Vergleichstest

Gipfeltreffen: Mazda6e, Model 3 & ID.7 im Vergleichstest

Nach der erfolglosen Fingerübung MX-30 gibt Mazda nun so richtig Strom: Der Mazda6e EV zielt auf Tesla Model 3 und VW ID.7 – attraktiv ausgestattet zum verführerischen Preis. Geht die Rechnung diesmal auf? Unser Vergleichstest klärt auf!

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Blick von vorne auf die drei fahrenden Elektro-Limousinen VW ID.7, Mazda6e und Tesla Model 3.
Tesla Model 3 und VW ID.7 gelten als Klassenprimus ihrer Gattung. Kann sich der Mazda6e da einreihen? Foto: Frank Ratering
Blick von schräg hinten auf den fahrenden Mazda6e.
Der Mazda ist fahrdynamisch eher distanziert unterwegs ohne innige Bindung von Person und Fahrbahn. Foto: Frank Ratering
Blick auf die Armaturen im Innenraum des Mazda6e.
Die Japaner haben fast alle Knöpfe aussortiert – das macht die Bedienung komplex. Foto: Frank Ratering
Blick auf die Vordersitze im Innenraum des Mazda6e.
Der Sitzkomfort geht in Ordnung, die Sitze sind aber sehr hoch montiert. Foto: Frank Ratering
Blick in den Fondbereich des Mazda6e.
Das Dach kommt dem Kopf nah, der hohe Boden zwingt zu angewinkelten Beinen. Foto: Frank Ratering
Blick in den Frunk des Mazda6e.
Tiefer Schlund unter der Haube – mit passendem, entnehmbarem Korb (100 Euro). Foto: Frank Ratering
Blick von schräg vorne auf die drei fahrenden Elektro-Limousinen VW ID.7, Mazda6e und Tesla Model 3.
Von wegen rundgelutscht: Auch E-Autos können ihre eigene Design-DNA haben. Foto: Frank Ratering
Blick von schräg hinten auf den fahrenden Tesla Model 3.
Die direkte Lenkung sorgt für Fahrspaß – das rigide ESP setzt allerdings Grenzen. Foto: Frank Ratering
Blick auf die Armaturen im Innenraum des Tesla Model 3.
Vorbild für viele: minimalistisches Tesla Cockpit ohne physischen Gangwahlhebel. Foto: Frank Ratering
Blick auf die Vordersitze im Innenraum des Tesla Model 3.
Die Materialgüte im Tesla ist mit dem Facelift 2023 deutlich besser geworden. Foto: Frank Ratering
Blick in den Fondbereich des Tesla Model 3.
Im Fond lenkt ein zentraler Bildschirm vom durchschnittlichen Platzangebot ab. Foto: Frank Ratering
Blick in den Kofferraum des Tesla Model 3.
Kleine Klappe, viel dahinter: Mit etwas Geschick passen hier auch Fahrräder rein. Foto: Frank Ratering
Blick von schräg hinten auf die drei fahrenden Elektro-Limousinen VW ID.7, Mazda6e und Tesla Model 3.
VW und Mazda haben große Heckklappen, was die Beladung einfacher gestaltet. Foto: Frank Ratering
Blick von schräg hinten auf den fahrenden VW ID.7.
Im Sport-Modus lässt Volkswagen dem ESP eine vergleichsweise lange Leine. Foto: Frank Ratering
Blick auf die Armaturen im Innenraum des VW ID.7.
Vergleichsweise klassisches Layout – mit funktionellen Mängeln im Detail. Foto: Frank Ratering
Blick auf die Vordersitze im Innenraum des VW ID.7.
Die ergoActive-Sitze (2725 Euro) sind ausgesprochen langstreckentauglich. Foto: Frank Ratering
Blick in den Fondbereich des VW ID.7.
Luftiger Fond im Oberklasseformat mit großen Türen für einen bequemen Einstieg. Foto: Frank Ratering
Detailansicht auf die Armaturen des VW ID.7.
Dem VW ID.7 fehlt ein Frunk – dafür ist er im Kofferraum am funktionalsten. Foto: Frank Ratering
Blick von schräg hinten auf die drei Elektro-Limousinen VW ID.7, Tesla Model 3 und Mazda6e.
Das beste Auto ist hier – bedauerlicherweise – auch das mit Abstand teuerste: der VW ID.7 (links). Foto: Frank Ratering

Im Vergleichstest: Mazda6e gegen Tesla Model 3 und VW ID.7

Um das Tempo bei den Elektromodellen zu beschleunigen, hat sich Mazda auf seinen chinesischen Joint Venture-Partner Changan besonnen, der die Elektro-Limousine Mazda6e im chinesischen Nanjing fertigt. Trotz langer Transportwege landet der ausgewachsene Fünftürer zu sehr attraktiven Preisen in den deutschen Schauräumen – und das nahezu mit Vollausstattung.

