ZEITUNG hat elf Felgenreiniger gründlich getestet.
Alle Felgenreiniger im Überblick
Unsere Bewertung
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Vor- und Nachteile
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Bei unserem großen Felgenreiniger-Test haben wir nicht nur die Reinigunsleisung und Materialverträglichkeit geprüft, sondern auch auf Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit geachtet. Nicht alle Produkte sind frei von hautreizenden Chemikalien oder bieten das Maximum an Auslaufschutz. Und auch bei der Verständlichkeit der Bedienungsanleitung gibt es Unterschiede. Was die Reiniger gemeinsam haben? Keines der getesteten Produkte kommt in einer recycelten Flasche oder trägt ein Umweltsiegel. Immerhin bieten eingie Hersteller Nachfüllpacks an.
Testsieger: Alu-Teufel-Spezial-Felgenreiniger von Tuga Chemie
Am mühelosesten von allen elf Felgenreiniger in unserem Test absolvierte der Alu-Teufel-Spezial-Felgenreiniger den Reinigungsmarathon. Auch an der am stärksten verschmutzen Testfelge scheitert der Reiniger mit dem Siegel "Made in Germany" nicht, sondern ging aus allen drei Reinigungsdisziplinen jeweils mit dem besten Ergebnis aller von uns getesteten Reiniger hervor. Die Anleitung liefert alle Informationen, die man braucht, um direkt loszulegen. Darunter auch die Info, dass der Reiniger mit Reifendruck-Kontrollsystemen (RDKS) kompatibel ist (Reifendrucksensoren zum Nachrüsten im Vergleich), die seit 2014 bei Neuwagen EU-weit vorgeschrieben sind (so RDKS nachrüsten). Ist die Einwirkzeit verstrichen, verfärbt sich der Reiniger.
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Bei der Anwendung kam er ohne nennenswertes Nachwischen aus. Der Reiniger ist zudem komplett säurefrei, sprich: pH-neutral, was unser Test mit einem Teststreifen für den pH-Wert bestätigte. Der Alu-Teufel-Spezial Felgenreiniger, der nicht nur Alu schonend säubern kann, sondern auch an der Stahlfelge eine gute Figur macht (unsere Übersicht über Vor- und Nachteile von Alu- und Stahlfelgen), geht am Ende als strahlender Sieger aus unserem Felgenreiniger-Vergleichstest hervor. Er erzielte 91 von 100 maximal erreichbaren Punkten und erhält von uns dafür die Note "Sehr gut".
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Schnelle Einwirkzeit
Reinigungsleistung
Kompatibel mit Reifendruckkontrollsystemen
Unpraktischer Auslaufschutz
Sehr empfehlenswert: Dr. Wack PS 210 Felgenreiniger
Der PS 210 Felgenreiniger von Dr. Wack macht ebenfalls bei allen drei Testfelgen einen guten Reinigungs-Job. Zudem hat größte Anwendungsbandbreite aller Felgenreiniger in unserem Test. Ein Wirkindikator zeigt mittels Verfärbung des Schaums die Einwirkzeit an. Nach Herstellerangaben eignet er sich für lackierte wie eloxierte Alu- und Stahlfelgen, Chromfelgen und hochglanzpolierte Alufelgen. Mit Reifendruck-Kontrollsystemen ist er ebenfalls verträglich. Und auch auf fast jeder der Oberflächen für unseren Materialverträglichkeits-Test machte der PS 210 nach dem Abspülen eine gute Figur. Lediglich auf dem lackierten glatten Kunststoff unserer Teststoßstange hinterließ der Reiniger zunächst grellrote Verkrustungen. Diese Spuren ließen sich aber mit einfachem Abspülen problemlos und rückstandsfrei entfernen. Das Testergebnis: 80 von 100 möglichen Punkten – und das Siegel "Sehr empfehlenswert“ gibt es von uns obendrauf.
