Toyota GR GT & GT3: So kompromisslos sind die V8-Sportwagen

Rund fünf Jahre nach Präsentation der ersten Studie soll 2027 endlich das wohl sportlichste Modell einer langen Firmenhistorie debütieren: Der Toyota GR GT. Mit V8 unter der Haube und einer GT3-Variante im Schlepptau gibts für das neue Toyota-Coupé nur eine Richtung: nach vorne!

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Toyota GR GT3 und GR GT stehen in Studioumgebung nebeneinander.
Toyota GR GT3/GR GT (2027) Foto: Toyota

Hier steht Toyotas Sport-Zukunft: Der GR GT3 (links) und die entschärfte Straßenvariante GR GT.

Der Toyota GR GT (2027) steht in Studioumgebung, von vorne links fotografiert.
Toyota GR GT (2027) Foto: Toyota

Lange Haube, flaches Greenhouse, Ducktail: Coupé-typischer gehts kaum.

Der Toyota GR GT (2027) steht in Studioumgebung, von hinten rechts fotografiert.
Toyota GR GT (2027) Foto: Toyota

Während das Heck hier von vier Auspuffendrohren geschmückt wird, setzt die GT3-Variante auf Sidepipes.

Das Cockpit des Toyota GR GT (2027).
Toyota GR GT (2027) Foto: Toyota

Eher funktionales Interieur in markantem Rot.

Die Sitze des Toyota GR GT (2027).
Toyota GR GT (2027) Foto: Toyota

Nicht einmal Notsitze in der zweiten Reihe: Der GR GT ist ein waschechter Zweisitzer.

Der Toyota GR GT3 (2027) steht in Studioumgebung, von vorne links fotografiert.
Toyota GR GT3 (2027) Foto: Toyota

Der GT3 fällt in der Länge 3,5 cm kürzer aus, fährt aber mit 2050 mm in der Breite und 1090 mm in der Höhe nochmals extremer vor.

Der Toyota GR GT3 (2027) steht in Studioumgebung, von hinten rechts fotografiert.
Toyota GR GT3 (2027) Foto: Toyota

Wie das Straßenmodell arbeitet er mit einem V8-Biturbo und Hinterradantrieb, allerdings verzichtet der GT3 allem Anschein nach auf ein Hybridsystem.

Das Cockpit des Toyota GR GT3 (2027).
Toyota GR GT3 (2027) Foto: Toyota

Das Interieur ist komplett auf Racing getrimmt.

Eine Illustration zeigt den V8-Motor des Toyota GR GT (2027).
Toyota GR GT (2027) Foto: Toyota

Vorläufige Angabe: Der neue V8-Biturbo soll es mit Unterstützung einer E-Maschine auf  650 PS Systemleistung (478 kW) sowie 850 Nm bringen.

Toyota GR GT: Sportwagen soll 2027 starten, Preis offen

Toyotas Sportwagen-Abteilung Gazoo Racing hat sich Zeit gelassen: Bereits 2022 präsentierte die japanische Schmiede mit dem GR GT3 Concept eine Studie, die einen Kunden-Renner mit Frontmotor anteasert. Im Dezember 2025 folgt nun endlich ein scheinbar seriennaher Prototyp – einerseits vom GT3-Fahrzeug, andererseits von einer entschärften Version für das sportliche Fahren auf öffentlichen Straßen. Toyota liefert diesmal auch umfangreiche technische Daten mit, die in der entsprechenden Pressemitteilung als "Prototyp-Entwicklungsziele" eingeordnet werden und demnach noch lange nicht feststehen.

Als ungefähren Marktstart für den Toyota GR GT und GT3 ist 2027 angesetzt, eine preisliche Einordnung fehlt im Dezember 2025 noch komplett. Mit Blick auf die technischen Daten dürfte der GT jedoch weit jenseits der 100.000 Euro liegen, wobei wir davon ausgehen, dass sich neben dem GT3 auch das Schwestermodell Lexus LFR nochmals höher positioniert.
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Der Toyota GR Supra MT im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Antrieb: V8-Biturbo mit Hybridsystem

Was wir bereits im Prototypen-Stadium als gesetzt annehmen können, ist das Antriebslayout des Toyota GR GT: Sowohl als Straßensportwagen als auch als GT3 wird er einen 4,0-l-Biturbo-V8 unter der Haube tragen. Im Falle des Standardmodells wird dieser zusätzlich von einem Elektromotor unterstützt, der nach der Transaxle-Bauweise gemeinsam mit Getriebe und Differential auf der angetriebenen Hinterachse sitzt. Der GT3 arbeitet ebenfalls mit Hinterradantrieb, hier sind jedoch die technischen Einzelheiten nicht weiter definiert und es ist auch nicht die Rede von einem Hybridsystem.