Eine Strategie, die Tesla mit dem Model 3 bereits seit 2017 umsetzt. Der einstige Bestseller der Klasse wurde zuletzt 2023 umfassend überarbeitet. Damals kam auch der VW ID.7 auf den Markt, der sich umgehend an die Spitze der Mittelklasse setzte. Grund genug, das Trio der Mitte im Vergleichstest gegeneinander antreten zu lassen.

Der Mazda6e im Fahrbericht (Video)

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Karosserie: Der Mazda wirkt nur auf dem ersten Blick besonders edel

Ein Gardemaß für die Mittelklasse zu definieren, ist gar nicht (mehr) so einfach. Der Tesla Model 3 ist mit seinen 4,72 m Länge schon beinahe kompakt, während der VW ID.7 mit fast fünf Metern die gängigen Dimensionen der Klasse regelrecht sprengt. Dass sich der Mazda6e dazwischen einsortiert, überrascht also kaum. Beim Radstand ähnelt er dem Tesla, während er bei der Länge mehr Nähe zum Wolfsburger Stromer sucht.

Sein Platzangebot geht in Ordnung, setzt aber auch keine Maßstäbe. Weil die Sitze sehr hoch montiert wurden, kommt man dem serienmäßigen Glasdach näher, als einem lieb ist. Auch die hohe Mittelkonsole baut vergleichsweise breit. Da wurde der Tesla eine ganze Spur luftiger konstruiert, Allerdings stört auch hier der massive Rahmen des Glasdachs. Mit dem besten Raumangebot kann der ID.7 im Vergleichstest aufwarten, was besonders im Fond deutlich wird, wo er der nächsthöheren Klasse in nichts nachsteht.

Ein Manko des VW ist allerdings der fehlende Frunk. Die Konkurrenten fahren hier einen zweiten Kofferraum spazieren, der die Transporttalente maßgeblich verbessert. Doch Vorsicht: Der Japaner aus chinesischer Produktion ist trotz des üppigen Frunks und seiner großen Heckklappe kein Transporttalent. Die Zuladung beläuft sich auf mickrige 386 kg.

Immerhin kommen Freunde der Anhängerkupplung auf ihre Kosten: 1500 kg darf in diesem Trio nur der 6e an den Haken nehmen. Die Konkurrenten müssen mit 500 kg weniger auskommen. Qualitativ gehen die Japaner in die Offensive: Keiner der drei Probanden fährt mit einem ansprechenderen Materialmix vor. Aber der Schein trügt. Die Mittelkonsole ächzt jedes Mal hörbar unter dem Gewicht des abgelegten Arms, und der Dachhimmel ist bei näherer Betrachtung lieblos grob zugeschnitten.

„Der neue Mazda6e darf keine 400 kg zuladen“
Sven Kötter

Da ist der VW eine ehrlichere Haut. Er verkneift sich eine besonders edle Anmutung, ist im Detail aber deutlich souveräner zusammengebaut. Einen großen Schritt hat Tesla beim Model 3 gemacht: War die Qualität zu Beginn der Karriere noch stark vom Rotstift geprägt, bewegt sich die amerikanische Limousine in Sachen Materialien und Verarbeitungsqualität mittlerweile auf einem klassenüblichen Niveau.

Weiterhin umstritten ist hingegen die Bedienung, die fast vollständig auf einen berührungsempfindlichen Bildschirm setzt. Was definitiv nervt ist der Verzicht auf ein klassisches Cockpit sowie auf ein Head-up-Display, das beide Konkurrenten aufpreisfrei bieten. Man muss dem Amerikaner allerdings zugute halten, dass seine Software durchweg stabil läuft und die Menüs zwar umfangreich, aber immerhin durchdacht aufgebaut sind.

Wie es schlechter geht, zeigt eindeutig der Mazda. Funktionen wurden teils unlogisch gebündelt und Beschriftungen oftmals lieblos abgekürzt, sodass das klassisch arrangierte Digital-Cockpit nur wie ein schwacher Trost wirkt. Definitiv vorbei sind die Zeiten, in denen die Japaner mit maximal einfacher Bedienstruktur und vielen echten Tasten aufwarteten.

