Leapmotor C10: Unser Testfahrt-Fazit zum Heck- und 4x4-Antrieb

VW ID.4, Ford Explorer oder Renault Megane haben einen neuen Konkurrenten: Wie sich das neue Elektro-SUV aus China, der Leapmotor C10, mit Heckantrieb und als Allradler bei unserer ersten Testfahrt schlägt und was seine Stärken sind!

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Der Leapmotor C10 (2025) fährt über eine Straße, von vorne fotografiert.
Leapmotor C10 (2025) Foto: Leapmotor

Der Leapmotor C10 ist rein elektrisch und mit Range Extender sowie als Heck- und Allradler zu haben.

Der Leapmotor C10 (2025) fährt über eine Straße, von der Seite fotografiert.
Leapmotor C10 (2025) Foto: Leapmotor

Das Auto tritt wunderbar leise, erfreulich komfortabel und so gut abgestimmt auf, dass man gerne schneller und länger damit fahren würde.

Der Leapmotor C10 (2025) fährt über eine Straße, von hinten fotografiert.
Leapmotor C10 (2025) Foto: Leapmotor

Mit seiner gefühllosen Lenkung und der digital ansprechenden Bremse schert sich der C10 aber wenig um Querdynamik.

Das Cockpit des Leapmotor C10 (2025).
Leapmotor C10 (2025) Foto: Leapmotor

Der Innenraum des Testwagens ist vornehm ausgeschlagen und erinnert in ihrer nüchternen Nacktheit an Tesla – die Knubbel auf dem Lenkrad und der freistehende Touchscreen daneben inklusive.

Die Rücksitzbank des Leapmotor C10 (2025).
Leapmotor C10 (2025) Foto: Leapmotor

Das Platzangebot darunter fällt aus. Ein besonderes Highlight ist der enorme Knieraum in Reihe zwei, gepaart mit angenehmem Sitzwinkel und gut nutzbarer Fußgarage.

Der Kofferaum des Leapmotor C10 (2025).
Leapmotor C10 (2025) Foto: Leapmotor

Das Kofferraumvolumen gibt Leapmotor für den C10 mit 435 bis 1410 l an.

Der Leapmotor C10 (2025) stehend von schräg vorne fotografiert.
Leapmotor C10 (2025) Foto: Leapmotor

An Leapmotor, 2015 in China gegründet, hat sich Stellantis zwischenzeitlich mit 20 Prozent direkt sowie mit 51 Prozent an einem Joint Venture mit beteiligt, das sich auf den Autoverkauf Leapmotors außerhalb von China fokussiert.

Der Leapmotor C10 (2025) stehend von der Seite fotografiert.
Leapmotor C10 (2025) Foto: Leapmotor

Somit nutzt der Newcomer das Vertriebsnetz und die Produktionsstätten des europäischen Automobilgiganten mit.

Der Leapmotor C10 (2025) stehend von schräg hinten fotografiert.
Leapmotor C10 (2025) Foto: Leapmotor

Die Wettbewerbsnachteile anderer chinesischer Start-ups auf dem hiesigen Markt sind damit auf Anhieb egalisiert. Leapmotor bewegt sich somit tatsächlich auf Augenhöhe von Konzernmarken wie Opel.

Neuer Leapmotor C10 als BEV und REEV verfügbar

Der Leapmotor C10 ist ein Familien-SUV in der Größe eines VW ID.4 oder eines Honda CR-V, bei dem die Wahl zwischen einem rein elektrischen Antrieb und einem REEV genannten Range Extender besteht – am besten vergleichbar mit dem e:HEV-System von Honda. Die Preise starten bei 37.600 Euro, womit er unter den genannten Alternativen liegt (Stand: November 2025).

An Leapmotor, 2015 in China gegründet, hat sich Stellantis zwischenzeitlich mit 20 Prozent direkt sowie mit 51 Prozent an einem Joint Venture mit beteiligt, das sich auf den Autoverkauf Leapmotors außerhalb von China fokussiert. Somit nutzt der Newcomer das Vertriebsnetz und die Produktionsstätten des europäischen Automobilgiganten mit. Die Wettbewerbsnachteile anderer chinesischer Start-ups auf dem hiesigen Markt sind damit auf Anhieb egalisiert. Leapmotor bewegt sich somit tatsächlich auf Augenhöhe von Konzernmarken wie Opel.
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Der Ford Explorer (2024) im Fahrbericht:

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Gefälliges Design, wertiger Innenraum

Der neue Leapmotor C10 tritt glatt und schnörkellos auf und fügt sich nahtlos ein in die Welle an weichgespülten Crossovern, die aus Asien zu uns in den Westen schwappt. Der Innenraum des Testwagens ist vornehm ausgeschlagen und erinnert in seiner nüchternen Nacktheit an Tesla – die Knubbel auf dem Lenkrad und der freistehende Touchscreen daneben inklusive. Einzig mit der Ambientebeleuchtung, die auf die Musik reagiert und den komplett umlegbaren Vordersitzen, mit denen die Rückbank beim Laden zum Loungesofa wird, setzt Leapmotor einen eigenen Akzent.

