Seat Arona: Erste Testfahrt mit dem 2026er Facelift
Seat steht seit einigen Jahren im Schatten der erfolgreichen Tochtermarke Cupra – trotzdem geht es weiter und das City-SUV Arona erhält 2026 ein zweites Facelift. Unsere erste Testfahrt!
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Das ändert Seat mit dem Arona Facelift
Der Seat Arona erhält sein zweites Facelift seit der Einführung im Jahr 2017, dessen Auslieferung beginnt im Januar 2026. Für dieses Update erfährt der Arona eine ähnliche – sprich: zurückhaltende – Designauffrischung wie der Ibiza. Neue Scheinwerfer, Stoßfänger und Felgendesigns gehören ebenso zum Update wie einige neue Farben. Im Innenraum zeigt sich ein ähnliches Bild: leichte Änderungen bei den Materialien sowie eine dezente Aktualisierung der Technik.
Das Seat Ibiza Facelift (2025) im Video

Drei Benziner-Optionen
Das Motorenangebot ändert sich 2026 mit dem neuen Seat Arona Facelift kaum. Alle Antriebe sind Turbo-Benziner, je nach Version mit Handschaltung oder DSG kombiniert, und treiben ausschließlich die Vorderräder an. Den Einstieg bildet ein 1,0-l-Dreizylinder mit 95 PS (70 kW), darüber rangiert eine Variante mit 115 PS (85 kW). Zusätzlich gibt es einen 1,5-l-Vierzylinder mit 150 PS (110 kW), den der Ibiza nicht anbietet. Dieser ist ausschließlich mit einem Siebengang-DSG gekoppelt.
Ab 2027 sind jedoch Änderungen geplant: Seat bestätigt die Einführung von Mildhybrid-Verbrennern. Diese dürften als eTSI bezeichnet werden und sowohl ein Drehmomentplus als auch eine weiterentwickelte Start-Stopp-Funktion bieten.
Erste Testfahrt im neuen Arona
Wie die erste Testfahrt im neuen Seat Arona Facelift zeigt, sind die kleineren 1,0-l-Motoren unsere Empfehlung, da sie sowohl Kosten als auch Kraftstoff sparen. Der getestete 1,5-l-Topmotor überzeugt dagegen nicht restlos – er klingt rauer als die zwar präsenten, aber gut gedämpften Dreizylinder. Trotz eines um 1,6 s schnelleren Spurtwerts von 0 auf 100 im Vergleich zum stärkeren 1,0-l-Motor wirkt er subjektiv kaum flotter. Zudem schaltet das Doppelkupplungsgetriebe mitunter zögerlich herunter. Der Grund dürfte eine sparsame Abstimmung sein, leider wirkt sich diese aber auch auf die Reaktionsfreude aus.
Die Physik lässt sich beim Arona nicht ganz überlisten: In Kurven neigt sich die Karosserie etwas stärker als beim kleineren Ibiza, der Unterschied fällt jedoch nicht gravierend aus. Insgesamt ist der Arona ein ordentlich abgestimmter kleiner Crossover. Die Lenkung arbeitet geschmeidig und gleichmäßig, der Fahrkomfort geht in Ordnung. Wir saßen bei der ersten Testfahrt in einer niedrigen Ausstattung auf 16-Zoll-Rädern. 18-Zöller standen nicht zur Verfügung: Doch, bei einer Fahrt mit 18-Zoll-Rädern im Jahr 2024 wirkte das Fahrwerk spürbar härter. Empfehlenswert bleiben daher die kleineren Radgrößen.
Die Bedienung bleibt überwiegend intuitiv
Der Innenraum des neuen Seat Arona Facelift präsentiert sich überwiegend logisch aufgebaut und mit leicht verständlicher Technik. Die neuen Zierelemente fallen kaum auf, die Sitzmuster wirken ansprechend und machen trotz vollständiger Stoffausführung einen langlebigen Eindruck. Die Basissitze sind allerdings recht straff gepolstert, während die stärker konturierten Sitze der FR-Modelle besseren Halt bieten.
Serienmäßig ist ein 8,2-Zoll-Infotainmentscreen an Bord, höhere Ausstattungen verfügen über ein neun Zoll großes Display. Beide Systeme sind auf Seat angepasste Varianten des aus anderen Modellen bekannten Konzern-Infotainments und arbeiten solide. Einstiegsmodelle besitzen analoge Instrumente, höherwertige Varianten können mit digitalen Anzeigen ausgestattet werden.
Trotz Hartplastik: Innenraum hinterlässt soliden Eindruck

Insgesamt erweist sich der Innenraum des neuen Seat Arona Facelift bei der ersten Testfahrt als angenehm. Viele physische Bedienelemente reduzieren das Touchscreen-Gefummel. Gewöhnungsbedürftig ist zwar das neue ADAS-Menü (Advanced Driver Assistance Systems), das über die Lenkradtasten gesteuert wird – einmal verinnerlicht, empfanden wir die Assistenzsysteme jedoch als gut bedienbar. Die Verarbeitung wirkt solide: Es ist zwar einiges an dunklem Hartplastik zu finden, an den entscheidenden Stellen wirkt das Interieur jedoch robust.
Im Fond reicht das Platzangebot auch für Erwachsene und fällt etwas großzügiger aus als im Ibiza, der Kofferraum fasst 400 l und liegt damit über dem Klassendurchschnitt. Nur der Ford Puma bietet mehr Stauraum, was vor allem auf die sogenannte „Megabox“ unter dem Ladeboden zurückzuführen ist.
Fazit
Da sich nur wenig geändert hat, gibt es auch kaum Anlass, unser Urteil anzupassen: Der Seat Arona bleibt ein solider kleiner Crossover mit guter Verarbeitung, ausreichendem Platzangebot und ordentlichen Fahreigenschaften. Wirkt er im Vergleich zu technikbetonteren oder modischeren Alternativen wie Mini Aceman oder Peugeot 2008 etwas traditionell? Ja. Doch genau das ist nicht zwangsläufig ein Nachteil.
Technische Daten des Seat Arona 1.5 TSI
AUTO ZEITUNG | Seat Arona 1.5 TSI |
|---|---|
Technische Daten | |
Motor | 4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo; 1498 cm³ |
Antrieb | 7-Gang; Doppelkupplung; Vorderrad |
Leistung | 110 kW / 150 PS, 5000 – 6000 /min |
Max. Drehmoment | 250 Nm, 1500 – 3500 /min |
Karosserie | |
Außenmaße (L / B / H) | 4153 / 1780 / 1537 mm |
Leergewicht / Zuladung (EU) | 1268 / 577 kg |
Kofferraumvolumen | 400 – 1280 l |
Fahrleistungen | |
Beschleunigung (0 – 100 km/h) | 8,3 s |
Höchstgeschwindigkeit | 212 km/h |
Verbrauch auf 100 km | 5,6 – 5,9 l S |
Kaufinformationen | |
Grundpreis | 33.250 € |
Marktstart | Januar 2025 |
Alle Daten Werksangaben | |



