Dass dann auch noch ausgerechnet der viel gescholtene VW ID.7 zeigt, wie es besser geht, ist ein deutliches Zeichen gen Hiroshima. Abzuwarten bleibt außerdem, wie Umsteigende vom Mazda6 auf den 6e reagieren werden.

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Fahrkomfort: Beim Fahrwerk macht dem ID.7 keiner etwas vor

Volkswagen hat den Testwagen mit allerlei optionalen Annehmlichkeiten ausgestattet, die dem Fahrkomfort spürbar zuträglich sind. Da wäre zum einen das Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern, das eine große Spreizung bietet. Zum anderen gefällt der VW ID.7 mit ergoActive-Sitzen vorn, die durchaus als Benchmark für guten Sitzkomfort dienen können. Das erlebbare Plus an Komfort wird den VW allerdings spätestens im Kostenkapitel wieder einholen.

Der Mazda6e besitzt hingegen ein nicht ganz so aufwendiges Fahrwerk. Das ist weniger störend als die vergleichsweise lieblose Abstimmung von Federn und Dämpfern. Sowohl leer als auch beladen stakst der 6e bisweilen unbeholfen über Anregungen sämtlicher Art. Er verkneift sich zwar jeden Anflug sportlicher Straffheit, komfortables und vor allem nachvollziehbares Wegarbeiten von Fahrbahnunebenheiten sieht allerdings anders aus.

Blick von schräg hinten auf die drei fahrenden Elektro-Limousinen VW ID.7, Mazda6e und Tesla Model 3.
Foto: Frank Ratering

Da gefällt sogar der Tesla Model 3 besser, der eindeutig straffer abgestimmt wurde. Hier macht das Auto immerhin das, was man erwartet. Das fühlt sich tatsächlich deutlich wertiger und angenehmer an. Sollte Tesla in Zukunft noch bessere Sitze mit ausziehbarer Oberschenkelauflage einbauen, könnte der Fahrkomfort nochmals wesentlich optimiert werden.

Wie bereits angerissen, setzt VW genau hier an: Das versierte Fahrwerk und die durchdachten Sitze sind auf langen Strecken ein Segen. Auch beim Geräuschkomfort markiert der VW die Spitze: Nicht nur die Messwerte weisen ihn als leiseste Limousine im Vergleichstest aus. Der Tesla ist objektiv am lautesten, doch der Mazda zieht mit Geräuschen vorbei, die bei der Messung eine untergeordnete Rolle spielen: Aus dem Fahrwerk poltert es gern mal, und die Kühlung springt dann und wann lautstark an – auch im Stand, sodass hier allein ein Verriegeln des Fahrzeugs hilft.

Eigentlich sind die Assistenzsysteme bei der Sicherheitsausstattung im Karosseriekapitel verortet – da die teilautonomen Fahrfunktionen, mit denen vor allem Tesla wirbt, in erster Linie den Komfort erhöhen sollen, folgt nun an dieser Stelle die Erwähnung: Es ist zwar beeindruckend, was die Amerikaner aus dem allein kamerabasierten System herauskitzeln, doch der feste Griff des technischen Assistenten ins Lenkrad bleibt gewöhnungsbedürftig. Die Systeme des Mazda sind sehr defensiv ausgelegt und greifen (zu) früh und dann auch zu stark ins Geschehen ein. Deutlich sanfter und souveräner agiert beispielsweise der Travel Assist des ID.7, was dem Vertrauen in die Technik und somit dem Fahrkomfort tatsächlich zuträglich ist.

Motor/Getriebe: Der Tesla ist mit Abstand am sparsamsten

Die drei Mittelklasse-Limousinen eint das technische Layout: permanenterregte Synchronmaschine an der Hinterachse und ein ordentlich dimensionierter Akku im Unterboden. Der Pionier aus Kalifornien zeigt der Konkurrenz allerdings eindrücklich, was kontinuierliche Entwicklungsarbeit bedeutet – und was im elektrischen Antrieb an Potenzial steckt. Mit 235 kW (320 PS) ist das Tesla-Aggregat nicht nur das stärkste, mit einem Testverbrauch von richtig guten 14,3 kWh ist es auch das sparsamste im Vergleichstest. Die überlegene Vorstellung geht mit den mit Abstand besten Fahrleistungen einher – was auch dem geringsten Gewicht des Tesla Model 3 zu verdanken sein dürfte.