Über die Häupter spannt sich serienmäßig ein riesiges Panoramaglasdach, das Platzangebot darunter fällt üppig aus. Ein besonderes Highlight ist der enorme Knieraum in Reihe zwei, gepaart mit angenehmem Sitzwinkel und gut nutzbarer Fußgarage. Die Sitze wiederum überzeugen zwar optisch und haptisch, sind aber zu weich gepolstert.

Die Konkurrenten:

Elektrischer C10: Erste Testfahrten mit Heck- und Allradantrieb

Heckantrieb

In der einmotorigen Variante kommt der neue Leapmotor C10 auf knapp 160 kW (218 PS). Trotzdem limitiert der Autobauer das Spitzentempo auf magere 170 km/h. Dabei tritt das Auto bei der ersten Testfahrt wunderbar leise, erfreulich komfortabel und so gut abgestimmt auf, dass man gerne schneller und länger damit fahren würde. Allerdings wird dann die Batterie zum Bremsschuh: Mit seinen 69,9 kWh für 420 km Reichweite nach WLTP ist er vergleichsweise bescheiden. Zumal auch hier beim Laden wieder viel Geduld gebraucht wird: Mit 6,6 kW am Wechselstrom und 84 kW am Gleichstrom wird die Langstrecke (Übersicht langstreckentauglicher E-Autos hier) zäh.

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Allradantrieb

Der neue Leapmotor C10 4x4 weist optisch keinerlei Unterschiede zu den anderen Versionen auf. Und unter dem gefälligen Äußeren hat es die neueste Version faustdick hinter den Ohren: Das Tandem aus je einem Elektromotor pro Achse entwickelt die beeindruckende Leistung von 440 kW, was 598 PS entspricht. Der Allradler kostet 44.900 Euro – mit nahezu Vollausstattung (Stand: November 2025).

Bei der ersten Testfahrt gibt sich auch der Allradler längsdynamisch engagiert, schert sich mit seiner gefühllosen Lenkung und der digital ansprechenden Bremse aber wenig um Querdynamik. Besser gefällt die Fahrwerksabstimmung, die sich einem guten Fahrkomfort verschreibt. Die Assistenzsysteme gängeln zudem weniger stark als befürchtet. Auch deren Deaktivierung geht recht schnell von der Hand – vorausgesetzt, man hat sich mit dem Infotainment angefreundet. Das braucht seine Zeit, da viele Funktionen über das Zentraldisplay gesteuert werden.

Trotz 800-V-Technik gehört der chinesische Newcomer nicht zu den Schnellsten an der Ladesäule, er begnügt sich in der Spitze mit 180 kW Ladeleistung. Für den Hub von 30 auf 80 Prozent SoC (State of Charge) sollen wenig beeindruckende 22 min vergehen – viele Konkurrenten sind hier schneller von zehn auf 80 Prozent. Ob man dem C10 in der Zukunft per Software-Update mehr ermöglichen wird, steht noch in den Sternen, ist aber nicht undenkbar, da Over-the-air-Updates (OTA) zur Kernkompetenz der Marke Leapmotor gehören.

Technische Daten

AUTO ZEITUNGLeapmotor C10 (4x4)
Technische Daten
MotorPermanenterregte Synchronmaschine (zwei beim 4x4)
A9ntriebHinterrad-/Allradantrieb
Systemleistung160 kW/218 PS, 4x4: 440 kW/598 PS)
Max. Drehmoment320 Nm, 4x4: 720 Nm
Kapazität/Spannung69,9 kWh (brutto)/400 V, 4x4: 81,9 kWh (brutto)/800 V
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)4739/1900/1680 mm
Leergewicht1845, 4x4: 2189 kg
Kofferraumvolumen435–1410 l
Fahrleistungen
Beschleunigung (0-100 km/h)7,5, 4x4: 4,0 s
Höchstgeschwindigkeit170 km/h, 4x4: 190 km/h
Verbrauch auf 100 km19,8 kWh, 4x4: 20,9 kWh
Reichweite (WLTP)424 km, 4x4: 437 km
Kaufinformationen
Grundpreis36.400, 4x4: 44.900 €
Marktstart2025
Alle Daten Werksangaben

Fazit

Der C10 4x4 bietet viel Auto für vergleichsweise wenig Geld. So dynamisch, wie es seine schiere Leistung suggeriert, ist er zwar nicht, doch das muss er auch gar nicht sein. Platzangebot und Fahrkomfort liegen hier mehr im Fokus – und das ist gut so. Schön wäre es, wenn Leapmotor bei der Ladeleistung noch nachlegen würde.