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Universell verwendbar
Reinigungsleistung
Kompatibel mit Reifendruckkontrollsystemen
Leichte Rückstände auf Plastik bei Fehlanwendung
Sehr empfehlenswert: Sonax Felgen Beast
Der Felgenreiniger mit dem Namen Sonax Felgen Beast zeigt ebenfalls eine gute Reinigungsleistung. Ist die optimale Einwirkzeit erreicht, wird dies hier ebenfalls per Wirkindikator angezeigt. Dann verfärbt sich die Flüssigkeit von Blau zu Rot. Eine echte Problemzone blieb, wie bei den meisten Reinigern in unserem Test, allerdings der innere Felgenkranz und der Bereich rund ums Ventil des Reifens (so werden Autoventile richtig gewechselt). Hier biss sich das Felgen-Beast im ersten Anlauf die Zähne aus. Mit etwas Nachwischen schaffte es der Sonax-Reiniger jedoch auch hier, vorzeigbare Resultate zu erzielen, sowohl bei Stahl-, als auch bei Alufelgen. Zugleich hat das Sonax Felgen Beast den Anspruch, "sanft zur Felge und zur Haut zu sein", was durch unseren pH-Test bestätigt wird. Reicht unterm Strich zu Platz drei in unserem Vergleichstest. Das Siegel "Sehr empfehlenswert" gibt es ebenfalls.
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Universell verwendbar
Materialschonend
Zuverlässiger Wirkindikator
Leichte Probleme im Ventilbereich
Ergebnisse der Top 3 (Tabelle)
Produkt (Punkte max.) | Alu-Teufel Spezial Felgenreiniger von Tuga | Dr. Wack PS 210 Felgenreiniger | Sonax Felgen Beast |
Funktionalität (50) | 47 | 42 | 41 |
Qualität (20) | 19 | 16 | 15 |
Sicherheit (20) | 19 | 17 | 17 |
Nachhaltigkeit (10) | 6 | 5 | 5 |
Gesamtpunkte (100) | 91 | 80 | 78 |
Bewertung | Sehr gut | Gut | Gut |
Prädikat | Testsieger | Sehr empfehlenswert | Sehr empfehlenswert |
Sehr empfehlenswert: TOBG Rim King Felgenreiniger
Der TOBG Rim King Felgenreiniger setzt auf Öko-Image, "Bio-Qualität" und die Kraft der Natur. In der Endabrechnung landet der Felgenreiniger Rim King knapp hinter dem Felgen Beast von Sonax. Die Reinigungsleistung kann sich im Vergleich mit der Konkurrenz aber durchaus sehen lassen. Positiv: Ein Nachfüllpack ist genauso Teil des Lieferumfangs wie eine professionelle Felgenbürste, die auch in Problemzonen wie dem verwinkelten Bereich rund ums Ventil der Alu-Testfelge richtig gute Arbeit macht.
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Nachfüllpack, Felgenbürste und Mikrofasertuch sind Teil des Lieferumfangs
Materialschonend
Kompatibel mit Reifendruckkontrollsystemen
Leichte Probleme im Ventilbereich
Preis-Leistungs-Sieger: Liqui Moly Felgenreiniger Spezial
Schon nach fünf Minuten war der Liqui Moly Felgenreiniger Spezial auf unserer von innen mit eingebrannten Bremsabrieb überzogenen Alufelge komplett violett und markierte damit das Erreichen der maximalen Reinigungsleistung. Ein gutes Zeichen, denn damit ist die unter Grenze der empfohlenen Einwirkzeit von fünf bis sechs Minuten erreicht. Beim Nachhelfen mit der Reinigungsbürste muss man schon relativ fest aufdrücken, um den Schmutz von der Felge lösen zu können. Dennoch macht der Reiniger insgesamt einen guten Job und gibt sich auch in allen anderen Disziplinen keine Blöße. Bei einem Liter-Preis von unter 15 Euro (Stand: Februar 2025) macht ihn das zum Preis-Leistungs-Sieger in unserem Vergleichstest.
