Renault Twizy von DMPerformance: Knutschkugel mit 1000 Nm
Auf seine alten Tage lernt der Renault Twizy noch das Driften. Der von DMPerformance getunte Zweisitzer hat dank Motorwechsel Drehmoment wie ein Lkw und zeigt selbst Sportwagen die Rücklichter.
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Von DMPerformance gepimpter Renault Twizy fährt am liebsten quer
Eigentlich war der Renault Twizy als Stadtfahrzeug für wasserscheue Zweiradfahrer:innen gedacht. Die 2,32 m lange Knutschkugel bietet mit ihrer Karosserie, Airbag und den vier Rädern Fahrstabilität und Unfallschutz. Wer zu den optional ansteckbaren Seitenscheiben und Scherentüren greift, fährt weitgehend unbehelligt von Zugluft und Regenguss.
Bis zwei Briten das Nahverkehrsmittel in ein ballistisches Flugobjekt verwandelt haben. Die Burschen von DMPerformance sind berüchtigt dafür, harmlos anmutende Fahrzeuge zu dopen, bis sie vor Kraft kaum noch laufen können. Beim Twizy bedeutet dies: Hier fallen nicht mehr wie ursprünglich 57 Nm über die Hinterräder her, sondern 1000.
Eine runde Zahl, deren Bedeutung man erst versteht, wenn man weiß, dass diese Kraft und Herrlichkeit auf ein Leergewicht von unter 500 kg treffen. Damit mutiert das vierrädrige Leichtkraftfahrzeug zum schweren Geschütz. Die Driftmaschine lässt beim Ampelstart selbst ausgewachsene Pkw alt aussehen und dreht im Video buchstäblich Kreise um einen (allerdings stehenden) Lamborghini Aventador. Bis es so weit kommen konnte, waren allerdings einige Säge- und Schweißarbeiten vonnöten.
Renault Twizy von DMPerformance im Video
Mit einem improvisierten Sperrdifferenzial bietet der Twizy den nötigen Grip
Statt des Originalmotors, schlappe 17 PS (12,6 kW) stark, werkeln im Unterboden jetzt der Antriebsstrang und die Batterie eines Motocross-E-Motorrads von Stark Varg. Die Höchstleistung sieht mit 80 PS (59 kW) vergleichsweise bescheiden aus. Das Drehmoment von 1000 Nm hingegen, vom Stand weg verfügbar, schlägt im Twizy-Heck ein wie der Blitz. Mit dem Sirren einer tobsüchtigen Schlagbohrmaschine legt das Quad mit Dach los wie von der Tarantel gestochen. Die 13-Zöller ringen um Halt und lösen sich gegen Ende des Videos prompt in Luft auf.
Damit es überhaupt zum Kraftschluss kommt, haben die DMPerformance-Artisten das offen laufende Differenzial des Twizy mit einem Gehäuse versehen und dieses mit Fett gesättigt. Das kreiert Reibung, die wie ein Sperrdifferenzial wirkt und hilft, die überbordende Power in Vortrieb zu verwandeln. Dank des tiefliegenden Schwerpunkts des Twizy ist Kippgefahr offenbar kein Problem.
Sogar die zwei Sitze in Tandemposition sind weiterhin voll alltagstauglich und die britischen Bastler haben sich jeglichen optischen Tunings enthalten. Damit wird der einst maximal 80 km/h schnelle Renault Twizy zum ultimativen Sleeper mit Heiterkeitsgarantie. Schade ist nur, dass eine Serienfertigung nicht geplant ist. Außerdem werden für den Stadtstromer, dessen erste Generation seit 2023 nur noch gebraucht erhältlich ist, saftige Preise aufgerufen. Auch der glücklose Nachfolger Mobilize Duo wird nicht mehr neu angeboten.
















