Fahrbericht

Neuer Mazda CX-5: Das überrascht bei der ersten Testfahrt

Kein Downsizing, kein Turbo – und trotzdem sparsamer und sauberer als zuvor. Der neue Mazda CX-5 schwimmt gegen den Strom. Kann das gutgehen? Ein SUV, bei dem konsequent anders gedacht wurde. Erste Testfahrt!

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Blick von schräg vorne auf den fahrenden Mazda CX-5 (2026).
Der neue Mazda CX-5 gefällt mit seiner gelassenen Fahrwerksabstimmung. Foto: Mazda
Blick auf die Armaturen im Innenraum des Mazda CX-5 (2026).
Modernes, großes Display (hier 15,6 Zoll) und klassisch aufragender Automatik-Wahlhebel. Foto: Mazda
Blick in den Fond des Mazda CX-5 (2026).
Der um 115 mm gestreckte Radstand des CX-5 erzeugt einen üppigen Knieraum im Fond. Foto: Mazda
Blick in den Kofferraum des Mazda CX-5 (2026).
Die serienmäßig dreiteilig umklappbare Lehne gibt einen ebenen sowie unerwartet großen Laderaum (583 bis 2019 l) frei. Foto: Mazda
Blick von schräg hinten auf den Mazda CX-5 (2026).
Deutlich länger als der Vorgänger, aber dennoch eindeutig als CX-5 zu identifizieren. Foto: Mazda

Erste Testfahrt: Der Mazda CX-5 macht vieles anders

Mazda zeigt, dass man nicht jedem Trend hinterherlaufen muss. Auch wenn das Ziel – runter mit den Emissionen – für alle Hersteller dasselbe ist, gibt es unterschiedliche Wege dorthin. Beim neuen Mazda CX-5 e-Skyactiv G 141 heißt das: kein Turbolader und kein verkleinerter Hubraum. Statt Downsizing setzt Mazda auf einen 2,5-l-Saugmotor – und erfüllt dennoch Euro 6e, perspektivisch sogar Euro 7. Bemerkenswert: Der neue CX-5 ist auch noch sparsamer als sein Vorgänger. Viele Versprechen oder blanke Tatsachen? Unsere erste Testfahrt gibt Aufschluss!

Der Mazda 6e (2025) im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Der Mazda CX-5 bietet unfassbar viel Stauraum

Bevor wir zum Antrieb kommen, bleiben wir bei weiteren Neuerungen der dritten Generation. Da ist zunächst die beeindruckende Raumökonomie, die den Mazda CX-5 besonders für Familien attraktiv – und für die Konkurrenz gefährlich – macht. Das Längenwachstum von 115 mm geht vollständig auf einen gestreckten Radstand zurück. Der Zugewinn kommt direkt dem Fond und dem Laderaum zugute, wie wir im Zuge der ersten Testfahrt feststellen. Die Personen im Cockpit sitzen angenehm tief und gut integriert, das Lenkrad ist weit einstellbar und steht schön steil. Vorn herrscht zudem ein klassenüblich gutes Platzangebot.

Im Fond wird es sehr luftig, vor allem im Kniebereich. Sogar der größere Mazda CX-60 kann hier nicht mithalten, viele Rivalen ebenfalls nicht. Das Highlight zeigt sich beim Öffnen der Heckklappe: 583 l Standardvolumen setzen ein Ausrufezeichen. Mit umgelegten, dreigeteilten Rücksitzlehnen wächst das Ladevolumen auf 2019 l. Damit übertrifft der CX-5 alles in seinem Segment und empfiehlt sich beinahe als Kleintransporter. Bis zu 2000 kg Anhängelast – unabhängig von Front- oder Allradantrieb – unterstreichen die Funktionalität.

Die Assistenten stören kaum – daran können sich manch andere ein Beispiel nehmen

Mazda hat zudem das Bediensystem neu strukturiert. Der bekannte Dreh-Drück-Steller entfällt, stattdessen rückt – je nach Ausstattung – ein 12,9 Zoll oder 15,6 Zoll großer Bildschirm mit der gleichen Bedienlogik ins Zentrum des aufgeräumten Cockpits. Die Menüführung folgt klaren Pfaden, und die großen Schaltflächen erleichtern die Bedienung. Insgesamt wirkt das System übersichtlich und intuitiv gestaltet.

