Erste Testfahrt: Überarbeiteter Opel Astra im Check
Das Facelift des Opel Astra bringt frischen Wind in die Kompaktklasse. Mit geschärftem Design, aufgewertetem Innenraum und effizienteren Antrieben will Opel den Kombi wieder ganz nach vorne bringen. Erste Testfahrt mit dem Astra Sports Tourer mit Mildhybrid-Antrieb.
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Der Opel Astra Sports Tourer Facelift bei der ersten Testfahrt
Die Sonne in Kroatien meint es gut mit uns am Tag der ersten Testfahrt mit dem Opel Astra Sports Tourer, der als Facelift fast genauso strahlt. Das liegt vor allem an seiner neuen Front. Opel hat dem Kompaktkombi ein geschärftes Gesicht verpasst, inklusive beleuchtetem Blitz im Vizor-Grill. Zusammen mit den neu inszenierten LED-Elementen ergibt sich daraus eine Art leuchtender Kompass. Damit hat der Astra nun einen noch stärkeren Wiedererkennungswert, sowohl am Tag als auch bei Nacht. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt zudem eine neue Lackfarbe im Programm: Exklusiv für den Sports Tourer gibt es ein kräftiges Grün namens „Klover Green“.
Endlich Schluss mit Klavierlack
Innen zeigt sich die Modellpflege besonders sinnvoll. Unserer Ansicht nach eine der besten Entscheidungen: Der Klavierlack ist verschwunden. Statt der empfindlichen Hochglanzflächen gibt es jetzt matte Materialien, die deutlich angenehmer wirken und im Alltag weniger nerven. Das Cockpit erscheint dadurch ruhiger und hochwertiger. Dass Opel weiterhin auf echte Tasten für zentrale Funktionen setzt, macht die Bedienung angenehm unkompliziert - gerade während der Fahrt ein echter Pluspunkt im Vergleich zu anderen Herstellern. Auch beim Sitzkomfort legt der Astra nach. Die bekannten Intelli-Sitze sind nun serienmäßig an Bord. Mit ihrer typischen Aussparung im Bereich des Steißbeins sollen sie vor allem auf längeren Strecken für Entlastung sorgen.
Mildhybrid mit solidem Mix aus Effizienz und Fahrspaß
Unter der Haube unseres Testwagens arbeitet ein 1,2-l-Dreizylinder mit Turboaufladung und elektrischer Unterstützung. Zusammen kommt das System auf 145 PS (107 kW). Auf dem Papier klingt das zunächst unspektakulär, doch die erste Testfahrt zeigt, dass das Gesamtpaket ideal für den Alltag scheint und gut zum Charakter des Autos passt. Der Astra beschleunigt in 9,0 s auf Tempo 100 und wirkt dabei keineswegs träge. Im Gegenteil: Gerade auf Landstraßen zeigt er sich überraschend lebendig. Im Sportmodus wird die Lenkung straffer und die Rückmeldung direkter. Das schafft Vertrauen, wenn es etwas flotter um die Kurven geht. Gleichzeitig bleibt das Fahrwerk komfortabel genug für lange Strecken.
Der Antrieb arbeitet dabei angenehm unauffällig im Hintergrund. Beim Rangieren oder im Stadtverkehr unterstützt der Elektromotor spürbar, ohne sich aufzudrängen. Selbst beim Dahingleiten auf der Autobahn hilft das System noch bis 135 km/h mit. Das Ergebnis ist ein Verbrauch von rund 5,0 bis 5,1 l auf 100 km nach WLTP. Das ist ein Wert, der sich durchaus mit einem Diesel messen kann. In Verbindung mit dem 52-l-Tank sind so Reichweiten von über 1000 km möglich, was den Astra besonders für Langstrecken- und Vielfahrende interessant macht.
Ganz ohne Kritik bleibt das Facelift aber nicht. Der günstige Benziner mit Handschaltung fällt aus dem Programm, der Einstieg beginnt jetzt mit dem Mildhybrid bei 32.990 Euro, statt wie zuvor unter 30.000 Euro. Allerdings relativiert sich der Aufpreis ein Stück weit über die Zeit – gerade durch den geringeren Verbrauch. Im Wettbewerbsumfeld trifft der Astra weiterhin auf bekannte Größen wie den Toyota Corolla Touring Sports, der als Vollhybrid noch etwas sparsamer unterwegs ist, oder den VW Golf Variant, der allerdings als Mildhybrid und Kombi 3000 Euro teurer ist. Beim Platzangebot spielt der Opel mit bis zu 1634 l Ladevolumen auf Augenhöhe mit dem VW.
Fazit
Am Ende macht das Facelift genau das, was es soll: Es verbessert den Opel Astra an den richtigen Stellen, ohne seinen Charakter zu verändern. Der Sports Tourer bleibt ein angenehm unkomplizierter Kombi, der Komfort, Alltagstauglichkeit und Effizienz gut miteinander verbindet – jetzt aber mit verbesserter Technik und einem deutlich moderneren Auftritt.
Technische Daten des Opel Astra Sports Tourer Hybrid
AUTO ZEITUNG 07/2026 | Opel Astra Sports Tourer Hybrid |
|---|---|
Technische Daten | |
Motor | 3-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo; 1199 cm³; 48-V-Mildhybrid |
Antrieb | 6-Stufen-Automatik; Vorderrad |
Leistung | 107 kW / 145 PS |
Max. Drehmoment | 230 Nm |
Karosserie | |
Außenmaße (L / B / H) | 4642 / 1859 (2062)* / 1480 mm |
Leergewicht / Zuladung | 1454 / 496 kg |
Kofferraumvolumen | 597 – 1634 l |
Fahrleistungen | |
Beschleunigung (0 – 100 km/h) | 9,0 s |
Höchstgeschwindigkeit | 210 km/h |
Verbrauch auf 100 km | 5,1 - 5,0 l |
Kaufinformationen | |
Grundpreis | 32.990 € |
Marktstart | April 2026 |
Alle Daten Werksangaben; *Breite inklusive Außenspiegel | |





