Hier hat der Schwächste im Bunde mess- und spürbar das Nachsehen: Der Mazda6e geht für ein Elektroauto überraschend träge zu Werk, kann aber immerhin einen annehmbaren Verbrauch von glatten 18 kWh vorweisen. Das reicht allerdings nur für eine Reichweite von 367 km. Und hier wird es kurios: Das Long Range-Modell mit größerem NMC-Akku fällt mit einer maximalen Ladeleistung von 90 kW derart aus dem Rahmen, dass allein dem getesteten EV-Modell mit 66 kWh Kapazität unsere Empfehlung gilt. In Zahlen: Von zehn auf 80 Prozent SoC (State of Charge) ist der kleine Akku mit realistischen 25 min annähernd doppelt so schnell gefüllt wie der lediglich rund zehn kWh größere Energiespeicher.

„Sparsamkeit maximiert: Bis zu 731 km sind mit dem Model 3 möglich“
Sven Kötter

Der Volkswagen geht am verschwenderischsten mit der elektrischen Energie um, kompensiert diesen Nachteil allerdings wirkungsvoll mit dem größten Akku. Dennoch darf auch hier das Tesla Model 3 als nachahmenswertes Vorbild gelten. Und eine Wärmepumpe könnte in dieser Klasse gern zum Serienumfang gehören. An der Ladesäule wiederum zeigen alle drei eine solide Vorstellung, die jeweils die Werksangaben bestätigt. Aussetzer oder lahmende Ladekurven bleiben aus.

Fahrdynamik: Die Bremsen des Mazda sind schnell am Limit

Hinterm Lenkrad vermittelt der Tesla Model 3 den intensivsten Eindruck. Die Lenkung ist direkt übersetzt, und die Sitzposition hinter der großzügig dimensionierten Windschutzscheibe saugt einen regelrecht auf den gut einsehbaren Asphalt. Im Zusammenspiel mit dem spontan ansprechenden Heckantrieb und dem straff-verbindlichen Fahrwerk erwartet man ein regelrechtes Fahrdynamik-Feuerwerk. Doch das bleibt aus: Die Amerikaner halten ihre Mittelklasse-Limousine mit den elektronischen Rettungsankern an der kurzen Leine.

Andererseits: Das dürfte dem Gros der Kundschaft entgegenkommen. Ein deutlicherer Malus sind die verbesserungswürdigen Verzögerungswerte. Die Bremsanlage erweist sich zwar als standfest – das aber auf einem wenig zeitgemäßen Niveau. Von ganz anderem Naturell ist der Mazda 6e: Seine Bremse ist viel früher am Limit und wirkt bisweilen sogar mit der aufgezogenen Michelin-Bereifung überfordert. Das schlägt sich weniger in den Messwerten des Vergleichstests als im Pedalgefühl nieder. Wenig Gefühl vermittelt auch die Lenkung, die deutlich distanziert eine Verbindung zur Straße sucht.

Das kann der VW besser. Berücksichtigt man sein Gewicht, dann ist es bemerkenswert, wie er die zusätzlichen Kilos zu verstecken weiß. Stellt man seinen elektronischen Rettungsanker auf „Sport“, ist allerdings auch die kundigste Hand gefragt: Wo die Konkurrenz die Leistung regelrecht zusammengestaucht bekommt, bringt der VW ID.7 lustvoll sein (massiges) Heck ins Spiel.

Umwelt/Kosten: Der VW ist rund 18.000 Euro teurer als die Konkurrenten

Würde der Vergleichstest nach der Eigenschaftswertung enden, dann würde kein Weg am VW ID.7 vorbeiführen. Er ist riesig, komfortabel und mit brauchbaren E-Auto-Eigenschaften gesegnet. Doch zur Wahrheit gehört auch: Vieles, was diese Überlegenheit möglich macht, kostet teils saftige Aufpreise. In testrelevanter Ausstattung ist der ID.7 rund 18.000 Euro teurer als seine Rivalen – den aktuellen VW-Bonus von 5000 Euro bereits eingerechnet. Dass man für das beste Gesamtpaket mehr finanziellen Einsatz verlangt, ist dabei weniger störend als die rigide Paket-Politik. Für sinnvolle Extra-Ausstattung muss man bei VW stets ein ganz großes, vierstelliges Kreuz machen, was den testrelevanten Preis in fast schon schwindelerregende Regionen führt.

