Erste Testfahrt: Unser Eindruck vom neuen Toyota RAV4
Er ist eines der meistverkauften Autos der Welt und will es auch bleiben. Deshalb ist der Generationswechsel beim Toyota RAV4 behutsam und bedeutsam zugleich. Erste Testfahrt!
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Erste Testfahrt im Toyota RAV4
Ja, er ist eines der meistverkauften Autos der Welt. In mehr als 30 Jahren hat Toyota über 15 Mio. RAV4 gebaut und davon allein in Europa 2,5 Mio. Exemplare auf die Straße gebracht. Optisch war er dabei nie besonders aufdringlich, was sich mit der sechsten Auflage des Toyota RAV4 ändern soll: Wenn im Juni der Tiguan-Konkurrent an den Start geht, sieht sie deshalb ein bisschen nach Toyota Land Cruiser aus und soll mit ihren Ecken und Kanten die Abenteuerlust wecken. Selbst im Cockpit gibt es jetzt deutlich mehr rechte Winkel, auf der Mittelkonsole fallen noch vor der ersten Testfahrt die groben und griffigen Schalter auf.
Aber der neue Look lässt nicht auf einen neuen Kurs schließen, denn auch der neue Toyota RAV4 bleibt ganz der Alte: Er steht auf der bisherigen, gründlich verbesserten Plattform und übernimmt deshalb mit 2,69 m Radstand und 4,60 m Länge auch die alten Abmessungen, sodass die Platzverhältnisse nur deshalb profitieren, weil es jetzt endlich Selbstverständlichkeiten wie eine Sitzhöheneinstellung für den Sozius gibt.
Und vor allem ändert sich nichts an der Antriebsstrategie: Da die Japaner:innen für die Generation E ja den bZ4X haben und sie nicht ohne Grund Hybrid-Weltmeister sind, gibts den RAV4 auch weiterhin nur mit der Kraft der zwei Herzen. So rüsten sie den 2,5 l großen und mageren 143 PS (105 kW) starken Vierzylinder wahlweise zum Voll- oder zum Plug-in-Hybrid auf – beide mit Front- oder Allradantrieb.
Der Toyota Land Cruiser (2025) im Video

Der neue RAV4 fährt komfortabler und sparsamer
Allerdings hat Toyota auch die Technik feingeschliffen. Der RAV4 rollt deshalb nicht nur ruhiger und schmatzt Bodenwellen oder Kopfsteinpflaster satter weg, er wird auch sparsamer und kommt entsprechend weiter. Der Hybrid – mit 185 PS (136 kW) und Frontantrieb oder 194 PS (143 kW) und Allradantrieb – braucht bis zu zehn Prozent weniger und fährt im besten Fall mit 4,9 l vom Prüfstand. Der 272 PS (200 Kw) oder 309 PS (227 kW) starke Steckdosen-Hybrid profitiert von einer um 30 Prozent auf 22,7 kWh vergrößerten Batterie, mit der die elektrische Reichweite auf bis zu 137 km steigt.
Außerdem lässt sich der Akku jetzt in einigen Varianten zusätzlich am Schnelllader mit immerhin 50 kW einstöpseln, sodass die elektrischen Anteile auch im Alltag steigen sollen. Beim Laden mag der Toyota RAV4 damit Tempo machen, auf der linken Spur gibt er sich während der ersten Testfahrt aber weiterhin gemütlich: Die Sprintwerte liegen bei 5,8 bis 8,0 s, und Schluss ist für alle Varianten schon bei 180 km/h.
Die Software arbeitet nun deutlich schneller
Aber es geht Toyota diesmal ja auch nicht nur um die dynamischen Disziplinen – das größte Augenmerk lag auf der Digitalisierung. Man sich die Bildschirmlandschaften der vornehmlich chinesischen Konkurrenten zwar nicht ganz verkniffen, doch der 12,9 Zoll große Touchscreen in der Mitte ist immerhin ein bisschen schlanker geworden.
Im Hintergrund läuft beim Toyota RAV4 jetzt eine neue Software namens Arene: Sie ist viermal schneller als bisher, hat achtmal mehr Speicherplatz, erlaubt mehr Apps und mehr individuelle Anpassungen, sodass nun sogar Google- oder Waze-Karten ins Cockpit wandern. Zudem ist die RAV4-Software zum ersten Mal voll OTA-Update-fähig (Over-The-Air) und wird somit über die Jahre nicht älter, sondern besser. Und als erstes Update verspricht man in Japan den Streaming-Dienst Spotify.
Die Preise starten bei 43.990 Euro für den 185 PS (136 kW) starken Vollhybrid mit Frontantrieb. Der Plug-in-Hybrid (272 PS / 200 kW, Frontantrieb) beginnt bei 49.990 Euro, mit 309 PS (227 kW) und Allrad sind es 53.990 Euro. In der hier gezeigten Top-Ausstattung GR Sport kostet der RAV4 mindestens 56.190 Euro als Vollhybrid mit 194 PS (143 kW) und Allrad.
Fazit
Toyota folgt beim RAV4 konsequent der Hybrid-Strategie. Mit mehr Leistung, weniger Verbrauch, größerer Batterie und mehr E-Reichweite macht das SUV besonders als Plug-in-Hybrid große Fortschritte. Und dank schnellerer und flexiblerer Software kommt der RAV4 nun auch digital auf den aktuellen Stand.
Technische Daten des Toyota RAV4 2.5 Plug-in-Hybrid AWD-i
AUTO ZEITUNG 09/2026 | Toyota RAV4 2.5 Plug-in-Hybrid AWD-i |
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Technische Daten | |
Motoren | 4-Zylinder, 4-Ventiler; zwei E-Motoren |
Antrieb | Stufenlose Automatik; Allrad |
Systemleistung | 227 kW / 309 PS |
Max. Systemdrehmoment | k.A. |
Akkukapazität | k.A. |
Karosserie | |
Außenmaße (L / B / H) | 4600 / 1880 / 1680 mm |
Leergewicht / Zuladung | 1820 / 750 kg |
Kofferraumvolumen | 446 – 1619 l |
Fahrleistungen | |
Beschleunigung (0 – 100 km/h) | 5,8 s |
Höchstgeschwindigkeit | 180 km/h |
Verbrauch auf 100 km | 1,3 – 1,7 l S + 13,5 – 12,7 kWh |
Elektr. Reichweite | 137 km |
Kaufinformationen | |
Grundpreis | 53.990 € |
Marktstart | 2026 |
Alle Daten Werksangaben | |





















