Wohnmobil-Vorstellung

Ventje T7 Camper: Preis & Grundriss des neuen Ventje-VW-Bus

Der Ventje T7 will einen fehlerfreien Spagat zwischen Campingbus und voll alltagstauglichem Familienauto mit sieben Sitzen hinlegen. Ob das klappt? Hier alle Infos zum neuen Camper-Konzept auf VW-Bus-Basis.

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Das teilweise computeranimierte Bild zeigt den Ventje T7 Camper von schräg vorne, vor dem zwei Personen an einem Campingtisch sitzen.
Hier noch eine Konzeptvisualisierung, doch ab Ende Juni 2026 Serienrealität: Der niederländische Bulli-Ausbau-Spezialist Ventje hat sich den VW T7 vorgeknöpft. Ventje will den Camper mit sieben Sitzen und in zwei Längen ab 95.000 Euro anbieten. Foto: Ventje
Die Außenaufnahme zeigt einen Ventje-Camper (T6) mit aufgestelltem Aufstelldach von schräg hinten.
Auch das unter anderem vom T6 (hier im Bild) bekannte Aufstelldachkonzept findet sich im neuesten Ventje-Camper wieder. Das kommt der Stehhöhe zugute. Außerdem finden unterm Dach zwei weitere Campingfans Platz zum Schlafen. Foto: Ventje
Die Innenaufnahme zeigt beispielhaft den Wohnraum eines Ventje-Campers.
Der Innenraum soll die aus anderen Ventje-Modellen bekannte Mischung aus Nutzwert und Wohnlichkeit bieten. Foto: Ventje
Die Innenaufnahme zeigt beispielhaft den Wohnraum eines Ventje-Campers.
Innen kommen im „Campingmodus“ modulare Möbelboxen zum Einsatz. Eine klassische Sitzgruppe gibt es allerdings nicht. Der Hersteller selbst spricht von einem „Lounge-Konzept“. Foto: Ventje
Das von innen nach außen aufgenommene Foto zeigt das Küchenmodul im Heck eines Ventje-Campers.
Die Küche wird, ähnlich wie beim eVentje auf Basis des VW ID. Buzz, als Heckmodul realisiert. Foto: Ventje
Das von außen aufgenommene Foto zeigt das Küchenmodul im Heck eines Ventje-Campers und zwei Personen.
Dieses Küchenkonzept soll dafür sorgen, dass sich nicht nur von innen, sondern auch unter der Heckklappe kochen lässt. Foto: Ventje
Die Außenaufnahme zeigt eine Person, die im Begriff ist, das Tuch vom Ventje T7 zu ziehen.
Weitere Einzelheiten zu Küche, Bad und Co. sind für Ende Juni 2026 zu erwarten, wenn Ventje in der Nähe von Hannover den neuen Camper auf T7-Basis offiziell enthüllt. Foto: Ventje

Preis: Ventje T7 Camper ab ca. 95.000 Euro

Bisher sind Campervans auf Basis des VW T7 Mangelware. Zumindest so lange es um Fremd-Ausbauten geht und man vom VW T7 California einmal absieht. Das soll sich bald ändern. Denn der niederländische VW-Bus-Spezialist Ventje hat einen neuen Campingbus auf T7-Basis angekündigt und erste Bilder gezeigt. Das ist vor allem spannend, weil sich die niederländische Marke mit Deutschland-Sitz in Hannover bisher als Spezialist für den eVentje getauften Umbau des VW ID. Buzz einen Namen gemacht hat.  

Besonders interessant am neuesten Ventje-Camper: Volkswagen selbst ist mit dem Modellwechsel dazu übergangen, den California auf der Multivan-Plattform aufzubauen. Der neuen California basiert also im Wesentlichen auf einer Pkw-Architektur. Ventje hingegen setzt beim eigenen Aufbau bewusst auf den „klassischen“ VW-Transporter als Basisfahrzeug. Als Grund dafür nennt der Hersteller dessen ausgeprägte Nutzfahrzeug-Charakteristik. Hier haben wir die Unterschiede aller drei Bulli-Baureihen Multivan, ID. Buzz und VW Bus herausgearbeitet.

