Testfahrt im DS N°4 (2025): Unser Fazit zum Audi A3-Gegner

Der DS 4 mutiert zum DS N°4 (2025), kriegt dabei Frischzellen und zusätzliche Lithium-Ionen eingeimpft. Lichtsignatur und Frontmaske des frisch gelifteten Franzosen wurden gründlich überholt. Erste Testfahrt!

(1/9)
Der DS N°4 (2025) fahrend von vorne fotografiert.
DS N°4 (2025) Foto: DS Automobiles

Stattliche Erscheinung: Durch die nachgeschärfte Frontpartie mit neu gestalteter Lichtsignatur macht der neue, 4400 mm lange DS N°4 einiges her.

Der DS N°4 (2025) fahrend von hinten fotografiert.
DS N°4 (2025) Foto: DS Automobiles

Auch nach seiner Umfirmierung zur "Nummer 4" weiß der französische Plug-in-Hybrid durch einen gelungenen Kompromiss zwischen Fahrkomfort und -präzision zu gefallen.

Die Innenaufnahme zeigt einen Testfahrer am Steuer des DS N°4 (2025).
DS N°4 (2025) Foto: DS Automobiles

Das Cockpit verströmt dezenten Luxus. Die Bedienbarkeit ist, nun ja, gewöhnungsbedürftig.

Die Innenaufnahme zeigt einen Testfahrer beim Probesitzen auf der Rückbank des DS N°4 (2025).
DS N°4 (2025) Foto: DS Automobiles

Bis 1,80 m Körpergröße ist man auf der Rückbank gut aufgehoben, wie sich beim Probesitzen zeigt.

Die Detail-Innenaufnahme zeigt das Schiebedach des DS N°4 (2025).
DS N°4 (2025) Foto: DS Automobiles

Durch das Panoramadach fällt viel Tageslicht in den DS N°4.

Die Detail-Heckaufnahme zeigt die Hecksignatur des DS N°4 (2025).
DS N°4 (2025) Foto: DS Automobiles

Der Premiumanspruch der französischen Marke DS spiegelt sich auch an der Hecksignatur.

Die Außenaufnahme zeigt den geöffneten Kofferraum des DS N°4 (2025).
DS N°4 (2025) Foto: DS Automobiles

Der Kofferraum dürfte mit 360 l allerdings eine Nummer größer ausfallen.

Der DS N°4 (2025) stehend von hinten fotografiert vor städtischer Kulisse.
DS N°4 (2025) Foto: DS Automobiles

Die Heckpartie wurde optisch kaum angerührt. Über die elektrische Sensor-Heckklappe ist der Kofferraum gut zugänglich.

Der DS N°4 (2025) stehend von vorne fotografiert vor städtischer Kulisse.
DS N°4 (2025) Foto: DS Automobiles

Ein Facelift wie reifender französischer Käse: Der kompakte DS hat an Charakter, Ausdruck und E-Reichweite gewonnen. Deshalb trifft er aber noch immer nicht jedermanns Geschmack.

Erste Testfahrt mit dem neuen DS N°4 (2025)

Namen sind Schall und Rauch, eine gepflegte Erscheinung nicht. Das ist die gute Nachricht von unserer ersten Testfahrt: Auch von DS4 auf DS N°4 (2025) umgetauft, präsentiert sich der Deutschfranzose, der in Rüsselsheim gebaut wird, bei unserer ersten Testfahrt wie aus dem Ei gepellt. Je nach Ausstattungsvariante schmeichelt die neue Nummer Händen und Augen mit Leder, Alcantara oder zumindest hochwertig verarbeitetem Kunststoff. Das Info-Instrument wächst im Zuge des Facelifts von sieben auf zehn Zoll Diagonale. Dafür wird das mittige Zweit-Touchdisplay eingespart, das ohnehin ungünstig tief platziert war.
Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Der DS N°8 (2025) im Video:

