Produkt-Vergleichstest

Reifendruckprüfer im Test: Das sind die besten Produkte

Schlaffe oder zu stark aufgepumpte Reifen sind nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern erhöhen auch Verbrauch und Verschleiß. Ein Reifendruckprüfer sollte daher immer mit an Bord sein. Wir haben sie getestet!

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Collage mit AUTO ZEITUNG-Produkttester Guntram Fiala und Reifendruckprüfern am Reifen eines Autos.
Reifendruckprüfer im Test Foto: AUTO ZEITUNG

Brauchbare Reifendruckprüfer gibt es schon für kleines Geld. Bei unserem Test haben wir allerdings auch weitgehend unbrauchbare gefunden.

Testerhand mit Etenwolf T300 beim Prüfen des Reifendrucks, fotografiert von oben.
Etenwolf T300 im Test Foto: AUTO ZEITUNG

Der Testsieger von Etenwolf glänzt vor allem mit Präzision und einer einfachen Anwendung. Eine leuchtstarke Diode erleichtert die Arbeit im Dunkeln.

AUTO ZEITUNG-Produkttester Guntram Fiala mit JSZDFSV-Reifendruckprüfer beim Prüfen des Reifendrucks, fotografiert von oben.
JSZDFSV-Reifendruckprüfer im Test Foto: AUTO ZEITUNG

Der Reifendruckprüfer von JSZDFSV ist groß. Der doppelte Ventilaufsatz, der lange Druckschlauch und die gut ablesbare Skala machen die Nutzung zum Vergnügen.

Testerhände mit Dokeno PC-6233 beim Prüfen des Reifendrucks, fotografiert von oben.
Dokeno PC-6233 im Test Foto: AUTO ZEITUNG

Für kleines Geld bringt der Preis-Leistungs-Sieger von Dokeno sogar ein Ablassventil mit, mit dem sich der Reifendruck kontrolliert reduzieren lässt.

Testerhand mit Limeow PCT-6231 beim Prüfen des Reifendrucks, fotografiert von oben.
Limeow PCT-6231 im Test Foto: AUTO ZEITUNG

Mit seinem kurzen Druckschlauch eignet sich der Limeow PCT-6231 auch gut für Motorräder oder Fahrräder mit Schrader-Ventil.

Testerhände mit Moorstdel 3-in-1 beim Prüfen des Reifendrucks, fotografiert von oben.
Moorstdel 3-in-1 im Test Foto: AUTO ZEITUNG

Ein echter Tausendsassa: Der Moorstdel 3-in-1 misst nicht nur den Reifendruck. Er dient im Notfall auch als Gurtschneider.

Testerhand mit Moorstdel 3-in-1 beim Schlag auf eine Seitenscheibe, fotografiert von der Seite.
Moorstdel 3-in-1 im Test Foto: AUTO ZEITUNG

Auch als Nothammer kann der Moorstdel 3-in-1 herhalten. Schade hingegen: Der Batteriewechsel ist zu kompliziert.

Testerhände mit WHKM Dial Tire Gauge beim Prüfen des Reifendrucks, fotografiert von oben.
WHKM Dial Tire Gauge im Test Foto: AUTO ZEITUNG

Der Reifendruckprüfer von WHKM sieht nett aus, dürfte aber präziser messen und einen drehbaren Ventilaufsatz mitbringen.

Testerhand mit Welldoer Digital Tire Gauge beim Prüfen des Reifendrucks, fotografiert von oben.
Welldoer Digital Tire Gauge im Test Foto: AUTO ZEITUNG

Das Schlusslicht im Test kommt von Welldoer und wird seinem Namen nicht gerecht. Das nicht hinterleuchtete Display ist im Dunkeln nicht lesbar und die Ausstattung ist spartanisch.

Wer im Auto einen Reifendruckprüfer dabei hat, fährt potenziell auf der sicheren Seite. Der Luftdruck lässt sich so schnell und unabhängig von Tankstellen überprüfen – und mit der eigenen Akku-Luftpumpe (hier im Test) sogar selbstständig korrigieren. Das Fahr- und Bremsverhalten des Autos, der Verbrauch und die Haltbarkeit der Reifen verbessern sich mit dem korrekten Druck. Wir haben sieben Prüfer zum kleinen Preis gründlich geprüft. Zwei fielen im Test durch.

