Singer DLS Turbo: Millionenschwere 934-Hommage mit 700 PS

Porsche-Spezialist Singer hat auf Basis des 911 (964) einen geflügelten Straßenrenner in Retro-Le-Mans-Optik geschaffen. Nur von Tuning zu reden, wäre beim Singer DLS Turbo maßlos untertrieben!

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Der Singer DLS Turbo stehend von schräg vorne fotografiert.
Singer DLS Turbo Foto: Singer

Der Singer DLS Turbo ist auf 99 Exemplare limitiert und zitiert die geflügelten Renner der 70er-Jahre.

Der Singer DLS Turbo stehend von schräg hinten fotografiert.
Singer DLS Turbo Foto: Singer

Kaum zu glauben, dass unter dem riesigen Heckspoiler das Chassis des 964 steckt.

Der Singer DLS Turbo stehend von der Seite fotografiert.
Singer DLS Turbo Foto: Singer

Jede Schraube und jedes Blech wurde verstärkt oder gegen leichtere und widerstandsfähigere Materialien ausgetauscht.

Der Singer DLS Turbo stehend von hinten fotografiert.
Singer DLS Turbo Foto: Singer

Auch den Motor hat Singer bis auf den Motorblock auseinandergenommen und mit neuen Komponenten auf mehr als 700 PS (515 kW) gebracht.

Das Cockpit des Singer DLS Turbo.
Singer DLS Turbo Foto: Singer

Zum guten Ton im US-amerikanischen Kalifornien gehört auch, dass im Innenraum ebenfalls kein Stein auf dem anderen bleibt.

Der Innenraum mit den Schalensitze und dem Überrollkäfig im Singer DLS Turbo.
Singer DLS Turbo Foto: Singer

Kohlefaser, Käfig und orange Mikrofaser-Stoffe verwandeln das 911er-Ambiente in ein Renncockpit.

So wie sich Hollywoodstars in Los Angeles (USA) der einen oder anderen Schönheits-OP unterziehen, verleiht auch Singer Vehicle Design dort altem Blech neues Leben. Der Betrieb hat seit 2009 wohl mehr Porsche 911 der Generation 964 bis aufs blanke Skelett auseinandergenommen als sämtliche Schrottplätze weltweit. Was dann daraus Stück für Stück entsteht, lässt sich nur mit siebenstelligen Konten begleichen und kaum in ein paar Zeilen zusammenfassen. Hier bildet der Singer DLS Turbo keine Ausnahme: eine Hommage an die Stuttgarter Langstreckenrenner der 70er-Jahre, insbesondere des 934, die sich sowohl optisch als auch technisch keine Blöße gibt.

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Auf dem Heckspoiler könnte eine ganze Familie gemeinsam Fritten essen und die hinteren Kotflügel sehen aus, als ob man für sie noch zwei weitere Stellplätze mieten müsste. Dass die klassische Elfer-Silhouette dennoch erkennbar bleibt, grenzt an ein Wunder. Im Rahmen des Tunings erhielt der 964er reichlich Kohlefaser und Leichtmetall zur Versteifung des Chassis, zudem bestehen auch die neuen Karosserieteile aus dem schwarzen Wunderwerkstoff. Apropos: Das Leergewicht beträgt gerade einmal 990 kg. Das wilde Bodykit dient dabei nicht nur der Show, sondern besitzt auch präzise berechnete Kühlöffnungen für Bremsen und Ladeluftkühler. Der obere Abschnitt des Heckflügels lässt sich sogar manuell justieren. 
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Der Porsche 718 Spyder RS (2023) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

700 PS starker Singer DLS Turbo auf Porsche 911 (964)-Basis

Was dabei unter dem XXL-Spoiler los ist, lässt schlicht die Sprache verschlagen: Auf Basis des Serienmotorblocks erfolgt ein umfangreiches Tuning sämtlicher Komponenten inklusive Aufbohrung auf 3,8 l Hubraum und der Implementierung zweier Turbolader. Wir sprechen hier von mehr als 700 luftgekühlten PS (515 kW) sowie einem Drehzahlbegrenzer bei 9000 Touren. Und als wäre das nicht schon lecker genug, serviert Singer dieses Menü in sechs handgerissenen Gängen an die Hinterachse. Gebremst wird mithilfe von Carbon-Keramik-Scheiben, die die aufgezogenen Semislicks in Nullkommanichts zum Stehen bringen sollen. Geschmiedete Magnesium-Räder samt Zentralverschluss reduzieren die ungefederten Massen. Inwieweit das Fahrwerk sportliche Härte an den Tag legt, darf die Kundschaft beim Singer DLS Turbo selbst bestimmen.

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Das gilt auch für den Innenraum, der im Falle des Fotofahrzeugs genauso knallig in Orange gehalten ist wie die Außenhaut. Rennschalensitze, Käfig und Hosenträgergurte machen heiß auf den nächsten Trackday. Das Armaturenbrett ist in seiner Form noch als 964er-Bauteil zu erkennen, erfuhr aber ebenfalls ein Kohlefaser-Upgrade. Beim Anblick der fünf klassischen Rundinstrumente vermisst garantiert niemand einen digitalen Tacho. Herrlich: Auch ein nachgerüstetes Infotainmentsystem fehlt. Das einzige, das hier flimmert, sind die Augen von der Person auf dem Beifahrersitz, wenn sich der Singer DLS Turbo pfeifend und röhrend in den Grenzbereich katapultiert. Als Grenzbereich lässt sich mit Fug und Recht auch der Preis der 99 Exemplare bezeichnen: Medienberichte sprechen von 2,7 bis 3,1 Mio. US-Dollar (2,33 bis 2,68 Mio. Euro; Wechselkurs: August 2025).