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50 Prozent mehr Power: Kompressor-Tuning für den Suzuki Jimny

Der Suzuki Jimny hat sich in den vergangenen Jahren vor allem als großer Kletterer fürs kleine Geld hervorgetan. Sein archaischer Vierzylinder arbeitet dafür oft am oder gar über dem Limit. Ein Kompressor-Kit von Harrop soll hier Abhilfe schaffen.

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Der Suzuki Jimny von Harrop stehend von schräg vorne.
Der archaische Suzuki Jimny gilt zeit seines Lebens als talentierter Kraxler, aber auch als ziemlich untermotorisiert. Deshalb spendiert Tuner Harrop nun ein Kompressor-Kit für den Vierzylinder. Foto: Youtube/Harrop
Der Suzuki Jimny von Harrop stehend von schräg vorne.
Die Extra-Power soll vor allem im Offroad-Einsatz helfen. Foto: Youtube/Harrop
Der Suzuki Jimny von Harrop stehend auf dem Leistungsprüfstand.
Der Leistungsprüfstand bescheinigt 136 PS ohne und sogar 144 PS (100 und 106 kW) mit Ansaugschnorchel. Foto: Youtube/Harrop
Der Motor des Suzuki Jimny von Harrop.
In die Airbox aus Kohlefaser wird der serienmäßige Luftfilter integriert. Foto: Youtube/Harrop

Kompressor-Tuning: Harrop erhöht PS-Leistung des Suzuki Jimny um 50 Prozent

Die zweite Generation des Suzuki Jimny gilt auch nach dem Produktionsende 2024 als automobiler Gummistiefel schlechthin. Keiner wirft sich schamloser in den Matsch – nicht zuletzt auch deshalb, weil die Angst vor Schäden (bei einem Neuwagenpreis von zuletzt 26.990 Euro; Stand: Dezember 2023) nicht so hoch ausfällt wie bei den deutlich teureren G-Klassen, Wranglern und Defendern dieser Welt.

Ob es der Jimny aber auch wieder aus der Pfütze schafft, gleicht aufgrund der überschaubaren Power von 102 PS (75 kW) und 130 Nm Drehmoment jedes Mal einer Zitterpartie. Noch kniffliger wird es, wenn der Jimny auch noch einen schweren Survival-Aufbau Huckepack trägt.

Genau dieses Problem haben die australischen Motor-Flüsternden von Harrop adressiert und ein Kompressor-Kit auf Kiel gelegt. Es ist für die in Deutschland gängige Dreitürer-Variante, aber auch für den in Dritte-Welt-Ländern beliebten Fünftürer erhältlich. Der 1,5-l-Vierzylinder, für den Elektrifizierung nach wie vor ein Fremdwort ist, wird von einem Eaton-Kompressor mit gut 0,62 bar unter Druck gesetzt.

Mit an Bord sind ein Ladeluftkühler, eine Kohlefaser-Airbox mit integriertem Serien-Luftfilter und ein Bypass-Ventil. Außerdem hat Harrop das Steuergerät neu kalibriert. Die australischen Emissionsvorschriften soll der Geländewagen laut des Tuners einhalten.

Der Suzuki Swift (2024) im Video

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Knapp 11.000 Euro für very Matsch Fun

Auf dem Prüfstand ergibt die Aufladung des Suzuki Jimny 136 PS (100 kW) und 149 Nm Drehmoment. Mit Ansaugschnorchel bescheinigt der Prüfstand sogar 144 PS (106 kW) und 168 Nm Drehmoment, weil damit kühlere Luft in den Motortrakt gelangt.

Beides klingt auf den ersten Blick nicht nach überbordender Power, doch in Prozentzahlen sieht die Leistungssteigerung gänzlich anders aus: In Sachen PS verzeichnet der Jimny einen Zuwachs von knapp 50 Prozent, während das Drehmoment um bis zu 30 Prozent steigt.

Wie sich das Kompressor-Kit auf die Fahrleistungen auswirkt, gibt Harrop ebenso wenig an wie den Spritverbrauch. Serienmäßig schafft der Jimny 145 Sachen Spitze und beschleunigt in 12,8 s auf Landstraßentempo.

Faire 10.990 australische Dollar verlangt Harrop für das Tuning, das entspricht umgerechnet 6564 Euro (Stand: Februar 2026). Der Suzuki Jimny ist natürlich nicht im Preis mit inbegriffen. Den müssen sich Deutsche erst auf dem Gebrauchtwagenmarkt besorgen, weil der Bonsai-Kraxler seit 2024 nicht mehr neu in Deutschland angeboten wird. Seit 2021 war ohnehin nur noch die NFZ-Variante ohne Rücksitze erhältlich.