Das andere Extrem sind Tesla Model 3 und Mazda6e, die jeweils mit annähernder Vollausstattung vorfahren. Bei den Amerikanern kann man lediglich für Lack, Felgen und autonome Fahrfunktionen extra zahlen, bei Mazda beschränken sich die Aufpreise auf ein anderes Interieur samt Glasdach mit Sonnenrollo sowie auf Zubehör wie den praktischen Frunk-Korb. Beim Garantiepaket zeigt sich der Mazda vertrauenserweckend umfangreich: Die Neuwagengarantie fällt mit sechs Jahren dreimal so lang aus wie die des ID.7. Auch bei der Mobilitätsgarantie beschränkt sich Volkswagen bei seiner ID.-Familie auf vergleichsweise kurze drei Jahre.

Fazit

Ja, der Mazda6e EV ist attraktiv eingepreist. Doch zum Klassenprimus VW ID.7 Pro S ist es noch ein weiter Weg: Der Japaner aus chinesischer Produktion hätte noch weiteren Feinschliff verdient. Das betrifft besonders die Bedienung und die Fahreigenschaften. Das Tesla Model 3 Premium beweist, dass sukzessive Weiterentwicklung wirkt: Mit besseren Bremsen würde es zum ID.7 aufschließen. Der Testsieger aus Wolfsburg ist ein klassischer Streber, bei dem man echte Schwächen suchen muss. Wenn es eine gibt, dann wohl den Preis. Besonders die aufpreisintensive Paket-Politik ist verbesserungswürdig.

Technische Daten und Messwerte von Mazda6e EV, Tesla Model 3 Premium und VW ID.7 Pro S

AUTO ZEITUNG 10/2026

Mazda6e EV

Tesla Model 3 Premium

VW ID.7 Pro S

Technik

Motoren

permanenterregte Synchronmaschine

permanenterregte Synchronmaschine

permanenterregte Synchronmaschine

Systemleistung

190 kW / 258 PS

235 kW / 320 PS

210 kW / 286 PS

Systemdrehmoment

320 Nm

450 Nm

545 Nm

Batterie

Lithium-Ionen (LFP)

Lithium-Ionen (NMC)

Lithium-Ionen (NMC)

Spannung / Kapazität netto

400 V / 66,0 kWh (68,8 kWh)

400 V / 79,0 kWh (83,0 kWh)

382,7 V / 86,0 kWh (91,0 kWh)

Max. Ladeleistung AC / DC

11 kW / 165 kW

11 kW / 250 kW

11 kW / 199 kW

Kraftübertragung

Getriebe

Konstantübersetzung

Konstantübersetzung

Konstantübersetzung

Antrieb

Hinterrad

Hinterrad

Hinterrad

Fahrwerk

Radaufhängung

v: McPherson, Querlenker, Stabi.; h: Mehrlenker, Federn, Dämpfer, Stabi., DSC (ESP)

v: Doppelquerlenker; h: Mehrlenker, Federn, Dämpfer, Stabi., ESP

v: McPherson, Querlenker; h: Mehrlenker, Federn; adapt. Dämpfer (opt.), Stabi., ESC (ESP)

Lenkung

Zahnstange, elektromechanisch

Zahnstange, elektromechanisch

Zahnstange, elektromechanisch; Progressivlenkung (opt.)

Bremsen

v: innenbel. Scheiben, h: Scheiben; ABS, Bremsassistent

rundum: innenbel. Scheiben; ABS, Bremsassistent

v: innenbel. Scheiben; h: Trommeln; ABS, Bremsassistent

Serienbereifung

rundum: 245/45 R19

rundum: 235/45 R18

v: 235/50 R19, h: 255/45 R19

Testbereifung

rundum: 245/45 ZR19 Y XL

rundum: 235/45 R18 V

v: 235/45 R20 T XL, h: 255/40 R20 T XL

Reifen

Michelin Pilot Sport 5

Bridgestone Turanza T005 EV T0

Bridgestone Potenza Sport Enliten

Maße & Gewichte

Außenmaße (L / B / H)

4921 / 1890 (2151)*** / 1491 mm

4720 / 1850 (2104)*** / 1440 mm

496,1 / 1862 (2094)*** / 1536 mm

Radstand

2895 mm

2875 mm

2971 mm

Kofferraumvolumen

466–1074 + 72 Frunk

594–1218 + 88 Frunk

532–1586

Leergewicht Werk / Test

1962 / 2001 kg

1747 / 1746 kg

2152 / 2232 kg

Zul. Gesamtgewicht*

2387 kg

2149 kg

2690 kg

Effektive Zuladung

386 kg

440 kg

458 kg

Anhängelast* (gebr. / ungebr.)

