Erste Testfahrt: So schlägt sich das Peugeot 408 Facelift
Evolution statt Revolution: Peugeot hat das SUV-Coupé 408 optisch mit kundiger Hand retuschiert. Gilt das auch für die Maßnahmen unterm Blech? Erste Testfahrt!
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Erste Testfahrt: Das Peugeot 408 Facelift macht eine gute Figur
Die Pilot:innen streikten, die Flüge mussten umgebucht werden, der Redaktionsschluss stand vor der Tür. Und der Zeitplan? Eng! Dafür empfing uns Südfrankreich mit sonnigem Frühlingswetter und dem frisch überarbeiteten Peugeot 408. Unter dem Blech erhielt die Plug-in-Hybridvariante eine kleine Leistungsspritze auf 239 System-PS (176 kW), die das französische Entwicklungsteam in der Typbezeichnung nonchalant auf „240“ aufrundet. Grund genug, uns diese 408-Version für die erste Testfahrt auszusuchen.
Von außen ist die neue „Löwenfrisur“ schnell beschrieben: eine neue Tagfahrlicht-Grafik im „Drei-Krallen-Design“, die sich auch in den Heckleuchten wiederfindet. Hinzu kommen ein im Dunkeln beleuchtetes Markenlogo und ein ebensolcher Schriftzug am Heck – unterstützt von dem spektakulär neuen Farbton „Flare Grün“: Je nach Lichteinfall schimmert der Lack grün bis gelb. Beim Aufpreis hierfür muss aber niemand rot sehen. Erfreulicherweise berechnet der Hersteller für eine dermaßen kolorierte Blechhaut tatsächlich nichts extra.
Einsteigen bitte und Zündung einschalten! Die Batterie, deren Nettokapazität inzwischen auf 17,4 kWh gewachsen ist, ist voll geladen. Der Bordcomputer zeigt eine E-Reichweite von 70 km an, was ziemlich nah an der WLTP-Angabe von 77 bis 79 km liegt. Wir starten zu einer provenzalischen Runde, die uns durch kleine Orte, über Landstraßen und strikt tempolimitierte Autobahnen führt.
Der Peugeot 308 SW (2025) im Fahrbericht (Video)

Kraft und Komfort vereint das Peugeot 408 Facelift erfolgreich
Hier zeigt sich der renovierte Peugeot 408 – wie bisher – von seiner Sonnenseite. Der Geräuschkomfort verdient nicht zuletzt wegen der Akustikverglasung und der wirkungsvollen Reduzierung von Wind- und Abrollgeräuschen das Prädikat exzellent. Das gilt vor allem im Elektrobetrieb. Aber auch wenn der 180 PS (132 kW) starke Verbrenner, bei dem es sich in seinen Grundzügen immer noch um den 1,6-l-Turbo aus der Kooperation von Stellantis-Vorgänger PSA und BMW handelt, an die Arbeit geht, gerät dies nicht zur Ohren-Tortur. Lediglich beim Ausdrehen, wozu sich das lebhafte Aggregat gern überreden lässt, ist ein leicht sportiver Ton zu vernehmen.
Das Wechsel- und Zusammenspiel zwischen dem Turbobenziner und dem 92 kW (125 PS) liefernden E-Motor wirkt unterdessen recht geschmeidig. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet ebenso. Beim Wechsel in den Sportmodus geht es allerdings etwas ruppiger und erwartungsgemäß auch zackiger zu.
Die Zugkraft von 360 Nm Systemdrehmoment setzt das Peugeot 408 Facelift effektiv in Schub um, auch dank der guten Traktion. Der Wunsch nach flottem Fortkommen wird also hinreichend erfüllt. Für das Protokoll: 100 km/h sollen nach 7,5 s erreicht und 233 km/h Spitze bei Bedarf möglich sein. Und selbst als Stromer ist mit 135 km/h mehr als die Richtgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen drin. Trotz seiner 20-Zoll-Bereifung bügelt der Franzose Wellblech-Asphalt erfolgreich glatt, quittiert lange Bodenwellen mit einem Schulterzucken und begeistert in verwinkelten Ortsdurchfahrten mit seinem kleinen Wendekreis.
Unter der südfranzösischen Sonne fällt auch ein wenig Schatten
Alles im Lot also? Unter südfranzösischer Sonne fällt auch ein wenig Schatten. Nämlich auf das immer noch gewöhnungsbedürftige i-Cockpit, wo je nach Statur und Lenkradeinstellung ein Teil der Armaturen verdeckt wird. Auch die wohlgeformten Sitze dürften je nach Beinlänge etwas mehr Oberschenkelauflage bieten. Der Blick auf den Bordcomputer versöhnt: Nach 100 km im Hybridmodus meldet dieser nur 2,8 l Durchschnittsverbrauch pro 100 km und noch sechs Kilometer Restreichweite der Batterie.
In Summe war diese Testfahrt ein gelungenes Antistress-Programm und für uns nach der beschwerlichen Anreise genau das Richtige. Für alle anderen, die ebenfalls die Ruhe der Hast vorziehen, gibt es den 408 ab sofort rezeptfrei bei jedem Peugeot-Händler ab 47.600 Euro.
Fazit
Die Überarbeitung hält den 408 zweifelsohne jung dank dezenter optischer Auffrischung, stärkerem Antrieb, ordentlichen Fahrleistungen und viel Komfort. Hätten wir noch einen Wunsch frei, dann wäre das ein Allradantrieb.
Technische Daten des Peugeot 408 Plug-in-Hybrid 240 e-DSC7
AUTO ZEITUNG 09/2026 | Peugeot 408 Plug-in-Hybrid 240 e-DSC7 |
|---|---|
Technische Daten | |
Motoren | 1,6-l-Vierzylinder; ein E-Motor |
Antrieb | 7-Gang-Doppelkupplung; Vorderrad |
Systemleistung | 176 kW / 239 PS |
Max. Systemdrehmoment | 360 Nm |
Akkukapazität | 17,4 kWh (netto) |
Karosserie | |
Außenmaße (L / B / H) | 4687 / 1859 (2062)* / 1480 mm |
Leergewicht / Zuladung | 1706 / 504 kg |
Kofferraumvolumen | 415 – 1483 l |
Fahrleistungen | |
Beschleunigung (0 – 100 km/h) | 7,5 s |
Höchstgeschwindigkeit | 233 km/h |
Verbrauch auf 100 km | 2,6 – 2,9 l S + 12,9 – 13,2 kWh |
Elektr. Reichweite | 77 - 79 km |
Kaufinformationen | |
Grundpreis | 47.600 € |
Marktstart | April 2026 |
Alle Daten Werksangaben; *Breite inklusive Außenspiegel | |





















