VW Käfer von Memminger: Der 300.000-Euro-Krabbler

Bei der Firma Memminger entstehen die wohl feinsten VW Käfer der Welt. Nicht selten überschreiten die exklusiven Umbauten die 300.000-Euro-Marke. So viel Luxus bekommt man zum Preis eines Lamborghini Diablo!

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Der VW Käfer von Memminger stehend von schräg vorne.
VW Käfer von Memminger Foto: Classicdriver/Cartech

Mehr als 300.000 Euro kann ein VW-Käfer-Umbau der Firma Memminger verschlingen. Dafür tut sich vor allem unter dem Blech einiges.

Der VW Käfer von Memminger stehend von schräg hinten.
VW Käfer von Memminger Foto: Classicdriver/Cartech

Der bis auf den Plattformrahmen auseinandergebaute Wolfsburger wird nach Kundenwunsch mit allerlei modernen Features versehen.

Der VW Käfer von Memminger stehend seitlich.
VW Käfer von Memminger Foto: Classicdriver/Cartech

In diesem Fall fiel die Entscheidung offenbar unter anderem auf Fuchs-Felgen aus dem Porsche-Regal.

Das Cockpit des VW Käfer von Memminger.
VW Käfer von Memminger Foto: Classicdriver/Cartech

Im Innenraum dominiert beiges Leder und ein Kohlefaser-Armaturenbrett, das in Verbindung mit dem Holzlenkrad eine – sagen wir –
 ungewöhnliche Optik erzeugt.

Der Motor des VW Käfer von Memminger.
VW Käfer von Memminger Foto: Classicdriver/Cartech

Der Vierzylinder-Boxer basiert auf dem VW-Typ-4-Motor und holt 180 PS (133 kW) aus 2,7 l Hubraum.

Verstärkungen & Typ-4-Motor: Das ist der Memminger-Käfer

Er ist der Skarabäus unter den VW Käfern: Das schmucke 1303 Cabriolet auf dieser Seite wird zwar derzeit von der schweizerischen Firma Cartech über das Portal Classicdriver angeboten, doch erschaffen hat es Memminger aus dem bayrischen Reichertshofen nahe der Audi-Hauptstadt Ingolstadt. Der Familienbetrieb spezialisiert sich seit den späten 90ern auf die Veredelung des Wolfsburger Millionensellers mit Boxermotor. Was man alles aus dem Käfer rausholen beziehungsweise einbauen kann, beweist dieses tansanitblaue Exemplar.

Produkte für den Klassiker:

In die Türen des von Grund auf neu zusammengebauten 1303 Cabriolets hat Memminger einen Seitenaufprallschutz integriert, an unzähligen weiteren Stellen den Käfer ebenfalls verstärkt. Um das zusätzliche Gewicht auszugleichen, kommen GfK-Kotflügel zum Einsatz. In die Windschutzscheibe hat die Firma aus Bayern die Antenne integriert. Richtig spannend wird es, wenn man die Motorhaube im Heck öffnet. Anstelle des altbewährten 50-PS-Boxers (37 kW) mit 1,6 l Hubraum kommt in diesem Fall der Flachboxer aus dem lange ungeliebten VW Typ 4 zum Einsatz. Nur eben nicht mit maximal 85 PS (63 kW) und 1,8 l, sondern auf 2,7 l aufgebohrt und mit für Käfer-Verhältnisse sensationellen 180 PS (132 kW).
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Der VW ID.Buzz GTX (2024) im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Dank 180 PS in 6,5 s auf Tempo 100

Einspritzung, Trockensumpfschmierung, 5-Gang-Porsche-Getriebe und Edelstahlauspuff – was klingt wie Rennsport der frühen 70er, befeuert dieses harmlos dreinschauende VW Käfer Cabriolet. Auch ein KW-Gewindefahrwerk und Scheibenbremsen rundum bringt der kugelige Volkswagen mit. Allerdings auch keine große Überraschung bei einer 0-auf-100-Beschleunigung von unter 6,5 s und einem Topspeed jenseits der 200 Sachen. Die Person am Steuer wird dabei von einem Recaro-Sitz samt Dreipunkt-Gurt in der Kurve gehalten. Das beige Leder spannt sich nahezu über den gesamten Innenraum und ist sogar am Dachhimmel des Verdecks wiederzufinden.

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Als Geschmackssache darf hierbei das Kohlefaser-Armaturenbrett gelten, insbesondere in Kombination mit dem Holzlenkrad. Aber das gilt eigentlich für das gesamte Auto, denn mit dem altbekannten und millionenfach gebauten VW Käfer hat die Schöpfung von Memminger im Grunde nur noch die traditionelle Optik gemein. Wer aber das maximal Machbare aus dem VW Käfer samt Webasto-Standheizung herauskitzeln möchte, ohne dessen brummigen Boxer-Charme ganz auf der Strecke zu lassen, kommt an den Käfer-Sanierer:innen aus Bayern nicht vorbei. Was den Preis angeht, hüllt man sich in Reichertshofen gerne in Schweigen. Das von Cartech angebotene Exemplar soll 170.000 Euro kosten, der Memminger-Umbau verschlang laut Händler seinerzeit umgerechnet sogar 300.000 Euro.