Welcher Opel Frontera ist besser? Benziner & Elektro im Test-Duell
Der Opel Frontera 1.2 DI mit Benzinmotor und der vollelektrische Opel Frontera Electric gehen mit unterschiedlichen Antriebskonzepten an den Start, teilen sich aber die gleiche Karosserie. Wer bietet mehr fürs Geld? Die Antwort liefert unser Vergleichstest.
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Benziner & Elektro im Test: Das Frontera-Raumangebot überzeugt
Das Raumgefühl überzeugt: Beide Varianten des Opel Frontera – der Elektro und der Benziner – verfügen bei aufgestellten Rücksitzen über 460 l Kofferraumvolumen, das sich bei umgeklappter Rückbank auf bis zu 1600 l erweitern lässt. Gerade für Alltag, größere Einkäufe oder ausgedehnte Reisen bieten die zwei den nötigen Stauraum. Grundsätzlich gut gelungen ist beim Opel Frontera Electric die Unterbringung der Batterie – das Ladevolumen bleibt trotz Elektroantrieb voll erhalten.
Deutliche Unterschiede zeigen sich im Vergleichstest bei der Sitzkonfiguration. Während der elektrische Frontera ausschließlich als Fünfsitzer erhältlich ist, kann die Verbrenner-Kundschaft für 800 Euro (ab Linie GS für 3500 Euro) eine Siebensitzer-Version ordern. Der Grund: Die Batterie beansprucht beim Stromer doch zu viel Platz und limitiert zugleich die Zuladung.
Opel Frontera Hybrid mit konzeptionellen Vorteilen
Die Motorisierung unterstreicht die konzeptionellen Unterschiede: Der Opel Frontera 1.2 DI ist ein Mildhybrid mit 1,2-l-Dreizylinder-Turbobenziner und einer zusätzlichen 16 kW starken E-Maschine, was zusammen eine Systemleistung von 107 kW (145 PS) und frechen 230 Nm Drehmoment ergibt. Demgegenüber steht der Frontera Electric mit nüchternen 83 kW (113 PS) und 122 Nm. Im Alltag zeigt sich, dass der hybridisierte Benziner deutlich agiler und in seiner Leistungsabgabe präsenter ist, während das E-Modell ein direktes, aber eher gemäßigtes Ansprechverhalten bietet.
Noch klarer werden die Unterschiede bei Reichweite und Verbrauch: Der Frontera 1.2 DI benötigt durchschnittlich 6,5 l Benzin auf 100 km und kommt mit einer Tankfüllung bis zu 676 km weit. Der elektrische Opel verbraucht 17,6 kWh auf 100 km, bringt es mit seinem 43,8-kWh-Akku im Vergleichstest aber nur auf 248 km Reichweite. Seine Ladeleistung liegt bei 100 kW. Das Laden von zehn auf 80 Prozent dauert zwar nur 26 min, reicht dann aber auch nur für etwa 170 km. Für längere Distanzen ist das E-Modell daher eher nicht geeignet.
Auch bei der Anhängelast liegen Welten zwischen den Varianten: Während der Benziner bis zu 1250 kg ziehen darf, ist der Elektro-Frontera auf 350 kg beschränkt.
Benziner: Geringerer Wertverlust, höhere Betriebskosten
Am Ende spielen Kosten und Umweltbilanz natürlich eine große Rolle: Der Opel Frontera Electric punktet im Vergleichstest mit lokal emissionsfreiem Fahren und geringeren Wartungskosten, ist aber in der Anschaffung teurer. Vorteil Benziner: Der Einstiegspreis und damit auch der Wertverlust fallen niedriger aus, und das Tanken ist schnell erledigt, dafür sind Verbrauch und Wartung kostenintensiver. Für Privatkund:innen ergibt sich: Wer unter 20.000 km pro Jahr bleibt, fährt inklusive Wertverlust wirtschaftlicher mit Benzin. Betrachtet man nur die reinen Betriebskosten, sieht der Elektro-Frontera besser aus.
