Stars & Cars: Das waren die Autos von Elvis Presley

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Stars & Cars: Elvis Presley
Stars & Cars: Elvis Presley Foto: AUTO ZEITUNG Archiv

Als Rennfahrer machte Elvis nur in Spielfilmen eine wirklich gute Figur.

Cadillac Fleetwood Series 60 in Elvis-Ausstellung
Cadillac Fleetwood Series 60 Foto: AUTO ZEITUNG Archiv

Pink, Chrom im Überfluss und ausladende Formen: das gefiel Elvis an seinen Karossen. Nachdem sein erster Cadillac in Flammen aufgegangen war, folgte ein 1955er Fleetwood Series 60.

Messerschmitt KR 200 Frontansicht
Messerschmitt KR 200 Foto: AUTO ZEITUNG Archiv

Der King konnte aber auch anders und besaß mindestens ein Jahr lang zwischen 1956 und 1957 einen für ihn modifizierten Messerschmitt KR 200.

Mercedes 300 SL Roadster Seitenansicht mit Elvis
Mercedes 300 SL Roadster Foto: AUTO ZEITUNG Archiv

Wie viele andere Prominente gönnte sich auch Elvis einen Mercedes 300 SL Roadster.

BMW 507 Frontansicht mit Elvis
BMW 507 Foto: AUTO ZEITUNG Archiv

Miss Hessen überreichte dem King 1958 die Schlüssel für den neuen BMW 507.

Mercedes 600 Frontansicht
Mercedes 600 Foto: AUTO ZEITUNG Archiv

Der Mercedes 600 rollte 1960 in den Fuhrpark und wurde von Elvis sehr geschätzt.

Stutz Blackhawk Frontansicht
Stutz Blackhawk Foto: AUTO ZEITUNG Archiv

Elvis war Stammkunde bei der wiederbelebten Luxusmarke Stutz. Sein erster Blackhawk wurde bei einem Unfall schwer beschädigt.

De Tomaso Pantera
De Tomaso Pantera Foto: AUTO ZEITUNG Archiv

Weil der amerikanische V8 des italienischen Coupés nicht anspringen wollte, schoss Elvis auf den Wagen.

Cadillac Seville Frontansicht
Cadillac Seville Foto: AUTO ZEITUNG Archiv

Als letztes Auto kaufte Elvis 1977 einen Cadillac Seville.

Für Elvis Presley zählte allein die Optik. Wenn ihm ein Auto gefiel, musste er es besitzen. Immer wieder wählte der King of Rock'n'Roll pink lackierte Cadillac. Aber auch Exoten standen in seiner Garage.

Der King of Rock'n'Roll war eine treue Seele und ein guter Patriot. Bei seinen Automobilen schätzte Elvis Presley vor allem drei Eigenschaften: erstens amerikanisch, zweitens Cadillac und drittens pink. Der rosa lackierte Cadillac war die Konstante in seiner automobilen Leidenschaft, seitdem er sich 1955 seinen ersten (gebrauchten) Cadillac gegönnt hatte: "Mein erstes Auto war das schönste Auto, das ich je gesehen habe. Es war gebraucht, und nachdem ich es vor unserem Hotel geparkt hatte, blieb ich die ganze Nacht auf und bewunderte es. Am nächsten Tag brannte es dann leider aus." Was für Elvis zählte, war vor allem die äußere Form, die Technik war zweitrangig. "Wenn ihm ein Wagen gefiel, musste er ihn unbedingt und sofort haben, und wenn der Laden geschlossen war, holten wir den Händler schon mal aus dem Bett", erinnerte sich seine rechte Hand Joe Esposito.
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Elvis Presley schätzte nicht nur Cadillac

Legendär war auch seine Großzügigkeit. Als er während eines Verkaufsgesprächs beobachtete, wie eine alte Frau ein gelbes Cadillac Coupé de Ville auf dem Hof des Händlers bewunderte, ließ er sich die Schlüssel geben und schenkte ihr den Wagen. "Er liebte es einfach, Leuten etwas zu schenken, was sie sich nicht leisten konnten", so Esposito, der unter anderem auch die Schecks für die Autos ausstellte. Und dann war da noch der Chauffeur, dem Elvis als Trinkgeld eine Limousine schenkte oder der Discjockey in Denver, dem er einen Cadillac Seville vor das Studio stellen ließ. Den MG A, den er nach den Filmaufnahmen für "Blue Hawaii" kaufte, schenkte er später seiner Sekretärin.