Ohnehin zeigt sich der Mazda CX-5 bei der ersten Testfahrt ausgesprochen umgänglich. Die oft als störend empfundenen Assistenzsysteme arbeiten angenehm zurückhaltend und präzise, es gibt auch daher kaum Anlass, sie zu deaktivieren. Wer es dennoch möchte, kann sämtliche Warnhinweise per Tastendruck stummschalten – ein kundenfreundlicher Standard, der gern von anderen Herstellern übernommen werden darf.

Der Saugmotor hat seinen Wohlfühlbereich

Kommen wir zurück zum Antrieb: Den Mazda CX-5 gibt es ausschließlich mit dem 2,5-l-Benziner. Vorn quer eingebaut, arbeitet der Vierzylinder ohne Turbolader, unterstützt von einem 24-V-Mildhybrid-System. Die 141 PS (104 kW) versprechen allerdings keine Sprinterqualitäten – als Beschleunigung von null auf Tempo 100 gibt der Hersteller 10,5 s an. Entsprechend akustisch präsent ist der Saugmotor, wenn wir ihn während der ersten Testfahrt in Richtung des roten Bereichs treiben.

Sein Talent liegt im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Dort arbeitet er kultiviert und – trotz moderater Leistung – souverän. Entscheidend ist die direkte und fein dosierbare Gasannahme. Über das Gaspedal lassen sich Drehmomentanforderung und Automatik sensibel beeinflussen. So gleitet man entspannt auf einer sanften, wenn auch nicht üppigen 238-Nm-Drehmomentwelle dahin. Die bis zu 48 Nm Zusatzmoment des 24-V-Systems nimmt man gern mit, etwas mehr elektrische Unterstützung wäre jedoch wünschenswert. Ein stärkerer und neuartiger Hybridantrieb ist für den CX-5 aber bereits in Planung.

Die feine Fahrwerksabstimmung gefällt

Das attraktive Paket aus großzügigem Raumangebot, grundsolider Verarbeitung und kultiviertem Antrieb trifft auf ein passend abgestimmtes Fahrwerk. Anders als der Mazda CX-60 bei seinem Debüt wirkt der Mazda CX-5 bei der ersten Testfahrt sorgfältig austariert. Federn und Dämpfer verbinden Komfort mit Kontrolle ohne Härte. In Kurven legt sich der Mazda souverän in die Radien, die Regelsysteme bleiben meist im Hintergrund. Kurz: Er ist mit viel Feingefühl abgestimmt.

Feingefühl beweist Mazda auch beim Preis. Los geht es bei 34.990 Euro – ein fairer Einstieg für ein ausgewachsenes SUV mit großzügigem Ladevolumen und umfangreicher Serienausstattung. Dazu zählen bereits eine Zweizonen-Klimaautomatik, Akustikverglasung sowie das komplette Assistenzpaket. Der Allradantrieb schlägt mit 2000 Euro zusätzlich zu Buche.

Fazit

Der Mazda CX-5 beweist Mut zur Eigenständigkeit – großer Saugmotor statt Downsizing, viel Raum statt Showeffekt. Mazda kombiniert hier Effizienz, Komfort und enorme Alltagstauglichkeit mit einer fairen Preisgestaltung. Der CX-5 ist kein Sprinter, aber ein kultivierter, durchdachter Begleiter mit viel Substanz.

Technische Daten des Mazda CX-5 e-Skyactiv G 141

AUTO ZEITUNG 06/2026

Mazda CX-5 e-Skyactiv G 141

Technische Daten

Motor

4-Zylinder, 4-Ventiler, 2488 cm³, 24-V-Mildhybrid

Antrieb

6-Stufen-Automatik; Vorderrad

Leistung

104 kW / 141 PS

Max. Drehmoment

238 Nm

Karosserie

Außenmaße (L / B / H)

4690 / 1860 (2077)* / 1695 mm

Leergewicht / Zuladung

1554 / 676 kg

Kofferraumvolumen

538 – 2019 l

Fahrleistungen

Beschleunigung (0 – 100 km/h)

10,5 s

Höchstgeschwindigkeit

187 km/h

Verbrauch auf 100 km

7,0 l S

Kaufinformationen

Grundpreis

34.999 €

Marktstart

Dezember 2025

Alle Daten Werksangaben; *Breite inklusive Außenspiegel