BMW 3er F30/F31: Kaufberatung

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3er-BMW (F30)
Kaufberatung: 3er-BMW (F30)

Im Februar 2012 erblickte die sechste Generation des 3er-BMW mit dem F30 die Straßen der Welt. In unserer Kaufberatung erfahren Sie alles, was Sie über den Mittelklassen-BMW wissen müssen.

3er-BMW (F30)
Kaufberatung: 3er-BMW (F30)

Erstmals in seiner Geschichte ist der 3er-BMW ab Werk in drei Ausstattungen erhältlich: Sport Line, Modern Line und Luxury Line.

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Seit Marktstart im Februar wurden bereits 110.000 Exemplare verkauft.

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Motoren stehen bei BMW bereits im Markennamen in der Mitte. der F30 hat hier Neues zu bieten.

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Sechszylinder-Triebwerke kommen nur in den Spitzenmodellen zum Einsatz. Außer 335i und 330d (hier im Bild) werden alle Versionen von Vierzylinder-Turbos angetrieben.

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Der Reihen-Sechszylinder im Diesel-Spitzenmodell 330d leistet 258 PS. Der Grundpreis für den 330d Touring beträgt 46.150 Euro. Nur der Active Hybrid 3 ist diesbezüglich mit 52.300 Euro noch teurer.

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4-Zylinder-Benziner: 136 bis 245 PS stark sind die Turbovierzylinder in 316i, 320i (im Bild), 320i Efficient Dynamics Edition und 328i.

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Das Einsteigermodell 316i ist bereits ab 28.500 Euro zu haben. Dafür gibt gibt das Aggregat mit 136 PS die zweitkleinste Leistung her. Nur der 316d hat mit 116 PS noch weniger zu bieten (30.600 Euro).

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Wer beim 3er-Modell der neuen Generation nicht auf den geräumigen Kombi verzichten will, wird am wenigsten Geld los bei den Varianten 320i Touring ( ab 34.850 Euro) und 316d Touring ( 32.350 Euro).

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Topmotorisierung: 306 PS stark ist der Sechszylinder des 335i und des active Hybrid 3.

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306 Benziner-PS und die 55 PS des Elektrosynchronmotors ergeben bei Letzterem eine Systemleistung von 340 PS, mehr als genug für souveränes Gleiten in der Stadt und auf der Autobahn.

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Bereits bei der E30-Baureihe in den 80ern gab es Allradversionen. Diese Tradition setzt der F30 fort. Vorerst nur als Limousine und mit drei Motorversionen ist er mit dem komplexen xDrive-Allradsystem lieferbar: 320i xDrive ab 35.600 Euro, 335i xDrive ab 46.100 Euro, mit Dieselantrieb als 320d xDrive für 37.850 Euro. Weitere Versionen werden vermutlich folgen.

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Das Multifunktionslenkrad kostet nur bei den Basismodellen 180 Euro Aufpreis, die Klimaautomatik gibt es für 650 Euro, der Fahrerlebnisschalter ist immer mit an Bord.

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Sicht-Paket: Xenon-Licht und adaptives Kurvenlicht sind die wichtigsten Zutaten des 1790 teuren Pakets.

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Die Räder: Im umfangreichen Räderprogramm wird vermutlich jeder 3er-Interessent Passendes finden. Jede der vier Ausstattungslinien hat je zwei eigene Designs, bei BMW Individual und für den Active Hybrid 3 gibt es ebenfalls eigene Räder, die Basismodelle kommen mit 16-Zoll-Stahlrädern.

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Drei Getriebeversionen sind bei der 3er-Baureihe verfügbar, der Fahrerlebnisschalter ergänzt die Schalteinheit.

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6-Gang-Schalter: Bis auf den 330d und den Active Hybrid 3 kommen alle Dreier als Schalter.

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Achtstufen-Automatik: Die sanft und schnell schaltende Wandlerautomatik kostet 2260 Euro Aufpreis.

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Sport-Automatik: Noch schneller wechselt die Sport-Automatik für 2430 Euro die Gänge.

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Neben den drei Ausstattungslinien Modern Line, Sport Line und Luxury Line gibt es als Zusatz-Option das M-Sportpaket und die BMW Individual-Linie sowie die recht reichhaltige Basisausstattung.

Unsere Kaufberatung zur neuen BMW-3er-Reihe (F30/F31), die zur großen Modellfamilie gewachsen ist. Ein ausführlicher Wegweiser durch die Preislisten.

Ein paar simple Zahlen zeigen, dass der 3er nicht einfach nur ein BMW ist, die Mittelklasse-Baureihe bildet so etwas wie das Herz der Marke. Beispiel gefällig? Seit dem Debüt des ersten 3ers 1975 produzierte BMW mehr als zwölf Millionen Exemplare. Womit die kompakte BMW-Limousine zu den erfolgreichsten Premiumautos der Welt gehört. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, als die komplett neue Baureihe F30 vor Jahresfrist präsentiert wurde. Schließlich hat die mittlere 3er-BMW-Baureihe nicht nurunzählige Fans rund um den Globus, der Verkaufserfolg ist für den bayrischen Hersteller fast überlebenswichtig. Einige Bedenken gab es zudem, denn die neue Baureihe teilt sich mit dem kleineren 1er F20 viele Komponenten. Und mit dem Aus für die Reihensechszylinder (außer 330d und 335i) schienen die Entwickler ein Tabu gebrochen zu haben. Dennoch geht der F30 gut, seit Marktstart im Februar wurden weltweit rund 110.000 Exemplare des 3er-BMWs verkauft.