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Attraktive Gebindegröße
zuverlässiger Wirkindikator
pH-neutral
Lange Einwirkzeit nötig
Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus
So extrem, wie es der Name vermuten lässt, geht der Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus gar nicht zu Werke. Die Zeit, bis der Wirkindikator sich verfärbt, um maximale Reinigungsleistung und die Bereitschaft zum Abgespültwerden durch den Hochdruckstrahler zu signalisieren, beläuft sich im Falle der am stärksten verschmutzten Alufelge auf rund acht Min. Und selbst da bedarf es noch einiges an Handarbeit, um die Felge restlos sauber zu bekommen. Gut sichtbar auf der Packung steht der Warnhinweis: "Nicht in die Augen kommen lassen. Enthält Natriummercaptoacetat." Laut unserem Test hat der Sonax Xtreme einen pH-Wert von 6,2, ist also leicht ätzend. Die weißlichen Schlieren, die der Reiniger nach bewusstem Überschreiten der Einwirkzeit auf dem Testblech hinterlässt, sind allerdings schnell mit einem Schwamm beseitigt. Was man über den recht präsenten Kirschgeruch, der der gereinigten Felge noch Stunden später anhaftet, nicht unbedingt sagen kann.
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Reinigungsleistung
Zuverlässiger Wirkindikator
Starker Eigengeruch
Hakelige Verschlusskappe
Recht lange Einwirkzeit
Ergebnisse der Plätze 4-6 (Tabelle)
Produkt (Punkte max.) | TOBG Rim King Felgenreiniger | Liqui Moly Felgenreiniger Spezial | Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus |
Funktionalität (50) | 32 | 33 | 31 |
Qualität (20) | 19 | 17 | 16 |
Sicherheit (20) | 17 | 17 | 14 |
Nachhaltigkeit (10) | 8 | 5 | 5 |
Gesamtpunkte (100) | 76 | 72 | 66 |
Bewertung | Gut | Befriedigend | Befriedigend |
Prädikat | Sehr empfehlenswert | Preis-Leistungssieger |
Nigrin Felgen-Reiniger EvoTec
Der Felgenreiniger EvoTec von Nigrin hat einen sehr starken Eigengeruch. Den Grund gibt der Hersteller in den FAQ zu seinem Produkt an: "Die Ursache hierfür liegt in dem recht markanten Eigengeruch eines zentralen Rohstoffes, der für die starke Reinigungsleistung notwendig ist. Wir arbeiten aber stetig daran, den Geruch so weit zu maskieren, dass er künftig nicht mehr wahrnehmbar ist." Da sind andere schon weiter. Ansonsten hinterlässt der Nigrin-Reiniger einen soliden Eindruck, ohne in einer speziellen Disziplin besonders zu glänzen. Reicht am Ende für Platz sieben und die Note "Befriedigend".
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Vielseitig verwendbar
Verständliche Anleitung
Starker Eigengeruch
RS 1000 Felgenreiniger
Die Produkt- und Anwendungshinweise auf der silbergrauen Verpackung des RS1000 Felgenreiniger sind so kleingeschrieben, dass sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Das gibt Punktabzug bei der Nutzerfreundlichkeit. Auch einen Wirkindikator, der durch Verfärbung des Reinigungsgels anzeigt, wenn die optimale Einwirkzeit erreicht ist, sucht man beim RS 1000 Felgenreiniger vergeblich. Bei den meisten anderen Produkten in unserem Test, nämlich sieben von elf, ist dies Standard und funktioniert in der Praxis auch gut. Unauffällig ist der RS 1000 ansonsten sowohl in Sachen Materialverträglichkeit als auch bei der Reinigungsleistung. Reicht am Ende gerade noch so zur Note "Befriedigend".
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Vielseitig verwendbar
Materialverträglichkeit
Anleitung kaum lesbar
Kein Wirkindikator
Meguiar's G9524EU Hot Rims Wheel & Tyre Felgenreiniger
"Made in the USA“, aber "mit Inhaltsstoffen, die in der ganzen Welt gewonnen wurden". So wirbt der Meguiar's G9524EU Hot Rims Wheel & Tyre Felgenreiniger für seine Dienste. Auch ansonsten gibt sich der Meguiar's Reiniger, der im 710-ml-Gebinde daherkommt, weltgewandt, aber wenig verbindlich: Eine konkrete Bedienungsanleitung oder Angaben zur empfohlen Einwirkzeit fehlen, genauso wie ein farbiger Wirkindikator. Dafür sind auf dem Etikett Warnhinweise in sieben Sprachen aufgedruckt. Nicht nur die Felge, auch den Reifen soll das US-Produkt in einem Aufwasch mitreinigen, wovon in unserem Test leider wenig zu sehen war. Auffällig waren ein recht strenger Geruch sowie eine schlechte Dosierbarkeit und Haftung aufgrund der sehr flüssigen Konsistenz des Reinigungsmittels. Folglich konnte der Meguiar's-Reinger auch nicht richtig einwirken, um richtig gut sauberzumachen. Alles in allem nicht sehr überzeugend. Gesamtnote: "Ausreichend".