Cadillac und Elvis waren eine Traumpaarung. Mindestens 30 der US-Luxusliner, die genaue Zahl ist unbekannt, gehörten zum Fuhrpark des King of Rock’n’Roll. Nachdem sein erster Cadillac in Flammen aufgegangen war, folgte ein 1955er Fleetwood Series 60, den er von einem Nachbarn neu lackieren ließ. Der mischte den neuen Farbton "Elvis Rose". Den Wagen schenkte er seiner Mutter, die allerdings keinen Führerschein besaß, sodass Elvis und seine Band die Limousine nutzten.

Exoten im Fuhrpark des Kings

Der King konnte aber auch anders und besaß mindestens ein Jahr lang zwischen 1956 und 1957 einen für ihn modifizierten Messerschmitt KR 200. Irgendwann wurde ihm das Vehikel wohl doch zu klein, und deshalb tauschte er es kurzentschlossen bei seinem Herrenausstatter Lansky in Memphis gegen zweieinhalb Stunden kostenlosen Einkauf ein. Der Geschäftsmann mochte den kleinen Wagen – "Er ist wie ein Flugzeug, nur ohne Flügel!". Noch heute steht der wahrscheinlich wertvollste Messerschmitt aller Zeiten in der Garage der Familie Lansky.

Der Messerschmitt blieb nicht das einzige deutsche Automobil. Während seiner Militärzeit in Deutschland ging GI Presley zuerst in einem VW Käfer auf Tour, den er dann aber seinem Karatelehrer schenkte, um einen BMW 507 zu übernehmen, den ursprünglich Hans Stuck Senior gelenkt hatte. Dass er den Wagen nicht gekauft, sondern geleast hatte, wurde ihm mangels ausreichender Deutschkenntnisse erst später klar. Den Schlüssel für einen weiteren (nun tatsächlich gekauften) 507 überreichte ihm dann später am 20. Dezember 1958 die damalige Miss Hessen Uschi Siebert.

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Bei Mercedes wurde "Elvis the Pelvis" ebenfalls fündig und sicherte sich einen 300 SL Roadster. Später ließ er sich zwar auch gerne in einem Mercedes 600 chauffieren, doch zeitlebens bevorzugte er amerikanische Modelle. Elvis war der erste Stutz-Kunde in den USA und ließ sich im Gegensatz zu Frank Sinatra in die Werbung für die wiederbelebte Luxusmarke einspannen. Sein erster Stutz Blackhawk wurde bei einem Unfall schwer beschädigt und verschwand in der Garage, um erst wesentlich später restauriert zu werden. Offensichtlich gefiel Elvis das Protzdesign mit Gold und Pelz im Innenraum, und er orderte noch drei weitere Stutz.

Trotz seiner Vorliebe für Cadillac gelten die Stutz als Presleys Favoriten der 1970er-Jahre. Eines der letzten Fotos des King of Rock'n'Roll zeigt ihn an seinem Todestag 16. August 1977, wie er in seinem Stutz von einem nächtlichen Besuch bei seinem Zahnarzt auf sein Anwesen Graceland zurückkehrt. Neben Autos "Made in USA" hatten auch Exoten eine Chance bei Elvis. So kaufte er 1974 einen 71er De Tomaso Pantera als Geschenk für seine Freundin Linda Thompson. Als der Wagen einmal in Memphis nicht ansprang, ließ Elvis ihn nach Graceland schleppen, wo er wutentbrannt seinen Revolver holte und auf den italienischen Sportler schoss, der, so Augenzeugen, daraufhin ansprang.
Von Walther Wuttke