Testfahrt im neuen VW T-Roc: Mehr Qualität, Platz & Funktionalität
Die zweite Generation des VW T-Roc ist spürbar erwachsener geworden und räumt mit den Kritikpunkten am Vorgänger auf. Das Kompakt-SUV bietet jetzt mehr Qualität, mehr Platz, mehr Funktionalität – und mehr Lifestyle. Erste Testfahrt!
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Kritik angenommen: Neues T-Roc-Interieur fällt wertiger aus
Etwas mehr als zwölf Zentimeter hat der neue VW T-Roc in der Länge zugelegt. Den Großteil davon beansprucht zwar die neue Crash-Struktur der Fahrzeugfront, doch auch im Innenraum gibt es spürbar mehr Bewegungsfreiheit: Der um 30 mm längere Radstand kommt vollständig dem Knieraum im Fond zugute. Zudem profitiert der Kofferraum und bietet nun 475 bis 1350 l Stauvolumen – das entspricht mindestens 30, bei umgelegten Rücksitzen sogar 60 l mehr als beim Vorgänger.
Noch offensichtlicher fällt der Qualitätssprung des Interieurs ins Auge, das seinen spröden Kunststoff-Charme ablegt und mit moderner Gestaltung, ansprechenden Materialien und originellen Details aufwartet. Die Armaturentafel ist fast vollständig mit einem neuartigen Mesh-Stoff überzogen, was dem neuen VW T-Roc einen ungewohnt progressiven Look verleiht.
Das Entwicklungsteam ist jedoch nicht nur stolz auf die feine Haptik des Gewebes, sondern preist auch dessen Haltbarkeit an, da es selbst nach Jahren nicht vom Sonnenlicht ausbleichen und sich leicht reinigen lassen soll. Ob das stimmt, wird die Zeit zeigen, doch schon jetzt erfreut die Lösung mit einer absolut blendfreien Oberfläche, die sich zu keinem Zeitpunkt in der Frontscheibe spiegelt. Auch interessant: Unsere Produkttipps bei Amazon
Bedienbarkeit des Infotainments merklich gesteigert
Dazu passend lassen sich die größeren digitalen Instrumente (zehn Zoll) ebenfalls sehr gut ablesen. Per View-Taste können außerdem mehrere Layouts für die Armaturen abgerufen werden: von einem zentralen Rundinstrument über die klassische Ansicht mit zwei Uhren bis hin zu einer vollformatigen Kartenansicht. Dazu kommt ein auf das Minimum an Infos reduzierter Nacht-Modus.
Dass weniger mehr sein kann, beweist auch das Lenkrad, das neuerdings wieder über haptische Tasten statt Touch-Flächen verfügt. Das zentrale Infotainment-Display lässt sich ebenfalls einfacher bedienen. Anzeigeleisten im oberen und unteren Bereich des Touchscreens (optional bis zu 12,9 Zoll groß) erlauben den direkten Zugriff auf Klima-Funktionen oder etwa die Assistenzsysteme. So lässt sich der vorgeschriebene, aber oft als nervig empfundene, Tempolimit-Warner mit einem Fingertipp abschalten.
Auch die Türtafeln wirken jetzt hochwertiger als bisher und überraschen je nach Ausstattung mit einem Ambientelicht, das durch perforierte Kunstlederelemente hindurchleuchtet. Der Türöffner innen ist zwar stylish, aber nicht auf Anhieb erkennbar. Gut: Außen bleibt es bei soliden Bügelgriffen statt trendiger Klappgriffe. Dass man sich auf Anhieb wohlfühlt im neuen VW T-Roc, liegt nicht zuletzt an den gewohnt bequemen Sitzen, die nun optional sogar mit 14-Wege-Einstellung, ergoActive-Polsterung und Massagefunktion zu haben sind.
Die Konkurrenten:
Erste Testfahrt: Der neue VW T-Roc ist betont komfortabel
Das passt gut zum angenehmen Fahrkomfort. Schon mit dem Standard-Fahrwerk bügelt der kompakte Crossover bei unserer ersten Testfahrt Straßenschäden gekonnt aus. Noch besser gelingt dies dem optionalen DCC-Fahrwerk, dessen adaptive Dämpfer sich bei Bedarf in 16 Stufen einstellen lassen. Selbst mit den auf Wunsch verfügbaren 20-Zoll-Rädern rollt der T-Roc noch geschmeidig ab und zeigt nur auf Querfugen etwas Härte.
Überhaupt hinterlässt der neue VW T-Roc bei der ersten Testfahrt einen betont komfortablen Eindruck, den er mit geringen Innengeräuschen unterstreicht. Speziell auf 19-Zoll-Sportreifen beweist er aber dank gewachsener Spurbreite und Mehrfachlenker-Hinterachse durchaus dynamische Tugenden. Die Lenkung arbeitet linear und zielgenau, der 150-PS-eTSI tritt kraftvoll an, doch im Alltag wirkt der günstigere 115-PS-Motor dank des fülligen Drehmoments von 220 Nm und der identischen Hybrid-Unterstützung ähnlich souverän.
Einen tatsächlich nennenswerten Verbrauchsvorteil bietet er indes nicht. Doch das ist nicht schlimm, da beide Leistungsstufen mit Werten ab 5,5 l pro 100 km glänzen und technisch alles aufbieten, was beim Spritsparen hilft – unter anderem das serienmäßige Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das nicht nur die Effizienz, sondern auch Dynamik und Komfort steigert.
Der VW T-Roc im Video:

Technische Daten des VW T-Roc 1.5 eTSI
| AUTO ZEITUNG 26/2025 | VW T-Roc 1.5 eTSI |
| Technische Daten | |
| Motor | 4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo; 1498 cm³; 48-V-Mildhybrid-System |
| Antrieb | 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe; Vorderrad |
| Leistung | 110 kW / 150 PS |
| Max. Drehmoment | 250 Nm |
| Karosserie | |
| Außenmaße (L/B/H) | 4373 / 1828 (2044)* / 1573 mm |
| Leergewicht/Zuladung (EU) | 1399 / 581 kg |
| Kofferraumvolumen | 475 - 1350 l |
| Fahrleistungen | |
| Beschleunigung (0-100 km/h) | 8,9 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 212 km/h |
| Verbrauch auf 100 km | 5,5 l S |
| Kaufinformationen | |
| Grundpreis | 36.755 € |
| Marktstart | November 2025 |
| Alle Daten Werksangaben; * Breite inklusive Außenspiegeln | |
Fazit
Der neue VW T-Roc macht einen großen Schritt vorwärts: Er wirkt hochwertiger und bietet mehr Platz, überzeugt mit Funktionalität, angenehmem Komfort und sparsamen Mild-Hybrid-Antrieben. Zudem fällt der Preisanstieg sehr moderat aus, wenn man die umfangreichere Ausstattung mit einkalkuliert.












