Erste Bilder: So kommt die "kleine" Mercedes G-Klasse
Bereits 2023 hat Mercedes sie auf der IAA angekündigt, nun zeigen erste Erlkönigbilder, wie die Mercedes g-Klasse – das „g“ bewusst klein geschrieben – aussehen kann. Neueste Informationen legen zudem nahe, dass der kleine G nicht nur vollelektrisch ab 2027 auf den Markt kommt.
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Ikonisches Automobildesign neu zu erfinden ist eine hohe Kunst. Mit der de facto zweiten Generation der G-Klasse seit 1979 ist das Mercedes 2018 bereits einmal gelungen. Eine Mini-Version des Offroaders soll das Design nun für urbanes SUV-Publikum zugänglich machen. Dass eine G-Klasse im Miniformat in der Entwicklung ist, verriet der Stuttgarter Autobauer bereits auf der IAA 2023, auf derselben Automobilmesse folgte 2025 ein weiterer Teaser mit dem vorläufigen Modellnamen „g-Klasse“ – das „g“ nun bewusst klein geschrieben.
Erste Erlkönigbilder zeigen nun den Mini-G auf Testfahrten im hohen Norden – verraten aber nach wie vor wenig über die Motorenpalette. Zunächst war nur von einem Elektroantrieb die Rede, laut einem Bericht des „Handelsblatt“ sollen aber auch Verbrenner folgen. Genaue Informationen gibt es bislang nicht, wir vermuten aber die Mildhybrid-Benziner mit 1,5 l Hubraum mit 136 bis 190 PS (100 bis 140 kW) aus dem CLA und GLB. Ein Grund für das Umdenken dürfte die schlechte Marktperformance der „G-Klasse mit EQ Technologie“ sein – von Januar bis März 2026 wurden laut KBA-Zulassungszahlen beispielsweise von 1508 G-Klassen nur 101 mit E-Antrieb registriert.
Doch anders als zunächst vermutet, steht die „Mini-G-Klasse“ weder auf einem verkürzten Leiterrahmen der (Elektro-)G-Klasse, noch auf einer bekannten Plattform wie der MMA, die beim Mercedes CLA zum Einsatz kommt. „Der G ist ein ganz besonderes, authentisches Auto. Und auch der Mini-G muss authentisch sein“, sagte Mercedes CTO Markus Schäfer gegenüber dem britischen „CAR Magazine“. Deshalb könne keine bestehende Plattform genutzt werden, insbesondere mit Blick auf Fahrwerk und Radgröße. Mit mehr Fokus auf Geländetauglichkeit kann auch die Differenzierung zu den SUV-Modellen GLB und GLC mit mehr Trennschärfe erfolgen. Eine Leiterrahmen-Konstruktion kommt dennoch nicht zum Einsatz.
Der Mercedes G 580 EQ im Fahrbericht (Video)

Kantig wie das Original: Der Auftritt der kleinen Mercedes G-Klasse
Die ersten Erlkönigbilder der Mercedes Mini-G-Klasse zeigen trotz großflächiger Tarnfolie bereits viele Details, die charakteristische Merkmale der „normalen“ G-Klasse aufgreifen. Die Grundform bleibt auch beim „Kleinen“ so ungeschliffen und kantig, wie man es seit 1979 vom Original kennt. Auch Rundscheinwerfer an der Front, ausgestellte Radhäuser, die markante Linienführung entlang der Motorhaube und das Ersatzrad an der (vermutlich) seitlich angeschlagenen Hecktüre werden im Mini-Format übernommen.
Einzig die Proportionen werden an das kleinere Format angepasst. Die kleine Mercedes G-Klasse baut optisch auf den ersten Erlkönigbildern nicht ganz so hoch auf wie ihr Vorbild und liegt auch etwas tiefer auf dem Asphalt. Am Heck mit den typischen schmalen G-Klasse-Rückleuchten links und rechts der Hecktüre fällt aber direkt der ausgeprägte Stoßfänger ins Auge. Ob es sich beim Erlkönig um eine AMG-Version mit Sport-Bodykit handelt, bleibt abzuwarten.
Fazit
Die „kleine“ Mercedes G-Klasse zeigt bereits trotz dicker Tarnfolie, dass sie beim Design voll und ganz auf G-Charme in einem handlicheren Format setzt. Bleibt nur zu klären, wie viel Offroad-Können der „Kleine“ letztendlich an den Tag legt. Vielversprechend ist aber der Aufwand, den Mercedes betriebt: In Zeiten von kostensparenden Plattformen für ein einziges Modell etwas komplett Neues auf die Räder zu stellen, ist wagemutig.
Quellen
Handelsblatt
CAR Magazine
SH Proshots












