Fahrbericht

Das ist der Gipfel: Erste Testfahrt mit dem neuen Skoda Peaq

Das englische Wort Peak steht für Gipfel oder Höhepunkt, Peaq für Skodas neues Elektro-Flaggschiff. Weswegen der Name passt, zeigt unsere erste Testfahrt im Prototyp!

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Der Skoda Peaq fahrend von schräg vorne abgebildet und virtuell enttarnt.
Mit Hilfe moderner Computer-Technik haben wir den camouflierten Peaq enttarnt. Foto: Avarvarii
Der Skoda Peaq fahrend von der Seite abgebildet und virtuell enttarnt.
Auch der bislang größte Stromer der tschechischen Marke zeigt das Modern Solid-Design. Foto: Avarvarii
Der Skoda Peaq fahrend von schräg hinten abgebildet und virtuell enttarnt.
Apropos solide: Wenn es sein muss, schafft der Peaq über 600 km (WLTP) ohne Ladepause. Foto: Avarvarii
Der Skoda Peaq stehend von schräg vorne abgebildet und getarnt.
Der Peaq wirkt unaufgeregt und wohlproportioniert. Foto: Skoda
Der Skoda Peaq stehend von schräg hinten abgebildet und getarnt.
Winkelförmige LED-Leuchten prägen die Heckansicht des Raumriesen. Foto: Skoda
Der Skoda Peaq fahrend von schräg vorne abgebildet und getarnt.
Wer auf großem Fuß lautlos dahingleiten möchte, findet dem ersten Eindruck nach im Skoda Peaq die passende Lösung. Foto: Skoda
Der Skoda Peaq fahrend von schräg hinten abgebildet und getarnt.
Hier trifft viel Platz auf Komfort, pfiffige Details, einen passenden Antrieb mit alltagstauglicher Reichweite und eine voraussichtlich faire Preisgestaltung. Foto: Skoda

Skoda Peaq als Elektro-Pendant zum Kodiaq

Bei allem Fortschritt denkt Skoda mit einem Augenzwinkern auch an seine Vergangenheit. So findet sich am rechten Rand der Windschutzscheibe des neuen Peaq ein Piktogramm dreier Rennradfahrer. Das erinnert einerseits an das jahrelange Tour de France-Sponsoring der Marke, andererseits an die beiden Skoda-Gründer Laurin und Klement, die ihr Handwerk mit der Fertigung von Fahrrädern begannen.

Im Hier und Jetzt steht die erste Testfahrt mit dem neuen, noch stark getarnten Skoda Peaq an, der seine Weltpremiere erst im Sommer 2026 feiert und im Herbst desselben Jahres auf den Markt kommt. Das 4,87 m lange Elektro-SUV ist im Grunde genommen das stromernde Pendant zum Kodiaq.

Der Skoda Epiq im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Viel Platz, gute Verarbeitung und clevere Funktionen

Mit bis zu sieben Sitzen lebt der Peaq auf großem Fuß und wird von den Tschechen in einem Atemzug mit Konkurrenten vom Schlag eines Kia EV9 oder Peugeot E-5008 genannt. Bereits in der fünfsitzigen Konfiguration bietet er nicht nur großzügige Platzverhältnisse für die Personen an Bord – im Fond nicht zuletzt dank der längs verschiebbaren Rücksitzbank –, sondern auch noch reichlich Gepäck-Kapazität: Ins Heck passen nämlich zwischen 935 und 2150 l. Ein Frunk stellt zusätzliche 37 l bereit, also mehr als genug Platz für das Ladekabel.

Die Vorserienmodelle, die wir bereits in Augenschein nehmen konnten, präsentieren sich durchweg mit einer hochwertigen Materialanmutung. Dem Komfort dienen etwa Sitze mit Massage-Funktion und ein High-End-Soundsystem von Sonos.

Pfiffige Neuerungen hat der Peaq ebenfalls an Bord: Dazu zählt beispielsweise das 2,1 m² messende Glasdach, das sich auf Knopfdruck durch Anlegen einer geringen elektrischen Spannung segmentweise oder vollständig abdunkeln lässt. Zudem sind die Wischwasser-Düsen für eine verbesserte Scheibenreinigung nun in die Wischerarme integriert, während sich die Laderaumabdeckung im Frunk verstauen lässt.

Beim Thema Connectivity setzt Skoda jetzt auf ein Android-basiertes Infotainment-System, das sich over the air updaten lässt. Das Fahrerinformationsdisplay misst nun 10,25 Zoll und der jetzt vertikal angeordnete Zentralbildschirm 13,6 Zoll. Optional gibt es ein Augmented Reality-Head-up-Display.

Bis zu 299 PS und 600 km Reichweite

Antriebsseitig stehen drei Versionen zur Wahl: Die jeweils heckgetriebenen Varianten 60 (150 kW / 204 PS) und 90 (210 kW / 286 PS) sowie die Allradausgabe 90X mit 220 kW (299 PS). Es gibt zwei Batteriegrößen – und zwar mit einer Kapazität von netto 59 kWh (für 60) und netto 86 kWh (für 90 und 90x). In Kombination mit den Versionen 90 und 90x sollen Reichweiten von mehr als 600 km machbar sein. Bei letzterer soll die Ladeleistung bis zu 195 kW betragen. Die kleinere Batterie begnügt sich mit 160 kW.

Erste Testfahrt: Komfortabel und handlich

Die ersten Testkilometer mit einem Vorserienfahrzeug vom Typ 90 geben einen Vorgeschmack auf das, was uns im Serienfahrzeug erwartet. Da wäre zum Beispiel der überaus spontane und druckvolle Antritt der 210 kW. Laut Skoda genug, um die 100-km/h-Marke nach nur 7,1 s zu erreichen und bis zu 180 km/h schnell zu sein.

Das Fahrwerk glänzt zumindest auf italienischen Landstraßen mit gehobenem Abrollkomfort. Wie sich dieser entwickelt, wenn verschlissener Asphalt unter die Räder genommen wird, muss sich später zeigen. Die Geräuschdämmung lässt dem ersten Eindruck nach ebenfalls keine Wünsche offen. Und dank eines Wendekreises von nur 9,9 m (Heckantriebsvariante) dürfte der tschechische Riese auch innerorts hinreichend handlich sein.

Einstiegspreis unter 50.000 Euro wahrscheinlich

Zum Einstiegspreis schweigt sich Skoda zwar noch aus – doch ist man bekanntlich für Deutschland um Preisparität zu vergleichbaren Verbrennermodellen bemüht. Das wäre in diesem Fall der Kodiaq, der als 204 PS starker Plug-in-Hybrid ab 49.920 Euro zu haben ist. Und das bedeutet, dass auch der Basispreis des Peaq unter 50.000 Euro liegen könnte – eine klare Ansage an die Konkurrenz.

Fazit

Wer auf großem Fuß lautlos dahingleiten möchte, findet dem ersten Eindruck nach im Skoda Peaq die passende Lösung. Hier trifft viel Platz auf Komfort, pfiffige Details, einen passenden Antrieb mit alltagstauglicher Reichweite und eine voraussichtlich faire Preisgestaltung.