Getestete Reifendruckprüfer im Überblick

Testsieger
Etenwolf T300 Reifendruckprüfer
Etenwolf T300 Reifendruckprüfer
Sehr empfehlenswert
JSZDFSV Reifendruckprüfer
JSZDFSV Reifendruckprüfer
Preis-Leistungs-Sieger
Dokeno PC-6233 Reifendruckprüfer
Dokeno PC-6233 Reifendruckprüfer
 
Limeow PCT-6231 Reifendruckprüfer
Limeow PCT-6231 Reifendruckprüfer
 
Moorstdel 3-in-1 Reifendruckprüfer
Moorstdel 3-in-1 Reifendruckprüfer
 
WHKM Dial Tire Gauge
WHKM Dial Tire Gauge
 
Welldoer Digital Tire Gauge
Welldoer Digital Tire Gauge
Unsere Bewertung
2,6/5
Unsere Bewertung
2,5/5
Unsere Bewertung
2,5/5
Unsere Bewertung
2,3/5
Unsere Bewertung
1,4/5
Unsere Bewertung
1,0/5
Unsere Bewertung
1,0/5

Testsieger: Etenwolf T300

Der Testsieger kommt von Etenwolf und heißt T300. Der digitale Reifendruckprüfer liegt gut in der Hand und lässt bei der Anwendung kaum Wünsche offen. Die große Taste dient zum Anschalten und der Auswahl einer der drei Skalen (bar, psi oder kPa). Auch der angewinkelte Ventilaufsatz erleichtert das Messen. Eine ausreichend starke Leuchtdiode und das helle Display bringen Licht ins Dunkel. Auch an der Messgenauigkeit gibt es nichts zu bekritteln.

Im Gegensatz zu den anderen digitalen Reifendruckprüfern geht sogar der Batteriewechsel leicht von der Hand. Falls dem Etenwolf die Luft ausgeht, kann man die mitgelieferten AAA-Einwegbatterien auch gegen aufladbare Akkus tauschen – ohne Werkzeug. Und auch eine brauchbare Bedienungsanleitung liegt im kleinen Karton, der im Zweifel als Transportverpackung dienen kann. Nur ein Ablassventil sucht man vergebens. Zudem ist das Gehäuse des T300 etwas schmutzempfindlich. Letzteres darf aber als Schönheitsfehler gelten und verhagelt dem Etenwolf T300 nicht den Testsieg.

Sehr empfehlenswert: JSZDFSV-Reifendruckprüfer

Der Reifendruckprüfer von JSZDFSV differenziert sich nicht nur durch seinen unaussprechlichen Namen, sondern hat auch ungewöhnlich große Ausmaße. Mit seinem langen Druckschlauch und dem doppelten Ventilaufsatz erleichtert er den Zugang zum Ventil. Auch der bis 16 bar reichende Messbereich und die große, stoßgeschützte Skala prädestinieren ihn für häufige Druckkontrollen, im Zweifel auch für Lkw-Fahrer:innen. Im Test gefiel das gut platzierte Ablassventil. In Sachen Packmaß und Ausstattung lässt der Reifendruckprüfer aber einige Punkte liegen. Auch eine Verpackung oder eine Bedienungsanleitung sucht man vergebens.

Preis-Leistungs-Sieger: Dokeno PC-6233

Dieser kompakte analoge Reifendruckprüfer gefiel im Test mit einem schlaggeschützten Gehäuse und ließ sich dank des drehbaren Ventilaufsatzes einfach anwenden. Mit dem Ablassventil des Dokeno PC-6233 kann man den Reifendruck auch kontrolliert senken. Auf der Rückseite des Gehäuses gibt es sogar eine zwar schlecht ablesbare, aber dennoch potenziell hilfreiche Umrechnungstabelle für bar, psi und kPa. Auf eine Transportverpackung muss man allerdings verzichten und die Skalen sind arg klein und nicht optimal ablesbar. Dennoch eine befriedigende Leistung, die dem Dokeno-Prüfer zum Titel Preis-Leistungs-Sieger verhilft.

Ergebnisse der Top 3 (Tabelle)

Produkt (Punkte max.)