Beim 3er ist Vierzylinder statt Sechszylinder kein Nachteil

Niemand muss um die Sechszylinder weinen, denn die Vierzylinder-Turbobenziner, welche die Sechstöpfer bis einschließlich 328i ersetzen, überzeugen durch satte Kraftentfaltung, gute Laufkultur und niedrigen Verbrauch. So ist es kein Fehler, sich beim 3er-BMW für den Basis-Benziner 316i zu entscheiden. Ab September 2012 kommt der Einstiegsbenziner übrigens mit dem 1,6-Liter aus der 1er-Baureihe. Der bietet mit 136 PS zwar nicht gerade überschäumendes Temperament, doch ist er mit einer Spitze von 210 und einer Beschleunigung von null auf 100 km/h in 8,9 Sekunden mehr als ausreichend schnell unterwegs. Nur 5,8 Liter Super verbraucht er dabei nach EU-Norm und ist mit 28.500 Euro satte 4600 Euro billiger als der BMW 320i mit 184 PS. Der ist zwar deutlich fixer und souveräner unterwegs als der 316i und verbraucht kaum mehr, doch die gefühlte Differenz ist weit geringer, als es Preisschild und Stoppuhr glauben lassen. Ebenfalls 320i heißt der EfficientDynamics-Edition mit Benzinmotor, dabei verfügt er nur über 1,6 Liter Hubraum. Er ist genau so teuer wie der normale 320i, hat aber 14 PS weniger und verbraucht nach Norm nur 5,3 Liter Super. Der 328i wiederum wird ebenfalls vom Zweiliter-Turbo angetrieben, hier mit 245 PS, und ist ab 37.400 Euro schon deutlich kostspieliger als die schwächeren Zweiliter-Varianten. Selbst für die unverbesserlichen Sechszylinder-Freunde gibt es noch eine 3er-Option: den 335i mit 306 PS, ab 43.600 Euro. Er ist für 2500 Euro Aufpreis auch als xDrive mit permanentem Allradantrieb lieferbar, ebenso übrigens wie der 320i und der 328i.

Auch Dieselkunden werden im Motorensegment des 3er-BMWs natürlich gut bedient. Für sie beginnt das Angebot mit dem 316d mit 116 PS für 30.600 Euro und dem 2000 Euro teureren 318d mit 143 PS. Die goldene Mitte des Angebots bildet auch hier der 320d – 184 PS stark und als einziger Diesel auch als xDrive mit Allradantrieb lieferbar. Den EfficientDynamics-Edition mit 163 PS gibt es, wie auch den 320d, ab 35.350 Euro. Ein Sechszylinder-Diesel ist ebenfalls zu haben: 330d mit 258 PS, er kostet ab 44.400 Euro. Etwas eingeschränkter ist das Angebot beim Touring. Wer 3er-Kombi fahren will, kann zwischen den Benzinern 320i und 328i sowie den Dieselantrieben 316d, 318d, 320d und 330d wählen. Allrad-Touring-Modelle gibt es vorerst nicht. Der Aufpreis für den Touring beträgt übrigens 1750 Euro. Der 3er-Kombi ist zwar – ganz wie seine Vorgänger auch – kein Raumwunder, doch mit seiner Variabilität und der guten Nutzbarkeit des maximal 1500 Liter fassenden Laderaums ein sehr praktischer Kombinationskraftwagen. Überhaupt ist die Überschaubarkeit der Preisliste ein Vorteil des BMW. Fast alle Extras sind für alle Motorisierungen zu haben. So bietet BMW die sehr empfehlenswerte  Achstufen-Automatik von ZF für alle 3er-Motorisierungen (2260 Euro) an – außer für den 330d und den Active Hybrid 3, die bereits serienmäßig mit Automatik kommen. Auch die meisten anderen Extras sind für alle Motorisierungen verfügbar, mit einigen Ausnahmen, die aber die wenigsten Kunden stören dürften. Das Sportfahrwerk (straffer, tiefer, 390 Euro) ist beispielsweise nicht für die xDrive-Modelle bestellbar – verständlich und verschmerzbar.