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Materialverträglichkeit
Spärliche Anleitung
Kein Wirkindikator
Haftet nicht gut, weil sehr flüssig
Ergebnisse der Plätze 7-9 (Tabelle)
Produkt (Punkte max.) | Nigrin Felgen-Reiniger EvoTec | RS 1000 Felgenreiniger | Meguiar's G9524EU Hot Rims Wheel & Tyre Felgenreiniger |
Funktionalität (50) | 37 | 29 | 27 |
Qualität (20) | 15 | 18 | 18 |
Sicherheit (20) | 10 | 9 | 8 |
Nachhaltigkeit (10) | 3 | 5 | 5 |
Gesamtpunkte (100) | 65 | 61 | 58 |
Bewertung | Befriedigend | Befriedigend | Ausreichend |
Urban Forest Premium Felgenreiniger
Der Urban Forest Premium Felgenreiniger riecht ein wenig nach Fruchtkaugummi und hält aufgrund seiner Konsistenz auch ähnlich fest am Testobjekt. Leider löst er den Schmutz nicht wirklich gut mit, wenn er abgespült wird. Die Reinigungsleistung ist eher unterdurchschnittlich, die empfohlene Einwirkzeit mit zehn Minuten etwas zu lang und das Gesamtergebnis eher enttäuschend. Das gilt auch für die Tatsache, dass er als einer der wenigen Testprodukte in unserer Materialverträglichkeitsprüfung auf dem lackierten Kunststoff der Test-Stoßstange nach dem Eintrocknen eine rötliche Kruste hinterließ. Diese war nur mit etwas Mühe und Handarbeit wieder zu entfernen.
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Zuverlässiger Wirkindikator
Lange Einwirkzeit
Schlechte Reinigungsleistung
Starker Eigengeruch
Rückstände bei Fehlanwendung
EOSOL Felgenreiniger von Emil Otto
Auch wenn der Preis als solcher bei unseren Produkttests nicht in die Bewertung einfließt: Der gemessen an der Flaschengröße günstigste Reiniger ist zugleich auch der mit der schlechtesten Gesamtnote. Bemerkenswert am EOSOL Felgenreiniger von Emil Otto ist vor allem das, was er nicht hat: keine Bedienungsanleitung, keine Einwirkzeit-Empfehlung, keinen Wirkindikator, aber immerhin einen Sicherheitshinweis. Der ist allerdings so kleingedruckt, dass man ihn kaum lesen kann. Dazu kommt das Versprechen, zu "100 Prozent biologisch abbaubar" zu sein. Schutzhandschuhe werden empfohlen. Auch die giftgrüne Farbe der Reinigerflüssigkeit wirkt auf den ersten Blick wenig vertrauenerweckend. Lediglich die mit Straßenstaub präparierte Stahlfelge bekommt er im ersten Versuch halbwegs sauber. In allen anderen Disziplinen hilft auch kein Nachwischen. Eine reinigende Wirkung ist kaum erkennbar. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass – entgegen der Produktbeschreibung im Internet – der Lieferung an unsere Redaktion keine Sprühkappe beilag und der Reiniger von Hand mit einem Schwamm aufgetragen werden musste. Die Gründe hierfür kennen wir nicht. Was wir wissen, ist: Unterm Strich reicht die Performance nicht und der Felgenreiniger erhält die Note "Mangelhaft".
