MG HS als Verbrenner, Mild & Plug-in-Hybrid: Unser Testfahrt-Fazit

Der neue MG HS Hybrid+ landet genau zwischen reinem Benziner und Plug-in-Hybrid – unsere erste Testfahrt verrät, wie sich der Gegner von VW Tiguan & Co. schlägt!

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Der MG HS fahrend von schräg vorne fotografiert.
MG HS Foto: MG

Bisher hat die chinesische Marke den HS nur mit reinen Benzinantrieben und als aufwendige Plug-in-Hybrid-Version angeboten, nun wird dazwischen der Hybrid+ nachgeschoben.

Der MG HS fahrend von schräg hinten fotografiert.
MG HS Foto: MG

Die Verbrauchsanzeige pendelt sich teilweise bei unter 5,0 l pro 100 km ein. Und der akustische Auftritt ist ebenso dezent wie der Antritt des Hybridantriebs souverän.

Das Cockpit im MG HS.
MG HS Foto: MG

Modernes Cockpit mit Doppel-Display in einem durchgehenden Paneel.

Die Rücksitzbank im MG HS.
MG HS Foto: MG

Die Qualität von Karosserie und Innenraum passt, die Funktionalität stimmt, und das Raumangebot des HS lässt keine echten Wünsche offen.

Der Kofferraum des MG HS.
MG HS Foto: MG

Der Kofferraum bietet 507 bis 1484 l Fassungsvolumen.

Der MG HS stehend von schräg vorne fotografiert.
MG HS Foto: MG

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Der MG HS stehend von schräg hinten fotografiert.
MG HS Foto: MG

... Heck-Leuchtenspange. Trotzdem: Das Gesamtpaket des China-Briten kann überzeugen.

Unsere Eindrücke vom Interieur

Genau dort, wo VW jetzt den Tiguan hinführt, schickt MG auch den HS: ins Segment der alltagstauglichen, modernen, innen geräumigen, aber außen nicht unnötig platzraubenden SUV. Und der erste Testfahrt-Eindruck vom neuen MG HS ist toll: Wenn man den gerade angesagten Mainstream-Look aus großem Kühlergrill samt schmalen LED-Leuchten vorn und ruhigem LED-Leuchtleisten-Heck mag, wird man den MG als überaus harmonisch gezeichneten Kandidaten der Mitte empfinden, modern und mehrheitsfähig.

Auch die Qualität von Karosserie und Innenraum passt, die Funktionalität stimmt, und das Raumangebot des HS lässt keine echten Wünsche offen. Zwei nebeneinanderliegende, 12,3 Zoll große Displays bilden ein Cluster für Instrumentenanzeige und Infotainmentsystem, die Anzeigen wirken frisch und unaufgeregt, die Funktionen kommen ohne Überfrachtung aus. Dass die Assistenzsysteme immer wieder durch Interventionen und Alarm nerven, ist keine Besonderheit des MG. An die Joysticks auf den Lenkradspeichen (etwa für die Lautstärke) muss man sich gewöhnen, aber auch das ist zu schaffen.
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Der MG3 (2024) im Video: 

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Erste Testfahrt mit dem neuen MG HS Hybrid+

Bisher hat die chinesische Marke den HS nur mit reinen Benzinantrieben und als aufwendige Plug-in-Hybrid-Version angeboten, nun wird dazwischen der Hybrid+ nachgeschoben als Mildhybrid ohne externe Lademöglichkeit. Die Konfiguration ist bemerkenswert: Ein 146 kW (199 PS) und 340 Nm mobilisierender E-Motor übernimmt eine tragende Rolle und macht den MG bei vollem 1,83-kWh-Akku in der Stadt immer wieder zum reinen E-Auto.

Natürlich hält die Ladung nicht allzu lange vor – dann schaltet sich ein 143 PS (105 kW) starker 1,5-l-Turbo-Benziner zu, der mit 230 Nm zwar im Schatten der kräftig anschiebenden E-Maschine steht, in Kombination aber für sehr flüssiges und recht sparsames Fahren sorgt. Dabei kümmert sich übrigens eine Sechsstufen-Automatik um den Verbrenner, der E-Motor wird von einem Zweistufen-Getriebe verwaltet. Und dieser Aufwand lohnt sich: Während der ersten Testkilometer im MG HS Hybrid+ pendelte sich die Verbrauchsanzeige teilweise bei unter 5,0 l pro 100 km ein. Und der akustische Auftritt ist ebenso dezent wie der Antritt des Hybridantriebs souverän.

Die Konkurrenten:

Plug-in-Hybrid harmonischer als der reine Verbrenner

Neben dem Mildhybriden stehen ein 1,5-l-Turbo-Benziner mit vier Zylindern oder ein Plug-in-Hybrid zur Auswahl – alle Modelle sind Fronttriebler. Beim Verbrenner besteht die Wahl zwischen einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder – wie in unserem Testwagen – einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT). Das Getriebe ist das schwächste Glied in der Kette und wirkt besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten träge. Selbst bei zurückhaltender Fahrweise ist der Verbrauch kaum unter 7,1 l auf 100 km zu drücken – zu viel für ein nicht sonderlich sportliches Verbrenner-SUV dieser Größe mit 169 PS (125 kW) und 275 Nm Drehmoment.

Die bessere Wahl ist deshalb der Plug-in-Hybrid, bei dem Benzinmotor mit 143 PS (105 kW) um einen Elektromotor mit 135 kW (184 PS) ergänzt wird. Das Fahrgefühl kommt dem eines Elektroautos sehr nahe: geschmeidig, reaktionsschnell und angenehm zügig. In 6,8 s beschleunigt das SUV von Null auf 100 km/h. Die Batterie unter dem Kofferraumboden – ohne den Kofferraum selbst zu beeinträchtigen – ist mit 24,7 kWh für einen Plug-in-Hybriden riesig. Sie ermöglicht eine sehr gute elektrische Reichweite von 103 km (Werksangabe). 

Technische Daten des MG HS

AUTO ZEITUNG 27/2025MG HS Hybrid+
Technische Daten
Motoren4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo; 1496 cm³;
1 permanenterregte Synchronmaschine
AntriebVorderrad; 6+2-Stufen-Automatik
Systemleistung165 kW / 224 PS
Systemdrehmoment340 Nm
Kapazität1,83 kWh
Karosserie
Außenmaße (L / B / H)4670 / 1890 (2066)* / 1663 mm
Leergewicht/Zuladung1735 / 400 kg
Kofferraumvolumen507 – 1484 l
Fahrleistungen
Beschleunigung (0 – 100 km/h)7,9 s
Höchstgeschwindigkeit190 km/h
Verbrauch auf 100 km (WLTP kombiniert)5,5 l S
Elektrische Reichweitek.A.
Kaufinformationen
Grundpreis34.990 €
MarktstartHerbst 2025
Alle Daten Werksangaben; *Breite mit Außenspiegel

Fazit

Dass man für besondere Sparsamkeit keinen Plug-in-Hybrid braucht, beweist der gut gemachte MG HS Hybrid+ mit seinem Mildhybridantrieb – Verbräuche auf Diesel-Niveau sind klasse. Und auch das Gesamtpaket des China-Briten kann überzeugen.