Neuer Porsche 911 Turbo S (2025): So lautet unser Testfahrt-Fazit

Dem neuen Porsche 911 Turbo S (2025) verleihen 711 Hybrid-PS Flügel, das optimierte Aktiv-Fahrwerk sichert die Bodenhaftung. Spoiler: Diese Kombi geht bei der ersten Testfahrt so richtig ab. Also anschnallen, bitte!

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Der Porsche 911 Turbo S fabriziert unglaubliche Fahrleistungen

Er beansprucht die Spitzenposition innerhalb der Elfer-Dynastie – der Porsche 911 Turbo S. Das unterstreicht er seit dem Facelift (hier erläutern wir alle Varianten des Porsche 911) mit neuerdings 711 PS (523 kW), geschärfter Optik, aktiver Aerodynamik sowie einem extrem kompetenten Fahrwerk in aller Konsequenz. Ein Druck aufs Gaspedal, und alle Zweifel am Hybridkonzept verstummen. Ansatzlos schießt der Turbo S bei unserer ersten Testfahrt nach vorn, hängt dabei hellwach und sensibel am Gas. Der Biturbo-Boxer im Heck drückt in allen Lebenslagen mit dem mächtigen Punch von bis zu 800 Nm und ermöglicht Fahrleistungen, die einen sprach- wenn nicht fassungslos machen: Null auf Tempo 100 absolviert der Allradler in 2,5 s, 200 km/h erreicht er in nur 8,4 s. Wahnsinn!

Noch mehr als diese Fabelwerte vermuten lassen, begeistert der Sechszylinder dabei mit seinem fein abgestimmten, kraftvollen Sound und der perfekten Dosierbarkeit dieser Urgewalt. Das komplexe Zusammenspiel von zwei elektrischen Turboladern, einem E-Motor (60 kW/82 PS, 188 Nm) im Getriebe und dem komplett neuen 3,6-l-Motor (640 PS/471 kW) sorgt dafür, dass jeder noch so kleine Gasimpuls ohne wahrnehmbare Verzögerung exakt so viel Power freisetzt, wie es die Person am Steuer in diesem Augenblick wünscht. Das vermittelt wahre Souveränität. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Der Porsche 911 Turbo S (2025) fährt über eine Rennstrecke, fotografiert von vorne.
Porsche 911 Turbo S (2025) Foto: Porsche

Der überarbeitete Porsche 911 Turbo S folgt absolut bedingungslos allen Lenkbefehlen und setzt selbst kleinste Vorgaben zuverlässig und präzise in Richtungswechsel um!

Der Porsche 911 Turbo S (2025) fährt über eine Rennstrecke, fotografiert von schräg hinten.
Porsche 911 Turbo S (2025) Foto: Porsche

Schon beim Durchfahren der ersten flotten Kurve fasst man am Lenkrad sofort ein unerschütterliches Vertrauen in die Fähigkeiten dieses Autos und ...

Der Porsche 911 Turbo S (2025) fährt über eine Rennstrecke, fotografiert von der Seite.
Porsche 911 Turbo S (2025) Foto: Porsche

... wirft sich mit wachsender Begeisterung in die nächsten Biegungen.

Eine technische Zeichnung zeigt den Antriebsstrang des Porsche 911 Turbo S (2025) ohne Karosserie.
Porsche 911 Turbo S (2025) Foto: Porsche

Je ein elektrisch angetriebener Abgasturbolader pro Zylinderbank eliminiert jede Form von Turboloch. Vielmehr boostet der Biturbo mit unmittelbarem Druckaufbau die Power des Sechszylinder-Boxers. Zudem liefert er bis zu 28 kW Rekuperationsleistung, die ins 400-V-Bordnetz zurückfließen.

Das Cockpit des Porsche 911 Turbo S (2025).
Porsche 911 Turbo S (2025) Foto: Porsche

Das Cockpit kennen wir so schon von den schwächeren und ebenfalls überarbeiteten Elfer-Brüdern.

Die Lehnen der Sportsitze im Porsche 911 Turbo S (2025).
Porsche 911 Turbo S (2025) Foto: Porsche

"Turbo S", falls man trotz der absurd anmutenden Fahrleistungen doch einmal vergisst, in welchem Auto man sitzt.

AUTO ZEITUNG-Redakteur Martin Urbanke steht auf Höhe der Fahrertür am Porsche 911 Turbo S (2025), fotografiert von schräg vorne.
Porsche 911 Turbo S (2025) Foto: Porsche

Aktualisierte 911-Front mit aktiven Kühlluft-Lamellen und aufblasbarer Spoilerlippe sowie HD-Matrix-LED-Scheinwerfern.

Der Porsche 911 Turbo S (2025) steht auf einer Rennstrecke, fotografiert von schräg hinten.
Porsche 911 Turbo S (2025) Foto: Porsche

Neu gestaltetes Heck mit Titan-Auspuffrohren und aktivem Flügelprofil.