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Gute Kindersicherung
Keine Anleitung
Schlechte Reinigungsleistung
Wurde ohne Spühkopf ausgeliefert
Ergebnisse der Plätze 10 und 11 (Tabelle)
Modell (Punkte max.) | Urban Forest Premium Felgenreiniger | Emil Otto EOSOL Felgenreiniger |
Funktionalität (50) | 29 | 13 |
Qualität (20) | 15 | 17 |
Sicherheit (20) | 16 | 14 |
Nachhaltigkeit (10) | 0 | 5 |
Gesamtpunkte (100) | 50 | 49 |
Bewertung | Ausreichend | Mangelhaft |
So haben wir getestet
Mit drei von uns unterschiedlich eingeschmutzten Testfelgen verschiedener Bauarten ließen wir die elf Felgenreiniger in unserem Praxistest antreten: gegen angetrockneten Straßenschmutz – einer Mixtur aus Pflanzenerde, Wasser und Bordsteindreck sowie festgebackenen Bremsstaub. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Reinigungsleistung der Produkte, die zu rund einem Viertel in die Gesamtwertung von 100 maximal erreichbaren Punkten einfloss.
Um die Reinigungswirkung zu überprüfen, wurden die Testfelgen mithilfe einer Schablone zunächst von außen und dann von innen in zwölf Segmente eingeteilt, mit stabilem Klebeband markiert und nach einer Einwirkzeit von einheitlich sechs Minuten mit einem 180-bar-Hochdruckstrahler gründlich abgespült. Das Ergebnis wurde dann mit dem unbehandelten Segment verglichen, um auf dieser Basis verlässliche Aussagen über die Reinigungswirkung treffen zu können.
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Darüber hinaus spielte auch die Materialverträglichkeit eine große Rolle in unserem Felgenreiniger-Test. So wurde anhand einer ausgedienten Stoßstange geprüft, ob unschöne Schlieren oder gar dauerhafte Oberflächenschäden zu befürchten sind, wenn das Produkt auf lackierten Bauteilen landet.
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Schlüssigkeit und Bebilderung der Bedienungsanleitung, der Verschlussmechanismus sowie das Vorhandensein eines Wirkindikators, der durch Farbwechsel das Erreichen der optimalen Einwirkzeit signalisiert, sowie Umweltaspekte wie Nachfüllmöglichkeiten, um unnötigen Verpackungsmüll zu vermeiden, flossen ebenfalls in die Bepunktung ein.
Worauf muss ich bei der Lagerung und Verwendung von Felgenreiniger achten?
Das verrät einem meist schon ein Blick auf die Verpackung. Die dort aufgedruckten Warn- und Anwendungshinweise sollten unbedingt beachtet werden. Vor der ersten Anwendung empfiehlt es sich zudem, den Reiniger an einer unauffälligen Stelle am Auto auszuprobieren, um unliebsame Überraschungen wie Materialunverträglichkeiten zu vermeiden.
Wichtig: Felgenreiniger sind Chemikalien, die keinesfalls in die Hände von Kindern gehören und daher außerhalb ihrer Reichweite gelagert werden müssen. Leider hat sich eine Kindersicherung, wie man sie von Hustensaft und Co. kennt, bei Felgenreinigern bisher noch nicht durchgesetzt. Gerade mal eines von insgesamt elf Produkten in unserem Test verfügte über einen solchen Schutzmechanismus. Die meisten beschränken sich auf einen einfachen "On/Off"-Drehknopf am Ende des Reinigungskopfes, der in erster Linie als Auslaufschutz dient, wie man es vom Badreiniger für zu Hause kennt.
Überhaupt ist Vorsicht beim Umgang mit Felgenreinigern geboten: Auch wenn sich auf der Verpackung nicht immer ein entsprechender Hinweis findet, sind viele Produkte ätzend. Sie greifen Haut und Augen an, wenn sie mit ihnen in Kontakt kommen. Auch durch ungewollten Kontakt mit anderen Pflegeprodukten kann zu unvorhergesehenen chemischen Reaktionen führen. Daher sollte man beim Aufsprühen von Felgenreiniger unbedingt geeignete Chemikalien-Schutzhandschuhe wie die von OX-ON und eine Schutzbrille tragen.
