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TÜV-Report 2026: Vorsicht bei diesen Gebrauchtwagen!

Ein Gebrauchtwagen kann leider auch zur Kostenfalle werden – besonders dann, wenn er bei der Hauptuntersuchung regelmäßig durchfällt. Der TÜV-Report 2026 zeigt, welche beliebten Modelle überraschend oft mit erheblichen Mängeln auffallen!

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Eine Collage zeigt vier Fahrzeuge verschiedener Segmente und Altersklassen.
Foto: Collage: AUTO ZEITUNG

Die Mängelriesen im TÜV-Report 2026

Der TÜV-Report zählt zu den wichtigsten Orientierungshilfen für Gebrauchtwageninteressierte. Für die Ausgabe 2026 wurden rund 9,5 Mio. Hauptuntersuchungen ausgewertet. Dabei zeigt sich: Während manche Modelle durch Zuverlässigkeit glänzen, fallen andere mit besonders vielen erheblichen Mängeln auf.

Unter diesen Problemkandidaten finden sich auch einige bekannte und beliebte Modelle – vom Elektroauto über den Kompaktwagen bis zum praktischen Hochdachkombi. Allerdings hängt der Zustand eines Gebrauchtwagens häufig auch stark von Pflege und Wartung durch den:ie Erstbesitzer:in ab: Selbst technisch gute Fahrzeuge können mit Defekten auffallen, wenn Serviceintervalle ignoriert oder Verschleißteile nicht rechtzeitig ersetzt werden. Bei diesen Modellen raten wir zu besonderer Vorsicht!

Welche soliden Kompakten hingegen überzeugen, verraten wir hier.

Citroën Berlingo

Der praktische Hochdachkombi Citroën Berlingo überzeugt mit viel Platz und Alltagstauglichkeit, doch bei der Hauptuntersuchung zeigt sich häufig ein anderes Bild. Nicht nur bei älteren Fahrzeugen treten viele technische Mängel auf, etwa an Lenkgelenken, Antriebswellen und Bremsscheiben. Schon ab der ersten Pflichtprüfung gibt es Auffälligkeiten bei der Abgasuntersuchung sowie Ölverlust. Bereits nach sechs Jahren fällt jeder fünfte Berlingo durch die Hauptuntersuchung. Nach der doppelten Zeit besteht nicht einmal jeder zweite.

Dacia Spring

Der elektrische Dacia Spring gehört ebenfalls zu den Schlusslichtern im TÜV-Report. Bei zwei- bis dreijährigen Fahrzeugen liegt die Mängelquote bei etwa 13 Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt dieser Altersklasse. Zwar macht der rumänische Preisbrecher E-Mobilität erschwinglich, doch wurde beim seit 2021 gebauten Spring scheinbar auch etwas an Qualität gespart. Abblendlicht und die hintere Beleuchtung fallen deutlich zu oft mit Mängeln auf. Auch die Fuß- und Feststellbremsen arbeiten etwas schlechter als im Schnitt. Und mit maroden Achsaufhängungen, deren Mängelquote 20,5-fach über dem Durchschnitt liegt, ist der TÜV überhaupt nicht zufrieden.

Fiat Panda

Der Fiat Panda gilt zwar als einfacher Kleinwagen, der eine klassentypisch geringe durchschnittliche Laufleistung hat, doch auch er zeigt im TÜV-Report häufiger Mängel als viele Konkurrenten. Überproportional oft fallen Federn und Dämpfer auf, auch die Einstellung des Lichts wird oft moniert. Rostende Abgasanlagen, Ölverlust und Bremsscheibenverschleiß sind ebenfalls bekannte Problemzonen des kultigen Panda.