Konkreter wirds dafür beim straßenzugelassenen Toyota-Sportwagen: Vorläufigen Angaben zufolge soll der Prototyp über die Achtgang-Automatik mindestens 650 PS Systemleistung (478 kW) sowie 850 Nm Drehmoment auf die Straße bringen. Toyotas erster Karosserierahmen aus Alu soll bei einem Leergewicht von maximal 1750 kg für die nötige Steifigkeit sorgen. Eine 45:55-Gewichtsverteilung und ein besonders niedriger Schwerpunkt sollen das Fahrverhalten zusätzlich verbessern, wobei vorne 265 mm und hinten 325 mm breite 20-Zöller bestmöglichen Grip bieten wollen. Um das Coupé von 320 km/h zum Stehen zu bringen, hat Toyota den Prototyp mit Carbon-Keramik-Bremsen ausgestattet. 

Die Konkurrenten:

Exterieur: Klassische Coupé-Silhouette

Neben der konsequent sportlichen Technik hatte Toyota wohl auch noch kein Modell mit einem so dynamischen Auftritt im Programm wie dem GR GT: Zur extrem langgezogenen Haube gesellt sich in bester Coupé-Manier ein flaches Greenhouse und ein amtlicher Ducktail. Unter dem Spoiler zieht sich eine durchgehende Leuchtleiste über die gesamte Breite, die beinahe von einer weit nach oben gezogenen Heckschürze mit vier Auspuffendrohren touchiert wird. Das Gesicht des Standard-GT kommt ohne klassischen Kühlergrill aus, den Gazoo Racing durch großflächige Lufteinlässe in der Schürze und eine Lufthutze in der Motorhaube ersetzt. Laut Herstellerangaben wurde bei der Entwicklung besonders großer Wert auf Aerodynamik gelegt. Die Maße des GR GT-Prototyp betragen 4820 mm in der Länge, 2000 mm in der Breite, 1195 mm in der Höhe und 2725 mm im Radstand.

Der GT3 fällt in der Länge 3,5 cm kürzer aus, fährt aber mit 2050 mm in der Breite und 1090 mm in der Höhe nochmals extremer vor. Passend dazu wartet der Renner mit kompromisslosen Belüftungs- und Aero-Elementen auf der Haube und an der Flanke auf, um den Heck standesgemäß mit XXL-Frittentheke und Diffusor abzuschließen. Statt Endrohren am Heck kommen hier Sidepipes zum Einsatz und aus den Radkästen lachen uns speziell für den GR GT3 konzipierte Michelin Pilot Sport Cup 2 an.

Interieur: Schlicht & funktional

Das Cockpit des Toyota GR GT (2027).
Foto: Toyota

Wie schon beim Supra handelt es sich auch beim Toyota GR GT um einen waschechten Zweisitzer, in diesem Fall mit Recaro-Schalensitzen. Das beim Prototyp komplett rot gestaltete Interieur (siehe obiges Foto) fällt durch eine schlichte und funktionale Einrichtung auf – und durch ein abgeflachtes Drei-Speichen-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung und großem "GT"-Logo auf dem Pralltopf. Die Cockpit- und Zentraldisplays werden durch eine Reihe physischer Tasten in der Mittelkonsole flankiert. Das GT3-Modell kommt logischerweise im kompletten Rennsport-Trimm daher: Mit Überrollkäfig, Rennlenkrad ohne Kranz, einer dem Fahrersitz zugeneigten Mittelkonsolen-Bedieneinheit und jeder Menge Carbon.

Fazit

Der Toyota GR GT ist in vielerlei Hinsicht ein Bekenntnis: zu sportlichen Autos im Allgemeinen und Motorsport im Speziellen, zu automobiler Emotionalität und zum Verbrenner. Optisch und technisch wirken die Prototypen zudem ausgereift und dürften einen sehr konkreten Eindruck davon vermitteln, was uns 2027 aus Japan erwartet.