Das endgültige Aus der Ring Racer-Achterbahn am Nürburgring

Der Ring Racer am Nürburgring sollte als schnellste Achterbahn der Welt Geschichte schreiben. Stattdessen wurde er zum millionenteuren Symbol für Fehlplanung. Nun beginnt der Teilabriss entlang des Ringwerks – das endgültige Ende eines Prestigeprojekts, das nie zündete.

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Ein Rennfahrzeug vor dem Ring Racer, daneben sieht man die Tribüne des Nürburgringes.
Ring Racer Nürburgring Foto: Imago

Nach nur vier Tagen Betrieb stand der Ring Racer am Nürburgring jahrelang still – jetzt startet der Teilabriss. Bis Ende August 2025 verschwindet ein Stück gescheiterte Rennstreckengeschichte. Hier sieht man Sebastian Vettel 2013 bei der Red Bull Racing Aktion am Ring Racer vorbei fahren.

Ein Ausschnitt der Ring Racer Achterbahn im dichten Nebel.
Ring Racer Nürburgring Foto: Imago

Nicht jede Geschwindigkeitsfahrt zündet in der Eifel: Lediglich rund 4000 Gäste erlebten den Ring Racer am Nürburgring aktiv, bevor die Achterbahn nach vier Tagen in Betrieb für immer stillstand.

Was als spektakuläre Attraktion und Besuchermagnet für den Nürburgring geplant war, entwickelte sich zu einem jahrelangen Desaster. Der Ring Racer – einst als schnellste Achterbahn der Welt angekündigt – sollte das Motorsport-Mekka um eine futuristische Erlebniswelt erweitern. Am Ende blieb vor allem eines: Ernüchterung und ein teurer Imageschaden.

Jahrelang stand die Achterbahn still. Nun erfolgt im Zuge der Umgestaltung des Ringwerks, das künftig als Technologie- und Entwicklungszentrum für die Autobranche dienen soll, der Teilabriss des Ring Racer. Betroffen ist der Abschnitt entlang des Ringwerks bis zur Haupttribüne. Der Rest der Strecke bleibt vorerst erhalten – ein kompletter Abriss ist (noch) nicht vorgesehen. Bis Ende August 2025  soll der Rückbau abgeschlossen sein.
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Der Nürburgring-Nordschleifen-Rekord des Porsche Taycan Turbo GT (Onboard-Video):

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Video: Porsche

Vom Rekordtraum zur Dauerbaustelle

Groß angekündigt, sollte der Ring Racer mit Druckluftantrieb die Besucher:innen in nur 2,5 s auf über 200 km/h katapultieren – ein Rekordversuch, der perfekt zum Mythos Nürburgring passen sollte. Doch schon die ersten Testläufe zeigten Probleme: Verzögerungen, technische Pannen und Sicherheitsmängel bestimmten die Schlagzeilen. Tatsächlich schaffte die Achterbahn eine maximale Geschwindigkeit von etwa 160 km/h. Mehrfach verschobene Eröffnungstermine und millionenschwere Kostensteigerungen sorgten dafür, dass der einstige Traumzug für Fans und Betreiber:innen gleichermaßen zum Albtraum wurde. Hier geht es zu den Rekordfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife!

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Ein teures Mahnmal am Ring

Als die Achterbahn schließlich am 3. November 2013 – nach lediglich vier Betriebstagen – endgültig stillgelegt wurde, war klar: Der Ring Racer ist kein Aushängeschild, sondern ein Symbol für Fehlplanung und Größenwahn am Nürburgring. Das Projekt verschlang über zehn Millionen Euro, brachte aber kaum Fahrgäste und lieferte den Kritiker:innen der umstrittenen Nürburgring-Erweiterung ein perfektes Beispiel für verschwendetes Potenzial.