Opel Kadett C Aero & Kadett E GSi Cabrio: Frischluft-Blitze

Von einer Cabrio-Tradition kann man bei Opel kaum sprechen. Zwar gab es schon vom Kadett A offene Versionen, diese entstanden aber bei Karosseriebauern wie zum Beispiel Welsch. Mit dem bei Baur gefertigten Aero gab es wieder ein eigenes Modell, mit dem Kadett E Cabrio begann eine neue Ära. 

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Der Opel Kadett C Aero und der Opel Kadett E GSi Cabrio fahrend von schräg vorne fotografiert.
Opel Kadett C Aero/Opel Kadett E GSi Cabrio Foto: Niklas Gotta

Der Aero ist als echtes Spaßauto zu verstehen, während es erst mit dem Kadett E ein vollwertiges Cabrio gab.

Der Opel Kadett C Aero fahrend von schräg vorne fotografiert.
Opel Kadett C Aero Foto: Niklas Gotta

Der vergleichsweise hohe Preis hielt das Interesse am Aero im Zaum. 

Der Opel Kadett C Aero fahrend von der Seite fotografiert.
Opel Kadett C Aero Foto: Niklas Gotta

Das Targadach verschwindet im Kofferraum, der hintere Verdeckteil wird wie bei einem normalen Cabrio aufgerollt. 

Der Opel Kadett C Aero fahrend von schräg hinten fotografiert.
Opel Kadett C Aero Foto: Niklas Gotta

Das Konzept mit abnehmbarem Dach und herausnehmbarer Heckscheibe erinnerte an Porsches Targa. 

Das Cockpit des Opel Kadett C Aero.
Opel Kadett C Aero Foto: Niklas Gotta

Der schräg stehende Schaltknauf ist typisch für die ersten Kadett-Generationen. 

Die Sitze des Opel Kadett C Aero.
Opel Kadett C Aero Foto: Niklas Gotta

Die namensgebende Frischluft weht eher verhalten um die Köpfe von Fahrer:in und Beifahrer:in.

Der Motor des Opel Kadett C Aero.
Opel Kadett C Aero Foto: Niklas Gotta

Mindestens 60 PS (44 kW), in unserem Fall sogar 75 PS (55 kW) sorgen für ausreichend Spaß unter blauem Himmel.

Das Opel Kadett E GSi Cabrio fahrend von der Seite fotografiert.
Opel Kadett E GSi Cabrio Foto: Niklas Gotta

1987 platzte der Cabrio-Knoten: Als letzte Variante des Kadett E erschien das Cabrio des oft als "Windei" titulierten Opel.

Das Opel Kadett E GSi Cabrio fahrend von der Seite fotografiert.
Opel Kadett E GSi Cabrio Foto: Niklas Gotta

Trotz Bügel bietet der Kadett E aber deutlich mehr Frischluft-Vergnügen als der Aero. 

Das Opel Kadett E GSi Cabrio fahrend von schräg hinten fotografiert.
Opel Kadett E GSi Cabrio Foto: Niklas Gotta

Mit dem Irmscher-Paket wurde der offene GSi noch sportlicher. 

Das Cockpit des Opel Kadett E GSi Cabrio.
Opel Kadett E GSi Cabrio Foto: Niklas Gotta

Auch das Kadett E Cabrio war mit dem "Mäusekino" genannten Tacho zu haben. 

Die Sitze des Opel Kadett E GSi Cabrio.
Opel Kadett E GSi Cabrio Foto: Niklas Gotta

Mit der niedrigen Sitzposition und der flachen Scheibe bleibt man von allzu kräftigen Verwehungen verschont. 

Der Motor des Opel Kadett E GSi Cabrio.
Opel Kadett E GSi Cabrio Foto: Niklas Gotta

115 PS (85 kW) reichten zum Glücklichsein unter blauem Himmel. 

Der Opel Kadett C Aero und der Opel Kadett E GSi Cabrio statisch von schräg vorne fotografiert.
Opel Kadett C Aero/Opel Kadett E GSi Cabrio Foto: Niklas Gotta

Das Zeug zum Kult-Cabrio haben sowohl der Aero als auch der GSi. 

Mit Limousine, Caravan und Coupé war die Kadett-Baureihe für die damaligen Verhältnisse recht gut aufgestellt – irgendwelche undefinierbaren SUV- oder Crossover-Varianten waren noch kein Thema. Und doch fehlte etwas im Portfolio des Kadett C. Ein frisches, ungewöhnliches Auto. Die Antwort gab es bei Baur: Der Stuttgarter Karosseriebauer hatte in erster Linie auf BMW-02-Basis einige Cabrio-Limousinen auf die Räder gestellt.
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Der Opel Frontera (2024) im Fahrbericht (Video):

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Video: AUTO ZEITUNG

Offene Blitze: Opel Kadett C Aero oder lieber Kadett E GSi Cabrio?

