Neuer Cadillac Optiq (2026): Erste Testfahrt im BMW iX3-Gegner
Mit dem neuen Cadillac Optiq (2026) will die Luxusmarke von General Motors den europäischen Markt der elektrischen Mittelklasse-SUV aufmischen. Die erste Testfahrt verschafft uns einen Eindruck.
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Cadillac hat verstanden, dass europäische Kund:innen andere Bedürfnisse haben als amerikanische. Um sich im hart umkämpften Segment der Mittelklasse-SUV zu beweisen, hat die Marke Reifen, Dämpfer und Chassis des neuen Cadillac Optiq (2026) auf dem hiesigen Markt neu entwickelt. Ob das den gewünschten Effekt bringt, klärt unsere erste Testfahrt mit dem 4,82 m langen Ami. Bestellbar ist der Premium-Crossover seit Mitte Oktober 2025, erste Auslieferungen erfolgen ab Februar 2026.
Mit einem Preis von 65.000 Euro bietet das stets vollausgestattete Einstiegsmodell der GM-Luxusmarke ein vielversprechendes Paket. Einzig die Qual der Farbwahl für Innenraum und Karosserie liegt bei der Kundschaft. Vorerst gibt es auch nur einen Antrieb: Zwei Elektromotoren schicken insgesamt 224 kW (304 PS) an alle vier Räder. Eine 75-kWh-Batterie sorgt für eine WLTP-Reichweite von 425 km. Die 400-V-Architektur stellt maximal 110 kW DC-Ladeleistung bereit, das kann die Konkurrenz teils deutlich besser.
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Der BMW iX3 (2025) im Video:

Testfahrt im Cadillac Optiq (2026): Komfortables Cruisen ist sein Metier
Die zwei Elektromotoren liefern angemessenen Vortrieb für den rund 2,4 t wiegenden Cadillac Optiq (2026). Die Werte im Tacho lassen bei der ersten Testfahrt die versprochene WLTP-Reichweite nicht unrealistisch erscheinen, gleiches gilt allerdings – leider – auch für die Ladezeiten. Mehr Spaß an der Energiegewinnung hat die Person am Steuer mit dem einzelnen Rekuperations-Paddel. Einmal daran gewöhnt, lässt es sich – ähnlich einer Fahrradbremse – sehr intuitiv bedienen und verzögert den Wagen mit bis zu 0,4 g sogar allein bis zum Stillstand. Überzeugende Bremsleistungen liefert dazu die Brembo-Anlage mit 508 mm großen Scheiben an der Vorderachse.
Die Lenkung ist ausgewogen, das komfortable Fahrwerk bügelt viele Straßenunebenheiten gut weg. Auch wenn der Optiq in engen Kurven spürbar über die Vorderachse schiebt, ist das angesichts des hohen Leergewichts verzeihlich. Das Fahrwerk bietet dennoch ordentliche Reserven – sowohl für die sportliche als auch entspannte Gangart.
Der geräumige Innenraum gefällt mit hochwertigen Materialien und solider Verarbeitung – Kleinigkeiten wie die unter Belastung knarzende Mittelkonsole schmälern das Gesamtbild ein wenig. Besonders die nachhaltigen Materialien wie "PaperWood" – eine Mischung aus Tulpenholz und recyceltem Zeitungspapier – fallen auf. In der Mittelkonsole lassen sich darin sogar Buchstaben oder gar Wörter vergangener Zeitschriften entziffern. Die Sitze könnten zwar mehr Seitenhalt vertragen, aber schmeicheln mit Komfort auf langen Etappen. Im Fond fällt die Beinfreiheit großzügig aus, das Panoramadach schränkt hingegen die Kopffreiheit für Großgewachsene etwas ein. Positiv wiederum: die reichlichen Ablagemöglichkeiten.
Die Konkurrenten:
Gute Bedienung und moderne Assistenzsysteme
Das gestochen scharfe 33-Zoll-Display fasst Infotainment und Kombiinstrument zusammen. Die Bedienung kann hier per Sprach- und Touch-Eingabe sowie Dreh-Drück Steller erfolgen. Letzteres erwies sich bei unserer ersten Testfahrt als die angenehmste Methode, da der Touchscreen für die Bedienung per Hand etwas weit weg positioniert ist. Positiv fiel wiederum die physische Klimabedienung auf.
Das Lenkrad des neuen Cadillac Optiq (2026) wirkt auf den ersten Blick etwas unhandlich, liegt dann aber doch gut in der Hand – die Bedienung der Tasten erfolgt intuitiv. Ein weiterer Pluspunkt: Die Navigation der Smartphone-Anbindung (beispielsweise per Android Auto) lässt sich formatfüllend im Kombiinstrument anzeigen. Highlight ist das AKG-Soundsystem mit Dolby Atmos. Hat es zwar noch mit gelegentlichen Empfangsproblemen zu kämpfen, liefert die Anlage mit 19 Lautsprechern gerade bei Songs mit Dolby Atmos-Unterstützung ein hervorragendes Hörerlebnis.
Die Assistenzsysteme arbeiten angenehm zurückhaltend, Unaufmerksamkeit der Person am Steuer wird durch Vibration im Sitz verwarnt. Die adaptive Geschwindigkeitsregelung arbeitet zuverlässig und das assistierte Fahren erweist sich auf langen Strecken als willkommene Unterstützung. Die Übersichtlichkeit wird auf Grund von schräg stehenden A- und D-Säulen sowie der flach liegenden Heckscheibe etwas vermindert. Abhilfe schafft das umfangreiche Kamerasystem, der zugehörige Kamerarückspiegel benötigt nur eine kurze Eingewöhnungszeit.
Technische Daten des neuen Cadillac Optiq (2026)
AUTO ZEITUNG 23/2025 | Cadillac Optiq |
|---|---|
Technische Daten | |
Motor | 2 Permanenterregte Synchronmaschinen |
Antrieb | Konstantübersetzung; Allrad |
Systemleistung | 224 kW/304 PS |
Max. Drehmoment | 480 Nm |
Kapazität/Spannung | 75 kWh (netto)/400 V |
Karosserie | |
Außenmaße (L/B/H) | 4820/1913 (2134)*/1644 mm |
Leergewicht/Zuladung | 2376/524 kg |
Kofferraumvolumen | 504-1340 l |
Fahrleistungen | |
Beschleunigung (0-100 km/h) | 6,3 s |
Höchstgeschwindigkeit | 184 km/h |
Verbrauch auf 100 km | 19,9 kWh |
Reichweite | 425 km |
Kaufinformationen | |
Grundpreis | 65.000 € |
Marktstart | Februar 2026 |
Alle Daten Werksangaben; *Breite mit Außenspiegel | |
Fazit
Der Optiq kann durch angenehme Fahreigenschaften, eine solide Verarbeitung und ein eindrucksvolles Audiosystem überzeugen. Damit stellt er einen ernstzunehmenden Rivalen zu etablierten Premium-Crossovern dar. Kleinere Unzulänglichkeiten wie die begrenzte Leistung am Schnelllader erlaubt sich der Ami aber dennoch.