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Qualität und Fahrkomfort hui, Bedienung so lala

Die Ergonomie verbessert sich dennoch wenig. So sind die Tasten unterhalb des Zentralbildschirms nach wie vor kaum voneinander zu unterscheiden. Die Spiegelverstellung beim DS N°4 (2025) versteckt sich hinter dem Lenkrad und alles ist ein bisschen wie Regierungsbildung in Frankreich: komplizierter, als es sein müsste. Schade ist auch, dass die Paddels hinter dem Lenkrad im von uns gefahrenen Plug-in-Hybriden nur im Sportmodus zu gebrauchen sind, und dann allein zum manuellen Wechsel der sieben Gänge. Wer bei hybrider oder elektrischer Fahrt die Rekuperation erhöhen will, muss am kleinen Fahrtrichtungsselektor den Modus B wählen. Umständlich. Das aufpreispflichtige Head-up-Display ist hingegen ein Muster an Übersicht und eine klare Empfehlung wert.

Einmal auf die eigenen Bedürfnisse konfiguriert und in Fahrt, kann man dem leicht schrulligen Kompakten einiges verzeihen. Die Sitzposition, Lenkung und die feinfühlige Bremsdosierung gefallen auf unserer ersten Testfahrt. Bei geladener Batterie sorgt bis 130 km/h meist allein der Elektromotor für Vortrieb, und das zugleich sanft und nachdrücklich. Der zur Verfügung stehende DS N°4-Testwagen verfügte zudem über lärmmindernde Doppelverglasung und zeigte sich angenehm leise. Der Kompromiss zwischen Fahrkomfort und -präzision überzeugt und macht die früher erhältliche aktive Dämpfung, die ebenfalls dem Rotstift zum Opfer fiel, vergessen.

Die Konkurrenten:

Mehr Reichweite dank größerem Akku

Dank des vergrößerten Akkus soll der Strom beim neuen DS N°4 (2025) jetzt für bis zu 82 km elektrischer Reichweite sorgen, statt zuvor 61 km. Manche Konkurrenten bieten hier schon dreistellige Kilometerzahlen. Schwerer wiegt im Zweifel, dass die NMC-Batterie serienmäßig mit nur maximal 3,7 kW Leistung lädt, per Aufpreis lediglich doppelt so schnell. Auch der Kofferraum zeigt sich im Vergleich zu den anderen Motorisierungen nicht als Lademeister: 360 l müssen hier genügen, 70 weniger als beim Mildhybriden, der mit 145 PS (107 kW) allerdings erheblich schwächer ist. Immerhin ist das Gepäckabteil über die elektrische und sensorgesteuerte Heckklappe sehr gut zugänglich, wie die erste Testfahrt zeigt.

Auch interessant:

Technische Daten des DS N°4 Plug-in-Hybrid (2025)

AUTO ZEITUNG 23/2025DS N°4 (2025)
Technische Daten
Motoren4-Zylinder, 16-Ventiler, Turbo; 1598 cm³;
permanenterregte Synchronmaschine
Antrieb7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe; Frontantrieb
Systemleistung165 kW/225 PS
Systemdrehmoment360 Nm
Kapazität14,6 kWh
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)4400/1830/1490 mm
Leergewicht/Zuladung1693/507 kg
Kofferraumvolumen360 – 1220 l
Fahrleistungen
Beschleunigung (0-100 km/h)7,3 s
Höchstgeschwindigkeit233 km/h
Verbrauch auf 100 km (WLTP)3,0 l + 13,2 kWh
Elektrische Reichweite81 km
Kaufinformationen
Grundpreis45.900,00 €
MarktstartOktober 2025
Alle Daten Werksangaben

Fazit

Ein Facelift wie reifender französischer Käse: Der kompakte DS hat an Charakter, Ausdruck und E-Reichweite gewonnen. Deshalb trifft er aber noch immer nicht jedermanns Geschmack.