Das Konzept mit abnehmbarem Dach und herausnehmbarer Heckscheibe erinnerte an Porsches Targa und kam vor allem jenen Zweiflern entgegen, die gern offen fuhren, Cabrios aber für zu unsicher hielten. Gerade in den USA kam der Cabrio-Markt Anfang der 70er-Jahre völlig zum Erliegen. Opel-Mutter GM hatte also auch keine großen Ambitionen, ein Vollcabrio anzubieten. Der Aero sollte die Lösung sein – wenn auch nicht in großen Stückzahlen, so doch wenigstens fürs Image. Machen wir es kurz: Mit lediglich 1242 verkauften Exemplaren in zwei Jahren nimmt der Aero innerhalb der rund 1,6 Mio Mal produzierten Baureihe die Rolle des Exoten ein.

Bis heute bietet der halb offene Opel reichlich Diskussionsstoff: "Kein echtes Cabrio", finden die einen, "ein echtes Unikat" schwärmen die anderen. Beide Seiten haben recht: Nein, ein Cabrio ist der Aero nicht. Die namensgebende Frischluft weht eher verhalten um die Köpfe von Fahrer:in und Beifahrer:in. Und wenn der mittlere Dachteil erst einmal im Kofferraum verstaut wurde, ist dieser für alles andere blockiert. Bezeichnend: Der Aero war eben ein Freizeitmobil und bietet damit heute beste Voraussetzungen zum Schönwetter-Klassiker.

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1987 folgt der E Kadett als Cabrio

Der stabile Aufbau vermeidet Cabrio-typische Verwindungen. Technik und Fahrverhalten sind bestens vertraut, wenn man die Kadett-C-Baureihe kennt. Mindestens 60 PS (44 kW), in unserem Fall sogar 75 PS (55 kW) und die farbenfrohe Ausstattung sorgen für ausreichend Spaß unter blauem Himmel. Träumen erlaubt: Was wäre gewesen, wenn Opel den Aero mit dem GT/E gekreuzt hätte? Dann wäre er vermutlich komplett unbezahlbar geworden. Denn auch sein vergleichsweise hoher Preis hielt das Interesse am Aero im Zaum.

Der Ausflug in die Welt der Cabrios blieb zunächst eine einmalige Sache: Beim Kadett D überließ man das Aufschneiden der Karosserie Spezialisten wie der Firma Bieber, die Kadett-D-Fahrenden sogar einen Umbausatz anboten. 1987 platzte der Cabrio-Knoten: Als letzte Variante des Kadett E erschien das Cabrio des oft als "Windei" titulierten Opel. Doch zunächst experimentierten die Rüsselsheimer noch: Das bei Bertone aufgeschnittene Cabrio basierte auf der dreitürigen Limousine und trug zudem dessen (Facelift-)Front. Später erhielten auch die schwächeren Cabrios die optischen Merkmale des GSi. Der Name Kadett verschwand zwischenzeitlich aus der Typbezeichnung.

Das Opel Kadett E GSi Cabrio fahrend von schräg hinten fotografiert.
Foto: Niklas Gotta

Robuste Technik sorgt für Freude

Mit der niedrigen Sitzposition und der flachen Scheibe bleibt man von allzu kräftigen Verwehungen verschont, trotz Bügel bietet der Kadett E aber deutlich mehr Frischluft-Vergnügen als der Aero. Der hier gezeigte Kadett wurde 1992 mit dem Irmscher-Paket sowie dem 2,0-l-Motor mit 115 PS (85 kW) ausgeliefert und ist bis heute in diesem Zustand geblieben – eine Seltenheit, wurden doch viele Autos umgebaut oder sind weggerostet.

Die Technik galt und gilt zwar als robust, Verarbeitung sowie Haltbarkeit des Blechs sind aber eher bescheiden. Am Ende überlebte das Cabrio die Baureihe um zwei Jahre und gab die Initialzündung für eine neue Cabrio-Tradition im Hause Opel, die sich mit Astra und Cascada fortsetzte. Wir danken übrigens Opel Classic und Dieter Budke von der Alt-Opel IG für die Bereitstellung dieses bunten Kadett-Portfolios.

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Technische Daten von Opel Kadett C Aero und Opel Kadett E GSi Cabrio

Classic Cars 10/2022Opel Kadett C AeroOpel Kadett E GSi Cabrio
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/24/2
Hubraum1584 cm³1998 cm³
Leistung55 kW/75 PS85 kW/115 PS
Max. Gesamtdrehmoment bei115 Nm 3800-4200/min175 Nm 3000/min
Getriebe/Antrieb4-Gang-Getriebe/Hinterrad5-Gang-Getriebe/Vorder­rad
L/B/H4127/1580/1375 mm3998/1663/1380 mm
Leergewicht820 kg980 kg
Bauzeit1976-19781987-1993
Stückzahl1242k. A.
Beschleunigung
null auf 100 km/h
13,0 s10,0 s
Höchstgeschwindigkeit157 km/h195 km/h
Verbrauch auf 100 kmk. A.k. A.
Grundpreis (Jahr)15.375 Mark (1977)30.920 Mark (1991)