Den Ventje-Camper auf T7-Basis soll es – analog zum Basisfahrzeug aus dem VW-Konzern – folgerichtig in zwei Längen geben: standardmäßig mit 5,05 m Außenlänge oder aber mit langem Radstand und 5,45 m Länge. Dazu setzt der niederländische Kleinserien-Hersteller auf bis zu sieben statt vier Gurtplätze und bietet drei Antriebsoptionen an: Diesel, Plug-in-Hybrid oder Elektro. Der Einstiegspreis soll laut Hersteller bei rund 95.000 Euro verortet sein (Stand: Mai 2026). Da sich der Ventje T7, der Ende Juni 2026 im Detail vorgestellt und ab dann bestellbar sein soll, noch in der Feinabstimmung befindet, können sich laut Hersteller einzelne Spezifikationen bis zum Serienstart noch ändern.

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Video: AUTO ZEITUNG

Innenraum: Sieben Sitze im Alltag und gewohnt viel Ventje-Variabilität

Im Innenraum bleibt Ventje seiner Grundidee treu: Der Campingbus auf T7-Basis soll sich je nach Nutzung sehr schnell umbauen lassen. Schlüssel dafür ist ein Sitzrahmen-System. Die Idee dahinter: Im „Campingmodus“ sollen sich die Sitzrahmen so versenken lassen, dass sie aus dem Sichtfeld verschwinden. Dadurch soll Raum zum Wohnen, Kochen und Schlafen frei werden.

Ein älteres Paar sitzt im Innenraum eines Ventje-Campers.
Foto: Ventje

Sitzgruppe

Sitzgruppen-Typ

variables Lounge-Konzept

Sitzplätze/Gurtplätze

4 – 7 / 4 – 7

Bettenumbau

serienmäßig

Für den Alltagsbetrieb stellt Ventje eine Ausführung mit bis zu sieben Gurtsitzplätzen in Aussicht – ein in diesem Camper-Segment sehr ungewöhnlicher Ansatz. Hier haben wir die verschiedenen Wohnmobil-Bauarten miteinander verglichen. Auf dem Campingplatz wandelt sich der Innenraum in eine Sitzgruppe mit Tisch, die je nach Bedarf zur Lounge oder zum Bettumbau wird. Für das untere Doppelbett nennt Ventje eine Liegefläche von 200 × 140 cm.

Küche

Küchenform

Ausziehmodul im Heck

Kochstellen/Befeuerung

2 / Gas oder Induktion

Kühlschrankvolumen

Kompressor-Kühlbox, Volumen: k. A.

Die Küche beim VW T7 sitzt, wie es für Ventje-Vans typisch ist, im Heck des Campers. Sie ist so ausgelegt, dass sie von innen und außen gleichzeitig nutzbar ist. Für den T7 ist zudem eine Erweiterung der Arbeitsplatte vorgesehen. Anstelle eines Induktionskochfelds soll alternativ auch ein Gaskocher geordert werden können.

Was zum Serienstart des Campers zur Erstausstattung gehört, wird sich noch zeigen. In jedem Fall zweckmäßig gedacht ist das Outdoor-Set: Tisch, Stühle und Hocker sollen in einer kompakten Schublade mitgeführt und bei Bedarf schnell aufgebaut werden können.

Bad

Badtyp

mobile Campingtoilette oder Fest-WC (Langversion)

Frischwasser

k. A.

Abwasser

k. A.

Ein klassisches Bad ist im kompakten Ventje-Campervan nicht vorhanden und in dieser Camper-Klasse auch nicht zu erwarten. In der kurzen Variante ist eine mobile Campingtoilette vorgesehen, während die Langversion mit einem festen WC kommen soll. Hier die verschiedenen Camping-WC-Typen in unserem Überblick. Das zur Verfügung stehende Sanitärkonzept hängt somit direkt von der gewählten Fahrzeuglänge ab.