Fazit
Aus Sicht der Privatkundschaft, die auch den Wertverlust tragen muss, punktet der Benziner nicht nur bei Reichweite, Zugkraft und Fahrleistungen, sondern auch bei den Kosten unter 20.000 km jährlich. Der Elektro-Frontera glänzt mit geringen Wartungs- und Kraftstoffkosten, ist aber teurer sowie bei Reichweite und Anhängelast eingeschränkt – und nicht als Siebensitzer erhältlich.
Technische Daten & Messwerte des Opel Frontera 1.2 DI Hybrid eDCT und Frontera Electric
AUTO ZEITUNG 03/2026 | Opel Frontera 1.2 DI Hybrid | Opel Frontera Electric (44 kWh) |
|---|---|---|
Technische Daten | ||
Motoren | 3-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo, 48-V-Hybrid | permanenterregte Synchronmaschine |
Hubraum | 1199 cm³ | – |
Leistung Verbrenner | 107 kW / 145 PS, 5500 /min | – |
Max. Drehmoment Verbrenner | 230 Nm bei 1750 /min | – |
Leistung E-Motoren | 16 kW / 21 PS; 55 Nm | 83 kW / 113 PS |
Systemleistung | 107 kW / 145 PS | 83 kW / 113 PS |
Max. (System-)Drehmoment | 230 Nm | 122 Nm |
Getriebe / Antrieb | 6-Gang Doppelkupplung / Vorderrad | Konstantübersetzung / Vorderrad |
Akkukapazität | 48 V / 0,432 kWh | 400 V / 43,8 kWh |
Maße & Gewichte | ||
Außenmaße (L / B / H) | 4385 / 1849 / 1655 mm | 4385 / 1849 / 1655 mm |
Radstand | 2670 mm | 2670 mm |
Kofferraumvolumen | 460 – 1600 l | 460 – 1600 l |
Leergewicht | 1319 kg | 1514 kg |
Zul. Gesamtgewicht / Zuladung | 1830 / 511 kg | 2030 / 516 kg |
Anhängelast gebr. / ungebr. | 610 / 1250 kg | 350 / 350 kg |
Fahrleistungen | ||
Beschleunigung (0–100 km/h) | 9,1 s | 14,2 s |
Höchstgeschwindigkeit | 189 km/h | 143 km/h |
WLTP-Verbrauch auf 100 km | 5,3 l S / 100 km | 18,3 kWh / 100 km |
Testverbrauch auf 100 km | 6,5 l S / 100 km | 17,6 kWh / 100 km |
CO2 (Test / WLTP) | 154 / 119 g/km | 64 / 0 g/km |
Reichweite elektrisch | – | 248 km |
Kaufinformationen | ||
Grundpreis | 25.990 € | 28.990 € |
Werkstattkosten² | 566 / 761 € | 340 / 440 € |
Wertverlust³ | 3262 / 3775 € | 4160 / 4559 € |
HP / VK Typklassen | 17 / 22 | 17 / 23 |
HP / VK Kosten | 1392 / 1675 € | 1440 / 1733 € |
Steuer | 72 € | 0 € |
Kraftstoffkosten⁴ | 1122 / 2244 € | 880 / 1760 € |
Gesamtkosten | 3152 € / 4752 € | 2660 € / 3933 € |
Gesamtkost. inkl. Wertverl. | 6414 € / 8527 € | 6820 € / 8492 € |
Kosten pro Kilometer¹ | 0,32 / 0,24 € 0,64 / 0,43 € inklusive Wertverlust | 0,27 / 0,20 € 0,68 / 0,42 € inklusive Wertverlust |
¹pro Jahr bei 10.000/20.000 km Laufleistung bei vierjähriger Nutzung ²Wartungskosten pro Jahr einschl. üblicher Verschleißteile ohne Reifen, ermittelt durch den ADAC ³Wertverlust ermittelt durch die DAT (Deutsche Automobil Treuhand) ⁴Preisgrundlage: Strom: 0,50 €/kWh, Benzin: 1,81 €/l, Diesel: 1,65 €/l | ||



















