Mercedes S 600 Royale: S-Klasse zwischen Kitsch und Kult
Radikalumbau auf Basis einer Mercedes S-Klasse (W222): Fette Barockfelgen, dicker Kühlergrill und jede Menge Show machen auf Staatskarosse. Das hat es mit dem S 600 Royale auf sich!
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Selten liefert eine Mercedes S-Klasse derartigen Diskussionsstoff wie der im Netz aufgetauchte, wohl nach Kundenwunsch angefertigte S 600 Royale. Das zeigen nicht zuletzt die Kommentarspalten des Youtube-Videos, in dem der Royale getaufte Mercedes in den USA auftauchte. Eine Trutzburg auf riesigen Barockfelgen, die offensichtlich Anleihen an den luxuriösen Vorfahren Mercedes W186 und W100 nimmt. Staatstragende Autos, schließlich fuhren in ihnen Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer und Queen Elizabeth II. (Das waren die coolsten Autos der Queen) mit.
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Doch zurück zum modernen Schlachtschiff: Laut Autoblog.nl hat Galpin Auto Sports die in Kalifornien entdeckte Mercedes S-Klasse Royale einst auf Facebook gepostet, aber auch schnell wieder gelöscht. In verschiedenen Foren hieß es, dieses mutmaßliche Einzelstück sei für und von Henrik Fisker – Gründer der gleichnamigen, krisengeplagten Automarke. Der aber ließ über "Road & Track" ausrichten: "Das ist nicht meiner!"
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Der Mercedes 560 SEC von Bruno Sacco im Fahrbericht (Video):

Retromod mit feinem V12: Mercedes S 600 Royale
Wem auch immer der Mercedes S 600 Royale nun gehören mag, und welche Firma auch immer für den Umbau verantwortlich ist, sie nahm als Basis für den Retromod die von 2013 bis 2020 gebaute S-Klasse der Baureihe W222. Eindeutig nicht von der Stange sind Front und Heck der blauen Luxuslimo. Vorne dominiert ein riesiger, klassischer Kühlergrill mit erhabenem Mercedes-Stern vor einer ebenso barock geformten Motorhaube. Es sind Stilmittel, die am Mercedes GLC und dem Vision Iconic jüngst ihr Comeback im Werk feierten. Unter der Haube arbeitet dem Namen entsprechend ein sechs Liter großer V12 mit 530 PS (390 kW). Sauber eingelassene Mercedes-SLS-Scheinwerfer leiten schwungvoll in die Kotflügel des Mercedes-Benz S 600 Royale über.
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Dort erinnern Lufteinlässe und Chromspangen unten am Radlauf an den legendären Mercedes-Flügeltürer 300 SL. Hinten greift das Design abermals das Vorbild Mercedes 600 der W100-Baureihe auf. Wie beim Klassiker umfasst und verbindet eine Chromspange die Rückleuchten. Für das Heck bediente man sich abermals am Mercedes SLS AMG. Doch aus welchem Winkel die Mercedes S 600 Royale auch betrachtet wird, diese schräge, mutige, aber auch charmante Mischung von klassischen wie modernen Stilelementen verursacht Diskussionen: Sieht das nun gut aus, oder ist es einfach nur kitschig? Das aber liegt – wie so oft – im Auge des beziehungsweise der Betrachtenden.










