Mercedes-AMG GT 4-Türer: Neuer E-Sportler mit über 1100 PS
Mercedes macht ernst und bringt den mit Spannung erwarteten, rein elektrischen AMG GT XX in Serie. Herzstück des Mercedes-AMG GT 4-Türer ist das dreimotorige Antriebskonzept. Eine Systemleistung von 860 KW (1169 PS) und rekordverdächtige Fahrdynamikwerte lassen aufhorchen.
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Mercedes stellt neuen AMG GT 4-Türer vor
Lange war in Stuttgart und Affalterbach von dem neuen, hoch performanten sowie viertürigen Elektro-Sportwagen gesprochen worden, nun geht der neue Mercedes-AMG GT 4-Türer tatsächlich an den Start. Herzstück der AMG-Elektro-Limousine, die auf der Mercedes-Studie Concept AMG GT XX (siehe Video unten) basiert, ist das neue Antriebskonzept. Es setzt auf drei Axial-Fluss-Motoren, von denen zwei an der Hinterachse sitzen und einer vorne. Zusammen entfesseln sie eine Systemleistung von maximal 860 kW (1169 PS).
Neu an der verwendeten E-Motorentechnik ist, dass das Magnetfeld parallel zur Drehachse verläuft und nicht wie üblich senkrecht. Laut Hersteller lässt sich der Motor dadurch kompakter bauen, was auch dem Leichtbau zugutekommt. Das Gesamtgewicht des in klassischer AMG-GT-Manier gezeichneten viertürigen Perfomance-Coupés liegt nicht zuletzt aufgrund der opulenten Batteriepakete bei immer noch knapp 2,5 t.
Der Mercedes-AMG GT 4-Türer und das Concept AMG GT XX im Video


2000 Nm Drehmoment und sagenhafte Fahrdynamikwerte
Die Systemdrehmoment der drei E-Aggregate liegt in der Spitze bei geradezu sagenhaft anmutenden 2000 Nm. Dies allerdings setzt voraus, dass die drei E-Aggregate zusammenarbeiten. Und das ist im vorliegenden Antriebskonzept nicht selbstverständlich. Der vordere Motor dient quasi als „Booster“. Er schaltet sich aus Effizienzgründen lediglich bei Bedarf zu und bleibt ansonsten entkoppelt.
Laut Hersteller soll dies den AMG GT in Sachen „Performance und Fahrspaß auf ein neues Niveau katapultieren“. Ein Aussage, die man angesichts der bereits auf dem Papier atemberaubenden Fahrdynamikwerte gerne glauben mag: Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt dem AMG-Coupé in nur 2,1 s, für die Beschleunigung von 0 auf 200 km/h benötigt das Fahrzeug nur 6,4 s. Die Höchstgeschwindigkeit liegt, sofern mit der Bestellung das sogenannten“ Driver’s Package“ freigeschaltet wurde, bei 300 km/h.
Hochleistungsladen mit 600 kW
Dank einer Ladeleistung von 600 kW (bei der Studie Concept GT waren es noch mehr als 850 kW) kann in nur zehn Minuten Energie nachgeladen werden für mehr als 460 km Reichweite. Für den Ladezyklus von zehn auf 80 Prozent Kapazität, der sich inzwischen als Standard etabliert hat, werden lediglich elf Minuten angegeben. Das ist besonders in Hinblick auf die Ladeleistungen aktueller Serienmodelle beachtlich, die meist 400 kW nicht überschreiten. Zumal dem derzeitigen öffentlichen Ladenetz meilenweit voraus.
Ausblick: Weitere elektrische AMG-Modelle sollen folgen
Und die Konkurrenz? Trifft vielleicht nicht gleich der (Strom-)Schlag. Aber sie muss sich warm anziehen. Mit dem viertürigen elektrischen Hochleistungs-Seriencoupé wagt Mercedes-AMG eine klare Kampfansage gegen Wettbewerber wie den Porsche Taycan oder den Audi e-tron GT. Gebaut wird der neue Mercedes-AMG GT 4-Türer ab Sommer 2026 im Mercedes-Werk Sindelfingen. Preise stehen noch aus. Weitere Elektro-Sportwagen-Modelle, die auf der neuen, „AMG.EA“ genannten Architektur stehen, sollen folgen.
Fazit
Mit dem neuen Mercedes-AMG GT 4-Türer gibt die schwäbische High-Performance-Marke eine äußerst aussagekräftige Antwort auf die anhaltende Debatte um die Zukunft des elektrischen Fahrens (und Ladens). Ob die neue Elektro-Architektur von AMG allerdings auf der Straße hält, was sie auf dem Papier verspricht, muss sich zeigen.













