Kompakter PHEV: Unser Testfahrt-Fazit zum BYD Atto 2 DM-i
Kompakt, modern – und künftig nicht nur rein elektrisch, sondern auch als Plug-in-Hybrid erhältlich. Warum ausgerechnet der BYD Atto 2 DM-i interessanter sein könnte, zeigt sich bei der ersten Testfahrt!
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Mit dem Atto 2 hat BYD im Elektrosegment schon einmal vorgelegt – allerdings nicht ohne Kritik: Vor allem der schwache Akku sorgte dafür, dass das kompakte SUV seit Marktstart im März 2025 hinter den Erwartungen zurückblieb, besonders in Deutschland. Jetzt wagt der chinesische Autobauer einen zweiten Anlauf und schicken den Atto 2 nicht nur mit einer größeren Batterie (von 45,1 kWh gehts optional auf 64,8-kWh), sondern auch als Plug-in-Hybrid namens DM-i ins Rennen.
Ein wichtiger Schritt, denn genau hier könnte seine eigentliche Stärke liegen. Während das Angebot an bezahlbaren Plug-in-Hybrid-SUV der Kompaktklasse nach wie vor dünn ist, rollt BYD mit dem Atto 2 DM-i Anfang 2026 ein Modell an den Start, das eine spannende Lücke füllen könnte: genug elektrische Reichweite für den Alltag, aber die Flexibilität eines Verbrenners. Ob diese Mischung den Atto 2 zu einem Startpreis von 35.990 Euro (Stand: November 2025) für eine breitere Kundschaft spannend macht, zeigt die erste Testfahrt!
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Der BYD Atto 2 (2025) im Fahrbericht (Video):

Erste Testfahrt: So schlägt sich der neue BYD Atto 2 als Plug-in-Hybrid
Das Kürzel DM-i steht für Dual Mode intelligent. Der Atto 2 ist nicht der erste, es gibt bereits das SUV Seal U DM-i sowie den Kombi Seal 6 DM-i. Schon auf den ersten Metern unserer Testfahrt zeigt der BYD Atto 2 DM-i, wo seine Stärke liegt: im unkomplizierten, fast lautlosen Gleiten. Im EV-Modus rollt er leichtfüßig dahin, oft kaum von einem reinen E-Auto zu unterscheiden. Erst wenn mehr Schub gefragt ist, mischt sich der Benziner ein – das DM-System kombiniert beide Antriebe nahezu nahtlos. Das Ergebnis ist ein Antrieb, der die meiste Zeit wie ein Stromer fährt (hier den Fahrbericht zum BYD Atto 2 als Elektroauto nachlesen), mit einer rein elektrischen Reichweite von bis zu 90 km (dank der größeren der beiden Blade-Batterien), sich aber auf der Langstrecke entspannt ohne Reichweitendruck nutzen lässt.
Auf der Straße wirkt der Atto 2 DM-i unaufgeregt. Seine bis zu 156 kW (212 PS) sorgen für ordentlichen Vortrieb, 7,5 s auf 100 km/h reichen für kurze Sprints und im Sportmodus wirkt er überraschend agil. Gleichzeitig macht er auch im Alltag viel richtig: genügend Schub beim Einfädeln, leise und sparsame Kurzstrecken im EV-Betrieb und insgesamt ein ausgewogenes, gutmütiges Fahrgefühl. Mehr als die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h, die beide Versionen erreichen, dürften die wenigsten ernsthaft benötigen.
