Neuer Mitsubishi Eclipse Cross: Erste Testfahrt im Scenic-Bruder

Mit dem neuen Eclipse Cross (2026) wagt Mitsubishi erneut einen elektrischen Angriff – diesmal im Segment der kompakten SUV. Wir nehmen den Stromer bei unserer ersten Testfahrt genauer unter die Lupe.

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Der Mitsubishi Eclipse Cross (2026) fährt auf einer Straße, fotografiert von vorne schräg.
Mitsubishi Eclipse Cross (2026) Foto: Mitsubishi

Nachdem der Eclipse Cross 2018 auf den deutschen Markt kam und 2021 eine Plug-in-Variante erhielt, kehrt er nun, 2026, als reiner Stromer zurück.

Der Mitsubishi Eclipse Cross (2026) fährt auf einer Straße, fotografiert von hinten schräg.
Mitsubishi Eclipse Cross (2026) Foto: Mitsubishi

Wie schon bei anderen Modellen holte sich Mitsubishi Hilfe aus Frankreich. Der neue Stromer basiert auf dem Renault Scenic E-Tech Electric.

Das Armaturenbrett des Mitsubishi Eclipse Cross (2026) ist zu sehen.
Mitsubishi Eclipse Cross (2026) Foto: Mitsubishi

Im Innenraum erfreut die schnelle Reaktionszeit des Systems sowie die vielseitigen Darstellungsmöglichkeiten des Kombiinstruments. Unter anderem kann es Google Maps formatfüllend abbilden.

Das elektrochrome Panoramadach des Mitsubishi Eclipse Cross (2026) ist zu sehen.
Mitsubishi Eclipse Cross (2026) Foto: Mitsubishi

Das elektrisch dimmbare (elektrochrome) Panorama-Glasdach gibt es in der Diamant Top-Ausstattung für 3400 Euro extra (Stand: Oktober 2025). Die Vordersitze kombieren Komfort mit Seitenhalt.

Die Rückbank des Mitsubishi Eclipse Cross (2026) ist zu sehen.
Mitsubishi Eclipse Cross (2026) Foto: Mitsubishi

Im Fond freuen sich Passagier:innen über üppige Kopf- und Beinfreiheit, müssen allerdings auf Grund des hohen Bodens die Beine anwinkeln.

Der Kofferraum des Mitsubishi Eclipse Cross (2026) ist zu sehen.
Mitsubishi Eclipse Cross (2026) Foto: Mitsubishi

Der Kofferraum reicht von 487 l bis zu 1670 l – ärgerlich ist lediglich die sehr hohe Ladekante.

Der Mitsubishi Eclipse Cross (2026) steht vor einem Zebrastreifen und wurde von vorne schräg fotografiert.
Mitsubishi Eclipse Cross (2026) Foto: Mitsubishi

Der Mitsubishi Eclipse Cross unterstützt Schnellladen mit bis zu 150 kW. Beim Laden mit Wechselstrom sind serienmäßig 11 kW möglich — optional gibt es gegen 1600 Euro eine 22-kW-AC-Lademöglichkeit (Stand: Oktober 2025).

Der Mitsubishi Eclipse Cross (2026) steht auf einem Steinsteg und wurde von seitlich fotografiert.
Mitsubishi Eclipse Cross (2026) Foto: Mitsubishi

Einen kleinen Dämpfer erhält der wertige Gesamteindruck durch die etwas billig wirkenden Außentürgriffe.

Der Mitsubishi Eclipse Cross (2026) steht auf einem Steinsteg und wurde von hinten schräg fotografiert.
Mitsubishi Eclipse Cross (2026) Foto: Mitsubishi

Die Übersichtlichkeit wird durch A- und C-Säule eingeschränkt – das umfangreiche Kamerasystem lässt qualitätstechnisch zwar noch Luft nach oben, stellt aber trotzdem eine Hilfe dar.

Der Bestellstart des Renault Scenic E-Tech-Zwillings ist noch Ende 2025

Der Mitsubishi Eclipse Cross debütierte 2018 in Deutschland und war seit 2021 auch als Plug-in-Hybrid verfügbar – hier im Test. Nun soll eine vollelektrische Variante auf Basis des Renault Scenic E-Tech Electric das Kompakt-SUV-Segment bedienen. Damit holt sich die Marke abermals Hilfe aus Frankreich, um die Modellpalette zu erweitern. Renault liefert bereits die Pendants für Colt, ASX und Grandis.

Das letzte vollelektrische Auto von Mitsubishi war der von 2010 bis 2017 gebaute City-Floh i-MiEV – hier im Vergleichstest mit anderen Frühzeit-Stromern. Da macht der neue Mitsubishi Eclipse Cross (2026) mit 160 kW (218 PS), 87‑kWh-Batterie und 635 km versprochener Reichweite einen großen Sprung. Zu einem Einstiegspreis von 47.990 Euro ist er noch 2025 bestellbar, eine günstigere Version mit kleinerer Batterie soll bis Mitte 2026 folgen (alle Preise: Stand Oktober 2025). Was der vielversprechende Stromer kann, klärt unsere erste Testfahrt.
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Der Renault Scenic E-Tech Electric (2023) im Video:

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Testfahrt im Mitsubishi Eclipse Cross (2026): Unsere ersten Eindrücke

Mit seinem einzelnen Elektromotor ist der neue Mitsubishi Eclipse Cross (2026) bereits ausreichend motorisiert. Die lediglich an den Vorderrädern anliegende Leistung reißt keine Bäume aus – reicht aber dennoch, um gelegentlich die Pneus zu überlasten und die Regelsysteme zu fordern, besonders bei Nässe. Beim Bremsen, in Kurven und beim Überfahren von Unebenheiten macht sich das hohe Gewicht zwar bemerkbar, das Fahrverhalten bleibt jedoch stets sicher. Das Lenkrad liegt gut in der Hand, könnte aber mehr Gefühl vermitteln – im Sportmodus fühlt sich die Lenkung schon ausgewogener an. Der Fahrmodus lässt sich direkt am Volant einstellen, eine große Veränderung bewirkt allerdings keiner der Modi.