Ford Mondeo

Der Ford Mondeo war lange ein beliebter Vertreter der Mittelklasse, doch im TÜV-Report 2026 zählt er zu den schwächeren Modellen. Bei zwei- bis dreijährigen Fahrzeugen liegt seine Mängelquote bei rund 14,3 Prozent – ein Wert, der deutlich über dem Durchschnitt liegt. Der Fairness halber will gesagt sein, dass der Mondeo oftmals auf eine Vielfahrervergangenheit zurückblickt: Bereits nach drei Jahren haben viele Exemplare mehr als 76.000 km auf dem Tacho, während der Durchschnitt im selben Zeitraum weniger als 45.000 km hinter sich bringen musste.

Zudem sind zwei seiner größten Schwachstellen, Beleuchtung und verschlissene Bremsscheiben, vergleichsweise einfach zu beheben. Ölverlust und marode Lenkanlagen hingegen sorgen eher für Kopfschmerzen und hohe Reparaturkosten. Inzwischen hat Ford den Kombi eingestellt und für Europa ist kein Nachfolger angedacht.

Renault Megane

Der Renault Megane zählt ebenfalls zu den Fahrzeugen mit überdurchschnittlich vielen TÜV-Mängeln. Bei zwei- bis dreijährigen Exemplaren liegt die Quote bei rund 11,8 Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt. Der Golf-Gegner hat dabei viele Problemzonen: ausgeschlagene Lagerungen der Koppelstangen an den Achsaufhängungen, Bremsen und Licht sind bekannte Themen. Beim ab 2008 gebauten Megane kommen häufig gebrochene Federn und undichte Dämpfer dazu. 

Tesla Model Y & Tesla Model 3

Nachdem Tesla erst kürzlich verkündet hat, dass es beim Model S und Model X keine Nachfolger geben wird und diese im zweiten Quartal 2026 eingestellt werden, halbiert sich die Produktpalette hierzulande (der Cybertruck ist in Deutschland nicht erhältlich). Zur Wahl stehen dann weiterhin das Model Y sowie Model 3. Wem diese Elektrofahrzeuge jedoch als Neuwagen zu teuer sind, kann sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt umsehen, wo es mittlerweile eine Auswahl des seit 2019 erhältlichen Model 3 sowie dem sei 2020 erhältlichen Model Y gibt.

Aber: Beide Elektroautos schneiden besonders schlecht im TÜV-Report 2026 ab. Das Model Y bildet sogar das Schlusslicht bei den zwei- bis dreijährigen Fahrzeugen: Rund 17,3 Prozent der Fahrzeuge fallen bereits bei der ersten Hauptuntersuchung mit erheblichen Mängeln auf. Zum Vergleich: Der Mittelwert liegt hier bei 6,5 Prozent. Eine Schwachstelle ist die Achsaufhängung, die durch eine Vielzahl an ausgeschlagenen Trag- und Führungsgelenken ins Gewicht fällt. Hinzu kommen eine anfällige Beleuchtung vorne sowie überdurchschnittlich oft beanstandete Bremsscheiben. Letzteres ist ein bekanntes Thema bei Elektroautos.

Auch das Model 3 liegt mit 13,1 Prozent deutlich über dem Durchschnitt. Gründe dafür sieht der TÜV unter anderem in Problemen bei Bremsen, Achsaufhängung und Beleuchtung sowie in hohen Laufleistungen vieler Fahrzeuge. 

VW Caddy

Auch das praktische Arbeitstier VW Caddy taucht im TÜV-Report unter den Modellen mit erhöhten Mängelquoten auf. Kein Wunder, der Hochdachkombi muss in der Regel als Familienauto oder Begleiter bei der Arbeit viel aushalten und blickt oftmals auf ein bewegtes Leben zurück. Das führt dann zu gebrochenen Federn, undichten Dämpfern, verschlissenen Bremsscheiben und Öllecks. Auch wird der Caddy bereits früh viel mehr gefahren als der Durchschnitt. Oftmals wird die praktische Kiste auch weniger sorgfältig gepflegt, was diese Auffälligkeiten begünstigt.

Quellen

  • TÜV-Report 2026

  • Eigene Recherche