Erste Testfahrt: Das Auto erzeugt ein unerschütterliches Vertrauen

Mindestens ebenso beeindruckend wirkt, dass der überarbeitete Porsche 911 Turbo S (2025) absolut bedingungslos allen Lenkbefehlen folgt und selbst kleinste Vorgaben zuverlässig und präzise in Richtungswechsel umsetzt. Bei unserer ersten Testfahrt vermittelt der Turbo S mit seinem neuerdings vom 400-V-Bordnetz gespeisten Wankausgleich (PDCC) ein Optimum an Rückmeldung und ein Maximum an Stabilität. Schon beim Durchfahren der ersten flotten Kurve fasst man am Lenkrad sofort ein unerschütterliches Vertrauen in die Fähigkeiten dieses Autos und wirft sich mit wachsender Begeisterung in die nächsten Biegungen. Auf öffentlichen Straßen dürfte dieser Porsche kaum je an seine Grenzen stoßen, sofern nicht die Person am Steuer selbst vollkommen die Bodenhaftung verliert. Das Auto bietet jedenfalls auch dank neuer Pirelli P Zero R-Bereifung ein schier unerschöpfliches Dynamikpotenzial.

Die aktiven Stabilisatoren reduzieren aber nicht nur die Aufbaubewegung in Kurven, sondern verbessern zusammen mit Hinterachslenkung und Differentialsperre auch die Agilität. Wer tatsächlich mal zu schnell sein sollte, kann sich zudem jederzeit auf die extrem standfesten Carbon-Keramik-Bremsen verlassen. Eine verbesserte Kühlung und größere Scheiben garantieren eine rigorose Verzögerung. Bei weniger dynamischer Fahrweise erlaubt das Fahrwerk des Turbo S einen verblüffend guten Abrollkomfort, und die Liftfunktion an der Vorderachse hebt die Nase in nur 3,5 s hoch genug an, um schadlos über Schwellen oder steile Rampen zu fahren. 

Die Konkurrenten:

Trotz Mehrgewichts fühlt sich die Neuauflage leichter an

Zusätzliche Bauteile und Crash-Strukturen sowie die Hybridkomponenten treiben das Gewicht zwar um 85 kg nach oben. Doch das fällt bei einem Plus von 61 PS nicht ins Gewicht. Im Gegenteil: Der neue Porsche 911 Turbo S (2025) fühlt sich bei unserer ersten Testfahrt leichter an als der Vorgänger. Einen Teil des Mehrgewichts verursachen die Stellmotoren der aktiven Aerodynamik, die je nach Situation und Fahrprogramm für mehr Anpressdruck oder weniger Luftwiderstand sorgen.

Neuartige aktive Diffusorklappen im vorderen Unterboden wirken dabei zusammen mit dem Turbo-typischen Heckflügel, dessen Position in Höhe und Neigung variiert. Steht  der Flügel steil im Wind, wird die Höchstgeschwindigkeit auf 290 km/h limitiert, um die 325 mm breiten Hinterräder nicht zu überlasten. Auch die Spitze von 322 km/h ist elektronisch begrenzt, um Kompromisse im Set-up zu vermeiden.

Seine Position als Topmodell der 992.2-Reihe zeigt sich aber nicht allein in den extrem breit gefächerten Talenten, die den Turbo S gleichermaßen für lange Autobahn-Etappen und auch für rasante Rundstrecken-Einsätze prädestinieren, sondern zusätzlich in einem Preis von 271.000 Euro – immerhin mit umfangreicher Ausstattung (Stand: Oktober 2025).

Technische Daten des neuen Porsche 911 Turbo S (2025)

AUTO ZEITUNG 24/2025Porsche 911 Turbo S (2025)
Technische Daten
Motor6-Zylinder, 4-Ventiler, E-Biturbo, Mildhybrid; 3591 cm³
Antrieb8-Gang; Doppelkupplung; Allrad
Leistung523 kW/711 PS bei 6500 – 7000 /min
Max. Drehmoment800 Nm bei 2300 – 6000 /min
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)4551 / 1900 (2033)* / 1305 mm
Leergewicht/Zuladung1725 / 300 kg
Kofferraumvolumen (v./h.)128 / 373 l
Fahrleistungen
Beschleunigung (0-100 km/h)2,5 s
Höchstgeschwindigkeit322 (Sport Plus: 290) km/h
Verbrauch auf 100 km11,6 l SP
Kaufinformationen
Grundpreis271.000 €
Marktstart2025
Alle Daten Werksangaben; *Breite mit Außenspiegel

Fazit

Die Neuauflage des Porsche 911 Turbo S erweist sich als souveränes Topmodell der Sportwagen-Reihe und verbindet einmal mehr ultimative Power mit brillanten Fahreigenschaften sowie beachtlichen Komfort- und Alltagstugenden.