1500 / 750 kg

1000 / 750 kg

1000 / 750 kg

Dachlast* / Stützlast*

75 / 75 kg

68 / 100 kg

75 / 75 kg

Wendekreis links / rechts

12,4 / 12,3 m

12,2 / 12,1 m

10,7 / 10,8 m

Fahrleistungen

0 – 50 km/h

3,0 s

2,3 s

2,8 s

0 – 100 km/h

7,1 s

5,3 s

6,4 s

Höchstgeschwindigkeit*

175 km/h

201 km/h

180 km/h

Handlingkurs

1:47,1 min

1:47,1 min

1:46,9 min

Slalom (Pylonenabstand 18 m)

60,9 km/h

62,3 km/h

62,4 km/h

Bremswege

aus 100 km/h kalt / warm

35,1 / 36,1 m

38,1 / 37,7 m

35,6 / 34,4 m

aus 50 / 150 km/h kalt

9,1 / 86,5 m

9,3 / 84,8 m

9,1 / 79,4 m

Innengeräusche

Standgeräusch

-

-

-

bei 50 km/h

59 dB(A)

59 dB(A)

58 dB(A)

bei 100 / 130 km/h

65 / 68 dB(A)

66 / 70 dB(A)

64 / 68 dB(A)

Verbräuche

Testverbrauch

18,0 kWh / 100 km

14,3 kWh / 100 km

20,0 kWh / 100 km

WLTP-Verbrauch*

16,6 kWh / 100 km

13,6 kWh / 100 km

15,0 kWh / 100 km

CO2 Test** / WLTP

65 / 0 g/km

52 / 0 g/km

73 / 0 g/km

Reichweite gesamt

367 km

552 km

430 km

Reichweite Test max. / WLTP

367 / 478 / 479 km

552 / 731 / 750 km

430 / 581 / 652 km

*Werksangaben

**Äquivalent gemäß deutschem Strommix (CO2: 363 g/kWh)

*** Breite inklusive Außenspiegel

Ausstattung/Preise

Mazda6e EV

Tesla Model 3 Premium

VW ID.7 Pro S

Grundpreis

44.900 €

44.990 €

54.495 €

Testwagen-Optionen

Antrieb

-

-

1.090 €

Fahrwerk

-

-

3.965 €

Lenkung

-

-

-

Reifen

-

-

515 €

Sitze

-

-

2.725 €

Aufpreis

-

-

8.295 €

Bewerteter Preis

44.900 €

44.990 €

62.790 €

Ausstattung

Anhängerkupplung

1375 €

1350 €

1050 €

Matrix-LED-Scheinwerfer

-

Serie

2580 €

Wartung / Rabatt / Wertverlust

Werkstattkosten*

606 €

482 €

445 €

Rabatt**

19,4 % / 8.711 €

k. A.

25,0 % / 14.874 €

Wertverlust (DAT) nach 4 Jahren / 20.000 km p.a.

54,4 % / 24.426 €

50,9 % / 23.399 €

59,8 % / 35.578 €

Versicherung / Steuern pro Jahr

HP / VK / TK Typklassen

18 / 28 / 24

19 / 23 / 21

19 / 23 / 23

HP / VK / TK Kosten

734 / 1508 / 226 €

763 / 1024 / 150 €

763 / 1024 / 187 €

Abgasnorm / Steuer

Elektro / befreit

Elektro / befreit

Elektro / befreit

* Wartungskosten pro Jahr einschl. üblicher Verschleißteile ohne Reifen, ermittelt durch den ADAC

**Quelle: www.meinauto.de; zzgl. eventueller Überführungskosten

Gesamtbewertung

Punkte max.

Mazda6e EV

Tesla Model 3 Premium

VW ID.7 Pro S

Karosserie

1000

635

658

695

Fahrkomfort

1000

713

712

756

Motor / Getriebe

1000

740

824

765

Fahrdynamik

1000

626

599

660

Eigenschaftswertung

4000

2714

2793

2876

Kosten / Umwelt

1000

376

368

305

Gesamtwertung

5000

3090

3161

3181

Platzierung

3

2

1