Dauertest

Toyota Land Cruiser 2.8 D-4D im Dauertest: Das gefällt & das nervt

Der neue Toyota Land Cruiser: Hoher Nutzwert trifft auf exzellente Geländegängigkeit. So jedenfalls der Ruf, der ihm vorauseilt. Im Dauertest nehmen wir den kultigen Geländewagen ab sofort genauer unter die Lupe!

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Der Toyota Land Cruiser steht auf einem Forstweg im Wald, fotografiert von schräg vorne.
Auch der neue Toyota Land Cruiser ist kein weichgespültes Crossover-SUV, sondern ein kerniger Geländewagen, dessen Design klare Kante(n) zeigt. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Der Toyota Land Cruiser bepackt mit Dachbox, Fahrrad auf dem Dach sowie Fahrrädern auf dem Träger auf der Anhängerkupplung. Fotografiert von der Seite.
Unser Dauertester ist ein Comfort-Modell (69.990 Euro) mit optionalem Comfort Plus-Paket (4000 Euro) samt Kunstleder-Sitzen inklusive Heizung, Lüftung und elektrischer Einstellung sowie Soft-Touch-Oberflächen (Türen/Armauflagen) und Leder an Lenkrad und Schalthebel. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Der Toyota Land Cruiser zieht einen Anhänger mit einem Bagger darauf, fotografiert von schräg hinten.
Unser Land Cruiser in Dark Grey-Lackierung (690 Euro) war übrigens bereits im Rahmen eines Zugfahrzeug-Tests bei uns zu Gast (siehe Ausgabe 20/2025). Foto: Frank Ratering
Der Dieselmotor des Toyota Land Cruiser.
Der 2,8-l-Turbodiesel klingt durchaus kernig, was nicht allen zusagt. An der Kraftentfaltung des sparsamen Vierzylinders gibt es indes nichts zu bemängeln, und auch die Laufkultur ist gut. Foto: Frank Ratering
Das Cockpit des Toyota Land Cruiser.
Digitale Armaturen, zentraler Touchscreen und praktische Drucktasten. Foto: Frank Ratering
Die Vordersitze im Toyota Land Cruiser.
Groß und gemütlich: Die vorderen Sitzplätze sind beheizt, belüftet und voll langstreckentauglich. Foto: Frank Ratering
Die Rücksitzbank im Toyota Land Cruiser; fürs Größenverhältnis sitzt eine Person auf ihr.
Über Platzmangel gibt es auch in Reihe 2 keine Beschwerden. Foto: Frank Ratering
Der Kofferraum des Toyota Land Cruiser mit 2:3 umgeklappter Rücksitzbank.
Der Kofferraum offeriert 742 bis 2000 l Volumen, ist glattflächig und eben. Aber: wenig wertige Verkleidung. Foto: Frank Ratering
Das Detailbild zeigt die Schlaufe, mit der die hochgeklappte Rücksitzbank fixiert wird.
Die umgeklappte Rücksitzbank wird per Schlaufe fixiert. Robuste Lösung – im wahrsten Sinne. Foto: Frank Ratering
AUTO ZEITUNG-Redakteur Martin Urbanke montiert die Anhängerkupplung des Toyota Land Cruiser.
Die als Zubehör angebotene Anhängerkupplung mit abnehmbarem Kugelkopf samt passender Abdeckung kostet 1340 Euro. Foto: Frank Ratering

Preis und Ausstattung des Dauertest-Toyota Land Cruiser

Der Toyota Land Cruiser ist kein weichgespültes Crossover-SUV, sondern ein kerniger Geländewagen, dessen Design klare Kante(n) zeigt und nicht nur dadurch das Kult-Image des Japaners auch in seiner aktuellen Bauform (J25) fortführt: Das lässt die Herzen der Fans höher schlagen und macht ihn zu einem heiß begehrten Objekt. So begehrt, dass er bis vor Kurzem nicht mehr bestellt werden konnte, da das Kontingent für den deutschen Markt vergriffen war. Dennoch haben wir noch ein Exemplar ergattert, das von der Redaktion wegen seiner absehbaren Vielseitigkeit bereits sehnsüchtig erwartet wurde.