Rekuperieren kann der 4,47 m lange Crossover übrigens in drei Stufen und mit One Pedal Drive. Schaltwippen zum Einstellen der Rekuperation gibt es indes erst in der Ausstattungslinie Diamant Plus ab 47.990 Euro. Den Übergang von Energierückgewinnung zu mechanischer Bremse könnte Mitsubishi noch sanfter gestalten. Bei unserer ersten Testfahrt mit gemischter Fahrweise und kurzen Autobahnabschnitten kamen wir auf einen Verbrauch von rund 18 kWh pro 100 km. Die versprochenen 635 km Reichweite bleiben also unrealistisch, aber über 450 km sind in der Praxis durchaus machbar. Steht die Ladepause an, unterstützt der neue Mitsubishi Eclipse Cross (2026) das Schnellladen mit bis zu 150 kW. Beim Laden mit Wechselstrom sind serienmäßig elf kW möglich — optional gibt für einen Aufpreis von 1600 Euro eine 22-kW-AC-Lademöglichkeit.

Als kompaktes SUV dürfte es den Scenic-Zwilling wohl öfters in die Stadt ziehen. Dort schränken A-Säule, C-Säule und die etwas verbaute Heckscheibe die Rundumsicht ein. Abhilfe schaffen große Außenspiegel und eine Rückspiegelkamera. Ab der Ausstattungslinie Diamant Top (52.790 Euro) ist eine 360°-Kamera an Bord. Ihre Bildqualität könnte zwar besser sein, als wertvolle Hilfe erweist sie sich bei unserer Testfahrt aber doch. Apropos Helferlein: Die Assistenzsysteme arbeitet auf unseren Testkilometern sehr souverän und entlasten die Person am Steuer besonders auf langen Strecken merklich.

Die Konkurrenten:

Geräumiges Cockpit, wertige Materialien, gute Verarbeitung

Die Assistenzsysteme lassen sich im Infotainment unkompliziert in einem individuellen Modus kombinieren und verwalten. Dieser lässt sich anschließend per Knopfdruck links vom Lenkrad aktivieren – wohltuend einfach. Auch die Bedienung des Infotainments gelingt dank großer Symbole intuitiv, zumal die digitalen Klimabedienelemente immer an derselben Stelle im Display positioniert sind. Die Audioeinstellungen haben – typisch Renault – einen eigenen Bedienstock an der Lenksäule.

Das Interieur wirkt dank elektrochromen Glasdach, teppichgrauem Dachhimmel und ausladenden Flächen angenehm geräumig. Alcantara, Zierelemente in Metalloptik und stimmungsvolle Ambientebeleuchtung verhelfen zu einem wertigen Eindruck. Lediglich die etwas billig wirkenden Außentürgriffe passen da nicht ins Bild. Die Sitze überzeugen mit einem großen Verstellbereich inklusive einer für die Fahrzeugklasse vergleichsweise tiefen Sitzposition. Im Fond freuen sich Passagier:innen über eine üppige Kopf- und Beinfreiheit, müssen allerdings auf Grund des hohen Bodens – darunter ist die Batterie positioniert – ihre Beine anwinkeln. Hat man seine Taschen über die sehr hohe Ladekante gewuchtet, wartet der Kofferraum mit einem Stauvolumen von 487 bis zu 1670 l auf.

Technische Daten des neuen Mitsubishi Eclipse Cross (2026)

AUTO ZEITUNG 24/2025

Mitusbishi Eclipse Cross

Technische Daten

Motor

Elektrisch erregter Synchronmotor (EESM)

Antrieb

Konstantübersetzung; Vorderrad

Systemleistung

160 kW/218 PS

Max. Drehmoment

300 Nm

Kapazität/Spannung

87 kWh (netto)/360 V

Karosserie

Außenmaße (L/B/H)

4470/1864 (2085)*/1571 mm

Leergewicht/Zuladung

1826 kg/k.A.

Kofferraumvolumen

487-1670 l

Fahrleistungen

Beschleunigung (0-100 km/h)

8,4 s

Höchstgeschwindigkeit

170 km/h

Verbrauch auf 100 km

k.A.

Reichweite

635 km

Kaufinformationen

Grundpreis

47.990 €

Marktstart

Ende 2025

Alle Daten Werksangaben; *Breite mit Außenspiegel

Fazit

Geringer Verbrauch, gute Verarbeitung und viel Platz: Der Mitsubishi Eclipse Cross hinterlässt bei unserer ersten Testfahrt einen überzeugenden Eindruck. Dazu gibt es bis zu acht Jahre Garantie – ein starkes Argument in dieser Klasse.