Der Atto 2 DM-i ist in zwei Varianten erhältlich: Die mindestens 35.990 Euro teure Active-Version mit 122 kW (166 PS) und einer 7,8-kWh-Batterie kommt auf bis zu 40 km rein elektrische Reichweite und fast 930 km Gesamtreichweite. Die von uns gefahrene Boost-Ausführung ab 38.990 Euro geht weiter: Mit 156 kW (212 PS), einer 18-kWh-Batterie und bis zu 90 km rein elektrischer Reichweite liefert sie nicht nur spürbar mehr Power, sondern deckt rund 1000 km Gesamtreichweite ab. Mit bis zu 6,6 kW Wechselstrom lädt der Akku an einer 32-A-Drehstromsteckdose in drei Stunden von 15 auf 100 Prozent. Zusätzlich zur bereits gut ausgestatteten Active-Version erhält der Boost ein großes Panoramadach, eine 360°-Kamera sowie eine Vehicle-to-Load-Funktion (V2L), mit der externe Geräte mit der Energie der Fahrzeugbatterie geladen werden können.
Konkurrenten:
Interieur: Neutrales Design, wertig und aufgeräumt

Im Innenraum zeigt sich der neue BYD Atto 2 DM-i nüchtern, fast schlicht. Allerdings: Ein 12,8-Zoll-drehbarer Touchscreen, ein 8,8-Zoll-Instrumentenfeld, veganes Leder, kabelloses Laden fürs Smartphone und eine ordentliche Materialanmutung vermitteln mehr Wertigkeit, als man in dieser Preisklasse erwartet. Die Bedienung gelingt intuitiv, Ergonomie und Komfort wirken durchdacht. Das Plug-in-Modell unterscheidet sich durch kleinere Details wie den an der Lenksäule montierten Gangwahlhebel, den Brillenhalter sowie das neue Design der Vordersitze vom Elektroauto. Der lange Radstand von 2620 mm sorgt übrigens für viel Platz vorne wie hinten. Weniger überzeugend ist hingegen der Kofferraum, der mindestens 425 l fasst, jedoch nur über eine kleine Öffnung verfügt. Legt man die Rücksitzbank um, sind es 1335 l.
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Exterieur: Zeitgemäß im Auftritt, aber unauffällig
Der neue BYD Atto 2 DM-i sticht mit seinem nüchternen und eher zurückhaltenden Design nicht wirklich ins Auge: Die hohe Gürtellinie und die großen Radhäuser unterscheiden ihn kaum von SUV anderer Marken. Mit 4330 mm Länge ist er 20 mm länger als der Vollelektrische Atto 2, von dem er sich unter anderem auch durch einen größeren Kühlergrill, den fehlenden Lüftungsdetails in den vorderen Kotflügeln sowie der exklusiv dem Hybrid vorbehaltenen Midnight-Blue-Lackierung abhebt.
Technische Daten des BYD Atto 2 DM-i
AUTO ZEITUNG 27/2025 | BYD Atto 2 DM-i Boost |
Technische Daten | |
Motoren | zwei E-Motoren, 1,5-l-Benzinmotor |
Antrieb | k.A./Vorderradantrieb |
Systemleistung | 156 kW/212 PS |
Systemdrehmoment | 300 Nm |
Kapazität | 18,0 kWh |
Karosserie | |
Außenmaße (L/B/H) | 4330/1830/1675 mm |
Leergewicht/Zuladung | 1620/k.A. |
Kofferraumvolumen | 425 – 1335 l |
Fahrleistungen | |
Beschleunigung (0-100 km/h) | 7,5 s |
Höchstgeschwindigkeit | 180 km/h |
Verbrauch auf 100 km (WLTP) | 5,1 l/100 km |
Elektrische Reichweite | 90 km |
Kaufinformationen | |
Grundpreis | 38.990 € |
Marktstart | Januar 2026 |
Alle Daten Werksangaben | |
Fazit
Alltag, Pendel- und Wochenend-Fahrten ohne Ladezwang: Wer diesen Mix sucht, bekommt mit dem BYD Atto 2 DM-i ein überzeugendes Paket zum fairen Kurs. Gerade der Preis dürfte zum entscheidenden Argument werden. Zusammen mit sechs Jahren Herstellergarantie und acht Jahren auf den Antriebsstrang sind das seine stärksten Trümpfe.
