Etenwolf T300

JSZDFSV Reifendruckprüfer

Dokeno PC-6233

Funktionalität (50)

28

24

22

Qualität (20)

19

16

16

Sicherheit (20)

15

18

19

Nachhaltigkeit (10)

7

10

10

Gesamtpunkte (100)

69

68

67

Bewertung

Befriedigend

Befriedigend

Befriedigend

Prädikat

Testsieger

Sehr empfehlenswert

Preis-Leistungs-Sieger

Weitere Reifendruckprüfer im Test

Limeow PCT-6231

Der Limeow PCT-6231 ist ähnlich aufgebaut wie der Reifendruckprüfer von Dokeno, bringt jedoch einen zwar kurzen, aber nützlichen Druckschlauch mit. Das verbessert insbesondere den Zugang zu Ventilen von Fahrrädern oder Motorrädern. Auch die große Skala mit weißem Ziffernblatt ließ sich im Test sehr gut ablesen. Das solide Mundstück wird hier nicht gesteckt, sondern geschraubt. Ein gummiertes Gehäuse sorgt für Schutz. Verzichten muss man allerdings auf eine Transportverpackung oder eine deutsche Bedienungsanleitung.

Moorstdel 3-in-1

Der Moorstdel 3-in-1 ist das Schweizer Offiziersmesser unter den Reifendruckprüfern. Neben seiner Kernaufgabe – den Reifendruck prüfen – erledigt er auch Nebenjobs als Nothammer und Gurtschneider. Beim Druckprüfen helfen ein blau leuchtender Ventilaufsatz und das kleine, doch sehr gut ablesbare Display. Der starre Winkel von 90 Grad zum Ventil kann die Arbeit allerdings erschweren, denn der Ventilaufsatz ist nicht drehbar. Überhaupt nicht pfiffig: Der Batteriewechsel scheint nicht vorgesehen. Das Gehäuse lässt sich jedenfalls nur äußerst widerwillig öffnen und das Gerät dürfte somit über kurz oder lang zum Wegwerfartikel mutieren.

Ergebnisse der Plätze 4 und 5 (Tabelle)

Modell (Punkte max.)

Limeow PCT-6231

Moorstdel 3-in-1

Funktionalität (50)

20

24

Qualität (20)

16

16

Sicherheit (20)

18

10

Nachhaltigkeit (10)

10

4

Gesamtpunkte (100)

64

54

Bewertung

Befriedigend

Ausreichend

WHKM Dial Tire Gauge

Der Reifendruckprüfer von WHKM setzt auf Minimalismus. Das besonders preisgünstige Manometer bringt außer einem Ablassventil keinerlei Zusatzfunktionen mit. Auch der Ventilaufsatz ist nicht drehbar, was je nach Position des Ventils die Anwendung erschweren kann. Darüber hinaus fiel der Dial Tire Gauge im Test mit der höchsten Ungenauigkeit auf. Eine durchschnittliche Abweichung nach unten von etwas über 0,1 bar bleibt noch im sicherheitsrelevanten Rahmen, führt aber zu Punktabzügen. Auch deshalb erntet das spartanisch ausgestattete Gerät nur die Note Mangelhaft.

Welldoer Digital Tire Gauge

Dieser digitale Reifendruckprüfer von Welldoer ist billig zu haben und fühlt sich auch so an. Das Gerät ist konkurrenzlos leicht und wirkt zerbrechlich. Im Test hat es allerdings zuverlässig gemessen, auch wenn der schnurgerade, nicht drehbare Ventilaufsatz den Zugang zum Ventil erschweren kann. Leider ist das nicht hinterleuchtete LCD-Display im Dunkeln nicht abzulesen. Eine deutsche Bedienungsanleitung oder eine Transportverpackung glänzen durch Abwesenheit. Immerhin lässt sich hier die Knopfzelle mit vertretbarem Aufwand wechseln, wofür man allerdings einen kleinen Schraubendreher bemühen muss.

Ergebnisse der Plätze 6 und 7 (Tabelle)

Modell (Punkte max.)