Schlafplätze

Schlafplätze

2 + 2

Bettentyp / Maße

Sitzgruppe: Doppelbett / 200 x 140 cm

Aufstelldach: Doppelbett / ca. 200 x 130 cm

Geschlafen wird im Ventje T7 in zwei Bereichen: unten im Wohnraum und oben im Aufstelldach. Unten entsteht über den Umbau des Wohnbereichs ein Bett mit einer Liegefläche von 200 x 140 cm. Im Aufstelldach ist ein weiteres Bett vorgesehen, für das Ventje eine Breite von 130 cm nennt.

Das Aufstelldach soll nicht nur größere Stehhöhe gewähren, sondern mit einer Lichtkuppel und einem komplett per Reißverschluss zu öffnenden Zeltstoff auch ein besonderes Panorama-Feeling bieten. Außerdem verspricht Ventje ein Verriegelungssystem, das sich besonders schnell bedienen lassen soll, ohne zum Zeitpunkt der Veröffentlichung weitere Details zu nennen.

Stauraum und Bordtechnik

Auch beim Thema Stauraum nennt Ventje bisher vor allem Konzeptideen statt konkreter Zahlenwerte. Das Outdoor-Sitzgruppen-Set verschwindet in einer kompakten Schublade, und der Ausbau ist auf Module ausgelegt, die sich je nach Einsatz verschieben oder herausnehmen lassen. Genaue Angaben zu Stauvolumen oder Zuladung stehen allerdings noch aus.

In punkto Bordtechnik betont Ventje die Autarkie: Ein Solarpanel soll beispielsweise dafür sorgen, dass auch ohne Landstrom Kühlschrank, USB-Ladebuchsen und weitere Geräte über einen längeren Zeitraum betrieben werden können. Darüber hinaus ordnet Ventje den T7 konzeptionell als Camper ein, der Technikideen aus der Elektro-Bus-Welt, also aus dem Umfeld des eVentje/ID. Buzz übernimmt. Details zu Batteriekapazitäten im Wohnbereich, Wasseranlage oder dem präferierten Heizsystem sind allerdings noch nicht bekannt.

Die Besonderheiten im Überblick

  • Im Alltagsbetrieb bis zu sieben Sitzplätze, im Campingbetrieb vier Gurtplätze.

  • Drei Antriebsarten wählbar, vom reinen Elektroantrieb bis zum Diesel.

  • Keine klassische Dinette und kein vollwertiges Badezimmer verfügbar.

Technische Daten des Ventje T7 (vorläufig)

Ventje T7

Diesel

Plug-in-Hybrid

Elektro

Basisfahrzeug

VW T7 (Transporter)

VW T7 (Transporter)

VW T7 (Transporter)

Motor

2,0-l-Vierzylinder-Diesel (TDI)

Plug-in-Hybrid, bis 50 km elektr. Reichweite

vollelektrisch, bis 370 km Reichweite (WLTP)

(System-)Leistung / (System-)Drehmoment

110 – 170 PS (81 – 125 kW) / 310 – 405 Nm

218 PS (160 kW) / 350 Nm

100 – 210 kW (136 – 286 PS)

Getriebe

6-Gang-Schaltgetriebe; optional 7-Stufen-Automatik (DSG)

6-Stufen-Automatik (DSG)

stufenlose Automatik

Zulässige Gesamtmasse

2800 – 3035 kg (Langversion)

2800 – 3035 kg (Langversion)

2800 – 3035 kg (Langversion)

Optionale Auflastung

k. A.

k. A.

k. A.

Maße (L / B / H)

5050 (5450)/ 2032 / 1969 mm

5050 (5450)/ 2032 / 1969 mm

5050 (5450)/ 2032 / 1969 mm

Stehhöhe

k. A.

k. A.

k. A.

Fazit

Bis zu sieben Sitze, ein modularer Innenausbau, voll alltags- und campingtauglich: Keine Frage, was Ventje da als nächstes vorhat, klingt spannend. Inwieweit das "Ein-Van-für-alle-Fälle“-Konzept in der Praxis tatsächlich aufgeht, muss die Zukunft zeigen. Mit einem Einstiegspreis von rund 95.000 Euro liegt der Ventje-T7-Camper in einer ähnlichen Preisregion wie der California Beach Tour eHybrid und stellt sicher eine interessante Alternative zum VW-Serienausbau dar.