Stellantis-Rückruf wegen Brandgefahr: 85.000 Fahrzeuge betroffen
Großer Rückruf bei Stellantis: Wegen Brandgefahr ruft der Multikonzern Stellantis über 85.000 Autos in Deutschland zurück – betroffen sind Opel, Peugeot, Fiat & Co.!
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Rückruf September 2025: Brandgefahr bei sieben Marken
Der Automobilkonzern Stellantis ruft weltweit über 750.000 Fahrzeuge zur Nachbesserung in die Werkstätten zurück. In Deutschland sind mehr als 85.600 Fahrzeuge betroffen, davon meist Opel und Peugeot. Grund ist eine fehlerhafte verschraubte Verbindung zwischen der Hochdruckleitung und der Kraftstoffrail, durch die Kraftstoff austreten und sich an heißen Motorteilen entzünden kann. Tatsächlich sind bereits Vorfälle bekannt: Bis zum 17. Juni 2025 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) elf Fahrzeugbrände registriert, die im Zusammenhang mit diesem Mangel stehen.
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Der Peugeot E-5008 (2024) im Fahrbericht (Video):

Betroffene Marken und Modelle
Folgende Marken sind laut KBA betroffen: Opel, Peugeot, Fiat, Citroën, DS, Lancia und Alfa Romeo. Im Detail:
Opel
Modelle: Grandland, Corsa, Mokka, Frontera, Astra
Produktionszeitraum: 4.11.2022 –24.4.2025
Betroffen in Deutschland: 30.810 Exemplare
Peugeot
Modelle: 208, 308, 408, 2008, 3008, 5008
Produktionszeitraum: 26.10.2022 – 24.4.2025
Betroffen in Deutschland: 31.295 Exemplare
Fiat
Modelle: Grande Panda, 600
Produktionszeitraum: 9.2.2024 – 17.5.2025
Betroffen in Deutschland: 5993 Exemplare
Citroën
Modelle: C3, C4, C4X, C5, C5X, C5 Aircross
Produktionszeitraum: 27.10.2022 – 21.5.2025
Betroffen in Deutschland: 15.380 Exemplare
DS
Modelle: DS3, DS4
Produktionszeitraum: 27.10.2022 – 13.05.2025
Betroffen in Deutschland: 259 Exemplare
Lancia
Modelle: Ypsilon
Produktionszeitraum: 18.03.2024 – 22.04.2025
Betroffen in Deutschland: 7 Exemplare
Alfa Romeo
Modelle: Junior
Produktionszeitraum: 11.07.2024 – 22.04.2025
Betroffen in Deutschland: 1898 Exemplare
Rückruf Juni 2025: Opel, Peugeot & Co.: XXL-Steuerketten-Rückruf
Stellantis ruft über 140.000 Fahrzeuge der Marken Citroën, DS, Fiat, Opel und Peugeot zurück. Allesamt sind mit dem 1.5 Blue HDi-Dieselmotor unterwegs und gingen zwischen 2017 und 2023 vom Band. Betroffen sind zahlreiche Modelle, unter anderem Opel Grandland, Peugeot 308 und 3008 sowie Citroën Berlingo.
Der Grund: Die Steuerkette, welche die Rotation der Kurbelwelle auf die Nockenwelle überträgt und so die Ventile antreibt, kann frühzeitig verschleißen. Ein übermäßiges Längen der Kette kann ungewollt die Steuerzeiten verändern und somit schlimmstenfalls zum Totalschaden des Motors führen – reißt die Kette, sieht es logischerweise nicht besser aus.
Die Reaktion des Auto-Konglomerats ist eine freiwillige Rückrufaktion sowie eine Verlängerung der Garantie für entsprechende Schäden. Es handelt sich um keinen Rückruf, der vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) beobachtet wird, weshalb er auch nicht in der KBA-Datenbank gelistet ist.
Das passiert beim Rückruf
Besitzer:innen von betroffenen Fahrzeugen werden laut Stellantis nach und nach kontaktiert, um sich in teilnehmenden Werkstätten einfinden zu können. Diese analysieren mithilfe einer App die Motorgeräusche, um den Zustand der Steuerkette (das unterscheidet sie vom Zahnriemen) zu ermitteln. Erste Gegenmaßnahmen sind das Aufspielen eines Software-Updates, das unter anderem den Öldruck erhöht, sowie ein Wechsel zu einem anderen Öl. Beides soll laut einem Stellantis-Sprecher den Verschleiß der Steuerkette hemmen. Bei Bedarf wird die Steuerkette auf Herstellerkosten gewechselt.
Zusätzlich wird die Garantie betroffener Fahrzeuge erweitert. Wo innerhalb von zehn Jahren und 240.000 km ein Schaden der Steuerkette auftritt, übernimmt der Hersteller unter bestimmten Bedingungen 100 Prozent der Reparaturkosten. Wer die Steuerkette bereits hat reparieren lassen, kann die Kosten unter Umständen auch im Nachhinein einreichen und sich das Geld zurückholen. Das soll ab Mitte Juli 2025 über diese Stellantis-Kundenservice-Plattform möglich sein.