WHKM Dial Tire Gauge

Welldoer Digital Tire Gauge

Funktionalität (50)

17

12

Qualität (20)

11

14

Sicherheit (20)

10

15

Nachhaltigkeit (10)

10

5

Gesamtpunkte (100)

48

46

Bewertung

Mangelhaft

Mangelhaft

So haben wir getestet

Nach der Prüfung von Materialgüte und Ausstattungsumfang mussten die Reifendruckprüfer ihre Messgenauigkeit unter Beweis stellen. Bei diesem Test galt es, mit je 1,6, 2,1 und 2,6 bar aufgepumpte Autoreifen korrekt zu messen. Als Referenz diente dazu ein geeichtes Manometer. Eine durchschnittliche Abweichung von 0,1 bar vom Zielwert wurde mit Punktabzug geahndet. Bei 0,2 bar Abweichung oder mehr wäre die Disqualifikation erfolgt. Als so ungenau erwies sich aber keiner der Probanden. Auch die Anwendung, die Ablesbarkeit der Skala und eventuelle Zusatzfunktionen wurden mit Punkten entlohnt. Geräte, die ohne deutsche Bedienungsanleitung oder ohne Transportverpackung ausgeliefert wurden, konnten die Höchstpunktzahl nicht erreichen.

Welcher ist der beste Reifendruckprüfer?

Aus unserem Test von günstigen Reifendruckprüfern ging der Etenwolf T300 als Sieger hervor. Der digitale Luftdruckmesser gefiel vor allem mit Präzision, einfacher Handhabung und dem besten Display im Testfeld.

Wie funktioniert ein Reifendruckprüfer?

Die Anwendung eines Reifendruckprüfers ist denkbar einfach: auf das Ventil stecken oder schrauben und das Manometer zeigt den Innendruck des Reifens in bar oder psi an, oft zudem andere Einheiten wie etwa Kilopascal. Das häufig zu hörende Zischen entsteht durch die aus dem Reifen austretende Luft und beeinflusst die Messung nur minimal. Wichtiger ist, dass die Reifen in kaltem Zustand gemessen werden. Warmgefahrene Reifen weisen leicht zwei Zehntel oder mehr Druck auf als kalte.

Welche Arten von Reifendruckprüfern gibt es?

Grob lassen sich zwei Arten von Luftdruckprüfern unterscheiden: analoge Luftdruckprüfer und digitale Manometer mit LCD-Display. Ein digitaler Reifendruckprüfer bietet im Regelfall den Vorteil der genauen Drucküberprüfung und einfachen Handhabung. Dafür benötigt er aber intakte Batterien oder Akkus, während ein analoger Reifendruckprüfer immer einsatzbereit ist.

Wie viel Luftdruck sollte ein Autoreifen haben?

Der korrekte Luftdruck der Reifen hängt von dem Modell, der Radgröße und dem Beladungszustand des Fahrzeugs ab. Die Werte stehen meist im Bedienungshandbuch und auf der Innenseite des Tankdeckels. Manchmal finden sich die Werte auch bei geöffneter Tür auf dem Blech der A-Säule.

Ebenfalls wichtig, ist die Art des Reifens. Winterreifen benötigen in der Regel einen etwas höheren Luftdruck als Sommerreifen. Der Grund ist ein physikalischer: Aufgrund der kalten Temperaturen sinkt der Druck in den Reifen. Deshalb wird empfohlen, Winterreifen mit etwa 0,2 Bar mehr Druck als der Hersteller angibt, zu fahren. Dies geschieht, um optimale Fahreigenschaften und Sicherheit zu gewährleisten.

Wie oft sollte man den Reifendruck beim Auto messen?

Den Reifendruck sollten Autofahrer:innen regelmäßig prüfen (Anleitung), mindestens aber einmal im Monat oder bei jeder zweiten Tankfüllung. Auch bei Fahrzeugen mit einer automatischen Reifendruckkontrollanzeige lohnt sich die Überprüfung. Unabdingbar ist auch die Luftdruckkontrolle nach dem Wechsel von Sommer- auf Winterräder und umgekehrt. Automatische Reifendruckkontrollanzeigen müssen auf den korrekten Wert kalibriert werden.

Fazit

Wenn das Auto nicht bereits über eine Reifendruckkontrolle mit präzisen Druckangaben verfügt, sollte eigentlich immer ein Reifendruckprüfer im Handschuhfach bereitliegen. Der digitale Etenwolf T300 hat sich im Test durchgesetzt, knapp vor zwei analogen Geräten, die ebenfalls gute Dienste leisten. Sparen sollte man sich den Reifendruckprüfer nur, wenn man bereits eine Luftpumpe (hier im Test) besitzt, die über ein integriertes Manometer verfügt.