Fahrbericht

Charme der alten Schule: Erste Testfahrt im neuen Seat Ibiza

Nein, wirklich – Sie lesen hier tatsächlich den Testbericht zum „neuen“ Seat Ibiza. Der Kleinwagen der Marke wurde nur leicht überarbeitet, um ihn auf dem neuesten Stand zu halten, und kommt im Januar 2026 auf den Markt.

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Der Seat Ibiza fährt über eine Landstraße, fotografiert von schräg vorne.
Der Spanier erfuhr ein zweites Facelift (das erste erfolgte 2021) und ist im Wesentlichen weiterhin identisch mit dem Modell, das 2017 auf den Markt kam. Foto: Seat
Der Seat Ibiza fährt über eine Landstraße an einem Gewässer, fotografiert von schräg hinten.
Das Fahrverhalten ist ausgewogen, auch die Karosserie baut kaum auf. Natürlich ist der Ibiza kein Sportwagen, aber ein sehr ausgewogenes, gut abgestimmtes und sicheres Auto. Foto: Seat
Das Cockpit des Seat Ibiza.
Der Ibiza verdient Lob für sein vergleichsweise schnörkelloses Interieur und die Tatsache, dass viele Bedienelemente noch über physische Schalter gesteuert werden. Foto: Seat
Die Vordersitze im Seat Ibiza.
Die Sitze der Basisversion wirken recht hart, da bieten die Sportsitze im FR-Modell deutlich mehr Komfort. Foto: Seat
Der Seat Ibiza steht vor einer Hafenkulisse, fotografiert von schräg vorne.
Diese Ibiza-Generation bot schon immer ein gutes Auto und die minimalen Änderungen haben daran nichts geändert. Foto: Seat
Der Seat Ibiza steht vor einer Hafenkulisse, fotografiert von schräg hinten.
Eine durchdachte Innenraumgestaltung und simpel gehaltene Motorisierungen sorgen dafür, dass er wohl eines der benutzerfreundlichsten Autos seiner Klasse ist. Foto: Seat

Zweites Ibiza Facelift ab 2026 mit kleineren Verbesserungen

Während so viele der (verbliebenen) Kleinwagen auf moderne Technik und elektrifizierte Antriebe setzen, wirkt der überarbeitete Seat Ibiza im Vergleich dazu ausgesprochen altmodisch. Tatsächlich hat sich für 2026 nicht viel geändert: Der Spanier erfuhr ein zweites Facelift (das erste erfolgte 2021) und ist im Wesentlichen identisch mit dem Modell, das 2017 auf den Markt kam.

Die Aktualisierungen beschränken sich größtenteils auf optische Verbesserungen, um das Fahrzeug aufzufrischen. Die neue Frontpartie umfasst neue Scheinwerfer, überarbeitete Stoßfänger vorn und hinten sowie vier neue Felgendesigns. Im Innenraum finden sich neue Sitze, ein paar kleine Zierelemente und eine leicht überarbeitete Version des Infotainmentsystems.

Das Seat Ibiza Facelift (2026) im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Weiterhin vier Benziner – absehbar mit Mildhybridisierung

Der überarbeitete Seat Ibiza wird ab 2026 mit insgesamt vier Benzinmotoren angeboten. Das Angebot beginnt mit einem 1,0-l-Sauger mit 80 PS (59 kW) und Fünfgang-Schaltgetriebe. Weiterhin gibt es zwei Leistungsstufen des turbogeladenen Dreizylinders – 95 PS (70 kW, nur mit Sechsgang-Schaltgetriebe) und 115 PS (85 kW, wahlweise mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe) – sowie einen 1,5-l-Vierzylinder mit 150 PS PS (110 kW).

Noch einmal überarbeitet werden die Motoren im Jahr 2027, um Mildhybrid-Optionen ergänzt und voraussichtlich als eTSI bezeichnet.

Erste Testfahrt: Der 115-PS-Motor kriegt unsere Empfehlung

Unser Testwagen war mit der 115 PS (84 kW) starken Version des turbogeladenen Dreizylinders und dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet. Der Motor ist spritzig, bietet ausreichend Leistung, hat ein kaum wahrnehmbares Turboloch und ist während der Testfahrt angenehm leise. Manchmal schaltet das DSG-Automatikgetriebe etwas langsam herunter, ermöglicht aber (sofern man sich für ein Modell mit Fahrmodi entscheidet) im Eco-Modus das Segeln ohne Gaswegnahme.

Das Fahrverhalten ist ausgewogen, auch die Karosserie baut kaum auf. Natürlich ist der Ibiza kein Sportwagen, aber ein sehr ausgewogenes, gut abgestimmtes und sicheres Auto.

Schnörkelloses Interieur – gut zu bedienen

Wie der Seat Arona, der VW Polo und der Skoda Fabia verdient auch der Ibiza Lob für sein vergleichsweise schnörkelloses Interieur und die Tatsache, dass viele Bedienelemente noch über physische Schalter gesteuert werden. Er ist übersichtlich gestaltet, für ein Auto dieser Klasse solide verarbeitet und alles wirkt stimmig. Der Infotainment-Bildschirm und die digitalen Instrumente der von uns getesteten FR-Version sind gut ablesbar.

Natürlich wurden auch die neueren Sicherheitsbestimmungen für Assistenzsysteme in den Ibiza integriert. Über das Kombiinstrument lässt sich ein überarbeitetes Menü aufrufen, mit dem sich die Fahrassistenten anpassen oder deaktivieren lassen. Die Tastenanordnung am Lenkrad ist allerdings nach wie vor etwas unübersichtlich.

Die Vordersitze im Seat Ibiza Facelift (2026).
Foto: Seat

Bei den Sitzdesigns setzt Seat auf strapazierfähige Stoffe in trendigen Designs. Die Basisversion SE ist allerdings recht hart gepolstert, die Sitze des FR-Modells bieten da deutlich mehr Komfort. Die Beinfreiheit im Fond ist für Erwachsene knapp, auf kurzen Strecken kommt man aber gut zurecht.

Der 355 l fassende Kofferraum ist für einen Kleinwagen recht großzügig und wird nur von den Raumexperten von Skoda mit dem Fabia, der auf derselben Plattform basiert, und dem Clio der sechsten Generation übertroffen.

Fazit

Diese Ibiza-Generation war schon immer ein gutes Auto und die minimalen Änderungen haben daran nichts geändert. Eine durchdachte Innenraumgestaltung und simpel gehaltene Motorisierungen sorgen dafür, dass er wohl eines der benutzerfreundlichsten Autos seiner Klasse ist.

Technische Daten des Seat Ibiza 1.0 TSI

AUTO ZEITUNG

Seat Ibiza 1.0 TSI

Technische Daten

Motor

3-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo; 999 cm³

Antrieb

7-Gang-Doppelkupplung; Vorderrad

Leistung

85 kW / 115 PS

Max. Drehmoment

200 Nm

Karosserie

Außenmaße (L / B / H)

4059 / 1780 (1942)* / 1447 mm

Leergewicht / Zuladung

1168 / 512 kg

Kofferraumvolumen

355 – 1165 l

Fahrleistungen

Beschleunigung (0 – 100 km/h)

9,9 s

Höchstgeschwindigkeit

200 km/h

Verbrauch auf 100 km

5,2 l S

Kaufinformationen

Grundpreis

23.890 €

Marktstart

2026

Alle Daten Werksangaben; *Breite inklusive Außenspiegel