So werden Felgen am schnellsten sauber
Für das bestmögliche Reinigungsergebnis sollte man die Hinweise zur Einwirkzeit des jeweiligen Produkts befolgen. Sollte das reine Aufsprühen des Mittels mal nicht ausreichen, ist es hilfreich, einen Autoschwamm oder, besser noch, eine spezielle Felgenreinigungsbürste zur Hand zu haben, um damit auch in Problemzonen wie dem Bereich um die Ventile manuell nachhelfen zu können. So lassen sich in aller Regel auch hartnäckiger Dreck oder Verkrustungen der Felge von Hand lösen, bevor sie abgespült wird. Auch mit einem speziellen Felgenreinigungshandschuh wie dem von Aurum hat unser Testteam im Zuge dieses Felgentests gute Erfahrungen gemacht.
Und wer die folgenden vier einfachen Tipps beherzigt, wird mit dem richtigen Reiniger gute Ergebnisse erzielen:
Zur Felgenpflege sollten nur säurefreie Mittel verwendet werden – denn Säure greift die schützende Lackschicht an und zerstört sie auf Dauer. Dasselbe gilt für Mittel mit extrem hohem pH-Wert: Alkalische Lösungen sollten nicht in Kontakt mit der Felge kommen, genauso wenig wie Kratzschwämme und scharfe Gegenstände. Gefährlich: Scharfe Reiniger können beim Kontakt mit Bremsscheiben und Bremsschläuche Schäden anrichten.
Immer nur speziellen Felgenreiniger, keine Allround-Pflegeprodukte oder Autoshampoo (hier unsere Tipps für die Schaumwäsche des Autos) verwenden. Felgenschmutz besteht aus Bremsbelags-Abrieb und Straßenstaub – und beides ist sehr hartnäckig. Im Vergleich zu den Spezialmitteln sind Autoshampoos für diese Art von Schmutz eher ungeeignet. Am effektivsten rücken spezieller Felgenreiniger den Verschmutzungen zu Leibe, die Felgen selbst werden geschont. Die maximale Einwirkzeit, die dem Etikett zu entnehmen ist, sollte dabei immer berücksichtigt werden. Bremsen immer vorher abkühlen lassen!
Die richtige Reihenfolge beachten: Die Felgen der Vorderräder weisen aufgrund des Bremsabriebs in der Regel stärkere Verschmutzungen auf, daher am besten immer vorbehandeln und "einweichen". Sofern nötig, sollte der Reinigungsvorgang wiederholt werden. Bei starken Verunreinigungen sollte man eine Felgenbürste verwenden.
Felgen unbedingt regelmäßig reinigen. Da sich Felgen beim Fahren und Bremsen erhitzen, brennt sich der Bremsbelags-Abrieb sonst allmählich ein und lässt sich dann nur noch sehr schwierig beseitigen.
Was sollte ich mit Felgenreiniger auf gar keinen Fall tun?
Aus Sicherheitsgründen sollte man Felgenreiniger auf gar keinen Fall auf heiße Autoteile wie Bremsen sprühen. Auch Rauchen und offenes Feuer sind beim Hantieren mit Felgenreiniger tabu. Hier besteht Brand- und Explosionsgefahr! Für das Reinigen der Felgen gilt dasselbe wie für das Autowaschen an sich: Auf offener Straße ist es aus Umweltschutzgründen verboten. Auch auf dem eigenen Privatgrundstück ist das Reinigen des Fahrzeugs und damit auch der Räder und Felgen in vielen Gemeinden verboten (hier Infos zur Autowäsche auf Privatgrund). Besser eignet sich hierfür ohnehin eine Waschstraße mit Handvorwäsche oder der SB-Waschplatz. Hier ist auch der zum Abspülen des Reinigers in der Regel benötigte Hochdruckreiniger direkt zur Hand (die besten Hochdruckreiniger für die Autopflege in unserem Vergleich).
Doch aufgepasst! Auf manchen SB-Waschplätzen ist das Mitbringen von eigenen Pflegeprodukten verboten und wird mit einem Platzverweis geahndet. Daher sollte man bei Einfahrt auf den Waschplatz unbedingt den Aushang studieren und sich an die dort aufgeführten Nutzungsbedingungen halten. Wer diese einfachen Tipps beherzigt und sich für das richtige Produkt entscheidet, dürfte am Ende des Waschtags allen Grund haben, mit seinen frisch geputzten Felgen um die Wette zu strahlen.