Unser Land Cruiser in Dark Grey-Lackierung (690 Euro) war übrigens bereits im Rahmen eines Zugfahrzeug-Tests bei uns zu Gast (siehe Ausgabe 20/2025) und ist ein Comfort-Modell (69.990 Euro) mit optionalem Comfort Plus-Paket (4000 Euro) samt Kunstleder-Sitzen inklusive Heizung, Lüftung und elektrischer Einstellung sowie Soft-Touch-Oberflächen (Türen/Armauflagen) und Leder an Lenkrad und Schalthebel. Zum Optionspaket gehören außerdem eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik und die elektrisch betätigte Heckklappe. Hinzu kommt die als Zubehör angebotene Anhängerkupplung mit abnehmbarem Kugelkopf samt passender Abdeckung (1340 Euro), womit sich der Testwagen-Preis auf 76.040 Euro addiert. Das ist eine Menge Holz und schürt natürlich hohe Erwartungen an die Qualitäten des japanischen Offroaders.

Der Toyota Land Cruiser im Offroad-Fahrbericht (Video)

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Was gefällt & nervt: Eindrücke aus dem Dauertest

Alltagstauglichkeit

Mit einem Gepäckraum, dessen Standardvolumen schon 742 l beträgt, kann bereits das eine oder andere Sperrgut mitreisen, ohne dass man die Rücksitzlehnen umklappen muss. Über das separat zu öffnende Heckfenster lassen sich Kleinteile im Dauertest-Alltag rasch einladen, ohne den großen Deckel aufzuschwingen – auch wenn das dank Elektromotor kinderleicht gelingt. Das ist insbesondere dann praktisch, wenn der Toyota Land Cruiser in einer engen Parklücke steht.

Das nervt 

Die Materialien im Innenraum – besonders im Fond und im Stauraum – dürften angesichts des Preisniveaus schon deutlich höherwertiger ausfallen, erfüllen jedoch ihren Zweck. Und der 2,8-l-Turbodiesel des Toyota Land Cruiser 2.8 D-4D klingt durchaus kernig, was nicht allen zusagt, wie ein Blick in das Dauertest-Fahrtenbuch zeigt.

Das gefällt

An der Kraftentfaltung des sparsamen Vierzylinders gibt es indes nichts zu bemängeln, und auch die Laufkultur ist gut. Nutzwert sowie Offroad-Tugenden (siehe Video oben) sind überragend. Die Lenkung arbeitet erfreulich präzise, was den dicken Brocken erstaunlich behände macht. 

Fazit

Der Toyota bietet viel Nutzwert und guten Fahrkomfort. Sein dynamisches Talent ist aber endlich. Doch das dürfte bei den Kunden nicht an erster Stelle der Erwartungen stehen.

Technische Daten des Marke Modell

AUTO ZEITUNG 01/2026

Toyota Land Cruiser 2.8 D-4D

Technik

Motor

4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel; 2755 cm³

Antrieb

8-Stufen-Automatik; Allradantrieb

Leistung

151 kW / 204 PS bei 3000 – 3400 /min

Max. Drehmoment

500 Nm bei 1600 – 2800 /min

Karosserie

Außenmaße (L / B / H)

4925 / 1980 (2155)* / 1925 mm

Leergewicht

2407 kg

Kofferraumvolumen

742 - 2000 l

Fahrleistungen

Höchstgeschwindigkeit

165 km/h

Verbrauch auf 100 km

10,3 l D

Kosten

Grundpreis

67.990 €**

Testwagenpreis

76.040 €

Alle Daten Werksangaben; *Breite mit Außenspiegel; ** Stand: August 2025