BMW 3er Facelift: Neue Motoren, beständiges Design

Ohnehin ist die Serienausstattung des 3ers der neuen Modellfamilie F30 so umfangreich, dass nicht mehr viele Sonderwünsche nötig sind, um einen gut ausgestatteten, wohnlichen Wagen zu erhalten. Der große Monitor und die iDrive-Bedienung etwa sind immer mit an Bord, ebenso Annehmlichkeiten wie schlüsselloser Motorstart inklusive Fernbedienung für die Heckklappe und vier elektrische Fensterheber. Ob man dafür wirklich die drei neuen Ausstattungslinien Modern Line, Sport Line und Luxury Line (je 1900 Euro) benötigt, sei dahingestellt. Sie bieten größere Räder, was im Fall der Basismodelle, die serienmäßig mit 16-Zoll-Stahlrädern ausgerüstet sind, schon eine lohnende Investition sein kann. Die meisten weiteren Zutaten machen das Interieur wohnlicher und kommoder, sei es mit Sportsitzen, Sportlenkrädern, anderen Bezügen, unterschiedlich kolorierten Zierleisten und ähnlichem mehr. Schriftzüge, andere Nieren und Auspuffendrohre vervollständigen die Ausstattungspakete für die 3er-Modellfamulie. Teurer und umfangreicher ist das M-Sportpaket für 4300 Euro. Es beinhaltet unter anderem größere Räder, Sportfahrwerk, Aluminiumdekor im Innenraum, Sportsitze und -lenkrad, Alcantara-Sitzbezüge, dunklen Dachhimmel und für weitere 700 Euro die M Sportbremse. Wie alle anderen Pakete ist es für alle Motoren erhältlich – vom 316d bis 335i.

Das gilt natürlich auch für alle anderen empfehlenswerten Pakete, sei es das 990 Euro teure 3er-Fahrkomfort-Paket mit Geschwindigkeitsregelung samt Bremsfunktion sowie Freisprecheinrichtung mit USB-Schnittstelle und der Servolenkung Servotronic. Oder das Parkassistenzpaket für 1490 Euro, das neben Rückfahrkamera und Parkabstandswarnern den selbst lenkenden Parkassistenten enthält. Sinnvoll ist zudem das Sichtpaket (1790 Euro): Es bietet nicht nur die sehr guten Bi-Xenon-Scheinwerfer, sondern zusätzlich auch adaptives Kurvenlicht, Fernlichtassistenten, einen automatisch abblendenden Innenspiegel sowie Licht- und Regensensor. Damit dürfte ein 3er schon ziemlich komplett sein, das adaptive Fahrwerk für 1100 Euro kann noch dazukommen. Fehlt noch die Multimedia-Ausstattung. Zum Muss gehört bei Business-Autos ein integriertes Navigationssystem der Spitzenklasse, beim 3er-BMW wahlweise das Business-Navi für 1590 Euro oder das Professional für 2390 Euro. Nebenbei bemerkt: In den Touring-Modellen arbeitet bereits die neueste Version des Professional-Navis, die Limousinen werden erst nach und nach damit ausgerüstet.

5er GT/3er GT: BMW testet neue Erlkönige

Komplett wird die Multimedia-Ausstattung des 3ers mit Connected Drive. Für 890 Euro (nur mit Navi) beinhaltet die Telefonvorbereitung über eine integrierte SIM-Karte diverse Telematik- und Onlinedienste, von denen die Echtzeit-Verkehrsinfo RTTI und die Notruffunktion keinesfalls die unwichtigsten sind. Bleibt noch die Frage nach Farbe und Innenausstattung des 3er-BMWs. Alpinweiss und Schwarz sind die aufpreisfreien Uni-Farbtöne, alles andere geht nur gegen Aufpreis. Einfache Metallictöne sind für 840 Euro zu haben, wobei Melbournerot (siehe Foto erste Seite) und Estorilblau besonders gut zum F30 zu passen scheinen. Der Phantasie im Interieur des 3ers sind dagegen kaum Grenzen gesetzt, Stoff in Anthrazit und Leder Dakota Schwarz mit entsprechend zurückhaltenden Interieurleisten scheinen dennoch zu den sinnvolleren Kombinationen zu gehören. Nicht verzichten sollte man zudem auf die 630 Euro teuren Sportsitze und die elektrisch einstellbare Lordosenstütze für weitere 310 Euro.

Unser Fazit

Auf die Frage nach dem idealen 3er gibt es beinahe so viele antworten wie Modellversionen in der Preisliste. dennoch zeigen sich nach intensiver Beschäftigung mit dem F30 drei Favoriten: der 320d Efficientdynamics-Edition ist mit seinem starken und laufruhigen sowie extrem sparsamen Zweiliter-Diesel ein Technikwunderwerk der Extraklasse. Fünf Liter Diesel im Schnitt und mit 200 km/h über die Bahn müssen kein Widerspruch sein. Am anderen Ende der Skala steht der 335i, der 3er für den Auto-Feinschmecker, der das sahnige Hochdrehen des Sechszylinders mehr schätzt als niedrige Normverbräuche. Schön auch, dass es das Topmodell noch mit Schaltgetriebe gibt. allen anderen 3er ist die Achtstufen-Automatik zu empfehlen. und zuletzt als Überraschungskandidat: der Basis-Benziner 316i mit 136 PS. Auch das geht – überraschend gut und sehr preiswert.

Heinrich Lingner